Archiv für die Kategorie ‘Spaßgesellschaft’

 
Der Wunsch nach Presse – und Meinungsfreiheit ist groß, gerade in diesen Tagen. Pressefreiheit ist das große Ziel, doch diese Freiheit hat man eigentlich nur im Internet, als freier und unabhängiger Autor, schreibt man allerdings für eine große Zeitung, so sieht das schon ganz anders aus.

Diese Erfahrung durfte auch ein ehemaliger Spiegel TV-Reporter machen. In einem Interview äußert sich der heutige Tagesspiegel-Redakteur Harald Schumann ungewohnt offen über die wahre „Pressefreiheit“ in Deutschland, die in Wirklichkeit gar keine ist.

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/24/reporter-ohne-grenzen-pressefreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/29/unsere-freie-presse-verrat-wir-verhandeln-im-hinterzimmer-geheime-dinge/

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Schon seltsam dass es diesbezüglich keinen Aufschrei in der Medienwelt gab, als Maybrith Illner im Februar diesen Jahres Gäste wie Thomas Gottschalk, Fernsehproduzentin Ute Biernat und Mathieu Carrière zur Sendung „Wetten, dass..? Oder Dschungelcamp? Was ist gute Unterhaltung“ einlud.

Denn sowohl Maybrit Illner als auch Thomas Gottschalk beleidigten und brüskierten in der Polit-Talkshow die Ärmsten unserer Gesellschaft, dass es einem schlecht wird.

Doch der Reihe nach: Es geht, wie schon angekündigt, ums Dschungelcamp, also um „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ auf RTL, welches eben im Februar diesen Jahres genauso im Gespräch war wie Wetten dass. Wetten dass natürlich wegen Gottschalks angekündigten Rücktritt nach dem Unfall von Samuel Koch in der Sendung.

Und so soll halt in fröhlicher Runde diskutiert werden, ob das gute Unterhaltung ist, was gut daran ist, was schlecht, ob nicht alles niveaulose Volksverblödung ist, und so weiter.

Nun weiß man seit der diesjährigen Folge vom Dschungelcamp aber, dass die meisten Zuschauer dieser Sendung wohl ziemlich gebildet sind, es gibt viele Akademikerhaushalte die sich das Dschungelcamp anschauen, ein knappes Drittel der Zuschauer hat Abitur, jeder fünfte Dschungelcamp-Zuschauer verfügt sogar über einen Uni-Abschluss.

Und da muß Maybrith Illner wohl vor der Sendung den gerade zitierten Sternartikel gelesen haben, denn in dem Artikel wird auch davon gesprochen, dass das Dschungelcamp eben – Zitat „kein Unterschichtenfernsehen“ sei, und genau das sagt sie dann auch in ihrer Sendung, Zitat Illner:

„Aber vielleicht ist es dafür auch nochmal schlau, sich anzugucken, wer diese Sendung überhaupt schaut. Das weiß keiner besser als Frau Biernat, weil erstaunlicherweise Frau Biernat, dieses Fernsehen „Das Dschungelcamp“ kein Unterschichtenfernsehen ist.“

Daraufhin hört man ein leichtes Raunen im Publikum, und auch Frau Biernat ist empört:

„Also ich wehre mich gegen diesen Begriff Unterschichtenfernsehen…“

 Doch schnell wie der Blitz bemerkt die Illner ihre widerliche Beleidigung:

„Ja ich hätte ihn in Anführungsstrichen gesetzt, machte ich ja auch gerade (Anm: Stimmt nicht!), also für die Ärmeren…oder man kann auch…“

Und da kommt ihr Gott sei Dank Gottschalk zu Hilfe und ergänzt:

„…schlichteren Gemüter“

Puh, Frau Illner fühlt sich gerettet, nicht wirklich darüber nachdenkend, dass diese Bezeichnung mindestens genauso diffarmierend ist, trotzdem stimmt sie ihm dankend zu:

„Ja! Oder für die Harzer, ich weiß nicht was man sonst noch dazu sagt, also…“

Daraufhin hört man höhnisches Gelächter im Publikum, doch Illner führt ihre Frage unverblümt zu Ende, „bloß nicht weiter verharren und schnell weitermachen, ablenken“, wird sie wohl gedacht haben.

