Archiv für die Kategorie ‘Baron’

Vor gut einem Jahr haben wir in unserer „Zitat der Woche-Rubrik“ über Hastings Ismay berichtet. Nochmal zur Erinnerung: Hastings Ismay wurde unter dem Kriegsverbrecher Winston Churchill zum ersten Generalsektretär der NATO ernannt.

Doch besonders berühmt ist für seine Aussage, die wir in der „Zitat der Woche-Rubrik“ auch thematisiert hatten. Dort sagte er, im Hinblick auf Europa sei das Ziel der NATO, Zitat:

„…to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down.“

Nun könnte man ja meinen, diese Ansicht aus den Fünfzigern sei veraltet, Deutschland wäre endlich akzeptiert und man würde uns in der NATO vertrauen – doch weit gefehlt!

Denn Dmitri Olegowitsch Rogosin, ständiger Vertreter der Russischen Föderation in der NATO, gab nach seinen Verhandlungen über Raketenabwehrprogramme in Europa bekannt, dass er an den von Hasting Ismays aufgestellten Richtlinien auch heute noch weiter festhalten will, Zitat Rogosin:

„NATO continues to live by the principles set down by NATO Secretary General Lord Ismay: `To keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down.‘ … This means control over German militarism, they understand that the Germans may always develop into a force that will consolidate Europe around itself.“

Auf Deutsch:

„Die NATO wird auch weiterhin an den von NATO-Generalsektrtär Lord Ismay aufgestellten Richtlinien festhalten: 

‚…Die Amerikaner [in Europa] zu halten, die Russen [aus Europa] herauszuhalten und die Deutschen kleinzuhalten.‘

Das heißt Kontrolle über Deutschlands Militär, sie verstehen das die Deutschen sich immer zu einer Macht entwickeln könnten, welche dann ganz Europa umschließen wird.“

Das heißt also im Klartext, dass Deutschland auch weiterhin an der kurzen Leine gehalten und kontrolliert wird, und das nach nun schon über 50 Jahren, als Lord Ismay diesen Grundsatz für Deutschland, Europa und die NATO festgelegt hat.

Deutschland wird also weiterhin misstraut, egal wie sehr es sich auch bemüht.

Wir werden auch noch in 100 Jahren immer nur die Handlanger und Lakaien der führenden Länder bleiben, Deutschland selber wird nur als Dienstbote und als Fußabtreter missbraucht – es wird Zeit, dass sich das ändert.

Quelle: http://news.eirna.com/412293/rogozin-nato-still-aims-to-keep-russias-out-and-the-germans-down

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/11/zitat-der-woche-teil-15-hasting-ismay-und-sein-fan-henry-kissinger-gegen-eine-fuhrungsrolle-deutschlands/

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Hastings_Ismay,_1._Baron_Ismay

http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Olegowitsch_Rogosin

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/08/bilderberger-gegen-deutsche-fuhrungsrolle-deutschland-wird-nie-wieder-eine-unabhangige-fuhrungsmacht-sein/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/06/01/zitat-der-woche-teil-25-georges-clemenceau-uber-die-vernichtung-des-deutschen-volkes/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/23/zitat-der-woche-teil-24-robert-vansittart-der-antideutsche-verrat-schon-1897-waren-die-weltkriege-beschlossene-sache/

Robert Vansittart, äh Entschuldigung Lord Robert Vansittart war ein britischer Diplomat und ein bekennender Antideutscher.

Daraus machte er auch keinen Hehl, sondern ließ seinem Hass und seiner Abneigung gegenüber Deutschland freien Lauf. Schon der Spiegel brachte 1958 einen Artikel über ihn heraus, mit dem bezeichnenden Titel „der Antideutsche“, der über seine deutschfeindliche Einstellung keinen Hehl macht, und dies kann man auch an einer ganzen Reihe von Zitaten belegen, weshalb wir uns nicht nur auf eines beschränken werden.

Robert Vansittart hatte als britischer Diplomat während des 2. Weltkrieges einen starken Einfluss auf den damaligen, britischen Premier Winston Churchill, und das wird wohl einer der vielen Gründe sein, warum auch Churchill eine extrem deutschfeindliche Einstellung pflegte.

Vansittarts ganzes Leben war nur von einem Gedanken bestimmt – der Weltgefahr Deutschlands. Ja, Vansittart hatte große Angst davor, dass Deutschland irgendwann mal Weltmacht Nr. 1 werden könnte und mit diesem neuen Status die Weltpolitik bestimmen wird.

Deswegen schrieb er schon während des zweiten Weltkriegs, Zitat:

 „Der Wendepunkt der Weltgeschichte kam 1897. In jenem Jahr erklärte Deutschland der Welt den Krieg.“

Denn in jenem Jahr hatte mit der Berufung des Admirals von Tirpitz zum Staatssekretär des Reichsmarineamtes jene verhängnisvolle Flottenbaupolitik Deutschlands begonnen, die das Reich in einen immer schärferen Gegensatz zu England trieb.

Und wir erinnern uns: Schon 1871 plante die Elite drei Weltkriege, der Freimaurer Albert Pike schrieb in einem Brief über diesen Plan, der eine Neue Weltordnung einleiten sollte, dieser Brief kann übrigens heute noch in London besichtigt werden.

