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Am 31. Mai ist es soweit, dann jährt sich Horst Köhlers Rücktrittsjubiläum. Denn an genau diesem Tag vor einem Jahr trat der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler – für viele bis heute noch nicht nachvollziehbar – von seinem Amt als Bundespräsident zurück. Mit seiner Frau im Schlepptau und eindeutig beleidigter Mine stellte er sich den Kameras und dem Blitzlichtgewitter.

Warum er das tat, ist bekannt. Der gute Horst Köhler plauderte in einem Interview mit dem Deutschlandradio etwas zu viel aus dem Nähkästchen, denn er wagte es, den einzig wahren Grund des Afghanistankriegs offenzulegen. Vorher beklagte er sich noch darüber, dass das deutsche Volk diesen imperialistischen Krieg nicht anerkennen will, und dabei redete er sich wohl etwas zu viel in Rage.

Hier nochmal seine genauen Worte zum Afghanistankrieg:

 „[…]Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, auch im Notfall militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.

Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg. […] Es wird wieder sozusagen Todesfälle geben. Nicht nur bei Soldaten, möglicherweise auch durch Unfall mal bei zivilen Aufbauhelfern. […] Man muss auch um diesen Preis sozusagen seine am Ende Interessen wahren.“

Ich denke die Worte waren eindeutig, und die darauffolgende, heftige Kritik an Köhler auch berechtigt. Wobei ich dabei eher zwiegespalten bin. Denn eigentlich ist es doch auch gut und richtig, dass jemand endlich mal ausspricht, worum es in diesem Krieg wirklich geht – nämlich um wirtschaftliche, imperialistische und seitens der US-Regierung auch koloniale Interessen.

Jetzt bekommt Horst Köhler aber Verstärkung hinsichtlich seiner Aussagen. Und zwar von keinem geringeren als Michael Adam. Kennen Sie nicht? Nun, Michael Adam ist einer junger Politiker der SPD, und er ist der Bürgermeister der Gemeinde Bodenmais im Bayerischen Wald. Adam machte Schlagzeilen da er als junger, sozialdemokratischer, evangelischer und offen schwuler Student vier Aspekte aufweist, die nach althergebrachtem Klischee eher unvorteilhaft für eine erfolgreiche Bürgermeisterkandidatur in einer bayerischen Landgemeinde schienen. Außerdem war er zum Zeitpunkt seines Amtsantritts am 1. Mai 2008 war er mit 23 Jahren der jüngste amtierende Bürgermeister Deutschlands und der jüngste bayerische Bürgermeister überhaupt.

Der junge Politiker wird in seiner Partei eher dem linken Spektrum zugeordnet, was seine Äußerungen in meinen Augen nur noch schlimmer machen.

Es geht um eine Antwort von ihm, die er auf der Seite „Abgeordnetenwatch“ einem interessierten Wähler gab. Dieser wollte neben der Frage, wie er zu einer gemeinsamen Regierungsform von SPD und Linken stehen würde, desweiteren wissen, was er von den Bundeswehreinsätzen im Ausland hält.

Eines muß man Michael Adam lassen, seine Antwort ist wirklich sehr ausführlich und aufschlussreich, er nimmt die Fragen der Bürger also ernst, wenigstens etwas.

Trotzdem war in seinen Ausführungen, speziell was den Afghanistankrieg angeht, etwas dabei, was mich aufhorchen ließ, hier ist das Zitat:

„[…]Deutschland hat aber nicht nur eine humanitäre Verantwortung (vgl. Unterbindung regelrechter Völkermorde auf dem Balkan in den 1990er Jahren), sondern trägt auch seinen Teil dazu bei, dass z.B. das internationale Handelsgefüge nicht durch Terrorismus und Piraterie gestört wird. Dies ist ein ureigenes Interesse einer Handelsnation wie Deutschland und steht auch im Einklang mit dem Grundgesetz.[…]“

Aha, da haben wir also einender wahren Kriegsgründe mal wieder! Und es klingt sogar ähnlich wie das, was ein Horst Köhler da von sich gegeben hat, denn sowohl Adam als auch Köhler sorgen sich um, Zitat: „freie Handelswege“.

Nur, ist das wirklich mit dem Grundgesetz vereinbar? Oder ist das nicht doch eher eine schnelle Absicherung Adams, dass das was er da gerade einem Bürger geschrieben hat nicht auch, ähnlich wie bei Köhler, auf ihn zurückfallen könnte?

Also mir zumindest ist neu, dass Deutschland einen Wirtschaftskrieg führen darf, und auch Klaus Ernst von der Linkspartei sieht sogenannte Wirtschaftskriege, die für die Handelsinteressen Deutschlands (mit)geführt werden, mit der Verfassung nicht vereinbar.

Auch der Berliner Verfassungsrechtler Ulrich Preuß meinte, zumindest im Falle Köhler zu wissen, dass es sich bei seinen Äußerungen um eine, Zitat –

 „…durch das Grundgesetz schwerlich gedeckte Erweiterung der zulässigen Gründe für einen Bundeswehreinsatz um wirtschaftliche Interessen“.

– handele.

Schauen wir uns doch mal das Grundgesetz an, da wäre einmal Artikel 24 Absatz 2 der besagt:

„(2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.“

Also mit „Wahrung des Friedens“ hat ein Wirtschaftskrieg, bzw. ein Krieg zur Sicherung der freien Handelswege ja nun wirklich nichts zu tun, oder?