Denn was sie sich da geleistet hat ist an Dreistigkeit und Verhöhnung kaum noch zu überbieten! Sie und auch Gottschalk beleidigen hier Hartz 4-Empfänger aufs Übelste! Sie scheren alle Hartz 4-Empfänger über einen Kamm, bezeichnen sie als dumm und ungebildet, Unterschichtenfernsehen – das heißt im Klartext „Fernsehen für die Armen und Dummen“, und genau das wollte Frau Illner mit dem Begriff auch sagen!

So denkt also eine Maybrith Illner, wer arm ist, ist auch gleichzeitig dumm und schaut niveaulose, volksverdummende Fernsehsendungen?! Unfassbar!

Und der Gottschalk mit seiner Trashsendung und seinen Millionen auf dem Konto soll doch gerade still sein! Das einzige, „schlichtere Gemüt“ ist nämlich nur er selbst.

Das Fernsehen ist Volksverdummung pur! Und auf diese Volksverdummung fallen nun mal alle Schichten dieser Geselllschaft herein, vollkommen unabhängig ob sie reich sind oder arm.

Aber traurig mit anzusehen, dass es schon soweit in unserer Gesellschaft gekommen ist, dass man die Gleichung arm=dumm und reich=schlau wieder anwendet, und das mitten im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen.

Deswegen, und man kann es nicht oft genug sagen: Abschalten!

Quellen: http://www.youtube.com/watch?v=aAoxp4A6ZCw

http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,8212717,00.html

http://www.stern.de/kultur/tv/dschungelcamp-2011-der-zuschauer-das-mitfuehlende-wesen-1649160.html

http://www.fr-online.de/kultur/fr-fernsehkritik/gottschalk-sprachlos–illner-beschaedigt/-/1473344/7207310/-/index.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/12/springers-welt-uber-reeducation-das-fernsehen-unser-effektivster-erzieher/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/12/07/er-hat-es-bei-den-proben-jedes-mal-geschafft-thomas-gottschalk-beim-lugen-erwischt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/12/13/er-spurt-seine-beine-thomas-gottschalk-luge-die-zweite/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/13/fernsehreporter-gunther-koch-medien-werden-gesteuert-von-den-machtigen-und-reichen-die-an-den-hebeln-sitzen/

Wirklich herrlich wie hier Rainald Grebe unsere neokonservative, mit leichtem gelb-überhauchte aber ansonsten stockschwarze Bildzeitung auf die Schüppe nimmt – und  dessen Chefredakteur Kai Dieckmann noch gleich mit dazu.

Böse 68er aber auch.

 Im letzten Artikel haben wir ja darüber berichtet, dass Thomas Gottschalk was die Wette von Samuel Koch anging, gelogen hatte. Für die die es immer noch nicht mitgekriegt haben sollten: Der Wettkandidat Samuel Koch erlitt in der Liveshow „Wetten, dass?“ einen schweren Unfall, woraufhin die Sendung, übrigens das erste Mal in ihrer Geschichte, komplett abgebrochen werden mußte.

Thomas Gottschalk behauptete dann vor laufenden Kameras, dass die Wette bei den Proben jedesmal geklappt hätte. Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Denn Samuel Koch selber sagte vor der Sendung im Interview mit der Badischen Zeitung, dass er in den Proben schon zweimal schwer gestürzt war, und das die Wette wohl noch nicht so richtig klappt. Und der Vater sagte in einem anderen Interview, dass das ZDF sogar Samuel K. dazu angehalten habe, seine Wette schwieriger zu machen in dem er über Autos verschiedener Größe springen sollte, und das natürlich nur, um die Wette für den Zuschauer attraktiver zu machen.

Doch jetzt ist noch eine andere Ungereimtheit publik geworden. Thomas Gottschalk hat schon wieder gelogen! Diesmal geht es um den Gesundheitszustand von Samuel Koch.

Denn bei der Ansprache kurz nach dem Unfall, in dem er verkündete dass die Sendung abgebrochen wird, belog er sein Publikum in dem er behauptete, es gäbe keine Lähmungserscheinungen und Koch würde seine Beine spüren (siehe Video oben!).