Außerdem war Margaret Thatcher der Ansicht, dass Deutschland sich schon seit 1871 mit England im Kriegszustand befinden würde, da Deutschland durch den Sieg über Frankreich 1870 zur zweitgrößten Industriemacht der Welt aufgestiegen ist, das konnte England natürlich nicht hinnehmen, und eben genau diese vielen, kleinen Umstände führten mit zum ersten und zum zweiten Weltkrieg.

Doch das ist natürlich nicht das einzigste, bekannte Zitat von Vansittart, denn er hatte noch eine ganze Reihe anderer, deutschfeindlicher Ausbrüche auf Lager, die wir, ähnlich wie bei Churchills Zitat der Woche, selbstverständlich nicht vorenthalten wollen, hier mal ein paar davon:

„Der Deutsche … war immer der Barbar, der Bewunderer des Krieges, der Feind – heimlich oder offen – der Menschenfreundlichkeit, des Liberalismus und der christlichen Zivilisation, und das Hitler-Regime ist kein zufälliges Phänomen, sondern die logische Konsequenz der deutschen Geschichte, des Deutschen in excelsis.”

„Wenn Hitler scheitert, wird sein Nachfolger der Bolschewismus sein; wenn er Erfolg hat, wird er innerhalb von fünf Jahren einen europäischen Krieg bekommen.“

„Wenn Deutschland zu stark wird, muss es zerschlagen werden.

„Deutschland muss wieder besiegt werden und diesmal endgültig.“

„Karl der Große führte jedes Jahr einen Krieg, weil er nach der Weltherrschaft gierte… Achthundert Jahre sind seitdem vergangen, aber der deutsche Instinkt ist in dieser Hinsicht immer der gleiche geblieben“

Der Feind ist das Deutsche Reich und nicht etwa der Nazismus, und diejenigen, die das bislang noch nicht begriffen haben, haben überhaupt nichts begriffen.“

Ja, schon heftig, da weiß man mal, woher Chruchill seine Propaganda her hat. Aber es gibt noch ein Zitat von Vansittart, welches belegt, was mit die wahren Gründe Großbritanniens waren, in den Krieg einzutreten, Zitat Vansittart:

„Was wir wollen, ist eine restlose Vernichtung der deutschen Wirtschaft.“

Damit ist doch vollkommen klar, warum England hauptsächlich in den Krieg eingetreten ist, denen ging es nämlich weiß Gott nicht nur um Menschenrechte oder Hitler, sondern um die Gefahr, Deutschland könne zu einer wirtschaftlich-mächtigen Weltmacht werden. Und genau das wollten die Engländer natürlich verhindern.

Denn die Welt sollte keinerlei deutsch-imperialistischen Einflüsse bekommen, sondern nur englische und amerikanische.

Die Kontrolle über die deutsche Wirtschaft bekamen sie ja durch die Besatzung auch.

Schade also, dass über die Geschichte bzw. über die Kriegsschuldfrage immer nur so einseitig berichtet wird. Denn auch in eher linken Kreisen sollte man endlich anerkennen, dass Deutschland nicht in allen Dingen alleine schuldig ist.

Quellehttp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41761367.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/28/zitat-der-woche-teil-13-winston-churchill/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/02/plane-des-grauens-gasangriffe-auf-deutschland/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/29/die-elite-plante-schon-1871-drei-weltkriege/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/12/21/wurden-wir-belogen-benjamin-freedman-und-die-wahrheit-uber-die-weltkriege/

Und die anderen Zitate aus der Rubrik: https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/


Vor ein paar Tagen gab die Untersuchungskommission der Uni Bayreuth bekannt, dass Guttenberg in Täuschungsabsicht gezielt abgeschrieben haben soll, dies ergab zumindest die genaue Untersuchung seiner Doktorarbeit. Denn anders ließen sich die kopierten Passagen wohl nicht erklären, vor allem wenn man das Ausmaß und die Art der Plagiate bedenkt.

Die Gutachter können sich dabei auf einschlägige Urteile von Verwaltungsgerichten stützen, die schon in weniger schweren Fällen von vorsätzlichem Handeln ausgingen.

Doch zur Zeit kämpft die Uni Bayreuth noch mit Guttenbergs Anwälten, da diese verhindern wollen, dass man das Untersuchungsergebnis veröffentlicht. Doch die Universität will hart bleiben und es trotzdem veröffentlichen, notfalls auch gegen seinen Willen.

Der Universitätssprecher Frank Schmälzle erklärt das so, Zitat:

„Wir wollen eine klare Aussage zum wissenschaftlichen Fehlverhalten zu Guttenbergs treffen und das Thema öffentlich aufarbeiten.“

Wie das jetzt alles ausgehen wird, ist noch unklar. Bundeskanzlerin Merkel jedenfalls setzt ihren Ex-Verteidungsminister nun auch noch unter Druck und verlangt von ihm eine baldige Aufklärung.

Doch wie weit das ganze Ausmaß von Guttenbergs Plagiatsaffäre eigentlich reicht, zeigt nun der nächste kleine „Skandal“.

Denn das noch relativ unbekannte „VroniPlag Wiki“ hat jetzt schon einen weiteren Plagiator entdeckt, die Rede ist von der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin.

Silvana Koch-Mehrin – ja das ist die Europaabgeordnete, die gerne mal die Arbeit schwänzt (spätrömische Dekadenz?), ihre parlamentarischen Kollegen als Freier beschimpft, und selbst als finanzpolitisch inkompetent gilt, soll bei ihrer Dissertation „Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik“ mehrere Stellen ohne Quellenangabe wörtlich aus Büchern übernommen haben.