Und wie sieht es mit Artikel 26 aus? Da heißt es unter anderem:

„(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“
 
Also auch kein wirklich befriedigendes Ergebnis für die Kriegsverfechter, da bleibt nur noch der Zwei-Plus-Vier-Vertrag, in dem in Artikel 2 des Vertrages vom 12. September 1990 über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland folgendes festgehalten wurde:

„(Art 2) Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen ihre Erklärungen, daß von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar. Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, daß das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.“

Definitiv auch keine wirkliche Begründung für einen Wirtschaftskrieg, der es erlaubt den Kapitalismus, äh die Handelsinteressen zu wahren.

Übrigens steht der Verstoß gegen Artikel 26 Grundgesetz auch unter Strafe, siehe § 80 StGB:

„Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“

Also würde die Bundesregierung genau genommen schon lange hinter Gittern gehören, aber da gibt es ja so schöne, viele Ausreden Verzweigungen, warum ein deutscher Angriffskrieg trotzdem legal sein könnte.

Michael Adam jedenfalls hat ziemlich eindeutig ein wenig zu viel aus dem Nähkästchen geplaudert, und somit den einzig wahren Kriegsgrund offenbart, nämlich den von wirtschaftlich-imperialistischen Interessen mit Machtanspruch.

Zu seiner Verteidigung sollte man aber auch sagen, dass er diese Aussagen auf Abgeordnetenwatch.de schon im Jahr 2009, also lange bevor Köhlers Ausrutscher, getätigt hat.

Denn vermutlich hätte Adam dieses oder ähnliches niemals nach Köhlers Äußerung über freie Handelswege gesagt, ganz einfach um einen ähnlichen Skandal zu vermeiden. Deswegen sollte man es dem jungen Mann wohl nicht allzu übel nehmen.

Quellen: http://www.abgeordnetenwatch.de/michael_adam-180-24454–f225568.html#q225568

http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Adam_(Politiker)

http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_K%C3%B6hler#Kontroverse_um_Auslandseins.C3.A4tze

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-05/koehler-bundeswehr-wirtschaft-2/komplettansicht

http://www.focus.de/politik/deutschland/konflikte-koehler-loest-debatte-ueber-auslandseinsaetze-aus_aid_512828.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_24.html

 http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_26.html

http://www.documentarchiv.de/brd/2p4.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Angriffskrieg#Rechtslage_in_Deutschland

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/07/30/der-wahre-grund-des-afghanistankriegs/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/09/westerwelle-schliest-gezieltes-toten-nicht-aus/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/05/10/unser-job-in-afghanistan-kinder-toten/

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Die Schweiz hat es richtig gemacht, als sie der EU eine klare Absage erteilte. Dieses Land kann nun, völlig unabhängig von der EU-Diktatur, ihren Staat alleine und national regieren, ohne eine diktatorische EU im Nacken.

Denn die EU-Kommission will Deutschland rasch zu einer Neuregelung der umstrittenen Speicherung von Telefon- und Internetdaten zwingen. Brüssel droht mit rechtlichen Schritten bis hin zu einem Zwangsgeld, wenn die Bundesregierung nicht umgehend ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Das geht aus dem heute vorgestellten Bericht der EU-Kommission über die Auswirkungen der Vorratsdatenspeicherung hervor.

Laut EU-Kommission haben fünf Mitgliedsstaaten die europäische Richtlinie nicht fristgerecht bis September 2007 umgesetzt: Deutschland, Rumänien, Tschechien, Österreich und Schweden. In den ersten drei wurde sie zwar umgesetzt, anschließend aber durch Verfassungsgerichte wieder außer Kraft gesetzt. In Schweden und Österreich gab es nie ein solches Gesetz.

Die Kommission will notfalls sogar auch Vertragsverletzungsverfahren einleiten gegen Länder wie Deutschland, die bislang die EU-Richtlinie nicht umgesetzt haben.

Schweden droht diese Strafe seit Jahren, da das Land sich als einziges explizit gegen die Einführung der Vorratsdatenspeicherung wehrt. Im Zweifel wären es mehrere Hunderttausend Euro für jeden Tag der Nicht-Umsetzung. Doch das dortige Parlament macht trotzdem keine Anstalten, ein entsprechendes Gesetz zu schreiben.

Mal gucken, wie lange Schweden das noch durchhält.

Auf die Klage der FDP-Politiker Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Burkhard Hirsch und rund 34.000 weiteren Bürgern erklärte das Bundesverfassungsgericht die Regelung im März 2010 für verfassungswidrig, weil sie gegen das vom Grundgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis verstößt.

Denn es werden nicht nur die Persönlichkeitsrechte und die Freiheit dadurch eingeschränkt, sondern es verstößt ganz klar gegen das eigentlich immer so von der Systempolitikern hochgehaltene Grundgesetz.

Doch das kann man ja ändern. Schließlich wurde das Grundgesetz schon mal für die diktatorische EU, bzw. für ihren verfassungsfeindlichen Vertrag von Lissabon geändert, deswegen dürfte es kein Problem darstellen, dieses nochmal zu tun.

Und es gibt ja Fürsprecher in Deutschland für die Vorratsdatenspeicherung, wie den CSU-Politiker und derzeitigen Innenminister Hans-Peter Friedrich, da wird die FDP bestimmt irgendwann nachgeben müssen.

Es ist nur traurig zu sehen, wie unser Land immer mehr vor die Hunde geht, wie es der eigenen Macht und Entscheidungsgewalt entraubt wird, und das alles nur für die EU. Die EU hat jetzt schon mehr Macht über uns als die eigene Bundesregierung.

