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Jetzt ist er zurückgetreten, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der Politstar, der Kriegsminister, der Blender, der angeblich „beliebteste Politiker Deutschlands“, so wie er gerne von seinen Lieblingsmedien hofiert wird, und ganz Deutschland diskutiert darüber.

Es kam schon ein wenig überraschend, dass er jetzt noch zurückgetreten ist, hätte man diesen Schritt doch schon viel früher erwartet.

Ein Sieg der Medien, der Opposition, oder aber doch des Internets? Biendara twitterte „wir haben gewonnen Leute, der Blender ist zurückgetreten!“

Ja, es ist schon ein kleiner Sieg des Internets, das Medium, welches selbst die Springerpresse nicht bezwingen konnte.

Und doch hält die Springerpresse, in diesem Fall natürlich in allererster Linie die Bildzeitung, dem Ex-Verteidigungsminister weiterhin die Stange.

Es geht sogar soweit, dass Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung und ein guter Freund zu Guttenbergs, sich hinsichtlich des Rücktritts zu einem Nachruf genötigt fühlte. Und dieser Nachruf hat es in sich.

Dieckmann spielt mit allen Karten, von Neidern bis zu dem „vom Volk geliebten Minister“ ist natürlich alles drin. Doch vieles aus seinem Munde wirkt unglaubwürdig und auch ein wenig heuchlerisch.  Aber zur eigenen Urteilsbildung hier erstmal der Nachruf:

Graues Mittelmaß

Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich und dem Land Schaden zugefügt.

– Anmerkung: Wie wahr.

Und trotzdem hat Horst Seehofer recht behalten: „Ein Minister stürzt nur, wenn die eigene Partei es will.“

– Anmerkung: Jaja, immer sind die anderen schuld, aber das kennt man bei Guttenberg ja zu Genüge.

Nein, nicht die Kanzlerin hat Guttenberg verlassen, ganz im Gegenteil.

– Anmerkung: Stimmt, die Kanzlerin hat immer zu ihm gehalten, obwohl einer ihrer Minister seine Authenzität und Glaubwürdigkeit verspielt hatte.

Schon komisch, dass eine Frau mit wissenschaftlichem Grad und Doktortitel sich nicht von ihrem Minister eben wegen ihres eigenen wissenschaftlichen Grades beleidigt fühlte, aber da sieht man mal wieder, dass die Kanzlerin mit Betrug und Betrügern in den eigenen Reihen anscheinend keine Probleme hat – was für ein Armutszeugnis für die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

Es waren die Kleinmütigen, das parteipolitische Mittelmaß, die Neider.

– Anmerkung: Soso, die Neider also, das ist ja mal wieder eine gute Argumentation. Ich glaube kaum, dass beispielsweise eine Bildungsministerin wie Annette Schavan, die Guttenberg zu recht kritisierte und sich sogar für ihn schämte, kleinmütig ist und voller Neider.

Der Vorwurfs des „Neids“ gehört übrigens zur argumentativen Grundausstattung der Guttenberg-Fans und ist ein typisches Totschlagargument.

Außerdem klingt die Aussage „das parteipolitische Mittelmaß“ sehr überheblich, als wäre der Baron etwas Besseres nur wegen seinem Adelstitel, aber eben diese Überheblichkeit scheint ja sowohl bei Dieckmann als auch bei Guttenberg eine der vielen Charaktereigenschaften sein, die sie gemeinsam haben.

Es ging schon mal anders.

– Anmerkung: Wieso? Bis auf zwei, drei Abweichler standen bei der CDU/CSU doch weiterhin alle hinter ihm, sie waren sogar so solidarisch-blind, dass die ganze Partei bzw. plus FDP sogar die gesamte Koaliton an Glaubwürdigkeit verloren hatte.

Geschlossen hatten sich die Grünen seinerzeit um Joschka Fischer geschart, als er als Polizisten-Prügler enttarnt wurde – aber selbstredend Außenminister blieb. Auch die SPD stützte den einst mit der Stasi kungelnden Manfred Stolpe im Amt des Ministerpräsidenten. Und Roland Koch durfte als „brutalst-möglicher Aufklärer“ in eigener Sache jahrelang erfolgreich Hessen regieren.

-Anmerkung: Das ist wahr. Die Debatte um Fischer gab es auch zu Recht, da man nicht sicher war, ob ein Polizisten-Prügler und Steinewerfer als deutscher Außenminister überhaupt tragbar wäre.

Aber es war eine Jugendsünde, Vergangenheit und vor allem: Eine menschliche Verfehlung, und kein Betrug. Außerdem hat sich Fischer nie als Mr.Perfect ausgegeben, er hatte sich nie so ein aalglattes Image aufgebaut wie ein Herr zu Guttenberg, das ist der Unterschied. Guttenberg aber hat betrogen und mußte dafür nun die Konsequenzen ziehen.

Und Joschka Fischer jedenfalls hat sofort auf die Anschuldigungen reagiert, hat sie eingestanden und sich entschuldigt. Guttenberg aber hat lange herumgeeiert und bis zum Schluß nicht vollends zugegeben, dass er sich des Plagiats schuldig gemacht hat.

Was aber wahr ist dass die grüne Partei immer hinter Fischer gestanden hat, wahrscheinlich aber auch deswegen, weil er sofort ehrlich war und seine Fehler eingestanden hat.

Kein Kollegengespräch, keine Kantinenpause, die in den letzten Tagen nicht von der Auseinandersetzung um Guttenberg beherrscht wurden.

Das Volk war mehrheitlich bereit, Guttenberg zu verzeihen.

– Anmerkung: Wirklich, war das so? War das Volk wirklich bereit, Guttenberg zu verzeihen? Nun, das Internet sagt aber etwas völlig anderes. In den meisten Umfragen, bis auf die der Bild natürlich (woran das wohl liegt?…) war das Volk aber für einen Rücktritt zu Guttenbergs, und guckt man sich mal in den ganzen Internetforen um, liest die Meldungen bei Twitter oder Artikel von WordPress-Blogs, so kommt man definitiv zu demselben Ergebnis.

Das Internet jedenfalls besteht mehr aus Guttenberg-Kritikern als aus Fürsprechern.

 

Weil er begeisterte, weil er vielen den Glauben an die Politik zurückgegeben hatte.

– Anmerkung: Ja, hat er das wirklich? Also wirklich begeistern konnte er mit seiner politischen Arbeit eher die wenigsten. Vielmehr wurde uns doch Tag für Tag durch die Bildzeitung und anderen Medien eingebleut, dass er uns begeistert und zu begeistern hat.

Er wurde zum Boulevard-Star aufgebauscht, der Baron, mit seinem Schloss, und der hübschen Frau…

Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein gradliniger, aalglatter Politiker, der sich immer als Mr. Perfect ausgab – „Verantwortung verpflichtet“, und dieses Kartenhaus vom unfehlerhaften Prinzen ist jetzt nun in sich zusammengefallen.

Der „Hype“ um ihn ist nur durch die Medien entstanden, aber das charismatische Format eines Willy Brandts hatte er noch nie.

Das graue Mittelmaß an den Hebeln der Macht sah das anders, fühlte sich vom Erfolg des Ausnahme-Politikers bedroht.

