Archiv für die Kategorie ‘Herbert Kremp’

Springer’s Welt legt mal wieder los. Diesmal mit einem Artikel, der vor Lobhudelei und US-Propaganda nur so strotzt.

In dem Artikel versucht Welt Online zu begründen, warum wir die Weltmacht USA angeblich so brauchen und warum kein anderes Land die führende Position der Weltregierung Supermacht übernehmen kann.

Aber erstmal zum eigentlichen Autor dieser Propagandaschrift, denn der ist kein geringerer als Herbert Kremp. Herbert Kremp war selber mal Chefredakteur der Welt, und pflegte außerdem noch eine enge Freundschaft zu Axel Springer. Desweiteren hat Kremp schon zu Bill Clinton’s Zeiten die Werbetrommel für eine Neue Weltordnung gerollt, der dazugehörige Schriftsatz ist auf Wikipedia abrufbar aber wird hier auch noch als Quelle verzeichnet.

Schon alleine die leitende Überschrift verrät Kremp’s politische Einstellung:

„Verfiele der Einfluss der USA, würden Schurkenstaaten an Einfluss gewinnen. Auch aus Eigennutz braucht die westliche Welt die ordnende Supermacht.“

Die ordnende Supermacht? Nun, wie definieren Sie denn ‚ordnend‘, etwa dass imperialistische Kriege geführt werden? Oder dass man Völkerrechtsverbrechen begeht?

Weiter im Text geht es um die Finanzkrise von 2008, und wie man eine erneute Krise eventuell verhindern und minimieren kann. Kremp ist sich sicher, es braucht eine Weltregierung, welche die Kapitalmärkte zwangsregulieren und Geldspekulationen verbieten soll:

 Solange nicht eine Weltregierung die Kapitalmärkte zwangsreguliert und Geldspekulation verbietet, drohen Crashs.“

Im Klartext heißt das, dass die USA als Weltregierung funktionieren und somit alle restlichen Staaten und Länder kontrollieren soll.

Der Autor ist außerdem der Meinung, dass keine anderen Staaten die Supermacht USA ersetzen könne:

„Wenn infolge der Schwächung des angloamerikanischen Welteinflusses Geschichte revidiert würde (etwa so heftig wie durch den Antikolonialismus im 20. Jahrhundert), bedeutete das noch lange nicht, dass die Newcomer China, Indien, Europa einen hegemonialen Zusammenhang bilden könnten wie bisher der politische Westen.“

Auch Iran, Irak und Afghanistan müssen für die Begründung, nur die USA könne die Welt leiten, herhalten:

 „Verfiele der Einfluss der ordnenden Macht USA – was würde aus den Vereinten Nationen, welcher atlantische Staat wäre noch für militärische Auslandseinsätze zu gewinnen?“

Die USA sind ganz bestimmt keine „ordnende Macht“, im Gegenteil, meistens sind sie die Urheber von unnützen Kriegen. Der Krieg im Irak war nämlich genauso unnötig wie der in Afghanistan. Amerika suchte nur Gründe, um die Länder anzugreifen. Das der Irak Massenvernichtungswaffen hatte, war nämlich auch eine ganz klare Lüge, ein Vorwand, um das Land anzugfreifen, genauso wie der 11.September nur ein inszenierter „Inside Job“ war. Und warum? Natürlich ging um Geld, Öl, Macht und Schürfrechte, man wollte auch die islamischen Länder kontrollieren, und dieses Ziel konnten sie ja schon erreichen, wenn auch mit Widerstand, der immer noch anhält.

Aber es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wie die Presse den amerikanischen Kurs mitträgt, ihn sogar noch lobt und propagiert. Wir kennen die Grundsätze Springers, aber sollten nicht gerade die Medien kritisch sein, vor allem wenn es um so bedeutende Themen geht?

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9440094/Die-Welt-wird-durch-die-atlantische-Vormacht-besser.html

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Kremp

http://www.konservativ.de/epoche/137/epo_137x.htm („China und der Westen – Skizzen einer Neuen Weltordnung“ Von Herbert Kremp)

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/17/georg-franz-willing-uber-eine-weltregierung-durch-umerziehung/