Kein Wunder, denn es soll ja alles auf einen einheitlichen Europastaat hinauslaufen. Wir sind auf dem besten Wege dahin. Wirklich verhindern kann das nur eine Regierung, die ganz klar „Nein!“ zum Lissaboner Vertrag sagt, und „Nein!“ zur Europäischen Union.

Anders lässt sich dieses Problem nicht mehr lösen – leider.

Quellen:http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12064959/492531/Die-EU-Kommission-fordert-die-Neuregelung-der-Vorratsdatenspeicherung.html

http://www.tagesschau.de/ausland/vorratsdatenspeicherung156.html

http://www.fr-online.de/politik/meinung/alberne-drohgebaerden/-/1472602/8355704/-/index.html

 Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/10/die-ratifizierungen-von-eu-abkommen-sind-wichtiger-als-das-deutsche-grundgesetz/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/19/erstmal-kein-eu-verfahren-gegen-frankreich-doch-der-schein-trugt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/02/bundeskanzlerin-angela-merkel-gibt-zu-deutschland-ist-zwar-unser-vaterland-aber-europa-ist-die-zukunft/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/15/neues-von-hans-herbert-von-arnim-die-europawahl-war-verfassungswidrig/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/18/drei-von-der-muppetshow-uber-die-europaische-union-und-eine-neue-weltordnung/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/27/die-eu-diktatur-setzt-sich-durch-und-das-war-erst-der-anfang/

Jetzt ist er zurückgetreten, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der Politstar, der Kriegsminister, der Blender, der angeblich „beliebteste Politiker Deutschlands“, so wie er gerne von seinen Lieblingsmedien hofiert wird, und ganz Deutschland diskutiert darüber.

Es kam schon ein wenig überraschend, dass er jetzt noch zurückgetreten ist, hätte man diesen Schritt doch schon viel früher erwartet.

Ein Sieg der Medien, der Opposition, oder aber doch des Internets? Biendara twitterte „wir haben gewonnen Leute, der Blender ist zurückgetreten!“

Ja, es ist schon ein kleiner Sieg des Internets, das Medium, welches selbst die Springerpresse nicht bezwingen konnte.

Und doch hält die Springerpresse, in diesem Fall natürlich in allererster Linie die Bildzeitung, dem Ex-Verteidigungsminister weiterhin die Stange.

Es geht sogar soweit, dass Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung und ein guter Freund zu Guttenbergs, sich hinsichtlich des Rücktritts zu einem Nachruf genötigt fühlte. Und dieser Nachruf hat es in sich.

Dieckmann spielt mit allen Karten, von Neidern bis zu dem „vom Volk geliebten Minister“ ist natürlich alles drin. Doch vieles aus seinem Munde wirkt unglaubwürdig und auch ein wenig heuchlerisch.  Aber zur eigenen Urteilsbildung hier erstmal der Nachruf:

Graues Mittelmaß

Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich und dem Land Schaden zugefügt.

– Anmerkung: Wie wahr.

Und trotzdem hat Horst Seehofer recht behalten: „Ein Minister stürzt nur, wenn die eigene Partei es will.“

– Anmerkung: Jaja, immer sind die anderen schuld, aber das kennt man bei Guttenberg ja zu Genüge.

Nein, nicht die Kanzlerin hat Guttenberg verlassen, ganz im Gegenteil.

– Anmerkung: Stimmt, die Kanzlerin hat immer zu ihm gehalten, obwohl einer ihrer Minister seine Authenzität und Glaubwürdigkeit verspielt hatte.

Schon komisch, dass eine Frau mit wissenschaftlichem Grad und Doktortitel sich nicht von ihrem Minister eben wegen ihres eigenen wissenschaftlichen Grades beleidigt fühlte, aber da sieht man mal wieder, dass die Kanzlerin mit Betrug und Betrügern in den eigenen Reihen anscheinend keine Probleme hat – was für ein Armutszeugnis für die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

Es waren die Kleinmütigen, das parteipolitische Mittelmaß, die Neider.

– Anmerkung: Soso, die Neider also, das ist ja mal wieder eine gute Argumentation. Ich glaube kaum, dass beispielsweise eine Bildungsministerin wie Annette Schavan, die Guttenberg zu recht kritisierte und sich sogar für ihn schämte, kleinmütig ist und voller Neider.

Der Vorwurfs des „Neids“ gehört übrigens zur argumentativen Grundausstattung der Guttenberg-Fans und ist ein typisches Totschlagargument.

Außerdem klingt die Aussage „das parteipolitische Mittelmaß“ sehr überheblich, als wäre der Baron etwas Besseres nur wegen seinem Adelstitel, aber eben diese Überheblichkeit scheint ja sowohl bei Dieckmann als auch bei Guttenberg eine der vielen Charaktereigenschaften sein, die sie gemeinsam haben.

Es ging schon mal anders.

– Anmerkung: Wieso? Bis auf zwei, drei Abweichler standen bei der CDU/CSU doch weiterhin alle hinter ihm, sie waren sogar so solidarisch-blind, dass die ganze Partei bzw. plus FDP sogar die gesamte Koaliton an Glaubwürdigkeit verloren hatte.