Auf der Internetplattform „VroniPlag Wiki“ wurden die Fundstellen, bislang 15 Textpassagen, aufgelistet. Der Name der Seite „VroniPlag Wiki“ bezieht sich auf die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, die Juristin Veronica Saß. Auch sie soll ihre Doktorarbeit in weiten Teilen aus nicht genannten Quellen abgeschrieben haben.

 Die Dissertation von Koch-Mehrin, 227 Seiten stark, wurde, im Gegensatz zu zu Guttenbergs Doktorarbeit, „nur“ mit „cum laude“bewertet.

Die aufgelisteten Textstellen sind sehr kurze, die nur aus einem Satz bestehen. Stärker ins Gewicht fallen allerdings längere Textpassagen, die ebenfalls auf der Seite ausführlich dokumentiert werden.

Koch-Mehrin hat zusätzlich an einigen Stellen Texte aus anderen Quellen umformuliert und nicht als Fremdtext gekennzeichnet. Da wird aus einem „Im Bewusstsein“ mal ein „angesichts“, aus „kann“ wird „konnte“, oder einzelne Wörter fehlen.

Die Universität Heidelberg, an der Koch-Mehrin in Wirtschaftsgeschichte promoviert hat, will jetzt die Plagiatsvorwürfe genaustens überprüfen. Sollte es sich tatsächlich um ein Plagiat handeln, so wäre dies ein weiterer, schwerer Schlag für die FDP.

Und trotzdem, im Gegensatz zu zu Guttenbergs Fall ist man hier bei weitem nicht so überrascht. Vielleicht liegt das einfach daran, weil man so eine Schummelei von einer Frau Koch-Mehrin eher erwarten würde, schließlich ist sie in der Vergangenheit schon mehrfach unangenehm aufgefallen, und hat dadurch ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Bei Guttenberg hingegen war man überrascht, weil er sich selber immer als den ehrlichen Saubermann ausgab – „Verantwortung verpflichtet“, und gerade deswegen ist er in eine große Glaubwürdigkeitskrise gefallen, aus der er wohl so schnell nicht mehr herauskommen wird, vor allem nicht, weil die Universität den Versuch des Plagiats ja nun offiziell bestätigt hat.

Für Frau Koch-Mehrin könnte diese Plagiatsaffäre nun der endgültige Todesstoß für ihre Karriere sein, und man kann es, bei so einer unzuverlässigen und unglaubwürdigen Frau, auch nur hoffen.

Quellen: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Skm

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,756282,00.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvana_Koch-Mehrin

http://www.sueddeutsche.de/karriere/plagiatsaffaere-um-doktorarbeit-gutachten-guttenberg-hat-absichtlich-abgeschrieben-1.1083118

http://www.tagesspiegel.de/politik/uni-bayreuth-will-bericht-ueber-guttenbergs-doktorarbeit-publizieren/4041744.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13140325/Merkel-erwartet-volle-Aufklaerung-von-Guttenberg.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/26/neues-plagipedi-wiki-jetzt-durfen-all-die-anderen-doktoren-zittern/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/03/guttenberg-der-ehrliche-der-faire-und-gutte-schon-bei-der-bundespressekonferenz-zeigte-er-sein-wahres-gesicht/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/02/kai-dieckmann-nutzt-die-propagandamaschine-bild-fur-einen-heuchlerischen-nachruf-auf-seinen-besten-freund/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

Bei der Bundespressekonferenz vom 18.02.2011 guckten die Journalisten in die Röhre: Denn Guttenberg selber war nicht anwesend. Warum nicht?

Nun, der edle, ehrliche, und der sich immer allen Problemen stellende (Achtung – Ironie!) wollte zu den Plagiatsvorwürfen nur ausgewählten Journalisten Rede und Antwort stehen!

Und wer diese „ausgewählten Journalisten“ waren, dürften wohl jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Denn diese „ausgewählten Journalisten“ waren laut dem „Handelsblatt“ gar keine Journalisten,  sondern nur(!) Kameraleute und Mikrofonhalter!

Die beruflichen „Fragesteller“ hingegen standen zur selben Zeit 400 Meter Luftlinie entfernt in der Bundespressekonferenz, und waren außer sich vor Wut, wie man in dem Video auch deutlich sehen kann.

Schon alleine diese Handlung, dass er zu feige war vor echten Journalisten zu sprechen, weil diese ihm ja ein paar unangenehme Fragen hätten stellen können, offenbarten Guttenbergs wahres Gesicht.

Und sein wahres Gesicht ist das eines feigen, unehrlichen und arroganten Strahlemanns, der die Menschen anscheinend perfekt blenden kann.

Doch, wie wir ja mittlerweile eigentlich alle wissen sollten – der Schein trügt.

Und wie…

 Quellen: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/der-volkstribun/3879462.html?p3879462=all

http://www.youtube.com/watch?v=6Zqn_8wsKjM

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/24/jurgen-trittin-vergleicht-zu-guttenberg-mit-felix-krull-von-thomas-mann-sehr-sehenswert/

Jetzt ist er zurückgetreten, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der Politstar, der Kriegsminister, der Blender, der angeblich „beliebteste Politiker Deutschlands“, so wie er gerne von seinen Lieblingsmedien hofiert wird, und ganz Deutschland diskutiert darüber.

Es kam schon ein wenig überraschend, dass er jetzt noch zurückgetreten ist, hätte man diesen Schritt doch schon viel früher erwartet.

