Archiv für Februar, 2011

Hier erstmal der Link: http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/PlagiPedi_Wiki

Die Liste der bekannten Doktoren, die PlagiPedia zusammengetragen hat, ist beachtlich:

Nachnamen H-M

Nachnamen N-SEdit Nachnamen N-S section

Nachnamen T-ZEdit Nachnamen T-Z section

Natürlich muß das erstmal überprüft werden, aber schon bei Kristina Schröder gab es Ungereimtheiten, es lohnt sich also auf jeden Fall, das Ganze weiterhin zu beobachten.

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/22/karl-theodor-zu-guttenberg-verzichtet-auf-seinen-doktortitel-und-gibt-fehler-zu-alles-ein-versehen-naturlich/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/24/jurgen-trittin-vergleicht-zu-guttenberg-mit-felix-krull-von-thomas-mann-sehr-sehenswert/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/23/tv-tipp-guttenberg-stellt-sich-den-fragen-im-bundestag/

Es überrascht einen schon ein wenig, dass ausgerechnet der Sohn von Thilo Sarrazin, von dem der die Sozialpolitik der Bundesrepublik verteufelt und an andere Menschen besonders hohe Maßstäbe setzt, selber einen Sohn hat, der von Hartz 4 lebt.

Wir erinnern uns:  Im Jahre 2008 gab er Tipps, wie ALG-II-Empfänger sich mit Billig-Schrippen, Kartoffelsalat und Co für weniger als vier Euro pro Tag ernähren könnten und 2009 sagte er zum Umgang Arbeitsloser mit Energie und empfahl ihnen einen dicken Pullover – wie früher:

 „‚Hartz-IV‘-Empfänger sind erstens mehr zu Hause; zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster“.

[…]“Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können“

Welch bitterböse Ironie des Schicksals,  dass er eben diese zynischen „Ratschläge“ jetzt auch seinem eigenen Sohn geben kann.

Denn Richard Sarrazin, 30 Jahre alt, ist Hartz 4 Empfänger. Der älteste Sprössling von Ursula und Thilo Sarrazin lebt in einem Plattenbauhochhaus im Osten Berlins (Lichtenberg) und arbeitet nebenbei als Ein-Euro-Jobber als Garten- und Landschaftshelfer auf einem Friedhof.

Und so wie es aussieht, ist der junge Mann, der eine Ausbildung als als Bürokaufmann absolviert hatte, gerne arbeitslos. Im Gespräch mit der Bunten sagte er, Zitat:

„Es ist eigentlich ganz gut, arbeitslos zu sein und nicht gebraucht zu werden, weil man dann sein Lebenstempo selbst bestimmen kann.“

Das wird dem Ex-Bundesbank-Vorstand und seiner Frau sicherlich nicht gefallen. Aber wahrscheinlich genau deswegen wird Richard in der Familie ausgegrenzt und als „schwarzes Schaf“ bezeichnet:

„Meine Eltern sagen eigentlich selten etwas Gutes über mein Leben.

Ich bin für meinen Vater der Sündenbock, das schwarze Schaf der Familie.“

Auch für seine Mutter, die Lehrerin Ursula Sarrazin, hat er kaum gute Worte übrig:

 „Sie ist gern zu streng und übertreibt es mit Verboten und Aufsicht. Das ging mir tierisch auf die Nerven.

Ärger habe es meist ums Ausgehen und falsche Freunde gegeben.

Laut einer Nachbarin soll Richard Sarrazin keinen Fernseher mehr haben, weil er diesen aus dem Fenster gechmissen hat. Und auch sonst soll er unangenehm aufgefallen sein, hauptsächlich wegen Ruhestörung.

Das Foto von Richard Sarrazin zeigt einen traurigen jungen Mann, der es im Leben wohl nicht immer leicht gehabt hatte. Umso unverständlicher, und vor allem abartiger sind Sarrazins Aussagen über Hartz 4-Empfänger. Diese Hetz-Parolen scheinen jetzt nochmal in einem völlig anderen Licht. Denn viel scheint Thilo Sarrazin wohl nicht für seinen Sohn übrig zu haben. Aber noch viel schlimmer ist es, dass er sein eigenes Kind in dieser miserablen Lage lässt, und damit meine ich nicht nur das finanzielle.

Thilo Sarrazin ist jetzt Millionär, aber er lässt seinen eigenen Sohn am Hungertuch nagen, anstatt ihn zu unterstützen – Wie kalt und herzlos muß ein Vater sein, der sein eigenes Kind so hängen lässt?