Geschlossen hatten sich die Grünen seinerzeit um Joschka Fischer geschart, als er als Polizisten-Prügler enttarnt wurde – aber selbstredend Außenminister blieb. Auch die SPD stützte den einst mit der Stasi kungelnden Manfred Stolpe im Amt des Ministerpräsidenten. Und Roland Koch durfte als „brutalst-möglicher Aufklärer“ in eigener Sache jahrelang erfolgreich Hessen regieren.

-Anmerkung: Das ist wahr. Die Debatte um Fischer gab es auch zu Recht, da man nicht sicher war, ob ein Polizisten-Prügler und Steinewerfer als deutscher Außenminister überhaupt tragbar wäre.

Aber es war eine Jugendsünde, Vergangenheit und vor allem: Eine menschliche Verfehlung, und kein Betrug. Außerdem hat sich Fischer nie als Mr.Perfect ausgegeben, er hatte sich nie so ein aalglattes Image aufgebaut wie ein Herr zu Guttenberg, das ist der Unterschied. Guttenberg aber hat betrogen und mußte dafür nun die Konsequenzen ziehen.

Und Joschka Fischer jedenfalls hat sofort auf die Anschuldigungen reagiert, hat sie eingestanden und sich entschuldigt. Guttenberg aber hat lange herumgeeiert und bis zum Schluß nicht vollends zugegeben, dass er sich des Plagiats schuldig gemacht hat.

Was aber wahr ist dass die grüne Partei immer hinter Fischer gestanden hat, wahrscheinlich aber auch deswegen, weil er sofort ehrlich war und seine Fehler eingestanden hat.

Kein Kollegengespräch, keine Kantinenpause, die in den letzten Tagen nicht von der Auseinandersetzung um Guttenberg beherrscht wurden.

Das Volk war mehrheitlich bereit, Guttenberg zu verzeihen.

– Anmerkung: Wirklich, war das so? War das Volk wirklich bereit, Guttenberg zu verzeihen? Nun, das Internet sagt aber etwas völlig anderes. In den meisten Umfragen, bis auf die der Bild natürlich (woran das wohl liegt?…) war das Volk aber für einen Rücktritt zu Guttenbergs, und guckt man sich mal in den ganzen Internetforen um, liest die Meldungen bei Twitter oder Artikel von WordPress-Blogs, so kommt man definitiv zu demselben Ergebnis.

Das Internet jedenfalls besteht mehr aus Guttenberg-Kritikern als aus Fürsprechern.

 

Weil er begeisterte, weil er vielen den Glauben an die Politik zurückgegeben hatte.

– Anmerkung: Ja, hat er das wirklich? Also wirklich begeistern konnte er mit seiner politischen Arbeit eher die wenigsten. Vielmehr wurde uns doch Tag für Tag durch die Bildzeitung und anderen Medien eingebleut, dass er uns begeistert und zu begeistern hat.

Er wurde zum Boulevard-Star aufgebauscht, der Baron, mit seinem Schloss, und der hübschen Frau…

Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein gradliniger, aalglatter Politiker, der sich immer als Mr. Perfect ausgab – „Verantwortung verpflichtet“, und dieses Kartenhaus vom unfehlerhaften Prinzen ist jetzt nun in sich zusammengefallen.

Der „Hype“ um ihn ist nur durch die Medien entstanden, aber das charismatische Format eines Willy Brandts hatte er noch nie.

Das graue Mittelmaß an den Hebeln der Macht sah das anders, fühlte sich vom Erfolg des Ausnahme-Politikers bedroht.

– Anmerkung: Manchmal kann so ein „graues Mittelmaß“ sympathischer sein als ein aalglatter, spießiger und scheinbar perfekter Blender…

Abgesehen davon halte ich die Theorie, dass aus den eigenen Reihen ihn jemand gestürzt hat, für falsch.

Und die Opposition hat nur ihre Arbeit gemacht, die CDU/CSU und FDP hätten bei einem so gravierenden Fehlverhalten der SPD, Grünen oder Linken sicherlich genauso reagiert und „Stimmung gemacht.“

Guttenberg, der natürlich einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat, wurde nicht verziehen.

– Anmerkung: Ihm wäre verziehen worden, hätte er von Anfang an anders reagiert. Ehrlichkeit und Einsicht von Anfang an wären beim Volk sicherlich besser angekommen.

Wer glaubt, sein Rücktritt bleibe nun vor allem als Akt der politischen Selbstreinigung im Gedächtnis, der irrt. Der Sturz des Verteidigungsministers markiert eine Zäsur: die beängstigende Entfremdung zwischen Regierten und Regierenden, zwischen der Bevölkerung und der Politik.

– Anmerkung: Das stimmt. Aber man kann die Schuld nicht nur beim Volk suchen. Das Vertrauen des Volkes in die Politiker ist schon seit längerem schwer erschüttert. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich die Bürger von den Politikern nicht so recht vertreten fühlen. Die Politiker interessiert es nicht mehr, was das Volk will – nein, die Politik regiert am Volk vorbei.

Und genau deswegen misstraut man den Politikern, man zieht sich zurück ins Internet, um sich dort gegenseitig auszutauschen. Und wenn dann solche Dinge rauskommen wie eben das Plagiat von Guttenberg, dann fühlt sich das Volk bestätigt und versucht, die Wahrheit herauszubekommen.

Das Internet hat viel Macht, das GuttenPlag-Wiki ist ein Beweis dafür.

Der Rücktritt zu Guttenberg war auf jeden Fall genau das Richtige. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, und in ein paar Jahren, kann er vielleicht wieder zurück auf die politische Bühne. Denn dann hat Deutschland gesehen, dass es ihm wirklich leid tat und dass ihm das Volk auch wichtig ist. Und dann hat das deutsche Volk ihm auch verziehen, er hat an Glaubwürdigkeit zurück gewonnen und die Sache ist vom Tisch.