Ein Sieg der Medien, der Opposition, oder aber doch des Internets? Biendara twitterte „wir haben gewonnen Leute, der Blender ist zurückgetreten!“

Ja, es ist schon ein kleiner Sieg des Internets, das Medium, welches selbst die Springerpresse nicht bezwingen konnte.

Und doch hält die Springerpresse, in diesem Fall natürlich in allererster Linie die Bildzeitung, dem Ex-Verteidigungsminister weiterhin die Stange.

Es geht sogar soweit, dass Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung und ein guter Freund zu Guttenbergs, sich hinsichtlich des Rücktritts zu einem Nachruf genötigt fühlte. Und dieser Nachruf hat es in sich.

Dieckmann spielt mit allen Karten, von Neidern bis zu dem „vom Volk geliebten Minister“ ist natürlich alles drin. Doch vieles aus seinem Munde wirkt unglaubwürdig und auch ein wenig heuchlerisch.  Aber zur eigenen Urteilsbildung hier erstmal der Nachruf:

Graues Mittelmaß

Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich und dem Land Schaden zugefügt.

– Anmerkung: Wie wahr.

Und trotzdem hat Horst Seehofer recht behalten: „Ein Minister stürzt nur, wenn die eigene Partei es will.“

– Anmerkung: Jaja, immer sind die anderen schuld, aber das kennt man bei Guttenberg ja zu Genüge.

Nein, nicht die Kanzlerin hat Guttenberg verlassen, ganz im Gegenteil.

– Anmerkung: Stimmt, die Kanzlerin hat immer zu ihm gehalten, obwohl einer ihrer Minister seine Authenzität und Glaubwürdigkeit verspielt hatte.

Schon komisch, dass eine Frau mit wissenschaftlichem Grad und Doktortitel sich nicht von ihrem Minister eben wegen ihres eigenen wissenschaftlichen Grades beleidigt fühlte, aber da sieht man mal wieder, dass die Kanzlerin mit Betrug und Betrügern in den eigenen Reihen anscheinend keine Probleme hat – was für ein Armutszeugnis für die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

Es waren die Kleinmütigen, das parteipolitische Mittelmaß, die Neider.

– Anmerkung: Soso, die Neider also, das ist ja mal wieder eine gute Argumentation. Ich glaube kaum, dass beispielsweise eine Bildungsministerin wie Annette Schavan, die Guttenberg zu recht kritisierte und sich sogar für ihn schämte, kleinmütig ist und voller Neider.

Der Vorwurfs des „Neids“ gehört übrigens zur argumentativen Grundausstattung der Guttenberg-Fans und ist ein typisches Totschlagargument.

Außerdem klingt die Aussage „das parteipolitische Mittelmaß“ sehr überheblich, als wäre der Baron etwas Besseres nur wegen seinem Adelstitel, aber eben diese Überheblichkeit scheint ja sowohl bei Dieckmann als auch bei Guttenberg eine der vielen Charaktereigenschaften sein, die sie gemeinsam haben.

Es ging schon mal anders.

– Anmerkung: Wieso? Bis auf zwei, drei Abweichler standen bei der CDU/CSU doch weiterhin alle hinter ihm, sie waren sogar so solidarisch-blind, dass die ganze Partei bzw. plus FDP sogar die gesamte Koaliton an Glaubwürdigkeit verloren hatte.

Geschlossen hatten sich die Grünen seinerzeit um Joschka Fischer geschart, als er als Polizisten-Prügler enttarnt wurde – aber selbstredend Außenminister blieb. Auch die SPD stützte den einst mit der Stasi kungelnden Manfred Stolpe im Amt des Ministerpräsidenten. Und Roland Koch durfte als „brutalst-möglicher Aufklärer“ in eigener Sache jahrelang erfolgreich Hessen regieren.

-Anmerkung: Das ist wahr. Die Debatte um Fischer gab es auch zu Recht, da man nicht sicher war, ob ein Polizisten-Prügler und Steinewerfer als deutscher Außenminister überhaupt tragbar wäre.

Aber es war eine Jugendsünde, Vergangenheit und vor allem: Eine menschliche Verfehlung, und kein Betrug. Außerdem hat sich Fischer nie als Mr.Perfect ausgegeben, er hatte sich nie so ein aalglattes Image aufgebaut wie ein Herr zu Guttenberg, das ist der Unterschied. Guttenberg aber hat betrogen und mußte dafür nun die Konsequenzen ziehen.

Und Joschka Fischer jedenfalls hat sofort auf die Anschuldigungen reagiert, hat sie eingestanden und sich entschuldigt. Guttenberg aber hat lange herumgeeiert und bis zum Schluß nicht vollends zugegeben, dass er sich des Plagiats schuldig gemacht hat.

Was aber wahr ist dass die grüne Partei immer hinter Fischer gestanden hat, wahrscheinlich aber auch deswegen, weil er sofort ehrlich war und seine Fehler eingestanden hat.

Kein Kollegengespräch, keine Kantinenpause, die in den letzten Tagen nicht von der Auseinandersetzung um Guttenberg beherrscht wurden.

Das Volk war mehrheitlich bereit, Guttenberg zu verzeihen.

– Anmerkung: Wirklich, war das so? War das Volk wirklich bereit, Guttenberg zu verzeihen? Nun, das Internet sagt aber etwas völlig anderes. In den meisten Umfragen, bis auf die der Bild natürlich (woran das wohl liegt?…) war das Volk aber für einen Rücktritt zu Guttenbergs, und guckt man sich mal in den ganzen Internetforen um, liest die Meldungen bei Twitter oder Artikel von WordPress-Blogs, so kommt man definitiv zu demselben Ergebnis.

