Archiv für die Kategorie ‘Wikileaks’

Seit mehr als einer Woche nun verschärfen die israelische Regierung und ihre Massenmedien Drohgebärden gegen den Iran. Diese gipfeln in Ankündigungen eines militärischen Angriffs auf den Iran, um eine angebliche „atomare Bedrohung“ durch den Iran abzuwenden.

Die unter Kontrolle der imperialistischen Länder wie USA, Frankreich und Großbritannien stehende „Internationale Atomenergieorganisation“ (IAEA) soll nun angebliche Beweise dafür haben, dass der Iran in der Lage ist, in seinen Atomanlagen auch waffenfähiges Plutonium anzureichern. Der israelische Präsident und „Friedensnobelpreisträger“ Shimon Peres erklärte gegenüber der israelischen Zeitung „Hayom“:

„Ein Militärschlag gegen den Iran ist nun wahrscheinlicher als die diplomatische Option.“

Und auch wenn er im Parlament dafür noch keine Mehrheit hat, so scheint der Krieg doch unausweichlich, denn vergangene Woche wurden in Israel bereits groß angelegte „Zivilschutzübungen“ durchgeführt, israelische Kampfflugzeuge trainieren auf einem Nato-Luftwaffenstützpunkt auf Sardinien Langstreckenmanöver, wie es notwendig wäre, um den Iran mit Kampfflugzeugen zu erreichen.

Man hatte in den vergangenen Monaten immer mal wieder gehört, dass die USA und Israel einen Militärschlag gegen den Iran nicht ausschließen würden, allerdings hat man diese Idee dann auch schnell wieder verstummen lassen, so dass das jetztige Statement, falls der Bericht der IAEA positiv über vorhandenes Plutonium des Iran ausfallen sollte man auf jeden Fall den Iran angreifen wolle, doch ein wenig überraschend.

Aber was für manche vielleicht eine Überraschung gewesen sein könnte, war indes schon seit Jahren geplant. Ende November 2010 kam durch Wikileaks heraus, dass Israel schon lange einen Krieg gegen den Iran plant.

Israels Generalstabschef Gabi Aschkenasi hat laut von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumenten erklärt, die Armee seines Landes auf einen größeren Krieg im Nahen Osten vorzubereiten. Es sei leichter, einen größeren Einsatz „zu einer kleineren Operation zurückzufahren als umgekehrt“, wird Aschkenasi in einer Depesche der US-Botschaft in Tel Aviv zitiert.

Er machte die Äußerungen demnach Ende 2009 bei einem Besuch einer Delegation des US-Kongresses.

Schon Ende November waren während der ersten Wikileaks-Veröffentlichungen pikante Details zum Israel-Iran-Prozess bekannt geworden. So drängte Israel genauso wie arabische Verbündete die USA zu einem Militärschlag gegen den Iran.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak habe im Juni 2009 geäußert, es gebe ein „Zeitfenster von sechs bis 18 Monaten“, in dem ein militärisches Eingreifen zur Zerstörung der Nuklearanlagen im Iran günstig sei, berichtete damals der „Guardian“. US-Quellen bezeichneten das Drängen der Israelis auf eine militärische Lösung als „größer denn je“. Nach Ablauf dieser Zeit wäre ein Militärschlag mit nicht mehr akzeptablen Kollateralschäden verbunden, so Barak.

Und so ist das jetzige Kriegstreiben und die Propaganda absolut keine Überraschung, denn Israel hatte sich lange und gründlich darauf vorbereitet, und jetzt sind sie endlich soweit – deswegen der große Paukenschlag der durch die Medien schallte.

Die unter Kontrolle der imperialistischen Länder stehende IAEA hat natürlich auch das gewünschte Ergebnis erbracht, wie sollte es auch anders sein?

Also können wir uns alle auf einen Krieg im Jahr 2012 einstellen. Und wer wegen der Offensichtlichkeit eines kalkulierten Machtkrieges immer noch nicht aufgewacht ist, der möge auch die nächsten 20 Jahre weiterschlafen.

Quellen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,796212,00.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,796162,00.html

http://www.focus.de/politik/ausland/wikileaks-israel-bereitet-soldaten-offenbar-auf-grossen-krieg-vor_aid_586352.html

http://wikileaks.org/origin/41_0.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/11/04/der-iran-ist-als-nachstes-dran/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/01/25/tony-blair-fordert-england-und-die-usa-auf-macht-euch-bereit-fur-einen-krieg-gegen-den-iran/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/29/iraks-ehemaliger-ministerprasident-rechnet-auch-mit-einem-krieg-gegen-den-iran/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/21/kriegspropaganda-bei-springers-welt-die-amerikanische-mission-im-irak-ist-unvollendet-und-der-iran-ist-als-nachstes-dran/

Willkommen in der Meinungsdiktatur!

Wir haben ja schon in einem anderen Artikel berichtet, dass Dirk Niebels Israelliebe in den Depeschen besondere Erwähnung gefunden hat.

