Archiv für die Kategorie ‘FBI’

Heute war es endlich soweit, es jährte sich der zehnte Jahrestag des 11. September, und mit ihm wurde das Thema in Funk und Fernsehen nochmal neu aufgerollt.

Dabei trauten sich in der Vergangenheit auch ein paar Medien, Fragen zu  stellen und sogenannte Verschwörungstheorien zu thematisieren, sehr zum Missfallen einiger pro-amerikanischer Zionisten wie beispielsweise Henryk Broder. Dieser ist sehr verärgert, dass eben bestimmte Medien nicht parieren wollen sondern auch durchaus berechtigte Fragen stellen, ähnlich wie die Sendung „ttt – Titel, Thesen, Temperamente“, über die er sich seinerzeit auch schon aufgeregt hat.

Nichtsdestotrotz wird auch ein Henryk Broder in Erklärungsnot geraten, wenn er von bestimmten Aussagen seiner zionistischen Glaubensbrüder in Israel hört. Denn dort scheinen die Menschen weitaus offener mit der Frage umzugehen, für wen der 11 September denn eigentlich von Nutzen war und für wen nicht. Nur ob Broder da wohl auch mit der Pietätslosigkeitskeule umherkommt, wie er es bei seinen ideologischen Gegnern gerne tut? Ich glaube kaum.

Aber erstmal zum Thema: Der Politiker und derzeitige Ministerpräsident Israels Benjamin Netanjahu,  äußerte im Jahr 2008 klar und deutlich, dass die Terroranschläge gut für Israel gewesen wären,und nein, dass folgende Zitat wurde nicht aus dem Zusammenhang gerissen, Zitat:

„We are benefiting from one thing, and that is the attack on the Twin Towers and Pentagon, and the American struggle in Iraq, swung the American public opinion in our favor“

Wir profitieren von einer Sache, und das ist der Angriff auf die Twin Towers und das Pentagon, und von dem amerikanischen Kampf im Irak., was die öffentliche Meinung der Amerikaner zu unseren Gunsten geändert hat.“

Unglaublich! Netanyahu macht damit also ganz klar deutlich, dass der 11. September für das israelische Volk von Nutzen war, völlig gleichgültig über die vielen Opfer des Terroranschlags, nein ihm geht es einzig und allein nur um Israel!

Darf ein Politiker so etwas öffentlich sagen? Nun, ein jüdischer Politiker schon, wie man sieht, denn diese Geschmacklosigkeit hatte keinerlei Folgen für den zionistischen Ministerpräsidenten, widerlich!

Aber da wird Broder natürlich nicht seine Moralkeule auspacken, da dies ja seinen eigenen Interessen, seiner politischen Ideologie entspricht.

Netanjahu sagte dies übrigens auf einer Konferenz, wo über die Teilung Jerusalems als Teil des Friedensabkommens mit den Palästinensern diskutiert wurde, also ist der Grund, warum er sowas sagte doch klar:

Dank 9/11 wurde das Ansehen des Islams und somit auch das Ansehen islamischer Länder beschädigt, und das zwar nicht nur aber vor allem in Amerika. Und dank dieses „Imagewechsels“ vom einst mittelguten zum nun bösen Islam in den Köpfen der Amerikaner hat sich die öffentliche Meinung auch zum Nahost-Konflikt gewandelt – man unterstützt jetzt lieber das gute, zionistische Israel anstatt die bösen, islamischen Palästinenser.

Und mit soviel öffentlicher Zustimmung lässt sich auch die pro-israelische Politik viel besser durchbringen in den Vereinigten Staaten, also profitierte Israel in jedem Fall von 9/11, wie Nentanyahu schon richtig sagte.

Aber trotzdem, geschmacklos ist es immer noch.

Man könnte fast meinen, als hätte man für die Politik so eine Tragödie herbeigesehnt, ach halt! Da war doch was! Das „Project for the New American Century“, die  US-amerikanische, neokonservative Denkfabrik schrieben in ihrem 2000er Manifest „Rebuilding America’s Defenses: Strategies, Forces, And Resources For A New Century“ doch folgendes:

„Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.“

Achso ist das! Ein katastrophales Ereignis welches Amerika, und aber auch vor allem die Welt für immer verändert – wie beispielsweise Pearl Harbor?

Na, seltsamerweise ist ein Jahr nach der Veröffentlichung dieses Manifests genau das eingetreten! Und auch andere Dinge, wie beispielweise dass Saddam Hussein abgesetzt werden muß, oder dass man Terroristen zum politisch-nützlichen Werkzeug machen soll wow, das ist ja fast schon Wahrsagerei, was die Neokonservativen da betrieben haben!

Mitglieder dieses Vereins waren übrigens unter anderem Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz und Jeb Bush, der Bruder von George Bush.

Unglaublich, dass es trotz dieser Beweise noch immer Menschen gibt, die an der „offiziellen“ Version von 9/11 festhalten, wo man doch schon alleine in diesem Artikel hier einige Beweise gefunden hat, dass der Terroranschlag vom 11. September 2001 von der damaligen amerikanischen Regierung geradezu erwünscht schien.

Aber die Propaganda der Massenmedien zieht noch immer, und der Glaube an eine ehrliche und gerechte Welt anscheinend auch.

Beides habe ich schon lange aufgegeben.