Das Internet jedenfalls besteht mehr aus Guttenberg-Kritikern als aus Fürsprechern.

 

Weil er begeisterte, weil er vielen den Glauben an die Politik zurückgegeben hatte.

– Anmerkung: Ja, hat er das wirklich? Also wirklich begeistern konnte er mit seiner politischen Arbeit eher die wenigsten. Vielmehr wurde uns doch Tag für Tag durch die Bildzeitung und anderen Medien eingebleut, dass er uns begeistert und zu begeistern hat.

Er wurde zum Boulevard-Star aufgebauscht, der Baron, mit seinem Schloss, und der hübschen Frau…

Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein gradliniger, aalglatter Politiker, der sich immer als Mr. Perfect ausgab – „Verantwortung verpflichtet“, und dieses Kartenhaus vom unfehlerhaften Prinzen ist jetzt nun in sich zusammengefallen.

Der „Hype“ um ihn ist nur durch die Medien entstanden, aber das charismatische Format eines Willy Brandts hatte er noch nie.

Das graue Mittelmaß an den Hebeln der Macht sah das anders, fühlte sich vom Erfolg des Ausnahme-Politikers bedroht.

– Anmerkung: Manchmal kann so ein „graues Mittelmaß“ sympathischer sein als ein aalglatter, spießiger und scheinbar perfekter Blender…

Abgesehen davon halte ich die Theorie, dass aus den eigenen Reihen ihn jemand gestürzt hat, für falsch.

Und die Opposition hat nur ihre Arbeit gemacht, die CDU/CSU und FDP hätten bei einem so gravierenden Fehlverhalten der SPD, Grünen oder Linken sicherlich genauso reagiert und „Stimmung gemacht.“

Guttenberg, der natürlich einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat, wurde nicht verziehen.

– Anmerkung: Ihm wäre verziehen worden, hätte er von Anfang an anders reagiert. Ehrlichkeit und Einsicht von Anfang an wären beim Volk sicherlich besser angekommen.

Wer glaubt, sein Rücktritt bleibe nun vor allem als Akt der politischen Selbstreinigung im Gedächtnis, der irrt. Der Sturz des Verteidigungsministers markiert eine Zäsur: die beängstigende Entfremdung zwischen Regierten und Regierenden, zwischen der Bevölkerung und der Politik.

– Anmerkung: Das stimmt. Aber man kann die Schuld nicht nur beim Volk suchen. Das Vertrauen des Volkes in die Politiker ist schon seit längerem schwer erschüttert. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich die Bürger von den Politikern nicht so recht vertreten fühlen. Die Politiker interessiert es nicht mehr, was das Volk will – nein, die Politik regiert am Volk vorbei.

Und genau deswegen misstraut man den Politikern, man zieht sich zurück ins Internet, um sich dort gegenseitig auszutauschen. Und wenn dann solche Dinge rauskommen wie eben das Plagiat von Guttenberg, dann fühlt sich das Volk bestätigt und versucht, die Wahrheit herauszubekommen.

Das Internet hat viel Macht, das GuttenPlag-Wiki ist ein Beweis dafür.

Der Rücktritt zu Guttenberg war auf jeden Fall genau das Richtige. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, und in ein paar Jahren, kann er vielleicht wieder zurück auf die politische Bühne. Denn dann hat Deutschland gesehen, dass es ihm wirklich leid tat und dass ihm das Volk auch wichtig ist. Und dann hat das deutsche Volk ihm auch verziehen, er hat an Glaubwürdigkeit zurück gewonnen und die Sache ist vom Tisch.

Wenn eine repräsentative Demokratie sich aber so weit von den Menschen entfernt, entfernen sich irgendwann die Menschen von der Demokratie.

– Anmerkung: Tia, das liegt aber auch daran, dass sich die Politik immer mehr von den Menschen entfernt. Wie schon gesagt, viele haben das Gefühl, dass die Politiker am Volk vorbei regieren.

Die Volksvertreter müssen wieder Volksvertreter werden, und nicht die Handlanger und Interessenvertreter anderer Staaten und Institutionen.

Verloren haben alle. Karl-Theodor zu Guttenberg erst mal seinen guten Ruf und sein Amt. Und Deutschland eines seiner größten politischen Talente.

– Anmerkung: Das ist Ansichtssache. Politisches Talent hin oder her, was bringt es wenn dieser Politiker ein Glaubwürdigkeitsproblem hat? Und wie soll sich Deutschland mit einem Politiker identifizieren, der aufgrund seines Adelstitels alles Mögliche geschenkt bekommt, also auch einen Doktortitel?

Die Lobhudelei eines Kai Diekmanns in allen Ehren, aber es schickt sich nicht, als Chef der Bildzeitung für ganz Deutschland zu sprechen, das ist sowieso ein großes Problem der Bild und auch einiger anderer Springergazetten, nämlich dass sie Deutschland sozusagen in den Mund legt, was es zu fühlen oder zu glauben soll, auch der Spiegel kritisiert in seiner aktuellen Ausgabe dieses seltsame Vorgehen.

Man merkt, dass hier kein unabhängiger, freier Journalist spricht, sondern ein Medien-Profi, der schon seit Jahren weiß, wie man das Volk am Geschicktesten manipuliert.

Denn um nichts anderes als das geht es bei der Bildzeitung tagtäglich, nämlich um das Volk zu erziehen und manipulieren wie es Politik und Medien gerade so passt.