Doch das ist noch lange nicht alles: In einem anderen Dokument von 2009 in der über die Bundestagswahl berichtet wird, halten es die US-Diplomaten auch für besonders wichtig, die Parteien zu erwähnen, die pro-amerikanischer eingestellt sind als beispielsweise die rot-grüne Koalition es war, Zitat Wikileaks:

Übersetzung Deutsch:

„[…]Doch viel wichtiger ist dass es einen neuen Außenminister geben könnte, welcher sich beeilen muß bei so wesentlichen Streitpunkten wie Iran, Afghanistan und die Strategie der NATO Position zu beziehen.

Die Führung der CDU/CSU und der FDP versprechen eine amerikafreundlichere Regierung.“

Ja, das sind genau die Themen die Amerika besonders wichtig sind! Denn wer pro-amerikanisch eingestellt ist der bekommt auch im fremdbestimmten Deutschland die Möglichkeit zu regieren.

Und so wird natürlich auch sorgfältig notiert, welche Parteien bzw. Koalitionen die us-amerikanischen Interessen gefährden könnten, und welche diese sogar noch unterstützen und vertreten könnten, Zitat:

Übersetzung Deutsch:

„US-amerikanische Interessen werden nicht nur durch die Zusammenstellung der nächsten Koalition beeinflusst, sondern auch durch welche Parteien sich in der Opposition befinden.

Eine CDU/CSU-FDP Koalition würde eine ganze Reihe von neuen Top-Politikern […] hervorbringen.

Inwieweit sich die jeweilige Politik dann jedoch wirklich ändern würde kann man nicht sagen, auch weil der FDP-Vorsitzende und Außenminister-Anwärter Guido Westerwelle versprochen hat, dass Amt so wie Steinmeier zuvor ausgeübt hat, auch weiterzuführen.

Darüber hinaus werden sich aber die wirtschaftlich-reformellen Ziele der FDP von der CSU und auch von Teilen der CDU erheblich unterscheiden.

Das Fehlen von Ausgleich und Beständigkeit, auch zwischen dem Kanzleramt und der MFA, was oft in der deutschen Politik auftritt, wird auch diesmal wieder eine besondere Herausforderung für die Vereinigten Staaten sein.“

Es wird also genau abgeschätzt, welche Koalition der USA von Nutzen sein könnte und vor allem wie. Doch scon gleich gibt es einen dicken Minus – u. Kritikpunkt: Westerwelle will sein Amt so ausüben wie es sein Vorgänger getan hat – und sein Vorgänger war nun wahrlich kein Unterstützer der us-amerikanischen Feldzüge!

Somit also kein Wunder, dass die Vereinigten Staaten das Vorhaben Westerwelles kritisch betrachteten.

Doch eines fehlt noch zum puren Glück für die USA, und das ist natürlich  die Einstellung der jeweiligen, europäischn Länder zu Israel! Israel ist für die US-Weltmacht von besonderer Bedeutung, ohne den zionistischen Staat geht nun mal gar nichts. Und deswegen wird auch die Vergangenheit der deutschen Politiker in punkto Israel besonders beleuchtet, Fehltritte und Antipathie diesbezüglich gehen nun mal gar nicht und werden auch noch Jahre danach peinlich genau dokumentiert, so wie der nächste Abschnitt dieser Depesche eindrucksvoll beweist:

 

Übersetzung Deutsch:

„Westerwelle’s Einstellung zu Israel und Nahost scheinen eher auf seiner Vergangenheit zu beruhen, in der er Israel kritisierte und Deutschlands historische Verantwortung im Hinblick auf Israel sieht, anstatt von seiner eigenen strategischen Vorgehensweise bezüglich der Nahost-Politik.

 Westerwelle’s derzeitige pro-israelische Einstellung könnte aus der vernichtenden Kritik die er in Deutschland und auch in Israel erfahren mußte, entstanden sein.

Damals verteidigte Westerwelle den FDP-Politiker Jürgen Möllemann, welcher in einer Wahlkampfbroschüre Ariel Sharon’s (Ergänzung:Vernichtungs-)Politik gegenüber den Palästinensern scharf kritisierte.

Manche hielten die Broschüre für antisemitisch.

Nur kurz danach erkundigte sich Sharon bei Westerwelle über den für ihn wieder wachsenden Antisemitismus in Deutschland und dem Rest Europas.

Westerwelle erkärte seine Entscheidung, gegen den UNIFIL (Anm: also gegen den Einsatz im Libanon) gestimmt zu haben damit, dass  Deutschland wegen seiner historischen Vergangenheit keine neutrale Position im Nahen Osten einnehmen könnte.

Er erzählte dass er als junger Mann die Golanhöhen in Israel besucht hat und von der Verletzlichkeit des Landes sehr beeindruckt war. (Anm: Diese Aussage tätigte Westerwelle sowohl im Spiegel als auch in seiner Rede „60 Jahre Israel“ von 2008, Link zur vollständigen Rede ist unten beigefügt.)

Noch mehr als Steinmeier könnte Westerwelle sich um eine größere Rolle für Deutschland und der EU in Israel bemühen.