Quellen: http://www.haaretz.com/news/report-netanyahu-says-9-11-terror-attacks-good-for-israel-1.244044

http://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century

http://www.youtube.com/watch?v=24Ow1nnJTws

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,785638,00.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Netanjahu

http://www.welt.de/politik/specials/911/article13597726/Ein-Abgrund-aus-Infamie-und-Schadenfreude.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/07/15/titel-thesen-temperamente-wie-die-usa-auch-10-jahre-nach-den-anschlagen-die-wahrheit-verschweigen-und-wie-ein-herr-broder-sein-wahres-gesicht-zeigt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/05/09/iranischer-geheimdienstminister-bestatigt-osama-ist-schon-lange-vorher-tot-gewesen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/05/04/widerspruchliche-angaben-frau-doch-kein-menschliches-schutzschild-bin-laden-unbewaffnet-leichenfotos-zu-entstellt-um-veroffentlicht-zu-werden-wers-glaubt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/11/we-need-a-new-911/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/08/genau-elf-jahre-nachdem-george-bush-senior-die-neue-weltordnung-ausrief-passierte-911-zufall-oder-nicht/

Gestern morgen enthüllte US-Präsident Barack Obama der Welt dass das Gewächs des amerikanischen Geheimdienstes, der Terrorist und Staatsfeind Nr. 1 Osama Bin Laden bei einer US-Kommandoaktion in Nordpakistan erschossen wurde.

In seiner Rede an die eigene Nation und den Rest der Welt verriet er, dass er den Militärangriff selber angeordnet habe, der Rest seiner Rede folgte dem typischen „War on Terror“-Propaganda-Drehbuch, so, wie es die Drahtzieher des Weltgeschehens ihm befohlen haben.

„Eine besondere Brut von Kriegern tötete Bin Laden“, schreibt die Springerpresse nicht ganz ohne Stolz, und auch Obama gab in seiner historisch-dramatischen Rede bekannt, dass Bin Laden in einem „schweren Feuergefecht“ ums Leben kam.

Seine Leiche wurde schon bestattet, per Seebestattung wurde sie ins Arabische Meer geworfen. Ging ja schnell mit der Bestattung, oder? Und dann gleich diese Art zu wählen, damit bloß keiner auf die Idee kommen könnte, die Leiche zu obduzieren. Aber ein DNA-Test wurde ja auch schon gemacht, welcher seine Identität angeblich zweifelsfrei bestätigt – wow, was die Amis so alles an nur einem Tag schaffen…

Doch die böse Weltöffentlichkeit will einfach keine Ruhe geben, sie verlangt Beweise, Fotos von der Leiche. Und nachdem der Schwindel mit dem seit Jahren im Internet kursierenden, gefakten Leichenfoto Bin Ladens nicht geklappt hat, muß man sich etwas anderes überlegen.

Helmut Schmidt ist sich indes sicher, dass die Tötung Bin Ladens gegen das internationale Völkerrecht verstößt, Zitat Schmidt:

„Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht. Zum anderen kann es – weil überall in der arabischen Welt Unruhe herrscht – zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick wirklich nicht übersehen kann.

[…]Ich habe aber dennoch vollstes Verständnis für die Freude der Amerikaner, nachdem zweifellos Bin Laden der Urheber dieses schändlichen Attentats auf das World Trade Center gewesen war.“

Auch der frühere US-Präsident George W. Bush meldet sich nun zu Wort:

Der Kampf gegen den Terrorismus geht weiter, aber heute Abend hat Amerika eine unmissverständliche Nachricht gesandt: Egal, wie lange es dauert, Gerechtigkeit wird einkehren.“

Im Jahr 2006 jedoch gab Bush damals noch zu, dass Osama Bin Laden zu fassen nicht an erster Stelle stehe und somit auch nicht oberste Priorität habe.

Im Februar 2004 behauptete der iranische Staatsfunk dass Osama Bin Laden schon „vor langer Zeit“ an der pakistanischen Grenze zu Afghanistan gefasst wurde. Sowohl Mitarbeiter des Pentagons als auch die pakistanische Regierung bestritten dies.

Im iranischen Staatsfunk berichteten sie darüber folgendes:

„Osama Bin Laden wurde schon vor langer Zeit verhaftet, aber Bush hat die Absicht es als Propaganda-Cou für seinen Präsidentschaftswahlkampf zu nutzen.“

Wieder andere Berichte behaupteten, dass Bin Laden schon kurz nach den Terroranschlägen vom 11.September an Nierenversagen starb.

Und da scheint wirklich etwas Wahres dran zu sein, denn im Jahr 2002 sagte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf, dass Bin Laden nierenkrank sei und eine Dialyse-Maschine angefordert hatte, als er in Afghanistan lebte.

Im selben Jahr sagte der Terrorabwehrchef vom FBI, Dale Watson, Zitat:

„Ich persönlich denke dass er (Bin Laden) wahrscheinlich nicht mehr unter uns ist.“

Ein Führer der Taliban erzählte dem „Paksitan Observer“ am 21.Dezember 2002, dass Bin Laden unter einer ernsten Lungenerkrankung litt und Mitte Dezember in der Nähe der Tora Bora Berge starb.

Laut Fox News(!) behauptete diese Quelle dass er ehrenvoll starb und nach seinen wahhabischen Glauben bestattet wurde.

Alex Jones hingegen blieb bei der „Nierenversagen-Theorie“, über welche er sich 2002 im Radio folgendermaßen äußerte:

„Ich weiß es von hohen Kreisen aus der Bush-Regierung…dass Bin Laden unter natürlichen Umständen starb und dass seine Familie die Leiche der CIA übergab, dass sie ihn wieder auspacken werden kurz bevor der nächsten Wahl, dass er im Moment eingefroren ist.

Sie werden behaupten dass sie ihn kurz vor der Wahl getötet haben.“

Während der Präsidentschaftswahl 2004 berichtete CNN dass Insider der demokratischen Partei erzählten dass George Bush Bin Ladens Leiche noch als sein „Ass im Ärmel“ benutzen wollte, falls er merken würde die Wahl doch noch verlieren zu können.

2003 verriet die frühere Außenministerin Madeleine Albright dem FOx News-Mitarbeiter Morton Condracke dass sie Bush verdächtigen würde, er wüsste Bescheid über den Verbleib Osama Bin Ladens und dass er nur auf den politisch-taktischsten Moment warten würde, um eben dies preiszugeben.

Die hübsche, pakistanische Politikerin Benazir Bhutto berichtet 2007 im amerikanischen Fernsehen, dass Bin Laden von Ahmed Omar Saeed Sheikh ermordet wurde. Ahmed Omar Saeed Sheikh wurde verurteilt weil er den Journalisten Daniel Pearl entführt und dann getötet hat.