Und genau deswegen hat das Volk auch das Vertrauen zu Medien und Regierung verloren. Umso heuchlerischer ist es eben diese Tatsache aus dem Munde von jemandem wie Kai Diekmann zu hören.

Jemand, der nicht davor zurückschreckt, extreme Propaganda zu betreiben.

Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/03/02/kommentar-von-kai-diekmann.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/01/guttenberg-und-die-springerpresse-eine-liebe-auf-kosten-der-unabhangigkeit/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Zu Guttenberg bekommt einfach keine Ruhe: Erst heute kam raus, dass der geschundene Verteidigungsminister eine Sondergenehmigung brauchte, um überhaupt für den Doktortitel promovieren zu können, und auch sein Doktorvater, Jura-Professor Peter Häberle geht nun auf Distanz zu seinem einstigen Summa-Cum-Laude Absolventen, Zitat Häberle:

„Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war.“

Sein Nachfolger an der Universität Bayreuth, der Jura-Professor Oliver Lepsius, geht sogar noch einen Schritt weiter und wird deutlicher, Zitat:

„Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Niemand hätte sich vorstellen können, mit welcher Dreistigkeit hier ein Plagiat eingereicht wird. Es ist ein Ausmaß an Dreistigkeit, das wir bisher nicht gesehen haben.“

 

Doch in der ganzen Kritik gibt es immerhin – neben seiner Partei selbstverständlich – noch ein Medium, welches bedingungslos zu ihm hält, und das ist die Bild-Zeitung. Das heißt, nicht nur die Bildzeitung an sich, auch die anderen Springerblätter versuchen das angekratzte Image des Verteidungsministers wieder gerade zu rücken.

Woran liegt das? Nun, sowohl der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe als auch andere Medien und Blogger machen sich heute zum Kreuzzug auf gegen die Bildzeitung und den Springerverlag an sich.

Dabei kommen dann wirklich unglaubliche Dinge zum Vorschein, die wir Ihnen nicht vorhalten wollen.

Die Verbindungen von Karl-Theodor zu Guttenberg zum Axel Springer-Verlag

 – Die zur „heimlichen First Lady“ stilisierte Stephanie zu Guttenberg ist Botschafterin der Bild-Aktion „Ein Herz für Kinder“

– Joachim Peter, Guttenbergs Berater in Fragen des strategischen Umgangs mit der Öffentlichkeit, war zuvor bei Springers Welt Parlamentskorrespondent

– Guttenberg absolvierte ein Praktikum bei „der Welt“

 – Guttenberg hält bis jetzt die „bürgerlichen“ Werte hoch, die Springer heilig sind – Zufall oder nicht?

– Einer seiner Verwandten, Karl Ludwig von Guttenberg, ist stellvertretender Chef vom Dienst der Bild-Bundesausgabe!

 – Seine Biografin Anna von Bayern ist nicht nur eine Freundin des Ehepaars Guttenberg, sondern auch noch BamS-Redakteurin“

– Guttenberg stellt am Freitag das neue Buch des Bild-Parlamentschefs Nikolaus Blome vor

– Springer-Chef Mathias Döpfner ist nicht nur Fan der Wagner-Festspiele in Guttenbergs Stadt Bayreuth, sondern auch noch Fan vom Baron selber

– Bild-Chef Kai Dieckmann ist sehr gut mit dem Ehepaar Guttenberg befreundet

Festzuhalten wäre auch noch, dass der gute Herr Guttenberg ganze zweimal in der Bildzeitung als „Verlierer des Tages“ gewählt wurde. Aber nicht als Verlierer von wegen „du bist doof weil du das getan hast“, sondern weil er einmal daran scheiterte, die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier als CSU-Spitzenkandidatin für die Europawahl durchzusetzen, und das andere mal weil er Peter Ramsauer als CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl den Vortritt lassen musste. Der neue CSU-Generalsekretär zu Guttenberg habe „offenbar keinen guten Lauf“, konstatierte Bild damals.

Warum die Bildzeitung, oder generell eigentlich alle Springerblätter „Pro-Guttenberg“ eingestellt sind und somit kaum ein schlechtes Wort über den Freiherrn verlieren, dürfte nach diesen aufgezählten Punkten doch wohl klar sein. Denn die Beziehungen Guttenbergs zu den Springermedien sind verblüffend, selbst ein enger Verwandter sitzt in der Bild-Chefredaktion.

Deswegen kann man auch davon ausgehen, dass das Ergebnis der Bild-Umfrage bezüglich eines Rücktritts Guttenbergs gefälscht worden ist, vielleicht hat sich Karl Ludwig von Guttenberg dieser Aufgabe sogar selbst angenommen.

Fakt ist, der Axel Springer-Verlag ist so oder so keinesfalls unabhängig wie vielleicht andere Medien, da sich die Journalisten des Springerkonzerns an bestimmte Grundsätze zu halten haben, dazu haben sie sich sogar vertraglich verpflichten müssen.

Der Spiegel bezeichnet die Bildzeitung in seiner aktuellen Ausgabe sogar als „Leibgarde von Karl-Theodor zu Guttenbergs“, welche den -Zitat „für die CDU innerparteilich die Funktion eines rechtspopulistischen Flügels übernommen haben“!