In dem Spiegel Interview schlug er vor, dass die EU eine Intiative für eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten starten sollte.[…]“

Man muß sich das mal vorstellen – die Beziehung eines deutschen Politikers zu Israel wird hier in allen Einzelheiten durchleuchtet! Da wird sogar die alte Möllemann-Kamelle wieder ausgepackt – und warum?

Weil es für jeden Politiker auf der Welt wichtig ist, pro-israelisch eingestellt zu sein, andernfalls ist er nicht regierungsfähig und wird mittels Intrigen gestürzt – oder gar ermordet.

Selbst das Spiegel-Interview haben die US-Diplomaten gelesen, nur um ja sicher zu gehen, dass Westerwelle sich für das israelische Volk einsetzt, komme was wolle.

Die Amerikaner selber sind auch nur die Handlanger des israelischen Staates. Die Israelis benutzen die Supermacht für ihre eigenen Zwecke. 

Wem das als Beweis nicht reicht, dass es eine mächtige, zionistische Lobby gibt, die die Welt regiert, der scheint wirklich ziemlich naiv und blauäugig zu sein.

Oder aber er will es gar nicht wissen, und verschließt lieber die Augen vor der Wahrheit.

Quelle: http://213.251.145.96/cable/2009/09/09BERLIN1176.html

Siehe auch: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67768080.html

http://www.guido-westerwelle.de/files/328/Rede_Westerwelle_60JahreIsrael_29.05.08.pdf

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/12/01/wikileaks-dirk-niebels-liebe-zu-israel-findet-in-den-dokumenten-besondere-erwahnung/

Ja, Welt Online hat mal wieder den Vogel abgeschossen mit einem ihrer Artikel. Es geht um die Verhaftung Julian Assanges, dem Gründer von Wikileaks.

Doch nur ein Viertel des Artikels handelt auch von der Verhaftung, denn Welt Online hat es sich viel lieber zur Aufgabe gemacht, die Freiheit des Internets anzuprangern und dafür plädiert, eben diese Freiheit noch weiter einzuschränken.

Man muß sich das mal vorstellen, das kommt von einem Springerblatt! Springer die sich doch mit ihren Grundsätzen dazu verpflichtet haben, Zitat –

„Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas“

– in ihre Publikationen einzubinden.

Nur da sich dieser Grundsatz Nummer 1 im Falle von Wikileaks und des „grenzenlosen“ Internets wohl mit dem Grundsatz Nummer 3 widerspricht, scheint sich der Grundsatz Nummer 1 – zumindest für diesen speziellen Fall – wieder aufzuheben.

Grundsatz Nummer 3 besagt übrigens Zitat:

„die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“

Und Amerika zu huldigen und zu dienen ist natürlich wichtiger als die persönliche Freiheit eines Deutschen im Internet.

Amerika und Israel sind für Springer sowieso viel wichtiger als Deutschland, wie sagte der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG , Matthias Döpfner, in einem Interview mit dem Spiegel nochmal:

„Döpfner: Ich bin ein nichtjüdischer Zionist. Israel ist ein Land, dessen Existenz gesichert werden muß… Mein Freiheitsbegriff steht über dem Dreieck: Amerika, Israel, Marktwirtschaft.”

 Spiegel: Und Deutschland? Das hat laut Döpfner seine “Bewährungsprobe” noch nicht bestanden.

Döpfner: “Für mich ist der Beweis, ob Deutschland wirklich freiheitsfähig ist, im umfassendsten Sinne, noch nicht erbracht.”

Soso, freiheitsfähig, ja? Solange der Springer Verlag seine Finger im Spiel hat, und sogar die Freiheit des Internets einschränken will wie es der Artikel von Malzahn ja vorsieht, kann Deutschland ja auch gar nicht „freiheitsfähig“ werden, schon mal darüber nachgedachtet, sehr geehrter Springer Verlag?

Aber nun zum Artikel, der Autor ist übrigens kein geringerer als Claus Christian Malzahn. Sie kennen Malzahn nicht? Nun, er ist in Sachen unfreier Journalismus kein unbeschriebenes Blatt. Malzahn wollte nicht mehr ein neutraler Journalist sein und positionierte sich – damals noch beim Spiegel tätig – als Kritiker der 68er und der rot-grünen Regierung, er warb für eine CDU-Regierung unter Angela Merkel sowie eine politische Annäherung an die USA unter George W. Bush.

Doch das Schärfste kommt noch: Claus Christian Malzahn empfahl den Deutschen eine erneute Reeducation, weil sie der Großmacht Amerikas nicht wohlgesonnen genug waren, und weil die Mehrheit der Deutschen, genau genommen waren es 57% zwischen 18 und 29 Jahren, in einer Umfrage die US-Politik als eine größere Gefahr für den Frieden ansehen, als die Politik des Iran.