Kurz nach dem Interview von Benazir Bhutto wurde die Frau Opfer eines Attentats, die Tat ist bis heute rätselhaft.

Die pakistanische Regierung macht den regionalen Extremisten Baitullah Mehsud für das Attentat verantwortlich. Al-Qaida weist diese Vorwürfe allerdings zurück und bestreitet eine Verwicklung in den Anschlag. Mehsuds Sprecher vermutet hinter der Tat „eine Verschwörung der Regierung, der Armee und der Geheimdienste“. Auch Bhuttos Partei zweifelt an den Angaben der Regierung: „Die Geschichte sei fingiert und die Regierung wolle damit abzulenken versuchen.“

Obamas Bekanntmachung von Bin Ladens Tod jedenfalls ist gutes Timing, schließlich ist gerade erst eine Kontroverse rund um seine Geburtsurkunde entstanden, da lenkt Bin Ladens Tod natürlich von den eigenen Skandälchen gut davon ab.


In anderen, kritischen Medien wird sogar schon von einem Propaganda-Stunt gesprochen. Und genau das ist es auch.

Quellen: http://cheechandchongfan.blogspot.com/2011/05/red-alert-government-had-osama-bin.html

http://www.foxnews.com/story/0%2c2933%2c41576%2c00.html

http://thinkprogress.org/2006/09/14/barnes-osama/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760053,00.html

Es ist sicherlich einer der spektakulärsten Kriminalfälle überhaupt, der Tod des CDU-Politikers Uwe Barschels. Er ist sogar so spektakulär, dass selbst Trashmedien nicht davor zurückschreckten, diesen Fall sensationslüstern zu vermarkten.

 Denn erst kürzlich schickte RTL der Witwe Uwe Barschels, Freya Barschel, ein sogenanntes „Medium“ auf den Hals, welches dann, nach einer netten Konversation mit Uwe Barschel im Jenseits, zu dem Schluß gekommen ist, dass Uwe Barschel ermordet worden ist – was für eine Überraschung! RTL versicherte außerdem noch, dass das Medium vorher nicht wusste, mit welchem Fall sie es da zu tun hatte, und da können wir RTL doch glauben! Schließlich ist der Sender (aus Sicht des Senders) nicht für lüsternen Sensationsjournalismus und niveaulose Unterhaltung bekannt, sondern für seine unglaublich innovative Berichterstattung!

Sarkasmus beiseite, natürlich haben sie diesem Medium gesagt um wen es sich handelt, für wie blöde halten sie die Zuschauer eigentlich? Die Frau Medium Kim Anne Jannes war auch am Dienstag zu Gast bei Maischberger, wo sie mit dämlichen Gelächter die Physiker und Psychologen zur Weißglut treiben wollte. Diese haben sie übrigens auch gefragt, ob Uwe Barschel denn gesagt hätte, wer ihn letztendlich umgebracht hat, aber soweit kam ihr netter Talk mit dem Geist Barschels wohl gar nicht, was für eine Überraschung, oder?

Aber vielleicht können wir da etwas mehr Licht ins Dunkel bringen, bekannt ist ja dass erst 1994 Lübecker Staatsanwälte wegen eines Verdachts des Mordes Ermittlungen einleiteten, vorher tat man den Fall als Selbstmord ab. Dass dies nicht ganz der Wahrheit entsprechen kann, zeigen mehrere Anhaltspunkte (Zusammenfassung von Wikipedia):

Barschel bestellte beim Zimmerservice eine Flasche 85er Beaujolais Le Chat-Botté, die gegen 18:30 Uhr mit zwei Gläsern – wie in diesem Hotel üblich – auf das Zimmer geliefert wurde. Barschel hatte die Flasche im Beisein des Kellners geöffnet und den Wein probiert, nach seinem Tod war die Flasche nicht auffindbar. Generalstaatsanwalt Rex hält es sowohl für möglich, dass ein Zimmerkellner die Flasche entfernt hat, ohne ins Badezimmer zu schauen, als auch, dass Barschel die Flasche selbst entsorgt hat. Auch ein Mörder hätte die Flasche entsorgt haben können, eine unbemerkte Einnahme der Medikamente über den Wein wäre Rex zufolge jedoch nicht möglich gewesen. Eines der Gläser blieb unbenutzt, das andere wurde zerbrochen im Mülleimer des Badezimmers gefunden. Auf dem zerbrochenen Glas wurde nur ein Fingerabdruck Barschels sichergestellt, dies kann sowohl dadurch erklärt werden, dass das Glas abgewischt wurde als auch dadurch, dass Barschel das Glas so hielt, dass er keine weiteren Abdrücke hinterließ.

Nach Aussage des deutschen Oberstaatsanwalts Heinrich Wille war ein aus der Minibar des Hotelzimmers stammendes Whiskyfläschchen ausgespült worden. Zudem wurde nachgewiesen, dass die Flasche Spuren von Diphenhydramin enthalten hatte.Nach Gutachter-Aussagen lässt sich dies dadurch erklären, dass Barschel aus der Flasche trank, nachdem er das Diphenhydramin bereits eingenommen hatte und so über Lippenkontakt und Speichelrückfluss Diphenhydramin-Spuren in die Flasche gelangten. Die in der Whiskeyflasche enthaltene Flüssigkeit hatte einen Alkoholgehalt von nur 0,035 %. Rex erklärt dies damit, dass Barschel, der sonst keinen Whiskey trank, die entleerte Flasche mit Wasser füllte und trank.

 Im Flur des Hotelzimmers wurde ein ausgerissener Hemdknopf gefunden, mit sämtlichem Garn in allen vier Knopflöchern. Der Knopf stammte aus dem zweiten Knopfloch von oben, Barschels Krawatte war ordnungsgemäß gebunden.Rex erklärt den ausgerissenen Knopf mit unkontrollierten und unkoordinierten Handlungen die unter dem Einfluss von starken Schlafmitteln, wie sie bei Barschel nachgewiesen wurden, auftreten können.