Wenn eine repräsentative Demokratie sich aber so weit von den Menschen entfernt, entfernen sich irgendwann die Menschen von der Demokratie.

– Anmerkung: Tia, das liegt aber auch daran, dass sich die Politik immer mehr von den Menschen entfernt. Wie schon gesagt, viele haben das Gefühl, dass die Politiker am Volk vorbei regieren.

Die Volksvertreter müssen wieder Volksvertreter werden, und nicht die Handlanger und Interessenvertreter anderer Staaten und Institutionen.

Verloren haben alle. Karl-Theodor zu Guttenberg erst mal seinen guten Ruf und sein Amt. Und Deutschland eines seiner größten politischen Talente.

– Anmerkung: Das ist Ansichtssache. Politisches Talent hin oder her, was bringt es wenn dieser Politiker ein Glaubwürdigkeitsproblem hat? Und wie soll sich Deutschland mit einem Politiker identifizieren, der aufgrund seines Adelstitels alles Mögliche geschenkt bekommt, also auch einen Doktortitel?

Die Lobhudelei eines Kai Diekmanns in allen Ehren, aber es schickt sich nicht, als Chef der Bildzeitung für ganz Deutschland zu sprechen, das ist sowieso ein großes Problem der Bild und auch einiger anderer Springergazetten, nämlich dass sie Deutschland sozusagen in den Mund legt, was es zu fühlen oder zu glauben soll, auch der Spiegel kritisiert in seiner aktuellen Ausgabe dieses seltsame Vorgehen.

Man merkt, dass hier kein unabhängiger, freier Journalist spricht, sondern ein Medien-Profi, der schon seit Jahren weiß, wie man das Volk am Geschicktesten manipuliert.

Denn um nichts anderes als das geht es bei der Bildzeitung tagtäglich, nämlich um das Volk zu erziehen und manipulieren wie es Politik und Medien gerade so passt.

Und genau deswegen hat das Volk auch das Vertrauen zu Medien und Regierung verloren. Umso heuchlerischer ist es eben diese Tatsache aus dem Munde von jemandem wie Kai Diekmann zu hören.

Jemand, der nicht davor zurückschreckt, extreme Propaganda zu betreiben.

Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/03/02/kommentar-von-kai-diekmann.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/01/guttenberg-und-die-springerpresse-eine-liebe-auf-kosten-der-unabhangigkeit/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt seit Beginn der Schummel-Affäre. In Kelkheim betrat er – unter deutlichem Jubel von CDU-Anhängern – die Bühne und äußerte sich erstmals, nach seiner, nur für bestimmte Journalisten ausgesuchten ersten Stellungnahme, wieder zu den Plagiatsvorwürfen.

Seine Rede aber begann er mit einem Scherz, um die brisante Situation mit einem Witz zu überspielen: 

„Hier steht das Original, kein Plagiat“

Ob dieser Scherz seine Wirkung erzielte, darf allerdings bezweifelt werden. Vor allem weil er ja sowieso noch auf seine kontroverse Doktorarbeit zu sprechen kam.

So äußert sich der Freiherr in scheinbarer Selbstsicherheit weiter:

[…]Und nach dieser Beschäftigung meine Damen und Herren habe ich auch festgestellt, wie richtig es war, dass ich am Freitag gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht führen werde.

Ich sage das ganz bewusst, weil ich am Wochenende auch, nachdem ich mir diese Arbeit intensiv noch einmal angesschaut habe, feststellen mußte, dass ich gravierende Fehler gemacht habe.

Gravierende Fehler, die den wissenschaftlichen Codex, den man so ansetzt, nicht erfüllen.

Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht, ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form getäuscht, und mußte mich natürlich auch selbst Fragen meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen, wie konnte das passieren?

Und so ist es das man nach einem Blick dann zurückwirft und feststellt man hat sechs, sieben Jahre an einer solchen Arbeit geschrieben, und hat in diesen sechs, sieben Jahren möglicherweise an der ein oder anderen Stelle, an der ein oder anderen Stelle auch zuviel, auch teilweise den Überblick über die Quellen verloren.

[…]In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe.“

Desweiteren versicherte zu Guttenberg auch noch einmal, dass er die Arbeit selbst verfasst habe, und dass er somit  – Zitat „auch zu dem Blödsinn darin steht.“

 

Auch auf die Rücktrittsforderungen reagierte er und lehnte dies kategorisch ab:

„[…]Ich werde mein Amt mit aller Kraft ausüben“

Doch wirklich ändern tut sich durch diese Aussagen auch nichts, die Vorwürfe, sowieso sein beschädigter Ruf bleiben weiterhin bestehen.

Denn auf 70(!!!) Prozent aller Seiten der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg finden sich Plagiate. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat.

Nun hat das GuttenPlag-Wiki seinen Fund erhöht, auf ganzen 270 von 393 Textseiten wurden unausgewiesene Quellen benutzt. Die längste Lesestrecke, auf der sich bislang kein Plagiat fand, sind die Seiten 39 bis 44, wohingegen beispielsweise zwischen Seite 303 und 359 überhaupt nur drei Seiten ohne Plagiat sind.