Und Bild hält sogar weiterhin an der fixen Idee „Guttenberg for Kanzler“ fest, mit der Überschrift „Jetzt erst recht“ titelte sie:

„Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. … Erst dann trauen ihm die Leute das für eine Kanzlerschaft absolut nötige Durchhaltevermögen zu.“

Es ist somit durchaus bestätigt, das die Bildzeitung auch in Sachen zu Guttenberg alles andere als unabhängig ist.

Wie denn auch, wenn man den Onkel Guttenbergs als Bild-Chef der Bundesausgabe beschäftigt, das ist Vetternwirtschaft at it’s best.

Quellen: http://berlin2011.wordpress.com/2011/02/27/beschaftigt-die-bild-zeitung-einen-verwandten-zu-guttenbergs/

http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,748231,00.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/333300/333301.php

Siehe auch: http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

 https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Hier erstmal der Link: http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/PlagiPedi_Wiki

Die Liste der bekannten Doktoren, die PlagiPedia zusammengetragen hat, ist beachtlich:

Nachnamen H-M

Nachnamen N-SEdit Nachnamen N-S section

Nachnamen T-ZEdit Nachnamen T-Z section

Natürlich muß das erstmal überprüft werden, aber schon bei Kristina Schröder gab es Ungereimtheiten, es lohnt sich also auf jeden Fall, das Ganze weiterhin zu beobachten.

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/22/karl-theodor-zu-guttenberg-verzichtet-auf-seinen-doktortitel-und-gibt-fehler-zu-alles-ein-versehen-naturlich/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/24/jurgen-trittin-vergleicht-zu-guttenberg-mit-felix-krull-von-thomas-mann-sehr-sehenswert/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/23/tv-tipp-guttenberg-stellt-sich-den-fragen-im-bundestag/

In der aktuellen Stunde nahm Jürgen Trittin zu Guttenberg gehörig in die Mangel. In dieser besonders temperamentvollen und hitzigen Rede rief er der Bundeskanzlerin zu:

„Die Bundeswehr darf nicht mehr von einem Felix Krull kommandiert werden, entlassen Sie Verteidigungsminister zu Guttenberg!“

 Dabei bezog sich Trittin auf die Hauptfigur des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“.

Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt seit Beginn der Schummel-Affäre. In Kelkheim betrat er – unter deutlichem Jubel von CDU-Anhängern – die Bühne und äußerte sich erstmals, nach seiner, nur für bestimmte Journalisten ausgesuchten ersten Stellungnahme, wieder zu den Plagiatsvorwürfen.

Seine Rede aber begann er mit einem Scherz, um die brisante Situation mit einem Witz zu überspielen: 

„Hier steht das Original, kein Plagiat“

Ob dieser Scherz seine Wirkung erzielte, darf allerdings bezweifelt werden. Vor allem weil er ja sowieso noch auf seine kontroverse Doktorarbeit zu sprechen kam.

So äußert sich der Freiherr in scheinbarer Selbstsicherheit weiter:

[…]Und nach dieser Beschäftigung meine Damen und Herren habe ich auch festgestellt, wie richtig es war, dass ich am Freitag gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht führen werde.

Ich sage das ganz bewusst, weil ich am Wochenende auch, nachdem ich mir diese Arbeit intensiv noch einmal angesschaut habe, feststellen mußte, dass ich gravierende Fehler gemacht habe.

Gravierende Fehler, die den wissenschaftlichen Codex, den man so ansetzt, nicht erfüllen.

Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht, ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form getäuscht, und mußte mich natürlich auch selbst Fragen meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen, wie konnte das passieren?

Und so ist es das man nach einem Blick dann zurückwirft und feststellt man hat sechs, sieben Jahre an einer solchen Arbeit geschrieben, und hat in diesen sechs, sieben Jahren möglicherweise an der ein oder anderen Stelle, an der ein oder anderen Stelle auch zuviel, auch teilweise den Überblick über die Quellen verloren.

[…]In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe.“

Desweiteren versicherte zu Guttenberg auch noch einmal, dass er die Arbeit selbst verfasst habe, und dass er somit  – Zitat „auch zu dem Blödsinn darin steht.“

 

Auch auf die Rücktrittsforderungen reagierte er und lehnte dies kategorisch ab:

„[…]Ich werde mein Amt mit aller Kraft ausüben“

Doch wirklich ändern tut sich durch diese Aussagen auch nichts, die Vorwürfe, sowieso sein beschädigter Ruf bleiben weiterhin bestehen.

Denn auf 70(!!!) Prozent aller Seiten der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg finden sich Plagiate. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat.

Nun hat das GuttenPlag-Wiki seinen Fund erhöht, auf ganzen 270 von 393 Textseiten wurden unausgewiesene Quellen benutzt. Die längste Lesestrecke, auf der sich bislang kein Plagiat fand, sind die Seiten 39 bis 44, wohingegen beispielsweise zwischen Seite 303 und 359 überhaupt nur drei Seiten ohne Plagiat sind.

Das Vorgehen ist beispiellos in seiner Dreistigkeit. Sie setzt mit einem Plagiat aus einem Zeitungsessay ein, verwendet schon in der zweiten Fußnote Formulierungen aus der „Fischer Länderkunde Nordamerika“, schreibt aus Informationsbroschüren für politische Bildung ab und aus Lesebüchern der Politischen Philosophie, übersetzt amerikanische Aufsätze ohne Quellenangabe, grast durch „graue Literatur“ – also Manuskripte vor ihrer Drucklegung – und Vorträge im Internet und bedient sich aus Hausarbeiten von Studenten.