Die Lage der Schuhe Barschels war ungewöhnlich. Der rechte Schuh lag gebunden im Flur des Hotelzimmers vor der Zwischentür zum Zimmer, der andere nass und geöffnet vor der Badewanne. Im vorderen Bereich des im Badezimmer aufgefundenen Schuhs wurde Dimethylsulfoxid nachgewiesen. Der Badewannenvorleger wies einen großen Fleck auf, der von Abfärbungen dieses Schuhs verursacht worden war. Für Rex deutet die Lage der Schuhe „auf unplanmäßiges Handeln eines bereits bewusstseinsgetrübten zum Suizid Entschlossenen hin.“Ein planvoll vorgehender Mörder hätte hingegen darauf geachtet, die Schuhe unauffällig anzuordnen.

Auch ein vorgefundenes Handtuch war mit Dimethylsulfoxid – einem Mittel, welches unter anderem ermöglicht, eine beliebige andere Substanz durch die Haut aufzunehmen – verunreinigt. Das Tuch lag in der Kofferablege-Nische neben dem Koffer an der Eingangstür und nicht im Badezimmer. Oberstaatsanwalt Wille ist der Meinung, dass dieses Handtuch dort von einem Täter hingeworfen wurde, der sonst im Hotelflur mit einem Handtuch sofort aufgefallen wäre. Da auf dem Handtuch Farbanhaftungen von Barschels Schuh gefunden wurden, schließt Rex hingegen, dass Barschel mit dem Handtuch seinen Schuh, auf den eine Flüssigkeit gelangt war, abgewischt hat. Aufgrund der auffälligen Platzierung und der Tatsache, dass nicht etwa leichter zu entsorgendes Toilettenpapier benutzt wurde, deutet auch das Handtuch Rex zufolge auf irrationales Handeln eines Suizidenten hin.

Auf der Badewannenvorlegematte fand sich eine Spur, die als nicht von Barschel stammender Abdruck eines Schuhs interpretiert wird. Rex zufolge ist es möglich, dass falls es sich bei der Spur um einen Schuhabdruck handelt, dieser von den Stern-Reportern oder den Schweizer Polizisten, die den Tatort nur oberflächlich sicherten, stammt. Die von den Stern-Reportern gemachten Fotos können hier nicht zur Klärung beitragen, da die Matte nur unklar zu erkennen ist.

Bei der Obduktion der Leiche wurde ein Hämatom auf der rechten Stirnseite festgestellt, welches eventuell durch Gewaltanwendung entstanden sein könnte. Der Schweizer Gutachter hielt dazu fest, dass das sehr oberflächliche Hämatom „beim Stoß des Kopfes gegen die Badewanne bei einem Krampf während des Komas entstanden sein konnte. Das Koma kann Krämpfe entstehen lassen. Ich bringe in Erinnerung, dass genau an der Stelle der Kopf gegen die Badewanne gelehnt war.

Wer sich dieses Hämatom mal genauer anschauen will, hier ist das Obduktionsphoto:

Kommen wir nun aber zu den sogenannten Verschwörungstheorien, die ja in Wirklichkeit gar keine sind, denn es gibt zahlreiche Gutachter, Beobachter und vor allem auch enge Vertraute Uwe Barschels, die einen Selbstmord nicht nur konsequent verneinen,sondern auch als völlig absurd abtun.

 So stützen wir uns diesbezüglich erstmal auf zwei Artikel, einen von der Berliner Zeitung aus dem Jahr 1994, und einen von der New York Times aus dem Jahre 1995.

In beiden wird berichtet, dass Uwe Barschel an dem Wochenende, an dem er in Genf auf mysteriöse Weise ums Leben kam, von der CIA beobachtet worden ist.

Das geht aus zwei von der Stasi abgefangenen Telegrammen eines CIA-Mitarbeiters hervor. Diese stützen den Verdacht, dass BND und Kanzleramt mehr über den Tod Uwe Barschels gewusst haben könnten!

 Und wie es der angebliche Zufall so will, fand genau am 10. und 11. Oktober in Genf, also an dem Wochenende an dem auch Uwe Barschel ums Leben kam,  eine der größten Geheimdienstoperationen der achtziger Jahre statt. CIA und Mossad sowie von Geheimdiensten aus Südafrika, Iran, Nordkorea und dem Libanon gaben sich in Genf die Ehre. Bei den Genfer Verhandlungen ging es unter anderem auch um Waffengeschäfte.

Der südafrikanische Waffenhändler Dirk Stoffberg sagte 1994 in einem Interview aus, dass ihm gegenüber Angaben gemacht worden seien, wonach Barschel von Robert Gates, später CIA-Direktor und heute Verteidigungsminister der USA, nach Genf bestellt worden sei, Zitat Dirk Stoffberg:

 „Am Wochenende, als Uwe Barschel ermordet wurde, fanden in Genf zwei Meetings von Waffenhändlern statt. Aus meiner Kenntnis der Hintergründe der damals aktuellen Geschäfte von Uwe Barschel bin ich sicher, dass der Politiker als Vermittler von Nukleartechnologie für den Iran und den Irak tätig war.“

Laut Stoffberg war Barschel auch am Verkauf von U-Booten an Südafrika beteiligt.

Kurz nach seiner Aussage starb Stoffberg am 20. Juni 1994 mit seiner Freundin aus nicht geklärten Umständen. Die offizielle Version lautet Doppelselbstmord.

Und als die Lübecker Staatsanwaltschaft die Aussagen bezüglich des CIA-Mitarbeiters Robert Gates überprüfte, fand sie Erstaunliches heraus:

„Ein Mister Gates befand sich am 6. Oktober 1987 in derselben Maschine der Lufthansa, mit der Dr. Barschel mit seiner Frau von Frankfurt nach Genf flog.“

Natürlich bestritt die CIA diese Vorwürfe. In einer vertraulichen Nachricht an die Lübecker Staatsanwaltschaft äußerten sie, dass es sich bei dem Passagier nicht um Robert Gates gehandelt habe.