Das Vorgehen ist beispiellos in seiner Dreistigkeit. Sie setzt mit einem Plagiat aus einem Zeitungsessay ein, verwendet schon in der zweiten Fußnote Formulierungen aus der „Fischer Länderkunde Nordamerika“, schreibt aus Informationsbroschüren für politische Bildung ab und aus Lesebüchern der Politischen Philosophie, übersetzt amerikanische Aufsätze ohne Quellenangabe, grast durch „graue Literatur“ – also Manuskripte vor ihrer Drucklegung – und Vorträge im Internet und bedient sich aus Hausarbeiten von Studenten.

Selbst in Abschnitten mit reiner Sachinformation fand der Autor dafür keine eigenen Worte, sondern lieh sich die Formulierungen aus Seminarreferaten unter hausarbeiten.de aus, um sie als die seinen auszugeben.

So etwas ist kein Fehler, sondern glatter Betrug!

Quellen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746886,00.html#ref=rss

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

Es wird immer enger für den Baron von und zu, nachdem jetzt auch rauskam dass er beim Bundestagsdienst geklaut hat, soll er jetzt sogar einen Ghostwriter gehabt haben! Wenn sich das im Nachhinein so herrausstellen sollte, ist sein eigentlich tadelloser Ruf, der jetzt schon einige dicke Kratzer abbekommen hat, wohl endgültig verloren.

Denn in seiner Stellungnahme auf seiner Webseite schwört er auch weiterhin felsenfest darauf,  die Doktorarbeit schön fleißig und allein geschrieben zu haben, Zitat zu Guttenberg:

Stellungnahme von Karl Theodor zu Guttenberg

 

Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.

Anmerkung: Hmm, es hatte schon etwas gedauert, bis der Herr Baron Stellung bezog, erst auf Druck der Medien, die sein Stillschweigen kritisierten, meldete er sich zu Wort – wenn auch nur erst durch seinen Pressesprecher…

 Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.

 Anmerkung: Wenn man zwei, dreimal vergisst, Anführungszeichen zu setzen und Quellen anzugeben, ist das ja auch alles kein Drama, wenn man dieses aber auf 247(!!!) Seiten von 407 macht (Quelle siehe Spiegel Online Artikel und Gutten-Plag-Wiki), dann ist der Verdacht und Vorwurf des Plagiats durchaus berechtigt.

Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.

Anmerkung: Wie schon gesagt, es geht hier nicht um ein paar Fehler, sondern über 247 Seiten, in denen bewusst abgeschrieben wurde. Und das Sie, Herr Guttenberg, neben Ihrem Bundestagsmandat eine so komplizierte Doktorarbeit geschrieben haben sollen, ist sowieso äußerst fragwürdig. Dies schafft man nur mit einem Ghostwriter (dessen Ansicht wohl auch die SPD ist), oder aber mit einer guten Abshreibtechnik und der Copy & Paste-Funktion.

Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht.

Anmerkung:…Was bei einem Fund von 247 Seiten aber definitiv angezweifelt werden darf…

Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.

 Anmerkung: Ich glaube verletzt sind wirklich nur die, die ihren Doktortitel, mit viel harter Arbeit und ohne vermehrtes Abschreiben selbstständig bewältigt haben.

Alle anderen sind vielmehr enttäuscht und wütend darüber, dass die saubere und aalglatte Wundertüte „von und zu Guttenberg“ wohl doch nicht wirklich hält, was sie verspricht.

Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth. Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.

Anmerkung: Das ist nur vernünftig…

 Jede weitere Kommunikation über dieses Thema werde ich auschließlich mit der Universität Bayreuth führen.

 Anmerkung: Da kann man nur hoffen, dass die Universität Bayreuth stets ehrlich und wissenschaftlich bleibt und sich nicht vom schönen Schein des Verteidigungsministers blenden lässt. Schließlich war sie doch im Vorfeld so stolz auf ihren berühmtesten Musterschüler, und hat sich auch nur allzu gerne mit ihm geschmückt.

Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt.

Anmerkung: Ja, traurig ist das, schon wieder sind deutsche Soldaten in Afghanistan umgekommen. Vielleicht begreift der werte Freiherr jetzt endlich mal den Ernst der Lage, anstatt sich als Kriegsminister in Wüstenuniform und blonder First Lady in der Kerner-Show mit dem armen und unschuldigen Soldaten zu schmücken und diese so zu instrumentalisieren.

Ein sofortiger Abzug aus Afghanistan ist die einzige Lösung, und nicht deutsche Soldaten für einen Krieg unter falscher(!) Flagge zu opfern und in einer Fernsehshow den Kriegsgrund zu erklären – für einen Krieg gibt es keine plausiblen, menschlichen Gründe!

Nur Gründe wie Macht, Geld, Öl und Schürfrechte…

Nochmal: Es geht hier nicht um ein paar Seiten, in denen er vergessen hat, Anführungszeichen zu setzen oder eine Quelle zu benennen, sondern es sind über 200(!) Seiten, die belegen, dass er abgeschrieben bzw. kopiert hat, das beweist das Guten-Plag-Wiki allemal.

Und man sollte auch immer den Vergleich zu anderen, sagen wir mal „normalen“ Anwärtern auf einen Doktortitel ziehen, denn „normale“ Studenten ohne Adelstitel, Geld und einen berühmten Namen würden mit so etwas mit Sicherheit nicht durchkommen. Ein Herr Baron von und zu aber darf das? Das wäre nicht gerecht! Und wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass die Uni Bayreuth ihn damit durchkommen lässt, dann wäre die ungerechte, unfaire Klassengesellschaft endgültig bewiesen.