Genau sagte er diesbezüglich, Zitat Thomas Gottschalk:

„Er ist ansprechbar, er ist auf dem Weg in die Klinik, er spürt seine Beine. Es ist nichts passiert, wo man sagen könnte, es wäre eine Lähmung, die natürlich in irgendeiner Form hoffentlich auch nicht in den nächsten Tagen eintritt.“

Doch wie wir ja wissen ist das nicht die Wahrheit, denn Koch spürt seine Beine nicht, und er hat schwere Lähmungserscheinungen.

Ja, nun könnte man Gottschalk ja in Schutz nehmen und sagen, dass diese Lähmungserscheinungen und das Nicht-Spüren der Beine erst später eingetreten sind, doch das stimmt leider nicht.

Denn eine Ärztin, die sofort an Ort und Stelle des Unfalls erste Hilfe leistete, weiß etwas anderes zu berichten. Die Ärztin Almut Opolka hat in mehreren Interviews zu Protokoll gegeben, dass Samuel geäußert habe, dass er seine Beine nicht spüren könnte.

Die NWZ schreibt dazu folgendes:

„Zunächst sei er ohne Bewusstsein gewesen, erzählt Almut Opolka am Montag im Gespräch mit der NWZ . Als er erwacht, klagt er, seine Beine nicht spüren zu können. Die erfahrene Ärztin legt zunächst einen intravenösen Zugang, gemeinsam mit der eingesetzten Notärztin, die mittlerweile hinzugekommen ist, fixiert sie Hals- und Nackenbereich mit einer Manschette.“

 

Es war also schon am Unfallort klar, dass er seine Beine nicht spürte. Warum aber sagt dann Thomas Gottschalk eine halbe Stunde nach dem Unfall in seiner Ansprache dass Samuel seine Beine spürt und es auch keine Lähmungserscheinungen gebe?

Warum belügt Thomas Gottschalk nur sein Publikum, und das wissentlich? Wollte er sein Publikum mit dem „Nicht-Spüren der Beine“ nicht beunruhigen? Warum aber lässt er dann diese spezifischen Aussagen über die Lähmungen nicht einfach weg?

Es gibt im Internet einige Menschen, die glauben, dass es Thomas Gottschalk völlig egal sei, wie es dem Kandidaten eigentlich geht, wichtig sei nur sein Ansehen und das der Show.
Und dafür kann man einen Kandidaten der dank der Unvorsichtigkeit von „Wetten, dass?“ sein Leben lang gelähmt und gezeichnet ist natürlich nicht gebrauchen!
Gottschalk fürchtete sich um sein Ansehen und seine Zukunft, und um nicht schlecht dazustehen werden die Folgen des Unfalls einfach mal umgedichtet.

Blöd dabei nur dass man ihm mit seiner Lügerei auf die Schliche gekommen ist, das zeigt nicht nur Gottschalks wahren Charakter sondern auch seine persönliche Profilierung durch die Show und die empfundene Gleichgültigkeit sowohl für die Kandidaten, als auch für das Publikum.

Quellen: http://www.nwz-inside.de/News/Music-Stars-und-Style/Movie-und-TV/Cloppenburgerin-als-Ersthelferin,12807

http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/wetten-dass-mit-thomas-gottschalk/2010/12/08/wetten-dass-kandidat-samuel-koch/diese-arztin-aus-dem-publikum-half.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/12/07/er-hat-es-bei-den-proben-jedes-mal-geschafft-thomas-gottschalk-beim-lugen-erwischt/

Auch wer das deutsche Fernsehprogramm sonst konsequent ignoriert, wird sicherlich trotzdem mitbekommen haben, was am Samstag abend in der ZDF-Show „Wetten, das…?“ passiert ist.

Der Kandidat  Samuel Koch ist bei „Wetten dass“ so schwer gestürzt, dass die Sendung abgebrochen wurde. Er hatte gewettet, dass er mit sogenannten Poweriser, an den Beinen geschnallten Sprungfedern, über fünf Autos springen könne. Bei seinem dritten Sprung stürzte er kopfüber auf den Boden und blieb zunächst regungslos liegen.