– Anmerkung: Manchmal kann so ein „graues Mittelmaß“ sympathischer sein als ein aalglatter, spießiger und scheinbar perfekter Blender…

Abgesehen davon halte ich die Theorie, dass aus den eigenen Reihen ihn jemand gestürzt hat, für falsch.

Und die Opposition hat nur ihre Arbeit gemacht, die CDU/CSU und FDP hätten bei einem so gravierenden Fehlverhalten der SPD, Grünen oder Linken sicherlich genauso reagiert und „Stimmung gemacht.“

Guttenberg, der natürlich einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat, wurde nicht verziehen.

– Anmerkung: Ihm wäre verziehen worden, hätte er von Anfang an anders reagiert. Ehrlichkeit und Einsicht von Anfang an wären beim Volk sicherlich besser angekommen.

Wer glaubt, sein Rücktritt bleibe nun vor allem als Akt der politischen Selbstreinigung im Gedächtnis, der irrt. Der Sturz des Verteidigungsministers markiert eine Zäsur: die beängstigende Entfremdung zwischen Regierten und Regierenden, zwischen der Bevölkerung und der Politik.

– Anmerkung: Das stimmt. Aber man kann die Schuld nicht nur beim Volk suchen. Das Vertrauen des Volkes in die Politiker ist schon seit längerem schwer erschüttert. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich die Bürger von den Politikern nicht so recht vertreten fühlen. Die Politiker interessiert es nicht mehr, was das Volk will – nein, die Politik regiert am Volk vorbei.

Und genau deswegen misstraut man den Politikern, man zieht sich zurück ins Internet, um sich dort gegenseitig auszutauschen. Und wenn dann solche Dinge rauskommen wie eben das Plagiat von Guttenberg, dann fühlt sich das Volk bestätigt und versucht, die Wahrheit herauszubekommen.

Das Internet hat viel Macht, das GuttenPlag-Wiki ist ein Beweis dafür.

Der Rücktritt zu Guttenberg war auf jeden Fall genau das Richtige. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, und in ein paar Jahren, kann er vielleicht wieder zurück auf die politische Bühne. Denn dann hat Deutschland gesehen, dass es ihm wirklich leid tat und dass ihm das Volk auch wichtig ist. Und dann hat das deutsche Volk ihm auch verziehen, er hat an Glaubwürdigkeit zurück gewonnen und die Sache ist vom Tisch.

Wenn eine repräsentative Demokratie sich aber so weit von den Menschen entfernt, entfernen sich irgendwann die Menschen von der Demokratie.

– Anmerkung: Tia, das liegt aber auch daran, dass sich die Politik immer mehr von den Menschen entfernt. Wie schon gesagt, viele haben das Gefühl, dass die Politiker am Volk vorbei regieren.

Die Volksvertreter müssen wieder Volksvertreter werden, und nicht die Handlanger und Interessenvertreter anderer Staaten und Institutionen.

Verloren haben alle. Karl-Theodor zu Guttenberg erst mal seinen guten Ruf und sein Amt. Und Deutschland eines seiner größten politischen Talente.

– Anmerkung: Das ist Ansichtssache. Politisches Talent hin oder her, was bringt es wenn dieser Politiker ein Glaubwürdigkeitsproblem hat? Und wie soll sich Deutschland mit einem Politiker identifizieren, der aufgrund seines Adelstitels alles Mögliche geschenkt bekommt, also auch einen Doktortitel?

Die Lobhudelei eines Kai Diekmanns in allen Ehren, aber es schickt sich nicht, als Chef der Bildzeitung für ganz Deutschland zu sprechen, das ist sowieso ein großes Problem der Bild und auch einiger anderer Springergazetten, nämlich dass sie Deutschland sozusagen in den Mund legt, was es zu fühlen oder zu glauben soll, auch der Spiegel kritisiert in seiner aktuellen Ausgabe dieses seltsame Vorgehen.

Man merkt, dass hier kein unabhängiger, freier Journalist spricht, sondern ein Medien-Profi, der schon seit Jahren weiß, wie man das Volk am Geschicktesten manipuliert.

Denn um nichts anderes als das geht es bei der Bildzeitung tagtäglich, nämlich um das Volk zu erziehen und manipulieren wie es Politik und Medien gerade so passt.

Und genau deswegen hat das Volk auch das Vertrauen zu Medien und Regierung verloren. Umso heuchlerischer ist es eben diese Tatsache aus dem Munde von jemandem wie Kai Diekmann zu hören.

Jemand, der nicht davor zurückschreckt, extreme Propaganda zu betreiben.

Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/03/02/kommentar-von-kai-diekmann.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/01/guttenberg-und-die-springerpresse-eine-liebe-auf-kosten-der-unabhangigkeit/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

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Zu Guttenberg bekommt einfach keine Ruhe: Erst heute kam raus, dass der geschundene Verteidigungsminister eine Sondergenehmigung brauchte, um überhaupt für den Doktortitel promovieren zu können, und auch sein Doktorvater, Jura-Professor Peter Häberle geht nun auf Distanz zu seinem einstigen Summa-Cum-Laude Absolventen, Zitat Häberle:

„Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war.“

Sein Nachfolger an der Universität Bayreuth, der Jura-Professor Oliver Lepsius, geht sogar noch einen Schritt weiter und wird deutlicher, Zitat:

„Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Niemand hätte sich vorstellen können, mit welcher Dreistigkeit hier ein Plagiat eingereicht wird. Es ist ein Ausmaß an Dreistigkeit, das wir bisher nicht gesehen haben.“

 

Doch in der ganzen Kritik gibt es immerhin – neben seiner Partei selbstverständlich – noch ein Medium, welches bedingungslos zu ihm hält, und das ist die Bild-Zeitung. Das heißt, nicht nur die Bildzeitung an sich, auch die anderen Springerblätter versuchen das angekratzte Image des Verteidungsministers wieder gerade zu rücken.

Woran liegt das? Nun, sowohl der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe als auch andere Medien und Blogger machen sich heute zum Kreuzzug auf gegen die Bildzeitung und den Springerverlag an sich.

Dabei kommen dann wirklich unglaubliche Dinge zum Vorschein, die wir Ihnen nicht vorhalten wollen.

Die Verbindungen von Karl-Theodor zu Guttenberg zum Axel Springer-Verlag

 – Die zur „heimlichen First Lady“ stilisierte Stephanie zu Guttenberg ist Botschafterin der Bild-Aktion „Ein Herz für Kinder“

– Joachim Peter, Guttenbergs Berater in Fragen des strategischen Umgangs mit der Öffentlichkeit, war zuvor bei Springers Welt Parlamentskorrespondent

– Guttenberg absolvierte ein Praktikum bei „der Welt“

 – Guttenberg hält bis jetzt die „bürgerlichen“ Werte hoch, die Springer heilig sind – Zufall oder nicht?

– Einer seiner Verwandten, Karl Ludwig von Guttenberg, ist stellvertretender Chef vom Dienst der Bild-Bundesausgabe!