Und sein Saubermann-Image hat er selbst kreiert, genauso wie seine Wahl in der Öffentlichkeit zu stehen.

Man darf also gespannt sein, wie die Universität Bayreuth schlußendlich entscheiden wird.

Quellen: http://www.zuguttenberg.de/volltext.php?id=79

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,746582,00.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E77608DD99F7647CFA92EFBDEB07ECC76

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E299489B8BD034BBAAE5CB78BC9E51DA1

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_und_Verfassungsvertrag

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Wer unserem aalglatten Freiherrn mal beim plagiieren zusehen will (und es wird von Stunde zu Stunde mehr!), bitte hier entlang:

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate

Es ist sicherlich eine der größten politischen Enthüllungen überhaupt, und ein Desaster für die us-amerikanische Regierung. Tagelang hatten Regierungen in aller Welt vor den Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks gezittert, nun werden erste Details bekannt.

WikiLeaks hat Hunderttausende diplomatische Berichte aus US-Botschaften veröffentlicht. Mehrere internationale Medien wurden vorab versorgt – unter anderem der „Spiegel“.

Mehr als 250 000 diplomatische US-Depeschen im Besitz der Internetplattform Wikileaks enthüllen nach einem Bericht des „Spiegel“ Amerikas kritische Haltung auch verbündeten Regierungen gegenüber.

Wie sieht die Supermacht ihre „Verbündeten“? Oder noch besser: Wie sieht sie ihre Marionetten? Denn eines wird doch durch diese Enthüllungen klar: Die USA bewertet hier ihre (geheimen) Angestellten und Untertanen, und nicht wie gerne behauptet wird Freunde und Verbündete!

Die BRD hat den Auftrag die Pläne der us-amerikanischen, dominanten Führungsmacht auch ja gewissenhaft auszuführen, ansonsten gibt’s Punkteabzug und bei der nächsten Bilderbergkonferenz wird dann entschieden, ob entweder der ganze Staat für das Fehlverhalten bestraft wird (zum Beispiel dadurch das die Entscheidungsgewalt und Dominanz eingeschränkt wird), die Partei (logischerweise durch die Verbannung zurück in die Opposition), oder aber nicht doch eher nur der einzelne Politiker, welcher vermutlich keine Führungsposition mehr bekommen und nicht wiedergewählt werden wird. Dieser muß dann schlußendlich die schwere Last des Ungehorsams tragen – ja, im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten kommen nur die wirklich willigen Helfer auch voran.

Aber schauen wir uns doch erstmal die Aussagen über die einzelnen Politiker von den Wikileaksberichten genauer an:

Angela Merkel

Angefangen mit unserer lieben Bundeskanzlerin Merkel, so heißt es in den Vorabberichten des Spiegels, Zitat:

„[Angela Merkel] meidet das Risiko, ist selten kreativ“

Das geht aus einen Bericht vom 24.09.008 hervor. Außerdem bekam sie einen sehr speziellen Spitznamen, dafür, dass sie Probleme nicht zu nah an sich rankommen lasse. Und zwar ist das:

„Angela ‚Teflon‘ Merkel.“

Hmm, würden deutsche Botschafter sich etwa erlauben, mit hämischen Spitznamen den US-Präsidenten zu verhöhnen? Ich glaube nicht. Aber Amerika darf das, Amerika darf schließlich alles.

Zu guter letzt schreibt der ehemalige US-Botschafter William Timken Ende 2006, Zitat:

„[…]Dass Angela Merkel keine mutigen Schritte unternommen hat, um den substantiellen Inhalt der transatlantischen Beziehung zu verbessern“.

Heißt im Klartext, dass Merkel nicht genug geschleimt hat und seinem Vorgesetzten wohl auch nicht hörig genug war – oh Angie, you’ve been a bad girl, a very, very bad girl!

Guido Westerwelle

 Weiter geht es mit unserem Außenminister Guido Westerwelle, der wohl mit am meisten das Fett abgekriegt hat.

Guido Westerwelle ist nach Ansicht der Amerikaner:

„aggressiv, inkompetent, eitel und amerikakritisch.“

Außerdem sei er ganz sicher:

„[He is] no Genscher“.

Westerwelle habe auch eine „überschäumende Persönlichkeit“, mit der die Amerikaner nicht umzugehen wissen.

 Die US-Diplomaten sehen sich vor die Herausforderung gestellt, wie sie mit einem Politiker umgehen sollen, der ein „Rätsel“ sei, mit nur wenig außenpolitischer Erfahrung glänzt, und er hat, was die Amerikaner wohl am meisten stört, ein „zwiespältigen Verhältnis zu den USA“.

Tia, man kann wohl sagen dass ihre Observierung Westerwelle’s von Erfolg gekrönt ist, denn ihre Beschreibungen sind ein absoluter Volltreffer, denn alles trifft hundertprozentig auf unseren Außenminister zu.

 

Doch am meisten werden sie sich wohl an seiner eher amerikakritischen Einstellung stören, wobei diese bestimmt nicht besonders ausgeprägt ist. Aber für die Amerikaner reicht schon eine kleine Skepsis bezüglich ihres Landes aus, um das Vertrauen zu einem ihrer Bediensteten zu verlieren. Man kann sich jetzt schon sicher sein, dass Westerwelle, auch wegen seiner kritischen Einstellung gegenüber den USA, bei der nächsten Wahl wieder von der Bildfläche verschwinden wird.