Warum nimmt er ihn nicht an die Hand, und zeigt ihm den rechten Weg? Empfindet er denn keine Liebe für sein Kind?

Mir war schon immer klar, dass Thilo Sarrazin menschlich gesehen eine Null ist, ansonsten hätte er so ein Buch nicht schreiben können. Aber dass er dies wohl auch seinen eigenen Sohn spüren lässt, schockiert sogar mich.

Einfach nur noch abartig, dieser Mann.

Quellen: http://www.bunte.de/society/thilo-sarrazin-sein-sohn-lebt-von-hartz-iv_aid_23163.html

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/12/17/thilo-sarrazin-ex-bundesbanker/verraet-ich-bin-mehrfacher-millionaer.html

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/337818.html

http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/das-schwarze-schaf/

Siehe auch: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19aec07fca01.php

http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Thilo-Sarrazin-drischt-auf-Hartz-IV-Empfaenger-ein-id23087.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/sarrazin-so-sollten-arbeitslose-einkaufen/1164148.html

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/19/gregor-gysi-zu-thilo-sarrazin-brilliant-und-haargenau-auf-den-punkt-gebracht/

In der aktuellen Stunde nahm Jürgen Trittin zu Guttenberg gehörig in die Mangel. In dieser besonders temperamentvollen und hitzigen Rede rief er der Bundeskanzlerin zu:

„Die Bundeswehr darf nicht mehr von einem Felix Krull kommandiert werden, entlassen Sie Verteidigungsminister zu Guttenberg!“

 Dabei bezog sich Trittin auf die Hauptfigur des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“.

Karl Theodor zu Guttenberg stellt sich den bohrenden Fragen des Bundestags, jetzt auf NTV, N24 und Phoenix.

http://www.phoenix.de/livestream/

Aktualisierung: Um 15.40 Uhr geht’s weiter!

Aktualisierung 2.0: Fragestunde im Bundestag:

 

Man kann von Jutta Ditfurth ja halten was man will, aber eines kann man mit Sicherheit sagen: Sie ist sich treu geblieben. Sie hat sich niemals verbiegen lassen, hat niemals ihre Prinzipien für die Macht verraten wie einst Joschka Fischer, und das rechne ich ihr hoch an.

Erwähnens – und lobenswert ist auch noch ihre detaillierte Biographie über Ulrike Meinhof.

In dem erst gestern erschienenem Interview mit dem Spiegel jedenfalls fand sie klare Worte für ihre ehemalige Partei. Dabei erzählt Ditfurth auch was hinter den Kulissen passierte, und wie die USA ihre Macht auf deutsche Politik und Politiker ausübte.

Vorausgegangen war eine Aussage Ditfurths, Cem Özdemir  laufe „an der Leine der USA“, Zitat Ditfurth:

„[…] Özdemir war in den USA, gefördert vom German Marshall Fund, und hat eine Art Zusatzausbildung gemacht. Danach folgte der steile politische Aufstieg – und plötzlich sitzt er in allen möglichen Gremien, die immer etwas damit zu tun haben, wie sich Europa und Deutschland zu den USA verhalten.

Im Oktober 2010 veröffentlichte Wikileaks rund 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg. Das fand Cem Özdemir ethisch bedenklich. Aber die Grünen waren mal für Transparenz!“

Für den Spiegel klang das nach Verschwörungstheorie, aber Frau Ditfurth verneint dies und wird in ihren Aussagen deutlicher:

„Ich habe die Einflussnahme der US-Regierung auf hiesige Politiker ja selbst erlebt: Als ich Bundesvorsitzende der Grünen war, wollte das US State Department Kontakt zu mir aufnehmen. Ich sagte: kein Interesse. Bei meiner Vortragsreise 1987 durch die USA haben sie es trotzdem versucht. In der Georgetown University in Washington stand ich plötzlich vor einem geladenen Publikum – darunter jede Menge Uniformträger und CIA-Mitarbeiter.

Wir haben uns lautstark gestritten – ein ehemaliger Stadtkommandant von Berlin brüllte los:

„Wenn wir gewollt hätten, hätte es die Grünen nie gegeben!“

Interessant zu sehen, wie Politik in Deutschland wirklich funktioniert, eine Regierungs-Legitimation bekommt man also von der geheimen Führungsmacht USA.