 – Seine Biografin Anna von Bayern ist nicht nur eine Freundin des Ehepaars Guttenberg, sondern auch noch BamS-Redakteurin“

– Guttenberg stellt am Freitag das neue Buch des Bild-Parlamentschefs Nikolaus Blome vor

– Springer-Chef Mathias Döpfner ist nicht nur Fan der Wagner-Festspiele in Guttenbergs Stadt Bayreuth, sondern auch noch Fan vom Baron selber

– Bild-Chef Kai Dieckmann ist sehr gut mit dem Ehepaar Guttenberg befreundet

Festzuhalten wäre auch noch, dass der gute Herr Guttenberg ganze zweimal in der Bildzeitung als „Verlierer des Tages“ gewählt wurde. Aber nicht als Verlierer von wegen „du bist doof weil du das getan hast“, sondern weil er einmal daran scheiterte, die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier als CSU-Spitzenkandidatin für die Europawahl durchzusetzen, und das andere mal weil er Peter Ramsauer als CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl den Vortritt lassen musste. Der neue CSU-Generalsekretär zu Guttenberg habe „offenbar keinen guten Lauf“, konstatierte Bild damals.

Warum die Bildzeitung, oder generell eigentlich alle Springerblätter „Pro-Guttenberg“ eingestellt sind und somit kaum ein schlechtes Wort über den Freiherrn verlieren, dürfte nach diesen aufgezählten Punkten doch wohl klar sein. Denn die Beziehungen Guttenbergs zu den Springermedien sind verblüffend, selbst ein enger Verwandter sitzt in der Bild-Chefredaktion.

Deswegen kann man auch davon ausgehen, dass das Ergebnis der Bild-Umfrage bezüglich eines Rücktritts Guttenbergs gefälscht worden ist, vielleicht hat sich Karl Ludwig von Guttenberg dieser Aufgabe sogar selbst angenommen.

Fakt ist, der Axel Springer-Verlag ist so oder so keinesfalls unabhängig wie vielleicht andere Medien, da sich die Journalisten des Springerkonzerns an bestimmte Grundsätze zu halten haben, dazu haben sie sich sogar vertraglich verpflichten müssen.

Der Spiegel bezeichnet die Bildzeitung in seiner aktuellen Ausgabe sogar als „Leibgarde von Karl-Theodor zu Guttenbergs“, welche den -Zitat „für die CDU innerparteilich die Funktion eines rechtspopulistischen Flügels übernommen haben“!

Und Bild hält sogar weiterhin an der fixen Idee „Guttenberg for Kanzler“ fest, mit der Überschrift „Jetzt erst recht“ titelte sie:

„Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. … Erst dann trauen ihm die Leute das für eine Kanzlerschaft absolut nötige Durchhaltevermögen zu.“

Es ist somit durchaus bestätigt, das die Bildzeitung auch in Sachen zu Guttenberg alles andere als unabhängig ist.

Wie denn auch, wenn man den Onkel Guttenbergs als Bild-Chef der Bundesausgabe beschäftigt, das ist Vetternwirtschaft at it’s best.

Quellen: http://berlin2011.wordpress.com/2011/02/27/beschaftigt-die-bild-zeitung-einen-verwandten-zu-guttenbergs/

http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,748231,00.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/333300/333301.php

Siehe auch: http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

 https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

In einem Interview mit der FAZ spricht der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG über die 68er, deren Beziehung zum Verlag und über die SED.

Eine Aussage, die er in diesem Interview getätigt hat, bezog sich eigentlich auf die Macht der SED und wie sie die Geschichte beeinflusst haben könnte, doch schon alleine, dass der Springer-Chef und ehemaliger Teilnehmer an den Bilderbergkonferenzen sich vorstellen kann, dass man die Menschheit über Jahrzehnte lang belügen und somit Geschichtsfälschung betreiben konnte, sollte einem schon zu denken geben.

Hier das Zitat des Springer-Chefs:

[…]Womöglich stellt sich heraus, dass wir seit 45, 50 Jahren mit einem Geschichtsbild leben, das im Wesentlichen von einem nichtdemokratischen System geprägt ist.“

Erklären tut der Neocon Döpfner das auch, Zitat:

 „Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien. Ich habe eigentlich auch immer geglaubt, Geheimdienste sind nicht so erfolgreich, dass ihnen solche Sachen gelingen. Aber wenn ich mir diese Details anschaue, die ja kein Stammtischgerede sind, sondern von Wissenschaftlern dokumentierte Fakten, dann bin ich überrascht, wie effizient bestimmte Dinge funktioniert haben. Und welcher Aufwand dabei getrieben worden ist.“

Nochmal, ja, er spricht hier zwar über das SED-Regime und speziell deren Geheimdienste, aber schon alleine der Fakt dass ein treuer Bilderberger so eine jahrzehntelange Geschichtsfälschung (von wem auch immer) für möglich hält, macht das Ganze irgendwie verdächtig.

Wer weiß, wie oft wir schon belogen wurden, und vor allem, bei welchen wichtigen, historischen Themen?

Doch noch ein weiteres Zitat von Döpfner hat uns geärgert, und da wir ihn in dieser Rubrik schon mal hatten (Link siehe unten), und diesen springerschen Hetzer so schnell nicht mehr wieder haben wollen, packen wir hier noch ein zweites Zitat mit hinzu.

Dieses ist übrigens noch gar nicht so lange her, er tätigte es im November 2010 in seiner neokonservativen Propagandaschrift „Die Welt“.

Unter dem Titel „Die Freitsfalle – Der Westen und das höhnische Lachen der Islamisten“ legte er richtig los, ich denke mal einige können sich vielleicht noch an diesen Artikel erinnern, ein Pamplet voller islamophober Hetze und Liebesbekundungen an die sogenannte Freiheit der USA und Israel.

Dabei machte er eine Aussage, durch die man ihm definitiv den Stempel „Kriegstreiber“ aufdrücken könnte, denn im Kampf für den US-Imperialismus und dessen scheindemokratische Freiheit geht ein Herr Döpfner auch mal gerne über Leichen, Zitat:

„Wo immer unfreiheitliche Energien auszumachen sind, vor allem dort, wo sie unsere Interessen berühren, muss mit Nachdruck und zur Not, als ultima ratio auch mit militärischen Mitteln die Freiheit verteidigt werden.“

 

 „Vor allem dort, wo sie unsere Interessen berühren“ – das heißt selbst wenn es nicht „unsere Interessen berührt“, ist Mathias Döpfner für einen imperialistischen Krieg im Namen von Usrael, und das ist ein Skandal.

Döpfner rechtfertigt hier pure Angriffskriege, um seine abstrakte Vorstellung von Freiheit durchzusetzen, völlig egal, ob die betroffenen Länder das auch so wollen, ob sie auch vollständig amerikanisiert werden wollen. Begründet wird das Ganze natürlich mit 9/11, Terrorismus, und Islamismus – na mit was denn sonst? Ist es doch die Standardausrede für jeden noch so unsinnigen Krieg.

Mathias Döpfner ist uneingeschränkt solidarisch mit den USA und Israel, diese beiden Länder sind ihm wichtiger als Deutschland, das macht er in mehreren Interviews immer wieder deutlich.

Deswegen ist es ihm auch egal, ob deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben lassen, denn sie verlieren es ja für einen – aus seiner Sicht – guten Zweck, nämlich für die scheindemokratische Unfreiheit der USA und Israel.