Horst Seehofer

Besonders witzig finde ich die Einschätzung der US-Diplomaten zu unserem nächsten Kandidaten, nämlich CSU-Chef Horst Seehofer.

Diesen halten die Amerikaner nämlich für, Zitat:

„unberechenbar, mit begrenztem Horizont(!), und außenpolitisch weitgehend ahnungslos“.

Also im Klartext halten sie ihn für dumm – das ist schon echt krass, man darf gespannt sein wie ein Herr Seehofer auf diese Beleidigungen reagiert, oder ob er wirklich so dumm ist, und die Analysen der US-Diplomaten für gerechtfertigt ansieht und dann doch lieber das böse, illegale Wikileaks verteufelt? Man darf gespannt sein, doch ich tippe eher auf die zweite Variante.

Warum ich auf die zweite Variante tippe, kann ich bei unserem nächsten Kandidaten erklären.

Dirk Niebel

Denn das ist FDP-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel. Aufgrund seiner Karriere, erst als Soldat, Fallschrimjäger und dann als Arbeitsvermittler im Arbeitsamt bezeichneten ihn die US-Diplomaten in den Berichten als:

„[…]schräge Wahl“

Niebels Reaktion auf diese Äußerung konnte man gestern abend bei Anne Will sehen, in deren Sendung er zu Gast war.

Niebel fand es nämlich völlig in Ordnung dass ihn die Amerikaner so bewerteten, dafür aber empörte er sich lieber über die Wikileaks-Dokumente. Während der ganzen Sendung tat er so, als würde ihm die Kritik der Amerikaner nichts ausmachen. Doch wahrscheinlich war diese Reaktion nur geschauspielert, da er sich mit einer negativen Äußerung bei seinem US-Meister nicht unbeliebt machen wollte, schließlich will auch ein Herr Nibel innen – sowie außenpolitisch weiterhin in der Weltpolitik Karriere machen können.

 Vermutlich hat ein Herr Seehofer ähnliche Bedenken und wird zu diesem Thema bestimmt auch Stillschweigen bewahren – Ja, so funktioniert sie, unsere Betrügerrepublik.

Wolfgang Schäuble

Auch der nächste Kandidat auf der Liste kam bei den Bewertungen nicht weg, die Rede ist von unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Interessant ist hierbei, dass die Amerikaner schon vor Schäubles Fehltritt bei der Pressekonferenz eine, naja, sagen wir passende Charakteristik erstellt haben. Zwar enstand dieses auf Berufung eines Informanten aus der FDP, aber trotzdem ist es unglaublich zutreffend, Zitat:

„Wolfgang Schäuble ist neurotisch  und ein zorniger alter Mann.“

Doch Schäuble wäre nicht Schäuble, hätte er nicht den perfekten Freifahrtschein! Denn auch den US-Diplomaten ist bei unserem Finanzminister aufgallen, dass er in einer Sache voll und ganz hinter dem Amerikanern steht, Zitat:

„Er sei aber ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terror.“

Das gleicht natürlich alle anderen negativen Aspekte Schäubles aus, wenn er den Amis bei ihren imperialistischen Feldzügen – getarnt als „K(r)ampf gegen den Terror“, mithilft.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Liebling aber ist eindeutig ein anderer, nämlich der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Er scheint bei den Amerikanern einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, wie diese Aussagen belegen:

„Hoffnungsträger der USA, außenpolitischer Experte, Transatlantiker und Freund der USA.“

Was dann im Klartext heißt dass er unkritischer, verblendeter US-Liebhaber ist der ohne wenn und aber die Befehle der Supermacht ausführen wird.

Deswegen bewirbt ihn die Bild-Zeitung auch so, vermutlich soll er der nächste deutsche Kanzler werden, wenn es nach den USA und den Bilderbergern geht. Man darf also jetzt schon gespannt darauf sein. Vielleicht ist Guttenberg ja im nächsten Jahr auch Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen, ich denke dann können wir uns sicher sein, dass er 2013 zum Kanzler gemacht wird.

So, und wer jetzt glaubt, die deutsche Regierung sei enttäuscht oder gar empört über diese Äußerungen, der irrt. Nein unsere hörigen Politiker nehmen die Kritik natürlich an und suchen die Schuld lieber bei einem anderen, nämlich bei Wikileaks.

Wie konnte Wikileaks es nur wagen und enthüllen, dass die deutsche „Regierung“ in Wirklichkeit gar nicht für das deutsche Volk arbeitet, sondern für die amerikanische Regierung?

Denn das ist doch mit den Bewertungen der einzelnen Politikern ans Tageslicht gekommen, nämlich das Deutschland nur fremde Interessen vertritt, mit einem großen Auftraggeber im Hintergrund!

Nicht das es für uns etwas neues ist, aber es ist schön endlich mal zu sehen, wie der Vorhang fällt und die Demokratie/heile Welt-Fassade bröckelt.

Und die von Wikileaks publizierten Depeschen stellen das Imperium der Schande bloß. Aus den vielen Dokumenten geht hervor, dass die USA mit Demokratie überhaupt nichts am Hut haben, es sei denn, sie ist als Waffe gegen missliebige Regierungen einsetzbar.

Quellen: http://cablegate.wikileaks.org/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731601,00.html

 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731389,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/19/die-us-regierung-zittert-vor-wikileaks-und-verlangt-ein-boykott-von-den-medien/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/23/wikileaks-bush-log-als-er-den-irakkrieg-fur-vorzeitig-beendet-erklarte/