Nur, mit Demokratie hat das dann nun wirklich gar nichts mehr zu tun.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,745943-2,00.html

Siehe auch: http://www.jutta-ditfurth.de/

Und siehe auch die anderen Zitate der Rubrik: https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/

Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt seit Beginn der Schummel-Affäre. In Kelkheim betrat er – unter deutlichem Jubel von CDU-Anhängern – die Bühne und äußerte sich erstmals, nach seiner, nur für bestimmte Journalisten ausgesuchten ersten Stellungnahme, wieder zu den Plagiatsvorwürfen.

Seine Rede aber begann er mit einem Scherz, um die brisante Situation mit einem Witz zu überspielen: 

„Hier steht das Original, kein Plagiat“

Ob dieser Scherz seine Wirkung erzielte, darf allerdings bezweifelt werden. Vor allem weil er ja sowieso noch auf seine kontroverse Doktorarbeit zu sprechen kam.

So äußert sich der Freiherr in scheinbarer Selbstsicherheit weiter:

[…]Und nach dieser Beschäftigung meine Damen und Herren habe ich auch festgestellt, wie richtig es war, dass ich am Freitag gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht führen werde.

Ich sage das ganz bewusst, weil ich am Wochenende auch, nachdem ich mir diese Arbeit intensiv noch einmal angesschaut habe, feststellen mußte, dass ich gravierende Fehler gemacht habe.

Gravierende Fehler, die den wissenschaftlichen Codex, den man so ansetzt, nicht erfüllen.

Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht, ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form getäuscht, und mußte mich natürlich auch selbst Fragen meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen, wie konnte das passieren?

Und so ist es das man nach einem Blick dann zurückwirft und feststellt man hat sechs, sieben Jahre an einer solchen Arbeit geschrieben, und hat in diesen sechs, sieben Jahren möglicherweise an der ein oder anderen Stelle, an der ein oder anderen Stelle auch zuviel, auch teilweise den Überblick über die Quellen verloren.

[…]In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe.“

Desweiteren versicherte zu Guttenberg auch noch einmal, dass er die Arbeit selbst verfasst habe, und dass er somit  – Zitat „auch zu dem Blödsinn darin steht.“

 

Auch auf die Rücktrittsforderungen reagierte er und lehnte dies kategorisch ab:

„[…]Ich werde mein Amt mit aller Kraft ausüben“

Doch wirklich ändern tut sich durch diese Aussagen auch nichts, die Vorwürfe, sowieso sein beschädigter Ruf bleiben weiterhin bestehen.

Denn auf 70(!!!) Prozent aller Seiten der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg finden sich Plagiate. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat.

Nun hat das GuttenPlag-Wiki seinen Fund erhöht, auf ganzen 270 von 393 Textseiten wurden unausgewiesene Quellen benutzt. Die längste Lesestrecke, auf der sich bislang kein Plagiat fand, sind die Seiten 39 bis 44, wohingegen beispielsweise zwischen Seite 303 und 359 überhaupt nur drei Seiten ohne Plagiat sind.

Das Vorgehen ist beispiellos in seiner Dreistigkeit. Sie setzt mit einem Plagiat aus einem Zeitungsessay ein, verwendet schon in der zweiten Fußnote Formulierungen aus der „Fischer Länderkunde Nordamerika“, schreibt aus Informationsbroschüren für politische Bildung ab und aus Lesebüchern der Politischen Philosophie, übersetzt amerikanische Aufsätze ohne Quellenangabe, grast durch „graue Literatur“ – also Manuskripte vor ihrer Drucklegung – und Vorträge im Internet und bedient sich aus Hausarbeiten von Studenten.

Selbst in Abschnitten mit reiner Sachinformation fand der Autor dafür keine eigenen Worte, sondern lieh sich die Formulierungen aus Seminarreferaten unter hausarbeiten.de aus, um sie als die seinen auszugeben.

So etwas ist kein Fehler, sondern glatter Betrug!

Quellen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746886,00.html#ref=rss

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

Es wird immer enger für den Baron von und zu, nachdem jetzt auch rauskam dass er beim Bundestagsdienst geklaut hat, soll er jetzt sogar einen Ghostwriter gehabt haben! Wenn sich das im Nachhinein so herrausstellen sollte, ist sein eigentlich tadelloser Ruf, der jetzt schon einige dicke Kratzer abbekommen hat, wohl endgültig verloren.

Denn in seiner Stellungnahme auf seiner Webseite schwört er auch weiterhin felsenfest darauf,  die Doktorarbeit schön fleißig und allein geschrieben zu haben, Zitat zu Guttenberg:

Stellungnahme von Karl Theodor zu Guttenberg

 

Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.