Daraufhin beendete Moderator Thomas Gottschalk zum ersten Mal in der Geschichte vorzeitig die Sendung, denn Samuel Koch’s Verletzungen durch den Sturz sind doch schwerer als zuerst angenommen: Der 23-jährige Mann hat eine komplexe Verletzung der Halswirbelsäule erlitten, außerdem wurde bei dem Sturz das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen, Koch zeigte ausserdem Lähmungserscheinungen.

Dass diese Wette Schwierigkeiten bereiten würde, war schon vor der Show klar. Denn in einem Interview mit der Badischen Zeitung gab Koch an, bei den Proben schon zweimal sehr schwer(!) gestürzt zu sein, Zitat:

[…]Bei den Proben am Donnerstag bin ich zweimal schwer gestürzt. Der Wettteil klappt noch nicht.

Doch wirklich interessant an der Sache ist, dass Thomas Gottschalk kurz nach dem Sturz noch im Fernsehen vor Millionen Zuschauern behauptet hat, dass die Wette in den Proben wunderbar geklappt habe (wer’s im O-Ton hören will, siehe Video oben), Zitat Gottschalk:

 „Er hat es bei den Proben jedes Mal geschafft“

Was für eine dreise Lüge! Warum nur heuchelt Thomas Gottschalk hier seinen Zuschauern nur völlig unverblümt was vor? Will er seinen eigenen Arsch retten, fürchtet der die Konsequenzen, weil er denkt, dass er und die Produzenten dafür verantwortlich gemacht werden? Oder hat Gottschalk vielleicht Angst, dass man die Show absetzen könnte, und er dadurch finanziell geschwächt sein High Life im sonnigen Kalifornien gar aufgeben muß?

Schon alleine aus Respekt vor dem Opfer hätte man hier ehrlich sein müssen, und nicht selbstsüchtig und egoistisch. Aber so ist das deutsche Fernsehen, skrupelos, sensationslüstern, und betrügerisch.

Das beweist auch die Aussage des Vaters von Samuel Koch in einem anderen Artikel der Badischen Zeitung. Der Vater sagt dort, dass das ZDF wohl Samuel K. dazu angehalten habe, seine Wette schwieriger zu machen in dem er über Autos verschiedener Größe springen sollte.

Das sollte die Wette für die Zuschauer attraktiver machen, über die Gefahren dachte das ZDF nicht nach, ihnen ging es nur um die Einschaltquoten, schließlich konkurierten sie am Samstag Abend mit einer anderen Volksverdummungsshow, die da heißt „das Supertalent“, welcher übrigens auch glänzt mit niveauvoller Unterhaltung und Talenten die mit Wasser spucken oder ihre Riesenbrüste als Schlaghammer nutzen.

Fakt ist doch, dass das deutsche Fernsehen eine Katastrophe ist, ein Kampf um Quoten und Niveaulosigkeit. Das Fernsehen ist dazu da die Volksverdummung weiter anzutreiben, und damit sind sie auch durchaus erfolgreich. Dank dieser Verblödung und Ablenkung der Massen schaffen es die Mächtigen, jedes noch so unsoziale Gesetz, jede noch so unfaire Politik durchzubringen, der Mehrheit des Volkes ist das egal, hauptsache sie sind abgelenkt, mit Unterhaltungssendungen auf dümmlichen Niveau. Oder aber die Medien manipulieren und formen die allgemeine Meinung so, dass es nur noch wenige gibt, die auch wirklich Widerstand leisten, was bewiesenermaßen ja auch gut funktioniert.

Aber was Gottschalk hier gemacht hat ist natürlich richtig dreist – er belügt halb Deutschland nur um seinen eigenen Kopf zu retten. Doch so ist unsere Medienlandschaft nun mal – Betrug, Heuchelei. Manipulation und Volksverdummung im Auftrag der Elite – Gottschalk selber ist da auch nur ein nützliches Werkzeug, skrupelos, und ein Verräter am eigenen Volk.

Und hier geht es bei weitem nicht nur um Gottschalks Märchenstunde, nein, sie ist nur Symbol für die eigentliche Heuchelei und Verarscherei durch das Fernsehen.

Deutschland, dein Fernsehen – ein Trauerspiel.