Diese Wahrheit konnte ein Diener des US-Regimes natürlich nicht auf sich sitzen lassen, also titelte er in einem Spiegel-Artikel „Böse Amis, arme Mullahs“, offenbarte in dem Artikel sein (ideologisches) Weltbild, was für einen neutralen Journalisten bei einer eigentlich unabhängigen Zeitung natürlich ein absolutes No-Go ist, und empfahl den Deutschen eine Reeducation, um sie erneut schön proamerikanisch und israelisch erziehen zu können.

Doch mit (und dank) dieses Artikels schien seine Karriere beim Spiegel wohl ein nahes Ende zu haben, und er wechselte dorthin, wo journalistische Feiheit an, für sein Weltbild durchaus passendes, 5 Grundsätze gebunden sind, nämlich zum Springer Verlag, die ihn natürlich mit offenen Armen empfangen haben.

Endlich hatte er eine journalistische Heimat gefunden, die auch zu ihm passt. Denn beim Springerblatt Welt konnte Malzahn völlig unverblümt seine neokonservativen Ansichten zu Papier bringen.

Und das tat er auch in diesem Fall. Das Thema ist wie schon gesagt die Verhaftung von Wikileaks-Gründer Julian Assange, wobei er von dieser Thematik im Laufe des Artikels schnell abgerutscht ist, in seine Wunschwelt.

Schon die Überschrift und der erste Satz verraten die Sichtweise Malzahns in Bezug auf Wikileaks, Zitat:

„Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität

[…]Zu lange spielte Julian Assange mit der Rechtsfreiheit im Internet. Jetzt holt ihn der Rechtsstaat im wahren Leben ein.[…]“

Das hört sich doch glatt so an, als wäre Malzahn froh darüber, dass Assange endlich gefasst ist. Und was soll das eigentlich heißen, „spielte mit der Rechtsfreiheit im Internet“?  Assange spielte nicht damit, denn das hatte er gar nicht nötig, da die Freiheit im Internet, zumindest in jedem freiheitlichen Rechtsstaat (zu dem Deutschland schon bald nicht mehr dazu gehören wird, dank der vorgeblichen Ausrede „Jugendschutz“), doch gewährleistet ist!

Oder wird diese Freiheit etwa nur gewährleistet, wenn es den jeweiligen Regierungen passt? Dann ist es aber sicherlich keine rechtsstaatliche Freiheit mehr, soviel ist sicher.

Weiter wird im Laufe des Artikels über die Fakten der Verhaftung Assanges nur kurz berichtet, da man ja noch genug Platz braucht, um Assanges Anhänger und deren Theorien leicht hämisch als Nichtigkeit abzutun:

„Seine Anhänger wittern dennoch ein abgekartetes Spiel: Die Vergewaltigungsvorwürfe seien fingiert, um das Wikileaks-Projekt zu beschädigen. Wenn das so wäre, müssten die beiden Schwedinnen, deren Bekanntschaft Assange offenbar nicht bestreitet, sowie die schwedische Staatsanwaltschaft eine von den USA diktierte, heimliche Agenda verfolgen.“

Genauso ist es! Und wenn man sich die angebliche Vergewaltigung mal näher anschaut, kommt man noch mehr zu der Annahme, dass das Ganze ein abgekartertes Spiel seitens der US-Regierung ist. Denn in den Aussagen, die die beiden schwedischen Frauen bei der Polizei zu Protokoll gegeben haben, ist nicht vonVergewaltigung die Rede!

In Schweden aber riskiert man mindestens zwei Jahre Haft wegen Vergewaltigung, wenn man einvernehmlichen Sex hat, ohne ein Kondom zu benutzen, zumindest wenn man vorher angibt, ein Kondom zu benutzen, es aber dann nicht tut. Ja, durchaus lachhaft, aber das gilt in Schweden schon als Vergewaltigung.

Ein Punkt für die Annahme einer geheimen Intrige ist auch das Timing, also der Zeitpunkt in welchen Jahr bzw. Monat die „Vergewaltigung“ stattgefunden haben soll. Diese soll nämlich im August 2010 stattgefunden haben. Und ist es nicht äußerst seltsam und verdächtig, dass Ende Juli 2010 (genauer gesagt am 25.Juli 2010) die schockerienden Afghan War-Diaries veröffentlicht wurden, die natürlich auch lange Zeit ein großes Thema in den Medien waren, und die Amerika auch in einem besonders hohen Maße schadeten und ihr Ansehen kosteten?

Als hätte man nach dieser Veröffentlichung ganz schnell nach einem skandalösen Wundermittel gesucht, um der Person hinter Wikileaks besonders großen Schaden zuzufügen…

Und dieses Wundermittel waren dann zwei Frauen, die durch die US-Regierung bzw. durch die CIA auf Assange angesetzt wurden, um ihm eine Vergewaltigung anzuhängen, nur mit der Vergewaltigung hat es dann ja nicht ganz geklappt, deswegen wurden sie auch vorher schon von der CIA belehrt, dass selbst die Nicht-Nutzung eines Kondoms in Schweden schon als Vergewaltigung gilt, für den Fall der Fälle…

Und da eine echte Vergewaltigung nicht funktionierte, versuchten sie es halt mit dem Kondom – das wäre wirklich geschickt eingefädelt, und so etwas könnte auch nur ein Geheimdienst so korrekt ausführen.