Doch kommen wir zurück zu den Telegrammen:

Zwei Telegramme, die an jenem Oktoberwochenende von dem Schweizer CIA-Mitarbeiter ~Matt“ nach Langley und Washington ~to authorized statlons only“ (nur an autorisierte Empfänger) geleitet und von der Stasi abgehört wurden, scheinen nämlich die Version zu stützen, daß Uwe Barschel in die Genfer Geheimdienstoperation einbezogen war.  

Nach Informationen der Berliner Zeitung geht der BND in seinem Bericht an die Lübecker Staatsanwaltschaft davon aus, daß es sich bei der in einem Telegramm mit dem Decknamen „perch“ (englisch für Barsch) bezeichneten Person um den CDU-Politiker handelt.

Das abgedruckte Telegramm könnte der Beleg dafür sein, daß sich Barschel am Abend des 10. Oktober 1987 mit vier Personen getroffen hat, die die CIA als „Jerry“, „Temple“, „Lokal“ und „Rabbi“ bezeichnet. In diesem Gespräch verweigerte „perch“ alias Barschel unnachgiebig eine Kooperation („perch unylelding refuses coop“).

Der „Rabbi“ könnte natürlich auch ein Mitarbeiter vom Mossad sein, der die CIA bei dieser professionellen Tötung unterstützt hat.

Das zweite CIA-Telegramm aus dem Stasi-Nachlaß legt eine Spur, die aus Genf über Pullach, den Sitz des BND, bis ins Bonner Bundeskanzleramt reicht.

Darin werden „FRG EIS activity“ wiedergegeben, womit die Genfer Aktivitäten des deutschen „Federal Intelligence Service“, zu deutsch Bundesnachrichtendienst, gemeint sind. In dem Telegramm ist verschlüsselt von einem RND-Verblndungsmann — „FRG FIS conn(ec)tor“ — die Rede, der am 10. Oktober 1987 in Genf eingereist ist und sich mit jenem „Jerry“ treffen will, der n dem zweiten Telegramm als die Kontaktperson des „perch“ erwähnt ist. Die Unterkunft für den Verbindungsmann besorgte über den BND ein „Dr. Richter“ („qutrs booked via FISFRG Dr. Richter“).

Unter dem Namen „Dr. Richter“ bewohnte seinerzeit der deutsche Spezialagent Werner Mauss eine luxuriöse Villa im Genfer Nobelvorort Colony. An dem bewußten Wochenende war Mauss, der im Auftrag der deutschen Industrie und des BND seit Jahren Geheimaufträge erledigt, ebenfalls in Genf, will aber Barschel nicht getroffen haben.

Natürlich hat er Barschel nicht getroffen, wie sollte es auch anders sein?

Aber komisch ist das schon, denn Werner Mauss ist in Sachen Kriminalfälle kein unbeschriebenes Blatt, Zitat Wikipedia über Werner Mauss:

„Werner Mauss wird mit einer Reihe von spektakulären Kriminalfällen in Verbindung gebracht. Die genauen Abläufe und seine Beteiligung sind allerdings nur zum Teil geklärt, was zur Legendenbildung beiträgt. So wird der Name Mauss im Zusammenhang mit dem Auffinden des Seveso-Giftes genannt, mit der Festnahme des mutmaßlichen RAF-Terroristen Rolf Pohle in Athen, mit der Freilassung der Hisbollah-Geiseln Rudolf Cordes und Alfred Schmidt im Libanon und mit der Festnahme der Täter sowie Rückführung des geraubten Kölner Domschatzes.“

Interessant ist hierbei auch noch, dass bei all diesen „spektakulären Kriminalfällen“ gelistet bei Wikipedia, mit denen Mauss in Verbindung gebracht wurde, einer fehlt – nämlich der von Uwe Barschel, woran das wohl liegt?

In dem Artikel der New York Times wird auch noch erwähnt, dass die Witwe Barschels, Freya Barschel, ausgesagt hat dass ihr Mann jemanden von der Stasi mit dem Decknamen „Roloff“ treffen wollte, unter diesem Decknamen ist der damalige Minister für Staatssicherheit, Markus Wolf, bekannt.

Markus Wolf beantragte nach der Wiedervereinung 1991 in Österreich politisches Asyl.

Doch was für diesen Fall hier interessant ist, ist dass Wolf bevor seinem Antrag auf politisches Asyl in Österreich ein Angebot der CIA bekam, die ihm Schutz in den USA vor den deutschen Behörden geben wollten!

Warum haben sie ihm dieses Angebot gemacht, wo er doch für den damaligen Feind als Spitzel gearbeitet hatte? Da mußten sie Wolf ja irgendwie und aus irgendwelchen Gründen besonders vertrauen…Vielleicht hat Wolf ja Barschel extra für die CIA nach Genf gelockt?

Tia, dieses Geheimnis nahm Markus Wolf mit in sein Grab, denn er starb 2006.

Das geheime „Barschel Buch“ vom Lübecker Staatsanwalt darf bis heute nicht veröffentlicht werden

In Zusammenarbeit mit dem Spiegel wollte der ermittelnde Lübecker Oberstaatsanwalt Heinrich Wille ein Buch über den Fall schreiben. Den Antrag für eine genehmigungspflichtige Nebentätigkeit lehnte Generalstaatsanwalt Erhard Rex jedoch ab mit der Begründung, es sei nicht angemessen, dass Staatsanwälte dienstlich erworbenes Wissen zu ihrem finanziellen Vorteil privat vermarkteten. Wille fasste sein Wissen trotzdem in einem Buch zusammen, doch auf den Markt bringen darf er es vorerst nicht.