Selbst in Abschnitten mit reiner Sachinformation fand der Autor dafür keine eigenen Worte, sondern lieh sich die Formulierungen aus Seminarreferaten unter hausarbeiten.de aus, um sie als die seinen auszugeben.

So etwas ist kein Fehler, sondern glatter Betrug!

Quellen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746886,00.html#ref=rss

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

Es wird immer enger für den Baron von und zu, nachdem jetzt auch rauskam dass er beim Bundestagsdienst geklaut hat, soll er jetzt sogar einen Ghostwriter gehabt haben! Wenn sich das im Nachhinein so herrausstellen sollte, ist sein eigentlich tadelloser Ruf, der jetzt schon einige dicke Kratzer abbekommen hat, wohl endgültig verloren.

Denn in seiner Stellungnahme auf seiner Webseite schwört er auch weiterhin felsenfest darauf,  die Doktorarbeit schön fleißig und allein geschrieben zu haben, Zitat zu Guttenberg:

Stellungnahme von Karl Theodor zu Guttenberg

 

Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.

Anmerkung: Hmm, es hatte schon etwas gedauert, bis der Herr Baron Stellung bezog, erst auf Druck der Medien, die sein Stillschweigen kritisierten, meldete er sich zu Wort – wenn auch nur erst durch seinen Pressesprecher…

 Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.

 Anmerkung: Wenn man zwei, dreimal vergisst, Anführungszeichen zu setzen und Quellen anzugeben, ist das ja auch alles kein Drama, wenn man dieses aber auf 247(!!!) Seiten von 407 macht (Quelle siehe Spiegel Online Artikel und Gutten-Plag-Wiki), dann ist der Verdacht und Vorwurf des Plagiats durchaus berechtigt.

Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.

Anmerkung: Wie schon gesagt, es geht hier nicht um ein paar Fehler, sondern über 247 Seiten, in denen bewusst abgeschrieben wurde. Und das Sie, Herr Guttenberg, neben Ihrem Bundestagsmandat eine so komplizierte Doktorarbeit geschrieben haben sollen, ist sowieso äußerst fragwürdig. Dies schafft man nur mit einem Ghostwriter (dessen Ansicht wohl auch die SPD ist), oder aber mit einer guten Abshreibtechnik und der Copy & Paste-Funktion.

Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht.

Anmerkung:…Was bei einem Fund von 247 Seiten aber definitiv angezweifelt werden darf…

Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.

 Anmerkung: Ich glaube verletzt sind wirklich nur die, die ihren Doktortitel, mit viel harter Arbeit und ohne vermehrtes Abschreiben selbstständig bewältigt haben.

Alle anderen sind vielmehr enttäuscht und wütend darüber, dass die saubere und aalglatte Wundertüte „von und zu Guttenberg“ wohl doch nicht wirklich hält, was sie verspricht.

Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth. Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.

Anmerkung: Das ist nur vernünftig…

 Jede weitere Kommunikation über dieses Thema werde ich auschließlich mit der Universität Bayreuth führen.

 Anmerkung: Da kann man nur hoffen, dass die Universität Bayreuth stets ehrlich und wissenschaftlich bleibt und sich nicht vom schönen Schein des Verteidigungsministers blenden lässt. Schließlich war sie doch im Vorfeld so stolz auf ihren berühmtesten Musterschüler, und hat sich auch nur allzu gerne mit ihm geschmückt.

Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt.

Anmerkung: Ja, traurig ist das, schon wieder sind deutsche Soldaten in Afghanistan umgekommen. Vielleicht begreift der werte Freiherr jetzt endlich mal den Ernst der Lage, anstatt sich als Kriegsminister in Wüstenuniform und blonder First Lady in der Kerner-Show mit dem armen und unschuldigen Soldaten zu schmücken und diese so zu instrumentalisieren.

Ein sofortiger Abzug aus Afghanistan ist die einzige Lösung, und nicht deutsche Soldaten für einen Krieg unter falscher(!) Flagge zu opfern und in einer Fernsehshow den Kriegsgrund zu erklären – für einen Krieg gibt es keine plausiblen, menschlichen Gründe!

Nur Gründe wie Macht, Geld, Öl und Schürfrechte…

Nochmal: Es geht hier nicht um ein paar Seiten, in denen er vergessen hat, Anführungszeichen zu setzen oder eine Quelle zu benennen, sondern es sind über 200(!) Seiten, die belegen, dass er abgeschrieben bzw. kopiert hat, das beweist das Guten-Plag-Wiki allemal.

Und man sollte auch immer den Vergleich zu anderen, sagen wir mal „normalen“ Anwärtern auf einen Doktortitel ziehen, denn „normale“ Studenten ohne Adelstitel, Geld und einen berühmten Namen würden mit so etwas mit Sicherheit nicht durchkommen. Ein Herr Baron von und zu aber darf das? Das wäre nicht gerecht! Und wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass die Uni Bayreuth ihn damit durchkommen lässt, dann wäre die ungerechte, unfaire Klassengesellschaft endgültig bewiesen.

Und sein Saubermann-Image hat er selbst kreiert, genauso wie seine Wahl in der Öffentlichkeit zu stehen.

Man darf also gespannt sein, wie die Universität Bayreuth schlußendlich entscheiden wird.

Quellen: http://www.zuguttenberg.de/volltext.php?id=79

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,746582,00.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E77608DD99F7647CFA92EFBDEB07ECC76

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E299489B8BD034BBAAE5CB78BC9E51DA1

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_und_Verfassungsvertrag

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/