Die zu Protokoll gegebene Aussage der zweiten jungen Frau würde diese Theorie auch stützen. Diese beschreibt nämlich in den Polizeikontrollen, dass sie alles versuchte, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, mehrere Versuche unternahm sie dafür, bis es ihr schließlich gelungen sei.

Fakt ist, dass die angebliche Vergewaltigung in Wirklichkeit gar keine wahr, zumindest nach unserem Rechtwesen her nicht. Und das die ganze Geschichte ein abgekartertes Spiel der USA ist, ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Doch Welt Online-Schreiberling Malzahn sieht das natürlich anders:

„Darauf gibt es bis heute freilich keinen einzigen Hinweis, nicht einmal einen, den man nicht weiter ernst nehmen müsste. Es geht in Schweden ausdrücklich nicht um den politischen Schaden, den der Wikileaks-Aktivist angerichtet hat.“

Ja, richtig, nicht nur um den politischen Schaden Schwedens, sondern vielmehr um den politischen Schaden der USA! Diese wollen Wikileaks mit aller Macht mundtot machen, weil sie fürchten, dass bald weitaus schlimmere und auch wichtigere Dinge als beispielsweise Beleidigungen a la „Teflon Merkel“ und Co veröffentlicht werden könnnen, und ich meine wirklich wichtige, geheime Dinge, die die USA dann vollständig entlarven könnten!

Weiter im Artikel fängt nun Malzahn an, von Assange auf die Web-Gemeinde zu wechseln, Zitat:

„Assange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will.

Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes.“

Ja aber das ist das Internet! So ist das hier nun mal. Offene Kommunikation, Informationen die man sofort abrufen kann, ja vielleicht auch mal Dikussionen die aus dem Ruder laufen, aber so läuft das Internet nun mal. Es ist freiheitlich und für jeden zugänglich, und das sollte auch so bleiben. Das ist ja gerade das Tolle am Internet, es ist fortschrittlich und frei, so sieht gelebte Demokratie nun mal aus!

Doch das war noch lange nicht alles, denn der neokonservative, philoamerikanische Autor möchte, trotz des großen Widerspruchs zu seinen Springer Grundsätzen und des Artikel 1 der amerikanischen Fassung, welche er doch so liebt, diese fast grenzenlose Freiheit im Internet einschränken:

„Aus purer Hilf- und teilweise auch Ahnungslosigkeit haben wir – das schließt den Journalismus neben der Politik mit ein – diesem zum Teil unverantwortlichen Treiben viel zu lange zugesehen, während uns so genannte Netzexperten glauben machen wollten, das Internet schaffe schon irgendwie seine eigene Ethik. Das ist nicht passiert.

…Diesem unverantwortlichen Treiben viel zu lange zu gesehen…“ – Was soll das denn heißen? Wollen Sie, lieber Herr Malzahn und ihr toller Verlag jetzt etwa die Freiheit des Internets einschränken?

Denn es liest sich zumindest so, als wollten Sie als Journalist zumindest mit ihren Publikationen daraufhin arbeiten, um der Politik dann für eine Einschränkung Tür und Angel öffnen! Das hat dann aber nichts mehr mit der Freiheit zu tun, von der sie in ihren Grundsätzen so schwärmen und die sie als verbindend für jeden Springer-Journalisten ansehen!

„Stattdessen gilt es bei manchen heute schon als Zensurmaßnahme, wenn man gegen Kinderpornographie im Web zu Felde zieht.“

Weil es Zensur ist! Und das Internet soll aber ein völlig freier, uneingeschränkter Ort bleiben, in anderen Ländern, wie zB Ihrem Lieblingsland USA, sind diese Seiten auch nicht gesperrt.

Natürlich sind Kinderpornoseiten ekelhaft und abartig, aber sie zu sperren ist meistens ein Anfang zu mehr weitreichender Zensur, wie beispielsweise einige Neonaziwebseiten belegen, die schon im deutschen Google nicht mehr auffindbar sind. Man sollte sich eher gegen die Betreiber solcher Internetseiten stellen und diese zu bestrafen, anstatt mit einer Radikalzensur zu beginnen, das ist definitiv der falsche Weg.

Abschließend verweist der Autor dann wieder auf Assange, Zitat:

„Dieser digitalen Kultur des „Anything goes“, in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst sein soll, entstammt auch Julian Assange, der schon als 16-Jähriger mit dem Computer Sicherheitscodes von Firmen geknackt hat. Offenbar hat er angenommen, dass die Non-Existenz von Recht und Gesetz nicht nur im Internet, sondern auch im wahren Leben gilt. Da lag er falsch. Insofern ist seine Festnahme nur der Beleg dafür, dass rechtsstaatliche Prinzipien wenigstens noch im wahren Leben gelten. Immerhin.“

Was für ein Blödsinn! Natürlich gilt Recht auch im Internet, und dasn weiß der Autor auch genau, er suggeriert hier in eine Richtung, dass Internet wäre frei von Recht und Gesetzen, um den Leser zu beeinflussen.