Für dieses große antideutsche Engagement bekam Mathias Döpfner übrigens 2007 die  Leo-Baeck-Medaille (wir erinnern uns: die letzte Preisträgerin dieser Medialle war Angela Merkel), überreicht wurde ihm diese übrigens von seinem Bilderberg-Freund Henry Kissinger. Dieser ließ es sich dafür natürlich auch nicht nehmen, eine Dankesrede für Döpfner zu halten.

Verbrecher unter sich.

 Quellen: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF16BFBE40C7940E19F55F965E2E57FCB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.welt.de/debatte/article11148187/Der-Westen-und-das-hoehnische-Lachen-der-Islamisten.html

http://my.opera.com/skunks/blog/2007/11/15/bilderberger-gives-bilderbergerleo-baeck-medaille-to-mathias-dopfner-in-new-york

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/08/zitat-der-woche-teil-6-matthias-dopfner/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/23/angela-merkel-ausgezeichnet-fur-die-vorarbeit-der-abschaffung-des-deutschen-staates/

Und die anderen Zitate der Rubrik:

https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/

Ja, Welt Online hat mal wieder den Vogel abgeschossen mit einem ihrer Artikel. Es geht um die Verhaftung Julian Assanges, dem Gründer von Wikileaks.

Doch nur ein Viertel des Artikels handelt auch von der Verhaftung, denn Welt Online hat es sich viel lieber zur Aufgabe gemacht, die Freiheit des Internets anzuprangern und dafür plädiert, eben diese Freiheit noch weiter einzuschränken.

Man muß sich das mal vorstellen, das kommt von einem Springerblatt! Springer die sich doch mit ihren Grundsätzen dazu verpflichtet haben, Zitat –

„Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas“

– in ihre Publikationen einzubinden.

Nur da sich dieser Grundsatz Nummer 1 im Falle von Wikileaks und des „grenzenlosen“ Internets wohl mit dem Grundsatz Nummer 3 widerspricht, scheint sich der Grundsatz Nummer 1 – zumindest für diesen speziellen Fall – wieder aufzuheben.

Grundsatz Nummer 3 besagt übrigens Zitat:

„die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“

Und Amerika zu huldigen und zu dienen ist natürlich wichtiger als die persönliche Freiheit eines Deutschen im Internet.

Amerika und Israel sind für Springer sowieso viel wichtiger als Deutschland, wie sagte der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG , Matthias Döpfner, in einem Interview mit dem Spiegel nochmal:

„Döpfner: Ich bin ein nichtjüdischer Zionist. Israel ist ein Land, dessen Existenz gesichert werden muß… Mein Freiheitsbegriff steht über dem Dreieck: Amerika, Israel, Marktwirtschaft.”

 Spiegel: Und Deutschland? Das hat laut Döpfner seine “Bewährungsprobe” noch nicht bestanden.

Döpfner: “Für mich ist der Beweis, ob Deutschland wirklich freiheitsfähig ist, im umfassendsten Sinne, noch nicht erbracht.”

Soso, freiheitsfähig, ja? Solange der Springer Verlag seine Finger im Spiel hat, und sogar die Freiheit des Internets einschränken will wie es der Artikel von Malzahn ja vorsieht, kann Deutschland ja auch gar nicht „freiheitsfähig“ werden, schon mal darüber nachgedachtet, sehr geehrter Springer Verlag?

Aber nun zum Artikel, der Autor ist übrigens kein geringerer als Claus Christian Malzahn. Sie kennen Malzahn nicht? Nun, er ist in Sachen unfreier Journalismus kein unbeschriebenes Blatt. Malzahn wollte nicht mehr ein neutraler Journalist sein und positionierte sich – damals noch beim Spiegel tätig – als Kritiker der 68er und der rot-grünen Regierung, er warb für eine CDU-Regierung unter Angela Merkel sowie eine politische Annäherung an die USA unter George W. Bush.

Doch das Schärfste kommt noch: Claus Christian Malzahn empfahl den Deutschen eine erneute Reeducation, weil sie der Großmacht Amerikas nicht wohlgesonnen genug waren, und weil die Mehrheit der Deutschen, genau genommen waren es 57% zwischen 18 und 29 Jahren, in einer Umfrage die US-Politik als eine größere Gefahr für den Frieden ansehen, als die Politik des Iran.

Diese Wahrheit konnte ein Diener des US-Regimes natürlich nicht auf sich sitzen lassen, also titelte er in einem Spiegel-Artikel „Böse Amis, arme Mullahs“, offenbarte in dem Artikel sein (ideologisches) Weltbild, was für einen neutralen Journalisten bei einer eigentlich unabhängigen Zeitung natürlich ein absolutes No-Go ist, und empfahl den Deutschen eine Reeducation, um sie erneut schön proamerikanisch und israelisch erziehen zu können.

Doch mit (und dank) dieses Artikels schien seine Karriere beim Spiegel wohl ein nahes Ende zu haben, und er wechselte dorthin, wo journalistische Feiheit an, für sein Weltbild durchaus passendes, 5 Grundsätze gebunden sind, nämlich zum Springer Verlag, die ihn natürlich mit offenen Armen empfangen haben.

Endlich hatte er eine journalistische Heimat gefunden, die auch zu ihm passt. Denn beim Springerblatt Welt konnte Malzahn völlig unverblümt seine neokonservativen Ansichten zu Papier bringen.

Und das tat er auch in diesem Fall. Das Thema ist wie schon gesagt die Verhaftung von Wikileaks-Gründer Julian Assange, wobei er von dieser Thematik im Laufe des Artikels schnell abgerutscht ist, in seine Wunschwelt.

Schon die Überschrift und der erste Satz verraten die Sichtweise Malzahns in Bezug auf Wikileaks, Zitat:

„Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität

[…]Zu lange spielte Julian Assange mit der Rechtsfreiheit im Internet. Jetzt holt ihn der Rechtsstaat im wahren Leben ein.[…]“

Das hört sich doch glatt so an, als wäre Malzahn froh darüber, dass Assange endlich gefasst ist. Und was soll das eigentlich heißen, „spielte mit der Rechtsfreiheit im Internet“?  Assange spielte nicht damit, denn das hatte er gar nicht nötig, da die Freiheit im Internet, zumindest in jedem freiheitlichen Rechtsstaat (zu dem Deutschland schon bald nicht mehr dazu gehören wird, dank der vorgeblichen Ausrede „Jugendschutz“), doch gewährleistet ist!

Oder wird diese Freiheit etwa nur gewährleistet, wenn es den jeweiligen Regierungen passt? Dann ist es aber sicherlich keine rechtsstaatliche Freiheit mehr, soviel ist sicher.

Weiter wird im Laufe des Artikels über die Fakten der Verhaftung Assanges nur kurz berichtet, da man ja noch genug Platz braucht, um Assanges Anhänger und deren Theorien leicht hämisch als Nichtigkeit abzutun:

„Seine Anhänger wittern dennoch ein abgekartetes Spiel: Die Vergewaltigungsvorwürfe seien fingiert, um das Wikileaks-Projekt zu beschädigen. Wenn das so wäre, müssten die beiden Schwedinnen, deren Bekanntschaft Assange offenbar nicht bestreitet, sowie die schwedische Staatsanwaltschaft eine von den USA diktierte, heimliche Agenda verfolgen.“

Genauso ist es! Und wenn man sich die angebliche Vergewaltigung mal näher anschaut, kommt man noch mehr zu der Annahme, dass das Ganze ein abgekartertes Spiel seitens der US-Regierung ist. Denn in den Aussagen, die die beiden schwedischen Frauen bei der Polizei zu Protokoll gegeben haben, ist nicht vonVergewaltigung die Rede!