Quellen:

(„Thomas Gottschalk’s Lüge siehe Video oben!“) http://www.youtube.com/watch?v=xgsH_G8Snmg

http://www.badische-zeitung.de/efringen-kirchen/mein-team-ist-super–38474138.html

http://www.badische-zeitung.de/wetten-dass-samuel-koch-stuerzte-im-probelauf-zweimal

http://www.welt.de/fernsehen/article11399274/Kandidat-stuerzte-schon-bei-Proben-zu-Wetten-dass.html

Siehe auch:

  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/08/was-furne-wahnsinnsshow-im-fernsehen-und-im-radio/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/15/die-cdu-will-die-medien-noch-mehr-kontrollieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/21/bundesprasident-wulff-schiebt-die-schuld-auf-die-wahler-und-ard-zensiert-das-interview-lieber/

In einem Artikel der Welt von 2009 wird unübersehbar von der Macht und dem Einfluss des Fernsehens geschwärmt, schon die Überschrift verrät die Einstellung des Springerblatts:

„Das Fernsehen, unsere moralische Instanz“

Die moralische Instanz? Wer entscheidet denn was moralisch ist und was nicht? Also ich finde Castingshows in denen untalentierte Menschen vorgeführt und erniedrigt werden, durch und durch eher moralisch fragwürdig.

Aber Springer geht es hier natürlich nicht nur in erster Linie um das Unterhaltungsprogramm, sondern um die Umerziehung und Gehirnwäsche, die durch das propagandistische Fernsehen entsteht. Und das gefällt der Springer-Autorin Klaudia Wick.

Klaudia Wick ist übrigens neben ihrer Tätigkeit als freie Journalistin, man mag es kaum glauben, Fernsehkritikerin, und sie sitzt in der Jury des Deutschen Fernsehpreises. Das sie als ausgewählte Fernsehkritikerin auch auf einen politischen Wert im Fernsehen viel wert legt, ist klar.

Das man deswegen aber so offen über die Rolle des Fernsehens spricht, ist schon ein bißchen seltsam und vor allem ungewohnt:

„Das deutsche Fernsehen ist nur ein kleinwenig jünger als das Grundgesetz. Seit 60 Jahren begleitet die Mattscheibe die Deutschen nun schon durch die Geschichte. Heute wird über das Fernsehprogramm und seine Qualität oft und gern lamentiert. Dabei ist die Glotze wahrscheinlich unser effektivster Erzieher.“

Unser effektivster Erzieher? Das ist wirklich schockierend, aber dabei spricht Frau Wick ja nur die Wahrheit aus. Das Fernsehen ist wahrscheinlich der größte Triumph der Alliierten im Kampf gegen deutsche Selbstbestimmung, ohne das Fernsehen wären Reeducation, Umerziehung und amerikanischer Kulturimperialismus gar nicht möglich gewesen.

Das weiß natürlich auch Frau Wick und der Rest des Springer-Clans, und das war auch von Anfang an der Plan der Alliierten.

Der sozialdemokratischen Politiker Adolf Grimme, der 1948 zum ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) ernannt wurde und vorher Niedersachsens Kulturminister war, ist sich der propagandistischen Wirkung des Fernsehens durchaus bewusst.  Darauf hatte er als SPD-Politiker so lange gewartet, und dann war es endlich so weit: Mit „30.000 Metern Kulturfilm“ will er das deutsche Volk wieder zur Besinnung bringen, Zitat:

„Das Fernsehen hat nur dann eine tiefere Bedeutung, wenn der Mensch auf dem Umweg über das Sehen der Ferne wieder zu sich selbst kommt.“

Auch Klaudia Wick bestätigt die eigentliche Bedeutung des Fernsehens im weiteren Verlauf des Artikels:

„Tatsächlich war der öffentlich-rechtliche Rundfunk wohl das effektivste Reeducation-Instrument, das die Alliierten in den Westzonen installiert hatten. Die britischen Besatzer verfassten den NWDR nach dem Vorbild ihrer BBC als „vierte Gewalt“. „Unabhängig von Partei und Staat“ sollte der Rundfunk sein und frei von kommerziellen Notwendigkeiten.“

Unabhängig von Partei und Staat? Nicht wirklich. Und überhaupt nicht unabhängig und frei von den Besatzern war und ist das Fernsehen auch heute noch. Amerikanischer Kulturimperialismus wo man nur hinsieht – schrecklich. Aber das deutsche Volk wurde über die Jahre hinweg so einer Gehirnwäsche unterzogen, dass sie dies selber schon gar nicht mehr merken.