Es ist ein Skandal, dass Welt Online hier gegen die Freiheit des Internet ist. Warum das auf einmal so ist, ist doch klar: Dem Springerclan gefällt es nicht, dass ihr amerikanisches Lieblingsland jetzt in aller Öffentlichkeit bloß gestellt wird, hatte Springer doch immer daraufhin gearbeitet, dass nur die guten Dinge auch veröffentlicht werden, das andere blieb dann lieber in den abgelegen Hinterzimmern zurück, wo sie sonst ihre Nachrichten im Geheimen zusammenstellen.

Und genau wegen einem solchen unfreien Journalismus wollte Assange mit seinen Veröffentlichungen etwas Gutes bewirken: Er wollte das die ganze Wahrheit endlich mal ans Licht kommt, dass die naiven Bürger nicht mehr hintergangen werden, und ihnen eine falsche Realität vorgegaukelt wird.

Man darf gespannt sein, wie es jetzt mit Wikileaks weitergeht. Und wollen wir mal hoffen, dass es auch weiterläuft und Julian Assange nicht als Opfer einer politischen Intrige mit einem Kabel um den Hals erhängt irgendwo aufgefunden wird.

Dann wäre das Selbstmord natürlich, was denn sonst?

Quellen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11451144/Die-Verhaftung-bringt-Assange-zurueck-in-die-Realitaet.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Christian_Malzahn

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Geht-es-bei-der-angeblichen-Vergewaltigung-nur-um-ein-geplatztes-Kondom/story/20158936

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,474554,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/27/welt-online-hartz-4-empfanger-sind-schuld-an-der-finanzkrise/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/01/hetzerische-polemik-auf-unterstem-niveau-der-vergleich-zwischen-hartz-4-empfangern-und-tieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/09/welt-online-wir-brauchen-eine-weltregierung/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/13/das-brave-schoshundchen-deutschland-hat-den-sitz-im-un-rat-bekommen-und-die-springerpresse-ist-begeistert/

 

Wie wir ja dank der Wikileaks-Dokumente mittlerweile wissen wurden die meisten deutschen Politiker nicht gerade positiv bewertet, so ist das auch der Fall bei dem FDP-Entwickluungsminister Dirk Niebel.

Dieser wurde als „odd pick“ also als „schlechte oder schräge Wahl“ bezeichnet, was ihm selber ja nicht viel auszumachen scheint, denn Dirk Niebel sucht lieber die Schuld beim bösen, illegalen Internetportal Wikileaks.

Nichtsdestotrotz war „die schräge Wahl“ so mit das Einzige welches „der Spiegel“ und die anderen Mainstreammedien aufgegriffen haben.

Doch schaut man sich das Dokument genauer an, so wird man eine vorgebliche Nichtigkeit feststellen, in die man aber bei genauerer Betrachtung schon einiges hineininterpretieren kann.

So findet sich unter der Kategorie „Travel Plans“, also Niebels Reiseplänen eine Anmerkung, die doch einige Fragen aufkommen lässt:

 

 Und da kann man sich, neben der Nichtigkeit dass er in Israel Urlaub machen will, doch ruhig mal fragen, warum die US-Diplomaten zusätzlich noch eine Bemerkung eingefügt haben, dass Niebel ein langjähriges Mitglied und Vizepräsident der deutsch-israelischen Gesellschaft ist, warum ist das so wichtig für die Amerikaner?

Natürlich weil eine positive Einstellung bezüglich Israels für die USA ein wichtiger Bestandteil ist. Niebel wird dadurch  als ein Israelfreund bevorzugt. Das er dort Mitglied ist, ist für die USA ein wichtiger, positiver Aspekt, da sie selber ja auch sehr stark ihre amerikanisch-israelischen Beziehungen pflegen.

Also ist die Liebe Niebels zu Israel ein eindeutiger Pluspunkt, und vermutlich gleicht es die Bewertung „schräge Wahl“ auch wieder aus.

Fakt ist, wenn man bei den USA Pluspunkte sammeln will, muß man nur pro-amerikanisch und pro-israelisch eingestellt sein, denn mit einer amerika – oder israelkritischen Haltung kommt man da nicht weiter, diese Erfahrung mußte nun auch unserer Außenminister Guido Westerwelle machen, dessen Karriere wohl 2013 ein jähes Ende finden wird.

Quelle: http://cablegate.wikileaks.org/cable/2009/12/09BERLIN1609.html#par9

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Niebel

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Israelische_Gesellschaft

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/30/amerika-bewertet-seine-deutschen-marionetten-wikileaks-zeigt-wer-deutschland-wirklich-regiert/

http://cablegate.wikileaks.org/cable/2009/12/09BERLIN1609.html

Es ist sicherlich eine der größten politischen Enthüllungen überhaupt, und ein Desaster für die us-amerikanische Regierung. Tagelang hatten Regierungen in aller Welt vor den Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks gezittert, nun werden erste Details bekannt.