In Schweden aber riskiert man mindestens zwei Jahre Haft wegen Vergewaltigung, wenn man einvernehmlichen Sex hat, ohne ein Kondom zu benutzen, zumindest wenn man vorher angibt, ein Kondom zu benutzen, es aber dann nicht tut. Ja, durchaus lachhaft, aber das gilt in Schweden schon als Vergewaltigung.

Ein Punkt für die Annahme einer geheimen Intrige ist auch das Timing, also der Zeitpunkt in welchen Jahr bzw. Monat die „Vergewaltigung“ stattgefunden haben soll. Diese soll nämlich im August 2010 stattgefunden haben. Und ist es nicht äußerst seltsam und verdächtig, dass Ende Juli 2010 (genauer gesagt am 25.Juli 2010) die schockerienden Afghan War-Diaries veröffentlicht wurden, die natürlich auch lange Zeit ein großes Thema in den Medien waren, und die Amerika auch in einem besonders hohen Maße schadeten und ihr Ansehen kosteten?

Als hätte man nach dieser Veröffentlichung ganz schnell nach einem skandalösen Wundermittel gesucht, um der Person hinter Wikileaks besonders großen Schaden zuzufügen…

Und dieses Wundermittel waren dann zwei Frauen, die durch die US-Regierung bzw. durch die CIA auf Assange angesetzt wurden, um ihm eine Vergewaltigung anzuhängen, nur mit der Vergewaltigung hat es dann ja nicht ganz geklappt, deswegen wurden sie auch vorher schon von der CIA belehrt, dass selbst die Nicht-Nutzung eines Kondoms in Schweden schon als Vergewaltigung gilt, für den Fall der Fälle…

Und da eine echte Vergewaltigung nicht funktionierte, versuchten sie es halt mit dem Kondom – das wäre wirklich geschickt eingefädelt, und so etwas könnte auch nur ein Geheimdienst so korrekt ausführen.

Die zu Protokoll gegebene Aussage der zweiten jungen Frau würde diese Theorie auch stützen. Diese beschreibt nämlich in den Polizeikontrollen, dass sie alles versuchte, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, mehrere Versuche unternahm sie dafür, bis es ihr schließlich gelungen sei.

Fakt ist, dass die angebliche Vergewaltigung in Wirklichkeit gar keine wahr, zumindest nach unserem Rechtwesen her nicht. Und das die ganze Geschichte ein abgekartertes Spiel der USA ist, ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Doch Welt Online-Schreiberling Malzahn sieht das natürlich anders:

„Darauf gibt es bis heute freilich keinen einzigen Hinweis, nicht einmal einen, den man nicht weiter ernst nehmen müsste. Es geht in Schweden ausdrücklich nicht um den politischen Schaden, den der Wikileaks-Aktivist angerichtet hat.“

Ja, richtig, nicht nur um den politischen Schaden Schwedens, sondern vielmehr um den politischen Schaden der USA! Diese wollen Wikileaks mit aller Macht mundtot machen, weil sie fürchten, dass bald weitaus schlimmere und auch wichtigere Dinge als beispielsweise Beleidigungen a la „Teflon Merkel“ und Co veröffentlicht werden könnnen, und ich meine wirklich wichtige, geheime Dinge, die die USA dann vollständig entlarven könnten!

Weiter im Artikel fängt nun Malzahn an, von Assange auf die Web-Gemeinde zu wechseln, Zitat:

„Assange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will.

Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes.“

Ja aber das ist das Internet! So ist das hier nun mal. Offene Kommunikation, Informationen die man sofort abrufen kann, ja vielleicht auch mal Dikussionen die aus dem Ruder laufen, aber so läuft das Internet nun mal. Es ist freiheitlich und für jeden zugänglich, und das sollte auch so bleiben. Das ist ja gerade das Tolle am Internet, es ist fortschrittlich und frei, so sieht gelebte Demokratie nun mal aus!

Doch das war noch lange nicht alles, denn der neokonservative, philoamerikanische Autor möchte, trotz des großen Widerspruchs zu seinen Springer Grundsätzen und des Artikel 1 der amerikanischen Fassung, welche er doch so liebt, diese fast grenzenlose Freiheit im Internet einschränken:

„Aus purer Hilf- und teilweise auch Ahnungslosigkeit haben wir – das schließt den Journalismus neben der Politik mit ein – diesem zum Teil unverantwortlichen Treiben viel zu lange zugesehen, während uns so genannte Netzexperten glauben machen wollten, das Internet schaffe schon irgendwie seine eigene Ethik. Das ist nicht passiert.

…Diesem unverantwortlichen Treiben viel zu lange zu gesehen…“ – Was soll das denn heißen? Wollen Sie, lieber Herr Malzahn und ihr toller Verlag jetzt etwa die Freiheit des Internets einschränken?

Denn es liest sich zumindest so, als wollten Sie als Journalist zumindest mit ihren Publikationen daraufhin arbeiten, um der Politik dann für eine Einschränkung Tür und Angel öffnen! Das hat dann aber nichts mehr mit der Freiheit zu tun, von der sie in ihren Grundsätzen so schwärmen und die sie als verbindend für jeden Springer-Journalisten ansehen!

„Stattdessen gilt es bei manchen heute schon als Zensurmaßnahme, wenn man gegen Kinderpornographie im Web zu Felde zieht.“

Weil es Zensur ist! Und das Internet soll aber ein völlig freier, uneingeschränkter Ort bleiben, in anderen Ländern, wie zB Ihrem Lieblingsland USA, sind diese Seiten auch nicht gesperrt.

Natürlich sind Kinderpornoseiten ekelhaft und abartig, aber sie zu sperren ist meistens ein Anfang zu mehr weitreichender Zensur, wie beispielsweise einige Neonaziwebseiten belegen, die schon im deutschen Google nicht mehr auffindbar sind. Man sollte sich eher gegen die Betreiber solcher Internetseiten stellen und diese zu bestrafen, anstatt mit einer Radikalzensur zu beginnen, das ist definitiv der falsche Weg.

Abschließend verweist der Autor dann wieder auf Assange, Zitat:

„Dieser digitalen Kultur des „Anything goes“, in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst sein soll, entstammt auch Julian Assange, der schon als 16-Jähriger mit dem Computer Sicherheitscodes von Firmen geknackt hat. Offenbar hat er angenommen, dass die Non-Existenz von Recht und Gesetz nicht nur im Internet, sondern auch im wahren Leben gilt. Da lag er falsch. Insofern ist seine Festnahme nur der Beleg dafür, dass rechtsstaatliche Prinzipien wenigstens noch im wahren Leben gelten. Immerhin.“

Was für ein Blödsinn! Natürlich gilt Recht auch im Internet, und dasn weiß der Autor auch genau, er suggeriert hier in eine Richtung, dass Internet wäre frei von Recht und Gesetzen, um den Leser zu beeinflussen.