Wie die Umerziehung über die Jahre hinweg aussah, lässt auch der nächste Absatz erahnen:

 „Eine junge Redakteursgeneration setzt bald allerlei Programmexperimente durch: Die Kleinen lernen jetzt mit Kermit aus der „Sesamstraße“ zählen, die Großen mit der US-Serie „Holocaust“ sich erinnern.“

Ja, sie lernten nicht nur sich zu erinnern sondern auch noch sich für alle Ewigkeit schuldig zu fühlen, good job my fellow Americans!

Frau Wick nennt es „Modernisierungsprozess“, ich nenne es Gehirnwäsche:

„So wächst dem Fernsehen die Rolle einer „Vermittlungsagentur gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse“ zu. Es wird zum gesendeten Grundgesetz.“

Das „gesendete Grundgesetz“ hat erzieherische Maßnahmen, und lehrt uns Deutsche, wie unsere Gesinnung ideologisch, politisch, kulturell und moralisch auszusehen hat, nämlich wie die eines Amerikaners. Und wer davon abweicht, gilt als Sonderling und Außenseiter.

So wie es uns das Fernsehen zeigt, so müssen wir sein und so haben wir uns zu verhalten. Kulturelle, nationale Entfaltung? – Fehlanzeige! Sie wollen doch kein Nazi sein, oder?

Das Fernsehen der DDR wird in dem Artikel übrigens als das abgrundtiefe Böse dargestellt. Der Arbeiter-und-Bauern-Staat zeigt sich laut Wick auch beim Fernsehprogramm als ideologisch verbohrt und unfrei, aber zum Glück wird 1989 der Eiserne Vorhang löchrig und dank des Westfernsehens wird durch die fahrenden Ausreisezüge täglich neues Anschauungsmaterial für noch unentschlossene DDR-Bürger vermittelt. Das ist für die Autorin ein Meilenstein, denn sie schwärmt:

„Wieder kann die neue Freiheit im Fernsehen probiert werden.“

Auch zum Schluß scheint Klaudia Wick aus der Schwärmerei gar nicht mehr rauszukommen, so stolz ist sie auf das deutsche Fernsehen und dessen erzieherische und propagandistische Wirkung:

„Als im Sommer 1997 die Schwiegertochter von Queen Elizabeth tödlich verunglückt, sehen in Deutschland rund sechzehn Millionen Menschen die Beisetzung von Lady Diana. Die Quoten verteilen sich zu gleichen Teilen auf ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Überall ist das Gleiche zu sehen. Geht es noch demokratischer?“

Ja, geht es! Zum Beispiel wenn man ‚demokratisch‘ nicht an amerikanischen Vorbildern definiert, sondern sich auch als Nation selbst entfalten darf, und nicht zu einem zweiten US-Klon wird. Oder auch wenn man eine völlige Meinungsfreiheit in Deutschland gesetzlich regelt, ohne irgendwelche, gesetzliche Einschränkungen.

Fakt ist doch, dass das Fernsehen als Propagandamaschine Nr. 1 eingesetzt wurde, um die Menschen schön amerikanisch umzuformen. Und wenn man ein Medium so konsequent zur Beeinflussung und Umerziehung einsetzt, dann hat das nichts mehr mit Demokratie zu tun, sondern mit staatlich genehmigter Gehirnwäsche.

Quelle: http://www.welt.de/fernsehen/article3757593/Das-Fernsehen-unsere-moralische-Instanz.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/29/unsere-freie-presse-verrat-wir-verhandeln-im-hinterzimmer-geheime-dinge/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/08/haim-saban-die-medienindustrie-ist-eine-sehr-politisierte-branche/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/22/what-to-do-with-germany/ 

Der frühere kubanische Staatschef zitierte am Mittwoch in der kommunistischen Zeitung «Granma» ausführlich das im Jahr 2006 erschienene Buch «Die wahre Geschichte der Bilderberger».