WikiLeaks hat Hunderttausende diplomatische Berichte aus US-Botschaften veröffentlicht. Mehrere internationale Medien wurden vorab versorgt – unter anderem der „Spiegel“.

Mehr als 250 000 diplomatische US-Depeschen im Besitz der Internetplattform Wikileaks enthüllen nach einem Bericht des „Spiegel“ Amerikas kritische Haltung auch verbündeten Regierungen gegenüber.

Wie sieht die Supermacht ihre „Verbündeten“? Oder noch besser: Wie sieht sie ihre Marionetten? Denn eines wird doch durch diese Enthüllungen klar: Die USA bewertet hier ihre (geheimen) Angestellten und Untertanen, und nicht wie gerne behauptet wird Freunde und Verbündete!

Die BRD hat den Auftrag die Pläne der us-amerikanischen, dominanten Führungsmacht auch ja gewissenhaft auszuführen, ansonsten gibt’s Punkteabzug und bei der nächsten Bilderbergkonferenz wird dann entschieden, ob entweder der ganze Staat für das Fehlverhalten bestraft wird (zum Beispiel dadurch das die Entscheidungsgewalt und Dominanz eingeschränkt wird), die Partei (logischerweise durch die Verbannung zurück in die Opposition), oder aber nicht doch eher nur der einzelne Politiker, welcher vermutlich keine Führungsposition mehr bekommen und nicht wiedergewählt werden wird. Dieser muß dann schlußendlich die schwere Last des Ungehorsams tragen – ja, im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten kommen nur die wirklich willigen Helfer auch voran.

Aber schauen wir uns doch erstmal die Aussagen über die einzelnen Politiker von den Wikileaksberichten genauer an:

Angela Merkel

Angefangen mit unserer lieben Bundeskanzlerin Merkel, so heißt es in den Vorabberichten des Spiegels, Zitat:

„[Angela Merkel] meidet das Risiko, ist selten kreativ“

Das geht aus einen Bericht vom 24.09.008 hervor. Außerdem bekam sie einen sehr speziellen Spitznamen, dafür, dass sie Probleme nicht zu nah an sich rankommen lasse. Und zwar ist das:

„Angela ‚Teflon‘ Merkel.“

Hmm, würden deutsche Botschafter sich etwa erlauben, mit hämischen Spitznamen den US-Präsidenten zu verhöhnen? Ich glaube nicht. Aber Amerika darf das, Amerika darf schließlich alles.

Zu guter letzt schreibt der ehemalige US-Botschafter William Timken Ende 2006, Zitat:

„[…]Dass Angela Merkel keine mutigen Schritte unternommen hat, um den substantiellen Inhalt der transatlantischen Beziehung zu verbessern“.

Heißt im Klartext, dass Merkel nicht genug geschleimt hat und seinem Vorgesetzten wohl auch nicht hörig genug war – oh Angie, you’ve been a bad girl, a very, very bad girl!

Guido Westerwelle

 Weiter geht es mit unserem Außenminister Guido Westerwelle, der wohl mit am meisten das Fett abgekriegt hat.

Guido Westerwelle ist nach Ansicht der Amerikaner:

„aggressiv, inkompetent, eitel und amerikakritisch.“

Außerdem sei er ganz sicher:

„[He is] no Genscher“.

Westerwelle habe auch eine „überschäumende Persönlichkeit“, mit der die Amerikaner nicht umzugehen wissen.

 Die US-Diplomaten sehen sich vor die Herausforderung gestellt, wie sie mit einem Politiker umgehen sollen, der ein „Rätsel“ sei, mit nur wenig außenpolitischer Erfahrung glänzt, und er hat, was die Amerikaner wohl am meisten stört, ein „zwiespältigen Verhältnis zu den USA“.

Tia, man kann wohl sagen dass ihre Observierung Westerwelle’s von Erfolg gekrönt ist, denn ihre Beschreibungen sind ein absoluter Volltreffer, denn alles trifft hundertprozentig auf unseren Außenminister zu.

 

Doch am meisten werden sie sich wohl an seiner eher amerikakritischen Einstellung stören, wobei diese bestimmt nicht besonders ausgeprägt ist. Aber für die Amerikaner reicht schon eine kleine Skepsis bezüglich ihres Landes aus, um das Vertrauen zu einem ihrer Bediensteten zu verlieren. Man kann sich jetzt schon sicher sein, dass Westerwelle, auch wegen seiner kritischen Einstellung gegenüber den USA, bei der nächsten Wahl wieder von der Bildfläche verschwinden wird.

Horst Seehofer

Besonders witzig finde ich die Einschätzung der US-Diplomaten zu unserem nächsten Kandidaten, nämlich CSU-Chef Horst Seehofer.

Diesen halten die Amerikaner nämlich für, Zitat:

„unberechenbar, mit begrenztem Horizont(!), und außenpolitisch weitgehend ahnungslos“.