Anmerkung: Hmm, es hatte schon etwas gedauert, bis der Herr Baron Stellung bezog, erst auf Druck der Medien, die sein Stillschweigen kritisierten, meldete er sich zu Wort – wenn auch nur erst durch seinen Pressesprecher…

 Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.

 Anmerkung: Wenn man zwei, dreimal vergisst, Anführungszeichen zu setzen und Quellen anzugeben, ist das ja auch alles kein Drama, wenn man dieses aber auf 247(!!!) Seiten von 407 macht (Quelle siehe Spiegel Online Artikel und Gutten-Plag-Wiki), dann ist der Verdacht und Vorwurf des Plagiats durchaus berechtigt.

Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.

Anmerkung: Wie schon gesagt, es geht hier nicht um ein paar Fehler, sondern über 247 Seiten, in denen bewusst abgeschrieben wurde. Und das Sie, Herr Guttenberg, neben Ihrem Bundestagsmandat eine so komplizierte Doktorarbeit geschrieben haben sollen, ist sowieso äußerst fragwürdig. Dies schafft man nur mit einem Ghostwriter (dessen Ansicht wohl auch die SPD ist), oder aber mit einer guten Abshreibtechnik und der Copy & Paste-Funktion.

Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht.

Anmerkung:…Was bei einem Fund von 247 Seiten aber definitiv angezweifelt werden darf…

Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.

 Anmerkung: Ich glaube verletzt sind wirklich nur die, die ihren Doktortitel, mit viel harter Arbeit und ohne vermehrtes Abschreiben selbstständig bewältigt haben.

Alle anderen sind vielmehr enttäuscht und wütend darüber, dass die saubere und aalglatte Wundertüte „von und zu Guttenberg“ wohl doch nicht wirklich hält, was sie verspricht.

Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth. Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.

Anmerkung: Das ist nur vernünftig…

 Jede weitere Kommunikation über dieses Thema werde ich auschließlich mit der Universität Bayreuth führen.

 Anmerkung: Da kann man nur hoffen, dass die Universität Bayreuth stets ehrlich und wissenschaftlich bleibt und sich nicht vom schönen Schein des Verteidigungsministers blenden lässt. Schließlich war sie doch im Vorfeld so stolz auf ihren berühmtesten Musterschüler, und hat sich auch nur allzu gerne mit ihm geschmückt.

Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt.

Anmerkung: Ja, traurig ist das, schon wieder sind deutsche Soldaten in Afghanistan umgekommen. Vielleicht begreift der werte Freiherr jetzt endlich mal den Ernst der Lage, anstatt sich als Kriegsminister in Wüstenuniform und blonder First Lady in der Kerner-Show mit dem armen und unschuldigen Soldaten zu schmücken und diese so zu instrumentalisieren.

Ein sofortiger Abzug aus Afghanistan ist die einzige Lösung, und nicht deutsche Soldaten für einen Krieg unter falscher(!) Flagge zu opfern und in einer Fernsehshow den Kriegsgrund zu erklären – für einen Krieg gibt es keine plausiblen, menschlichen Gründe!

Nur Gründe wie Macht, Geld, Öl und Schürfrechte…

Nochmal: Es geht hier nicht um ein paar Seiten, in denen er vergessen hat, Anführungszeichen zu setzen oder eine Quelle zu benennen, sondern es sind über 200(!) Seiten, die belegen, dass er abgeschrieben bzw. kopiert hat, das beweist das Guten-Plag-Wiki allemal.

Und man sollte auch immer den Vergleich zu anderen, sagen wir mal „normalen“ Anwärtern auf einen Doktortitel ziehen, denn „normale“ Studenten ohne Adelstitel, Geld und einen berühmten Namen würden mit so etwas mit Sicherheit nicht durchkommen. Ein Herr Baron von und zu aber darf das? Das wäre nicht gerecht! Und wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass die Uni Bayreuth ihn damit durchkommen lässt, dann wäre die ungerechte, unfaire Klassengesellschaft endgültig bewiesen.

Und sein Saubermann-Image hat er selbst kreiert, genauso wie seine Wahl in der Öffentlichkeit zu stehen.

Man darf also gespannt sein, wie die Universität Bayreuth schlußendlich entscheiden wird.