Der Autor, Daniel Estulin, sei hervorragend informiert, lobte Castro in einem drei Seiten langen Artikel, der vor allem aus Auszügen des Buches bestand.

 Daniel Estulin sieht die Bilderberg-Gruppe als Repräsentant der Finanzoligarchie. Anfang Juni äußerte er sich folgendermaßen dazu:

„Sie vertreten die Ideologie eines „Eine-Welt-Unternehmens mit beschränkter Haftung“.  Die Eliten aus Europa und Nordamerika habenn ein gigantisches Kartell geschaffen, um die Welt zu kontrollieren.“

Castro ist derselben Meinung wie Estulin, und hält die Bilderberger für den Ursprung des Globalismus, die NATO zum Beispiel sei durch die Bilderberger gegründet, und der israelisch-arabische Krieg 1973 auch von ihnen eingefädelt worden, um an die Ölfelder zu kommen. Desweiteren sieht er Hitler ebenso als Werk der Bilderberger, Zitat:

„Hitler, die Bestie, wurde durch dieselben geschaffen, die heute an den Zusammenkünften des Clubs Bilderberg teilnehmen.“

Auch die Popkultur kriegt (endlich!) ihr Fett weg, Castro meint dass MTV und Co geschaffen wurden, um die Jugend zum Hedonismus und hemmungslosen Konsum zu verleiten, außerdem drohe ein atomarer Holocaust, von dem die Popkultur ablenken soll.

Tia, man kann von Castro halten was man will, aber im Grunde genommen hat er doch recht: Die Bilderberger entscheiden über die Welt und streben eine Weltregierung an, die Popkultur, mit all ihren Facetten soll Politikverdrossenheit fördern, um von den politisch-fragwürdigen Zielen der Mächte abzulenken – dies alles ist nun mal die Wahrheit, über die die Mainstreampresse konsequent schweigt, oder eben sich darüber lustig macht.

So ziehen einige Blätter hämisch über Castro her, halten ihn für einen alten Wirrkopf, bezeichnen ihn als ‚wunderlich‘ und ‚esoterisch‘ – so auch geschehen bei der „Financial Times„, die sich um ihr Wirtschaftswesen und deren „Big Spender“ sorgt und somit versucht, nicht nur Castro sondern auch noch den Kopp-Verlag undVerschwörungstheoretiker so gut es geht lächerlich zu machen, hier ein paar Zitate aus dem Artikel:

„[…]Im Alter wird der kubanische Revolutionsführer wunderlich. Er macht sich Verschwörungstheorien über die sogenannte Bilderberg-Gruppe zu eigen.[..]“

„[…]Verschwörungstheorien sind eigentlich etwas für wirre Geister.[…]“

„[…]Links- und Rechtsextreme machen den Prominentenzirkel für die großen Linien des Weltgeschehens verantwortlich.[…]“

 „[…]Fidel Castro bezieht sich auf Estulins Buch „Die wahre Geschichte der Bilderberger“, das in Deutschland vom Kopp Verlag herausgebracht wurde, der auf angeblich „unterdrückte Informationen“ spezialisiert ist. Auch illustre Figuren wie Erich von Däniken und Eva Herman gehören zu den Autoren des Verlags.[…]“

 Aha, so versucht sich also die Financial Times bei ihren Geldgebern und Bilderbergerbonzen einzuschmeicheln, in dem man Castro und seine Aussagen versucht ins Lächerliche zu ziehen, dabei darf natürlich auch der Hinweis auf Rechts-u. Linksextreme, den Kopp-Verlag und Eva Herman nicht fehlen, um Fidel Castro und Daniel Estulin in den Dreck zu ziehen.

 

Auch Verschwörungstheoretiker kriegen ihr Fett weg und werden als verrückt dargestellt.

Sehr raffiniert liebe Financial Times, muß ich schon sagen, doch auch mit eurer Häme könnt ihr eines nicht kaputt machen – nämlich die Wahrheit.

Und diese hat dank Castro und Estulin jetzt viele Menschen erreicht.

Quelle: http://www.ftd.de/politik/international/:esoterische-gedanken-castro-wittert-die-grosse-weltverschwoerung/50158632.html