Also im Klartext halten sie ihn für dumm – das ist schon echt krass, man darf gespannt sein wie ein Herr Seehofer auf diese Beleidigungen reagiert, oder ob er wirklich so dumm ist, und die Analysen der US-Diplomaten für gerechtfertigt ansieht und dann doch lieber das böse, illegale Wikileaks verteufelt? Man darf gespannt sein, doch ich tippe eher auf die zweite Variante.

Warum ich auf die zweite Variante tippe, kann ich bei unserem nächsten Kandidaten erklären.

Dirk Niebel

Denn das ist FDP-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel. Aufgrund seiner Karriere, erst als Soldat, Fallschrimjäger und dann als Arbeitsvermittler im Arbeitsamt bezeichneten ihn die US-Diplomaten in den Berichten als:

„[…]schräge Wahl“

Niebels Reaktion auf diese Äußerung konnte man gestern abend bei Anne Will sehen, in deren Sendung er zu Gast war.

Niebel fand es nämlich völlig in Ordnung dass ihn die Amerikaner so bewerteten, dafür aber empörte er sich lieber über die Wikileaks-Dokumente. Während der ganzen Sendung tat er so, als würde ihm die Kritik der Amerikaner nichts ausmachen. Doch wahrscheinlich war diese Reaktion nur geschauspielert, da er sich mit einer negativen Äußerung bei seinem US-Meister nicht unbeliebt machen wollte, schließlich will auch ein Herr Nibel innen – sowie außenpolitisch weiterhin in der Weltpolitik Karriere machen können.

 Vermutlich hat ein Herr Seehofer ähnliche Bedenken und wird zu diesem Thema bestimmt auch Stillschweigen bewahren – Ja, so funktioniert sie, unsere Betrügerrepublik.

Wolfgang Schäuble

Auch der nächste Kandidat auf der Liste kam bei den Bewertungen nicht weg, die Rede ist von unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Interessant ist hierbei, dass die Amerikaner schon vor Schäubles Fehltritt bei der Pressekonferenz eine, naja, sagen wir passende Charakteristik erstellt haben. Zwar enstand dieses auf Berufung eines Informanten aus der FDP, aber trotzdem ist es unglaublich zutreffend, Zitat:

„Wolfgang Schäuble ist neurotisch  und ein zorniger alter Mann.“

Doch Schäuble wäre nicht Schäuble, hätte er nicht den perfekten Freifahrtschein! Denn auch den US-Diplomaten ist bei unserem Finanzminister aufgallen, dass er in einer Sache voll und ganz hinter dem Amerikanern steht, Zitat:

„Er sei aber ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terror.“

Das gleicht natürlich alle anderen negativen Aspekte Schäubles aus, wenn er den Amis bei ihren imperialistischen Feldzügen – getarnt als „K(r)ampf gegen den Terror“, mithilft.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Liebling aber ist eindeutig ein anderer, nämlich der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Er scheint bei den Amerikanern einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, wie diese Aussagen belegen:

„Hoffnungsträger der USA, außenpolitischer Experte, Transatlantiker und Freund der USA.“

Was dann im Klartext heißt dass er unkritischer, verblendeter US-Liebhaber ist der ohne wenn und aber die Befehle der Supermacht ausführen wird.

Deswegen bewirbt ihn die Bild-Zeitung auch so, vermutlich soll er der nächste deutsche Kanzler werden, wenn es nach den USA und den Bilderbergern geht. Man darf also jetzt schon gespannt darauf sein. Vielleicht ist Guttenberg ja im nächsten Jahr auch Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen, ich denke dann können wir uns sicher sein, dass er 2013 zum Kanzler gemacht wird.

So, und wer jetzt glaubt, die deutsche Regierung sei enttäuscht oder gar empört über diese Äußerungen, der irrt. Nein unsere hörigen Politiker nehmen die Kritik natürlich an und suchen die Schuld lieber bei einem anderen, nämlich bei Wikileaks.

Wie konnte Wikileaks es nur wagen und enthüllen, dass die deutsche „Regierung“ in Wirklichkeit gar nicht für das deutsche Volk arbeitet, sondern für die amerikanische Regierung?

Denn das ist doch mit den Bewertungen der einzelnen Politikern ans Tageslicht gekommen, nämlich das Deutschland nur fremde Interessen vertritt, mit einem großen Auftraggeber im Hintergrund!

Nicht das es für uns etwas neues ist, aber es ist schön endlich mal zu sehen, wie der Vorhang fällt und die Demokratie/heile Welt-Fassade bröckelt.

Und die von Wikileaks publizierten Depeschen stellen das Imperium der Schande bloß. Aus den vielen Dokumenten geht hervor, dass die USA mit Demokratie überhaupt nichts am Hut haben, es sei denn, sie ist als Waffe gegen missliebige Regierungen einsetzbar.

Quellen: http://cablegate.wikileaks.org/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731601,00.html

 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731389,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/19/die-us-regierung-zittert-vor-wikileaks-und-verlangt-ein-boykott-von-den-medien/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/23/wikileaks-bush-log-als-er-den-irakkrieg-fur-vorzeitig-beendet-erklarte/