Dabei ist die Begründung des Generalstaatsanwalts Erhard Rex, warum Wille das Buch nicht veröffentlicht werden darf, vollkommen haltlos. Denn so durfe beispielsweise in einem anderen, ähnlichen Fall der Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger auch seine gewonnenen Erkenntnis zur RAF und zur Schleyer-Entführung publizieren, warum aber wird es Wille dann so konsequent verboten?

Nachdem das Bundesverfassungsgericht einen Antrag Willes auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, das Buch vor einer Entscheidung im Hauptverfahren erscheinen zu lassen, ablehnte, entschied das Verwaltungsgericht Schleswig, dass das Buch Willes erscheinen dürfe – daraufhin hat der Generalstaatsanwalt sofort Berufung eingelegt!

Warum also wehrt sich die Justiz so vehement gegen die Veröffentlichung des Buches? Kommen da etwa Dinge ans Tageslicht, die die Öffentlichkeit besser nicht erfahren sollte?

Der Lübecker Staatsanwalt Heinrich Wille jedenfalls ist sich sicher, das es Mord war. Und zwar ein höchst professioneller Mord,  der vermutlich mit Kenntnis staatlicher Stellen vollstreckt worden sei.

Dazu sagte er im Juni 2007 folgendes:

„Es gibt wohl Wissensträger, sei es im Ausland, sei es im Bereich der CIA.“

In einem anderen Interview von August 2010 äußerte der damalige zuständige Staatasanwalt Heinrich Wille sogar, dass der Bundesnachrichtendienst wohl sehr interessiert an dem war, was die Staatsanwaltschaft im Fall Barschel tat!

Wille sagte dazu:

„Mit anderen Worten, uns verdächtigen Personen für dieses mutmaßliche Tötungsdelikt zu nähern. Das wurde schon relativ frühzeitig vereitelt, auch durch Einflussnahme auf das Verfahren.“

Aber heute sei ihm deutlich, Zitat:

„…dass wir keine Chance hatten.“

 Auch andere Ungereimtheiten gaben will und seinen Kollegen zu denken, Zitat Wille:

„Als dann intensiv ermittelt, eine Spur in Richtung Tschechoslowakei, wo Uwe Barschel in einer Kur war, verfolgt wurde, haben wir diese Informationen weiter gegeben. Aber „rein zufällig“ sei dort angeblich das Gästebuch der westlichen Besucher vernichtet worden.“

Hmm, das sind schon wirklich komische Zufälle, und genau wegen dieser mysteriösen Zufälle zweifelt Staatsanwalt Wille noch heute an der Selbstmordtheorie.

Doch das war noch lange nicht alles: Der BND  beispielsweise sei nur wenig hilfreich gewesen. Zwar habe der BND seine Kenntnisse wohl weiter gegeben, aber ohne eine wirkliche Gewichtung. Außerdem hat der BND selbst auch nicht mitrecherchiert,was aber nach Willes Überzeugung möglich gewesen wäre.

Wille geht heute weiterhin von einem Tötungsdelikt aus. Allerdings habe er keine Hinweise, dass die so genannte Wanterkant-Affäre „maßgeblichen und unmittelbaren Einfluss auf die Tötung hatte“. Allenfalls mittelbar. Vorstellbar sei „eine Motivlinie entlang des Exports von U-Boot-Blaupausen nach Südafrika und der Bruch des Uno-Embargos“. Das sei aber eben auch nur eine denkbare Motivlinie. Letztlich habe die Staatsanwaltschaft nie gesicherte Erkenntnisse gehabt, „wo konkrete Motive liegen könnten“.

Und das war das Besondere an dem Barschel-Verfahren. Normalerweise gibt es zunächst Spuren, die sich in eine Richtung verdichten. Im Fall Barschel kamen immer neue Richtungen hinzu. Sicher sei nur, dass Barschel von grenzüberschreitenden Geschäften gewusst habe. Dass er selbst daran beteiligt gewesen sei, dafür gebe es keine belegbaren Hinweise. Er habe sich aber gerade bei seinen Besuchen in der DDR in einer Art und Weise verhalten, die nicht im Einklang mit der Rolle eines Ministerpräsidenten gewesen sei.

Wille beklagt heute, dass „zu schnell plakative Schlussfolgerungen gezogen worden seien.“ Unglaublich schnell sei der Selbstmord als die Lösung gesehen worden. Der Staatsanwalt spricht von einer „öffentlichen Vorfestlegung, die ihresgleichen sucht.“ Dabei gehen laut Wille die damals mit dem Fall befassten Ermittler von Polizei und Staatsanwalt immer noch von Mord aus. Wille sagt, er sei erst später zu dieser Überzeugung gekommen.

Die Barschel unterstellte Tablettensucht zieht Wille in Zweifel. „Dafür gibt es keinen Beleg.“ Es gebe nur Beweise, dass er Tablettenmissbrauch betrieben habe. Vieles spreche dagegen, „weil er doch eine sehr starke Persönlichkeit war.“ Nach seinem Flugzeugabsturz 1987 war Uwe Barschel fast zwei Monate im Krankenhaus. Und er habe nur wenige Tage eine Tablettenmedikation bekommen, sei aber die ganze Zeit in der Klinik freundlich gewesen.

Selbstmord traue er Barschel nicht zu. Wille kannte Barschel seit dem Jurastudium in Kiel persönlich. Er hat Barschels Freunde befragt, seinen Möllner Arzt zum Beispiel. Barschel habe eine enge Beziehung zu seiner Mutter gehabt. Dazu sagte Will:

„Selbstmord hätte Barschel weder seiner Mutter noch seiner Familie angetan.“

Außerdem hätte er sich die Medikamente für einen Selbstmord gar nicht so schnell besorgen können. Seinen Rücktritt kündigte er am 25. oder 26. September an. Am 2. Oktober trat er zurück. Und am 6. Oktober flog er nach Gran Canaria. In dieser Zeit hätte er sich die vier Medikamente beschaffen müssen. Von denen ist aber eines in Deutschland gar nicht erhältlich. Und er konnte ja nicht irgendwo hingehen und danach verlangen, Zitat Wille:

„Die hätte ihm jeder Apotheker verwehrt!“

Heinrich Wille gibt ein Versäumnis bei seinen Ermittlungen zu. Und das sei eine schwere Last für ihn, deswegen will er jetzt für die Aufklärung der Wahrheit kämpfen.