Es ist ein Skandal, dass Welt Online hier gegen die Freiheit des Internet ist. Warum das auf einmal so ist, ist doch klar: Dem Springerclan gefällt es nicht, dass ihr amerikanisches Lieblingsland jetzt in aller Öffentlichkeit bloß gestellt wird, hatte Springer doch immer daraufhin gearbeitet, dass nur die guten Dinge auch veröffentlicht werden, das andere blieb dann lieber in den abgelegen Hinterzimmern zurück, wo sie sonst ihre Nachrichten im Geheimen zusammenstellen.

Und genau wegen einem solchen unfreien Journalismus wollte Assange mit seinen Veröffentlichungen etwas Gutes bewirken: Er wollte das die ganze Wahrheit endlich mal ans Licht kommt, dass die naiven Bürger nicht mehr hintergangen werden, und ihnen eine falsche Realität vorgegaukelt wird.

Man darf gespannt sein, wie es jetzt mit Wikileaks weitergeht. Und wollen wir mal hoffen, dass es auch weiterläuft und Julian Assange nicht als Opfer einer politischen Intrige mit einem Kabel um den Hals erhängt irgendwo aufgefunden wird.

Dann wäre das Selbstmord natürlich, was denn sonst?

Quellen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11451144/Die-Verhaftung-bringt-Assange-zurueck-in-die-Realitaet.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Christian_Malzahn

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Geht-es-bei-der-angeblichen-Vergewaltigung-nur-um-ein-geplatztes-Kondom/story/20158936

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,474554,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/27/welt-online-hartz-4-empfanger-sind-schuld-an-der-finanzkrise/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/01/hetzerische-polemik-auf-unterstem-niveau-der-vergleich-zwischen-hartz-4-empfangern-und-tieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/09/welt-online-wir-brauchen-eine-weltregierung/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/13/das-brave-schoshundchen-deutschland-hat-den-sitz-im-un-rat-bekommen-und-die-springerpresse-ist-begeistert/

Man kann ja von dem ehemaligen Ministerpräsidenten der Türkei, Necmettin Erbakan, und seinem türkischen Nationalismus halten was man will, aber mit der Aussage  die er am 06.11.2010 im Interview mit der Welt am Sonntag getätigt hat, hat er voll ins Schwarze getroffen.

Und zwar sagte er folgendes, Zitat:

 „Seit 5700 Jahren regieren Juden die Welt. Es ist eine Herrschaft des Unrechts, der Grausamkeit und der Gewalt.

Sie haben einen starken Glauben, eine Religion, die ihnen sagt, dass sie die Welt beherrschen sollen.

Sehen Sie sich diese Ein-Dollar-Note an. Darauf ist ein Symbol, eine Pyramide von 13 Stufen, mit einem Auge in der Spitze.

Es ist das Symbol der zionistischen Weltherrschaft. Die Stufen stellen vier „offene“ und andere geheime Gesellschaften dar, dahinter gibt es ein „Parlament der 300“ und 33 Rabbinerparlamente, und dahinter noch andere, unsichtbare Lenker.

Sie regieren die Welt über die kapitalistische Weltordnung.“

Wo er Recht hat, hat er Recht. Die zionistisch-amerikanische Ideologie ist darauf fokussiert, die Welt zu beherrschen und zu kontrollieren. Das Ganze kommt dann im Gewand der (Schein)Demokratie daher, gepaart mit (Kultur)Imperialismus, Propaganda, Umerziehung und gleichgeschalteter Systempresse.

Doch diese Aussage Erbakans kann der zionistische Springerverlag natürlich nicht einfach so unkommentiert stehen lassen, schließlich müssen sie an ihre verpflichtenden pro-israelischen und amerikanischen Grundsätze und an ihren Propagandauftrag denken. Und genau deswegen veröffentlichte Springer noch zu dem Interview einen Artikel, der die Weltleser mit Gehirnwäsche ins Gebet nimmt.

So schreibt die Welt u.a.:

„Es gibt eine ungeschriebene Regel beim Zeitungsmachen: Man führt seine Interviewpartner nicht vor, indem man ihre Äußerungen in der gleichen Ausgabe kritisiert.

[…]Diese Regel aber kann für das Interview mit Necmettin Erbakan nicht gelten.

Die Äußerungen des Mannes, der den türkischen Islamismus erfunden hat und politischer Ziehvater von Regierungschef Erdogan und Staatspräsident Gül ist, darf man nicht unkommentiert drucken, denn diese Äußerungen sind so widerwärtig wie falsch.

[…]“Wir werden eine neue Welt schaffen“, sagt er und gibt einen entlarvenden Einblick in die Gedankenwelt eines antiwestlichen Judenhassers.“

Denn der Springerverlag hat doch einen Erziehungsauftrag, der für amerikanische und israelische Werte wirbt und nur das wird auch als „die einzig moralisch richtige Einstellung“ an seine Leser verkauft.

 

Wer von dieser Meinung abweicht, ist angeblich gegen die Demokratie. Ja, so einfach gestrickt sind unsere Springerjünger, eine andere Meinung als die der USA und Israel wird nun mal nicht geduldet. Nur fraglich, ob diese Ansichten dann auch wirklich noch demokratisch sind, oder nicht doch eher schon faschistisch.

Quellen: http://www.welt.de/print/wams/politik/article10778762/Wir-werden-eine-neue-Welt-schaffen.html

http://www.welt.de/print/wams/politik/article10778736/Liebe-Leserinnen-liebe-Leser.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/04/zitat-der-woche-teil-14-henry-kissinger-und-wer-regiert-die-welt/

 https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/16/es-ist-offiziell-zionisten-kontrollieren-die-usa/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

 Und die anderen Zitate aus der Rubrik: https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/

Welt Online hat dieses Wochenende mal wieder den Vogel abgeschossen. Wegen der anhaltenden Kritik über die viel zu unzureichende Hartz 4-Reform hat sich auch das Springer-Blatt diesem Thema angeschlossen, genauer gesagt war es Gerd Habermann, der mit seinem neoliberalen Geschwätz die Hartz 4 Empfänger bloßstellte, demütigte und erniedrigte.

Aber nun wollen wir uns erstmal dem Autor dieses widerwärtigem Artikels widmen, denn Gerd Habermann ist in Sachen Sozialpolitik kein unbeschriebenes Blatt. Der Publizist, der sich auch selbst gerne als „Wirtschaftsphilosoph“ bezeichnet, hatte schon in der Vergangenheit mehrfach gegen den Sozialstaat gehetzt, schon 1977 schien ihm das ein Dorn im Auge zu sein, als er sein erstes Werk „Über Junkertum und Bürokratie – Zur Genesis des deutschen Sozialstaates“ veröffentlichte. Darauf folgten dann ähnlich hetzerische Werke mit so klangvollen Namen wieDer Wohlfahrtsstaat – Die Geschichte eines Irrwegs“ oderRichtigstellung – Ein polemisches Soziallexikon“.

Außerdem wäre noch zu erwähnen dass Habermann Mitglied der FDP ist und er sich an den Positionen Friedrich August von Hayek orientiert. Das erklärt seine Hetze gegen den Sozialstaat, denn von Hayek war ein absoluter Kritiker des Sozialismus.