Quellen: http://www.zuguttenberg.de/volltext.php?id=79

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,746582,00.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E77608DD99F7647CFA92EFBDEB07ECC76

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E299489B8BD034BBAAE5CB78BC9E51DA1

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_und_Verfassungsvertrag

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Wer unserem aalglatten Freiherrn mal beim plagiieren zusehen will (und es wird von Stunde zu Stunde mehr!), bitte hier entlang:

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate

Es ist schon bezeichnend für die heutige Welt zu sehen, wenn bestimmte Dinge, die man schon vor Jahren vermutet hat und die andere nur belächelnd als Verschwörungstheorie abgetan haben, schlußendlich sich als die Wahrheit herausstellen, so auch in diesem Fall.

Es geht um den Irakkrieg und darum, welche Legitimation er überhaupt hatte, sprich „welchen Background“. Denn wenn man einfach so aus dem Nichts herraus einen Angriffskrieg starten will und dafür den Tod von abertausenden Menschenleben gleichgültig in Kauf nimmt, dann braucht es dafür natürlich einen hieb – u. stichfesten Grund. Am besten einen, der auch wiederrum tausende, nein gar millionen von Menschenleben kosten könnte, sozusagen als Ausgleich, damit man dann selber entscheiden kann: „Welches Leben ist wichtiger? Die eines ärmlichen Irakers, oder das eigene, durch westlichen Wohlstand verwöhnte?“ Ich denke die (traurige) Antwort hier für jeden erübrigt sich. Aber die meisten Menschen, vor allem natürlich die amerikanischen Bürger, waren noch so geschockt von den (von der Regierung instruierten) Terroranschlägen vom 11. September, dass ihnen ein Krieg gegen die vorgegaukelte Gefahr der Massenvernichtungswaffen richtig erschien.

Und welcher, für die westliche Welt unglaublich gefährliche Kriegsgrund käme da neben dem Terrorismus in Frage – richtig, die Massenvernichtungswaffen.

Saddam Hussein sollte also Massenvernichtungswaffen haben, alle waren sich sicher, auch George Bush:

„He’s got them!“

Also wurde mit Hilfe einiger Staaten in den Irak einmarschiert, um die angeblichen Massenvernichtungswaffen zu finden, Saddam Hussein zu stürzen, dem Land die Unabhängigkeit von der westlichen Diktatur zu nehmen, das Land vollständig zu besetzen, und das Öl zu klauen.

Doch Surprise, Surprise! Was passierte dann – es gab überhaupt keine Massenvernichtungswaffen! Aber die Imperialisten hatten ihr Ziel erreicht, und bis auf den wirklich ärgerlichen Untersuchungssausschuss hatten sie für ihren Kriegsgrund ja auch nichts zu befürchten, das heißt, sie müssen für den Rest ihres Lebens nur immer weiter beteuern, an die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak geglaubt zu haben.

Aber jetzt macht der Bush-Regierung da jemand einen Strich durch die Rechnung, die Rede ist von dem irakischen Informanten Rafid Ahmed Alwan al-Janabi, auch genannt „Curveball“.

Curveball ist sein Codename, denn Curveball ist nicht irgendjemand zufälliges, er arbeitete für die CIA und auch sehr eng mit dem deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) zusammen.

Und Curveball war es auch, der den Amerikanern damals die angeblichen Beweise über biologische Massenvernichtungswaffen lieferte. Doch diese Beweise waren alle falsch, und seine abenteuerliche Geschichte über Massenvernichtungswaffen war auch frei erfunden.

Dem britischen „The Guardian“ erzählte er er sei erschrocken gewesen, als ihm bewusst geworden sei, dass die USA seine Geschichte tatsächlich dazu benutzen würden, um den Irak-Krieg zu rechtfertigen.

Rafid Ahmed Alwan al-Janabi war offenbar vom deutschen und amerikanischen Geheimdienst angeheuert worden. Er lieferte unter dem Decknamen «Curveball» Informationen an die beiden Regierungen.

Dabei schusterte er sich Geschichten über mobile Trucks mit biologischen Waffen und geheimen Fabriken zusammen, weil er das Regime von Saddam Hussein stürzen wollte. Dazu war ihm offenbar fast jedes Mittel recht, Zitat al-Janabi aka Curveball:

„Vielleicht hatte ich recht, vielleicht nicht. Ich hatte die Chance, etwas zu fabrizieren, um das Regime zu stürzen. Ich musste etwas für mein Land tun, also habe ich das gemacht und ich bin zufrieden, denn jetzt gibt es keinen Diktator mehr.“

Al-Janabi meint außerdem, dass jeder seine Aussagen in Frage hätte stellen können, man wollte allerdings nicht.