Da gibt es ja auch noch den ominösen, abgerissenen Hemdknopf, der Wille zum Zweifeln brachte. Barschel verlor den zweiten Knopf von oben, dieser wurde nachgewiesener Maßen von oben nach unten abgerissen. . Im Hemd gab es einen Ausriss an jener Stelle. Er muss mit ziemlicher Kraft nach unten gerissen worden sein. Aber der Mann lag in der Badewanne mit hochgezogener Krawatte. Der Staatsanwalt sagt dazu:

„Versuchen Sie mal, den Knopf so unter der Krawatte abzureißen. Und würden Sie dann die Krawatte wieder hochziehen? Oder greifen Sie unter die Krawatte, um den Knopf abzureißen? Ich behaupte, das geht gar nicht.“

Das ist für ihn und auch für den damaligen Oberstaatsanwalt damals „ein eindeutiger Hinweis auf diskrete Gewalt. Und dann das Whiskeyfläschchen aus der Minibar. Es war etwas Wasser darin. Es war ausgespült. Ein Selbstmörder habe zwar kein Interesse daran, dass andere feststellen, welche Medikamente er genommen habe. Dies greife aber nicht bei Medikamentenresten in einem Whiskyfläschchen, weil eine zeitraubende Analyse unwahrscheinlich gewesen sei. Der Grund für das Ausspülen des Whiskyfläschchens könne daher nur die Beseitigung von Tatspuren sein. Die Flasche war aus der Minibar. Später hat ein Gerichtsmediziner darin eines der vier Medikamente, die Barschel im Körper hatte, nachgewiesen.

Wille sagt auch, dass er sich selbst während der Ermittlungen in weiten Zeiträumen hätte zu dem Fall gar nicht äußern dürfen. Und somit wurde auch keinerlei Medieninformationen betrieben. Das Verfahren wurde 1998 eingestellt. Aber bei einem Tötungsdelikt ist so etwas nie endgültig abgeschlossen.

Deswegen hat auch Freya Barschel, übrigens nach dem sie sich das Buch von Heinrich Wille gelesen hatte(!), 2007 um eine erneute Aufnahme der Ermittlungsverfahren gebeten. Das Buch muß so überzeugend gewesen sein, dass sie nochmals diesen Schritt eines schwierigen langwirigen Verfahrens in Kauf nehmen wollte. Allerdings kam es wohl nicht dazu.

Vermutlich ist das der Grund, warum Freya Barschel an dem RTL-Sendungsformat „Das Medium“ teilgenommen hat. Nicht weil sie wirklich glaubte, dass diese Frau Kontakt zu ihrem Mann im Jenseits aufbauen kann, sondern eher um noch einmal die volle Aufmerksamkeit der Medien zu bekommen. Sie wollte auf den Fall aufmerksam machen, vermutlich mit der Hoffnung, dass man eventuell noch einmal das Vermittlungsverfahren aufnehmen kann. Auf der einen Seite verständlich, aber auf der anderen auch ziemlich fragwürdig, denn man hätte auch anders wieder auf den Fall aufmerksam machen können, dafür brauchte es kein Scharlatan-Medium auf dem sensationslüsternen, niveaulosen und quotengierigen Trashsender RTL.

Das ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass Uwe Barschel ermordet worden ist, und das von der CIA mit der Beteiligung der Bundesregierung und vermutlich auch anderen Geheimdiensten, wie zB dem Mossad.

Denn das allgemeine Beharren auf der Selbstmordtheorie, sei es von Generalstaatsanwalt Rex, sei es von renommierten Journalisten oder der Bundesregierung selber zeigt doch nur dass hinter dem mysteriösen Todesfall Uwe Barschels viel mehr dahinter steckt, als nur ein – übrigens wie Heinrich Will sagte „perfekt inszenierter und hochprofessioneller“ – Selbstmord. 

 Quellen:

„Zwei CIA-Telegramme stützen den Verdacht, daß BND und Kanzleramt mehr über den Tod Uwe Barschels wissen“: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1994/1228/inland/0003/index.html

 http://www.ln-online.de/artikel/2834351/Der_Fall_Barschel%3A_Wille_bleibt_dabei%3A_Es_war_Mord.htm

Die Seite der Lübecker Nachrichten über mir schon lange nicht mehr verfügbar, aber seit Neustem seltsamerweise auch nicht mehr im Cache aufrufbar (wie noch vor einigen Monaten), zum Glück wurde der Artikel als PDF gespeichert:

http://pit-flensburg.de/pitblog/wp-content/uploads/2010/08/fall-barschel-ln.pdf

http://www.nytimes.com/1995/01/01/world/german-politician-s-death-is-reinvestigated-as-possible-murder.html?scp=11&sq=uwe%20barschel&st=cse

http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Mauss

http://www.n-tv.de/politik/Neues-Ermittlungsverfahren-article226671.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wolf

http://www.welt.de/politik/article1240831/Uwe_Barschel_und_das_Raetsel_um_Zimmer_317.html

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Das-Mysterium-Barschel_aid_487622.html

Am Sonntag versammelten sich rund 80 Demonstranten vor der Militärbasis in Quantico, Virginia, wo Manning derzeit inhaftiert ist, um ihn zu unterstützen und ihre Solidarität für seine Person zum Ausdruck zu bringen.

Bradley Manning wird als einer der Wikileaks Whistleblower verdächtigt und soll mehrere Dokumente an Wikileaks weitergeleitet haben, darunter auch dass  im Internet veröffentlichte Video „Collateral Murder“.  Dieses Video sorgte vor Kurzem für große mediale Aufmerksamkeit und teils heftige Kritik, da es den Angriff eines amerikanischen Helikopters auf mehrere Zivilisten zeigt, unter den Zivilisten waren wohl auch zwei Kinder(!) in dem Video zu sehen.