Soviel also zu seiner Person, jetzt zu seinem Artikel.

Schon die Überschrift verrät den polemischen Artikel und die eigentliche Intention des Autors, Zitat:

„Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben!“

Für ihn mag das vielleicht seltsam sein, da er in seiner neoliberalen Ideologie gefangen ist, für Menschen die den Sozialstaat als gerechtfertigt ansehen, ist das aber ganz normal. Denn Deutschland ist kein Land, welches ihre Bürger im Stich lässt, nur weil diese keine Arbeit finden, jedem Deutschen, der keine Arbeit hat, wird geholfen. Das ist das Gute am Sozialstaat, dass wir niemanden hängenlassen, nur weil derjenige arbeitslos ist. Denn jeder Mensch kann mal in die schlimme Lage kommen, seinen Job zu verlieren.

Nein, Sie natürlich nicht, Herr Habermann, Sie gehören ja zur Elite, Sie sind auf so etwas natürlich nicht angewiesen, aber vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, dass es dem „kleinen Mann“ nun mal nicht so gut geht wie Ihnen, und dass ein Arbeiter nicht so schnell wieder in den Beruf zurückkommt wie Sie es vielleicht vermuten. Aber es ist natürlich immer einfach, aus einem goldenen Palast Polemik und alte Stammtischparolen abzufeuern, ich weiß.

Aber erstmal zurück zum Artikel, denn was jetzt kommt, ist an Widerwärtigkeit und Unmenschlichkeit wirklich kaum noch zu überbieten, denn um seine kalte, neoliberalistische Ideologie zu verbreiten, scheut sich Habermann auch nicht davor, einen Vergleich zu Tieren herzustellen, Zitat:

„Menschenwürde bedeutet aber zunächst nur die objektive Sonderstellung des Menschen gegenüber den „vernunftlosen“ Tieren und der unbelebten Welt, weil der Mensch überlegt handeln und seinem Leben Wert und Sinn verleihen kann.“

Widerlich! Wie kann man nur einen Vergleich zu Tieren herstellen? Ist mir unbegreiflich, da ist wohl seine pseudophilosophische Ader ein bißchen zu viel mit ihm durchgegangen.

Doch gucken wir mal, worauf er damit überhaupt hinaus will:

„Das ist ganz unabhängig davon, ob er ein armer Almbauer oder ein reicher Börsenmagnat ist: Menschenwürde ist mit dem Menschsein selber gegeben. Genauso wie persönliche Freiheit nicht mit gutem Versorgtsein oder Wohlhabenheit korreliert. Man ist nicht unfrei, wenn man ärmlich leben muss – Freiheit verstanden als Freiheit vom willkürlichen Herumkommandiertwerden durch andere Menschen! Der wohlversorgte, aber angekettete Hofhund des Bauern ist nicht schon deswegen frei, weil er gut versorgt wird; und der hungernd herumstreifende Fuchs ist nicht deswegen unfrei, weil er hungrig ist.“

Nein, es sagt ja auch niemand, dass Freiheit etwas mit Wohlstand zu tun hat, und es rechtfertigt noch lange nicht das, worauf der Autor hier hinauswill. Der Versorgte ist sicherlich nicht in Ketten gelegt, nur weil er Hilfe bekommt. Und es ist auch nichts falsch daran, einem Menschen in Not zu helfen.

Weiter argumentiert Habermann:

 „Zur Menschenwürde gehört auch, dass der Mensch zur Selbsthilfe und zur Selbstverantwortung fähig ist und sich beschämt fühlt, wenn er auf Kosten anderer Leute, sei es auch über Staatsgeschenke, leben muss. Den Empfängern solcher Geschenke ohne Gegenleistung darf es nicht erspart bleiben, diese Situation als schmerzlich zu empfinden. Eben dies spornt an, aus dieser unwürdigen Lage wieder herauszukommen.

[…]Gerade dieses gewisse Stigma der öffentlichen Unterstützung empfinden aber unsere Sozialapologeten als eine unzumutbare „Demütigung“[…]“

Achso Herr Habermann, und Sie meinen, dass sich die Hartz 4 Empfänger damit wohlfühlen, Leistungen vom Staat zu beziehen? Nein, eben nicht! Der Mehrheit ist es unangenehm, auf Staatskosten leben zu müssen und sie wollen so schnell es geht wieder in Arbeit. Es gibt glaube ich niemanden, der stolz darauf ist, Sozialleistungen zu beziehen, nur was sollen sie machen, wenn sie unverschuldet in diese Lage gekommen sind und keine Arbeit mehr finden? Sollen sich die Hartz 4 Empfänger wirklich zu Tode dafür schämen, dass Neoliberalisten und Konservative dieses von ihnen verlangen? Ja, das ist demütigend und menschenverachtend.

Das die FDP und ihre Anhänger das Prinzip des Sozialstaates am liebsten auf den Kopf stellen, oder diesen am liebsten doch eher gleich abschaffen würden zeigt der nächste Abschnitt:

„Sie suggerieren ihren Klienten: Du empfängst keine Almosen, sondern bekommst nur dein gutes Recht, wenn du Unterstützungsleistungen empfängst. Ein seltsames Recht, dem Nächsten in die Tasche zu greifen!“

Das ist das Prinzip einer Solidargesellschaft Herr Habermann, und auch das Prinzip der Menschlichkeit. Sollten Sie einmal arbeits – u. mittelos werden, so bekämen Sie auch Unterstützung vom Staat, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen. Aber soweit wird es bei Ihnen ja nicht kommen, deswegen kann man auch schön weiter von oben herab die kleinen Leute demütigen, stimmts?

Weiter im Text:

 „So wandelte sich begrifflich die althergebrachte Armenpflege zur Fürsorge, dann zur Sozialhilfe, schließlich ganz wertneutral zu Hartz IV. Aus „Armen“ wurden „Hilfebedürftigen“, dann „Hilfeempfänger“, schließlich „Leistungsempfänger“. Eine wunderbare Karriere!“

Ja, eine wunderbare Karriere ist das, wenn man beispielsweise ein Hartz 4 Kind nicht mehr als ‚arm‘ und ‚hilfebedürtig‘ stigmatisiert, sondern ihm mit der Bezeichnung ‚Leistungsempfänger‘ aus der Demütigung herausholt…Nach Ansicht des Autors wäre es wohl besser gewesen, das Hartz 4-Kind auch weiterhin als „verarmtes Unterschichtenkind“ zu kränken und zu erniedrigen, da diese Bezeichnungen ja für das Selbstwertgefühl durchaus hilfreich sind. Unglaublich, dass der Autor selbst bei Begriffen die Menschenwürde weiter in den Keller treiben will.

„Der Begriff der relativen Armut hat alle Schleusen des Anspruchsdenkens geöffnet. Es muss ja immer jemanden geben, der relativ ärmer ist. Man kann zwar ein relativ reicher Mann sein, aber doch im Vergleich zu Bill Gates als relativ arm erscheinen. Es gibt eben weder für Menschenwürde, gemessen am Lebensstandard, noch für Armut eine objektive Begriffsbestimmung – daher das Geschacher um die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger.“

Was das für eine Verhöhnung und Erniedrigung der Menschen ist, die wirklich an der Armutsgrenze stehen, scheint dem Autor gar nicht klar zu sein. Wenn man wirklich Bedürftigen noch nicht mal die Wurst auf dem Brot gönnt, muß man schon ein sehr schwacher Charakter sein – kalt, unberechenbar, ja sogar weltfremd. Neoliberale wie Gerd Habermann sind die wahre Rache des Wohlstandsbürgers.