Dem BND schiebt er auch den schwarzen Peter in die Schuhe, denn die sollen seine abenteuerliche Geschichte weiter an die CIA getragen haben:

„Der BND wusste schon im Jahr 2000 das ich gelogen hatte, nachdem sie mit meinem früheren Chef, Dr. Bassir Latif, gesprochen haben, welcher ihnen sagte, dass es keine mobilen Bio-Massenvernichtungswaffen-Fabriken gäbe.

Für 18 Monate ließen sie mich dann in Ruhe weil sie wußten dass ich Lügen erzählte, obwohl ich es selber nie zugegeben hatte. Sie können mir glauben, damals dachte ich wirklich, die ganze Sache hätte sich jetzt erledigt für mich.

Dann auf einmal [in der Vorbereitung zur Invasion] kamen sie zu mir zurück und fragten mich nach mehr Details über das was ich ihnen damals erzählt habe.

Ich weiß immer noch nicht warum der BND dann meine Informationen an die CIA weitergegeben hat, aber es endete dann in Colin Powells Rede.“

Und obwohl Curveballs Lüge 100.000 Leben forderte, bereut er nichts.

Aber irgendwo ist es schon ein bißchen komisch, dass dieses Geständnis jetzt erst kommt, und vor allem, fast zeitgleich mit den Memoiren des einstigen Verteidigungsministers Donald Rumsfelds, in denen er ja bekanntlich zugab, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gab.

Denn die Frage ist doch klar: Bemüht sich die damalige Bush-Regierung hier um Schadensbegrenzung, und hat sie mit Hilfe der Geheimdienste einen willigen Idioten Sündenbock engagiert, der diese Geschichte erzählt, damit die Bush-Regierung fast schon „fein raus ist“, weil sie auf diesen bösen Lügner angeblich hereingefallen sei?

Und das sie in Wirklichkeit selber die Geschichte mit den Massenvernichtungswaffen erfunden haben, und nicht der böse Iraker?

Zuzutrauen wäre es dieser skrupelosen Regierung allemal, und der CIA ebenso.

Joschka Fischer jedenfalls traut dem Braten wohl auch nicht so ganz, er schiebt es aber vorsichtshalber mal lieber auf die CIA. Er ist der Meinung, die CIA,  allen voran der frühere Chef George Tenet, hätten auch an Curveballs Story gezweifelt.

Fakt ist jedenfalls, dass die Vereinigten Staaten so oder so in den Irak einmarschieren wollten, die Idee mit den biologischen Massenvernichtungswaffen kam ihnen also gerade recht.

Ob die Story vom irakischen Informanten Curveball, der auch, nicht zu vergessen mit der CIA zusammen gearbeitet hat, wirklich wahr ist, darf auf jeden Fall bezweifelt werden.

Den Neocons wäre es in jedem Fall auch zuzutrauen, Curveball für diese Aussage bezahlt zu haben um so Schadensbegrenzung und Imagegewinn zu betreiben.

Und wenn es wirklich so gewesen ist wie Curveball sagt, dann ist es mindestens genauso schlimm, denn auf einer einzigen, zweifelhaften Aussage einen Krieg zu entfachen, der hundertausenden das Leben kostete, ist an Widerwärtigkeit, Unmenschlichkeit und Gewissenlosigkeit kaum mehr zu überbieten.

Fakt ist auch, die USA wollten diesen Krieg, dafür war ihnen jedes Mittel, jede Lüge und jeder noch so kleinste „Hinweis“ recht.

Aber wahrscheinlich werden wir die ganze Wahrheit sowieso nie erfahren, leider.

Quellen: http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/15/defector-admits-wmd-lies-iraq-war?INTCMP=SRCH

http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/16/colin-powell-cia-curveball

http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/17/curveball-doubts-cia-german-foreign?INTCMP=SRCH

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Dieser-Mann-lieferte-den-USA-den-Kriegsgrund/story/20915744

 Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/12/irak-auf-dem-weg-zur-ol-weltmacht-amerika-wirds-freuen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/05/saddam-hussein-wollte-frieden-bush-aber-wollte-krieg-und-ol/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/23/wikileaks-bush-log-als-er-den-irakkrieg-fur-vorzeitig-beendet-erklarte/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/10/george-w-bush-das-klischee-des-deutschen-nazi-und-sein-gestandnis-bezuglich-des-irakkriegs-nur-saddam-loswerden-zu-wollen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/10/keine-massenvernichtungswaffen-warum-wurde-der-irak-dann-angegriffen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/27/ein-us-soldat-erzahlt-von-den-kriegsverbrechen-im-irak-schockierend/