Er steht auch unter Verdacht, das afghanische Kriegstagebuch „Afghan War Diary“ weitergegeben zu haben. Das Tagebuch ist eine Sammlung von über 76.00 Dokumenten, die aussagen, wie schlecht die Lage für die USA und ihre westlichen Verbündeten in Afghanistan eigentlich sind. Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Afghan_War_Diary

Manning selber wurde ja bekanntlich von Adrian Lamo an das FBI verraten, woraufhin er in Haft genommen wurde.

An der Demonstration beteiligten sich zahlreiche Friedensaktivisten, wie auch Medea Benjamin, Gründerin der Friedensgruppe „Code Pink“. Benjamin erklärte:

„Wir sind hier um sagen, dass wenn er es wirklich war, wir sehr stolz auf ihn sind. In dem Amerika das ich kenne und liebe ist Transparenz etwas gutes.“

Ray McGovern, ein angeblicher EX-FBI-Analytiker, lobte Manning für die Veröffentlichung von Informationen über Amerikas „brutalen, aggressiven Krieges„:

„Bradley Manning gab uns die Möglichkeit endlich zu realisieren was hier eigentlich vorgeht“

Natürlich gab es auch ein paar Meter weiter einige Gegendemonstranten, die unter anderem Plakate Mannings mit blutigen Händen hochhielten, für sie ist Manning nichts weiter als ein Verräter. Jim Hanson, der für die pro-militärische Seite ‚BlackFive‘ schreibt, meint:

„Wenn es wirklich Bradley Manning war, der die Dokumente weitergegeben hat, dann hat er das Leben unserer Soldaten damit gefährdet. Ich denke, das Militär und die Regierung haben einige Dinge, die geheim gehalten werden sollten. Die Öffentlichkeit weiß das… Es gibt kein Recht, einfach so Geheiminformationen zu erfahren.“

Im Internet selber äußerte sich die Mehrheit zwar positiv zu Mannings Tat, trotzdem gibt es auch nicht wenige, meist republikanische Gegenstimmen, die Manning als Verräter bezeichnen und nicht nur ihn, sondern auch Wikileaks scharf kritisieren.

Ich selber sehe Manning und auch Wikileaks als ganz klare Helden für die Freiheit und gegen den Krieg, aber man darf auch nicht vergessen, welchen Preis sie dafür bezahlt haben. Manning wird zu den IT-Verbrechen nämlich auch noch die Schwächung der Moral der US-Streitkräfte und die Schädigung des Rufs der Streitkräfte vorgeworfen. Beides ist übrigens unter dem „US Espionage Act“ strafbar, und dem 22jährigen drohen bis zu 52(!) Jahren Haft! Einige US-Politiker wollten sogar die Todesstrafe, doch diese „fixe Idee“ wurde zum Glück wieder ganz schnell verworfen.

Und trotzdem, Manning muß einen hohen Preis für seine Taten zahlen, sollte er denn verurteilt werden. Nicht jeder würde so etwas in Kauf nehmen, deswegen ist Manning, zumindest in meinen Augen, schon ein kleiner Held.

Quelle: http://edition.cnn.com/2010/CRIME/08/08/virginia.manning.rally/index.html#fbid=rIlnNq7Ckt-&wom=false

 Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/07/27/danke-wikileaks/

 

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama will Medienberichten zufolge die Überwachung des Internets erheblich ausweiten. Das FBI soll demnach ohne einen Gerichtsbeschluss abfragen dürfen, wohin ein Nutzer E-Mails geschickt hat, Empfangs- und Absendezeitpunkt der elektronischen Post sowie möglicherweise auch das Verzeichnis besuchter Internet-Seiten. Inhalte von E-Mails sollen hingegen weiter geschützt sein. Dass die Regierung Obamas den US-Kongress nun um eine entsprechende Gesetzesänderung bat, sei ein „unnötiger und enttäuschender Schritt rückwärts“, kritisierte die Zeitung New York Times Ende Juli diesen Jahres.

Bisher weigern sich viele Anbieter von Internet-Diensten in den USA, dem FBI diese Daten auszuhändigen, wie die Washington Post zuvor berichtete. Ihre Begründung: Die Gesetze seien nicht eindeutig. Nach ihrer Lesart darf die Bundespolizei ohne die Billigung eines Richters lediglich Name, Adresse, Dauer des Internet-Abos und Rechnungen abfragen. Die angestrebte Änderung solle Zweifel ausräumen, argumentiert das Justizministerium. Die bisherige Formulierung „schafft Verwirrung und kann Grund für unnötige Rechtsstreitigkeiten sein“, sagte Sprecher Dean Boyd der Zeitung. Mit dem Schritt sollen „neue Kategorien von Informationen“ gesammelt werden.

Rechts- und Datenschutzexperten sehen das anders. Die Vollmachten der Ermittlungsbehörden würden ausgeweitet, meint Stewart Baker, früherer Mitarbeiter des Ministeriums für Heimatschutz. „Man kommt schneller und leichter an Daten“, sagte der Fachmann für Sicherheits- und Überwachungsgesetze der “ Washington Post“. „Für manche Internet-Provider würde dies bedeuten, dem FBI deutlich mehr Informationen auszuhändigen zu müssen.

Es ist schon erstaunlich, dass in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten so etwas möglich gemacht wurde. Und trotzdem,verglichen mit Deutschland ist diese Gesetzesänderung nur ein kleiner Einschnitt in die Freiheit.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/newsticker/technologie/obama-regierung-will-internet-ueberwachung-erleichtern;2627757

Siehe auch: http://www.nytimes.com/2010/07/30/opinion/30fri1.html?_r=2&scp=1&sq=obama%20internet&st=cse    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/07/28/AR2010072806141.html