„Die gegenwärtige Sozialhilfe hat den Ehrgeiz, Verarmung und Misserfolg möglichst vor den Augen anderer zu verbergen. Die Betroffenen sollen ein „normales“ Leben führen können, eben das, was man menschenwürdig nennt. Aber wenn diese Hilfe so menschenwürdig ist, gibt es dann noch einen Grund, sich wieder auf eigene Füße zu stellen?“

Achso, in der neoliberalen Ecke will man also das ganze Ausmaß der Armut sehen? Mein Tipp: Gehen Sie mal nach Berlin-Marzahn, besuchen Sie die Tafeln, und gucken Sie sich die verarmten Kinder an, mit ihren kaputten Klamotten von Kik, ihrem abgenutzten Spielzeug oder die nach Urin stinkenden Plattenbauwohnungen, dann werden Sie wahre Armut sehen. Aber parken Sie Ihren Mercedes Benz vorsichtshalber an einer abgelegeren Stelle.

Und zum Zweiten: Natürlich gibt es auch dann noch einen Anreiz zum Arbeiten, denn mit 359 Euro im Monat kann man keine wirklich großen Sprünge machen, das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.

„Zudem können sich die Betroffenen nach der geltenden „sozialen“ Schuldtheorie einreden, dass ja nicht sie, sondern die Gesellschaft an ihrer bedauernswerten Lage schuld sei. Ihnen wird gesagt: „Es ist nicht dein Fehler!“ Man fordert mit dem Recht auf öffentliche Unterstützung quasi eine soziale Wiedergutmachung.“

Da braucht man sich nicht viel einreden, denn das ist zum Teil auch so. Zwar hat sich der Arbeitsmarkt wieder etwas stabilisiert, trotzdem ist es immer noch schwer, überhaupt Arbeit zu finden, geschweige denn einen Ausbildungsplatz.

Und Langzeitarbeitslose haben es auch weiterhin schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Vorurteile, die von Menschen wie Habermann gestreut werden, nämlich das sich Langzeitarbeitslose gar nicht richtig bemühen und sich auf den staatlichen Leistungen ausruhen würden, bestehen auch weiterhin. Es liegt also bei weitem nicht nur an den Leistungsempfängern, so wie es hier in dem Artikel gerade dargestellt wird.

Habermann wäre nicht Habermann, wenn er nicht nach dem Tiervergleich noch eine demütigerende Aussage heraushauen würde, Zitat:

„Im 19. Jahrhundert galt es dagegen als menschenwürdig, gerade nicht auf öffentliche Kosten zu leben. Vor 1918 entzog man Unterstützungsempfängern sogar das Wahlrecht (übrigens auch den „Bankrotteuren“). Da sind wir heute milder.“

Und das findet Habermann natürlich schade, er wünscht sich nämlich ähnlich krasse Verhältnisse wie die aus dem 19. Jahrhundert, zumindest suggeriert er das gerade mit diesem lächerlichenVergleich, aus dem wohl auch nur er und andere FDP-Anhänger ihre ideologischen Schlüsse ziehen, seltsam, diese Liberalen.

Und das Herr Habermann ein absoluter Gegner des Mindestlohns ist, lässt er uns in seinem nächsten Abschnitt erahnen:

Aber mit dem sich ausbreitenden gesetzlichen Mindestlohn, den unabdingbaren Lohntarifen oder gar einem bedingungslosen Grundeinkommen wird gerade der entgegengesetzte Weg begangen.“

Genau! Denn der FDP ist natürlich völlig egal, wieviel zum Beispiel ein Zeitarbeiter die Stunde kriegt. Denen geht es nur um ihre kapitalistischen Unternehmen, die kleinen Leute und ihre Einzelschicksale interessieren sie überhaupt nicht. Für Liberale sind Arbeiter nur Maschinen, nicht mehr.

 „Niemals sollte es menschenunwürdig sein, sich seinen Lebensunterhalt selber verdienen zu müssen, sei es mit Schuhputzen, Brötchenaustragen oder Straßenfegen.“

Es ist auch nicht menschenunwürdig, allerdings wird man mit den hier genannten Minijobs wohl kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten können, dafür bräuchte man dann schon den Mindestlohn, um nicht aufstocken zu müssen, aber da sich die FDP ja gegen den Mindestlohn sperrt, wird man aus diesem Teufelskreis auch nicht herauskommen, leider.

Zum Ende des Artikels versucht der Autor das Ruder nochmal herumzureißen, beteuert, dass sein hetzerischer Artikel kein Plädoyer gegen die, Zitat – „wirklich Bedürftigen“ wäre. Aber wer sind denn die „wirklich Bedürftigen“, und wer entscheidet ob man sie als „wirklich bedürftig“ bezeichnen darf  oder nicht?

Fakt ist doch, dass jeder, der diese Leistungen bezieht, auch wirklich bedürftig ist. Menschen die keine Arbeit finden, die ohne alles dastehen und kein Geld für ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen haben, sind bedürftig. In Deutschland muß niemand hungern und auf der Straße stehen, dafür ist der Sozialstaat da.

Und das ist auch gut so.

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10635485/Ein-seltsames-Recht-auf-Kosten-anderer-zu-leben.html#

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/27/welt-online-hartz-4-empfanger-sind-schuld-an-der-finanzkrise/

Die Lage der Pressefreiheit hat sich nach Meinung der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) in Deutschland verschlechtert.

In dem hier zitierten Artikel wird vor allem die Pressefreiheit in Mecklenburg-Vorpommern thematisiert. Dort erwarten wohl Pressestellen von Behörden immer häufiger Rechercheunterlagen oder Angaben zu den Informanten bevor sie Anfragen von Journalisten beantworten.

Außerdem würden Journalisten von kritischen Medien einfach nicht zu Veranstaltungen eingeladen. Fragt man nach, warum der Kollege nicht eingeladen wurde, bekommt man die Erklärung, die Einladung sei wohl abhanden gekommen oder aus technischen Gründen nicht angekommen.

Vor allem rechte Parteien wie zB die NPD haben unter dieser Presseunfreiheit zu leiden. Immer wieder soll es Absprachen über die Berichterstattung zur NPD zwischen dem Schweriner Innenministerium und den hiesigen Medien geben.

So überraschte 2009 die Sprecherin des Innenministeriums einen Journalisten mit der Bemerkung, es sei doch mit allen Medien im Lande abgesprochen, dass über eine Plakataktion der NPD in Löcknitz nicht berichtet werden soll. Der zuständige Journalist hatte dieses ignoriert, und berichtete trotzdem darüber. Daraufhin wurde er in die Ecke der Nazis gestellt und unter anderem von dem ver.di eigenen Magazins „M“ „Menschen Machen Medien“ der Propaganda für die NPD bezichtigt.

Auf dem 7. Landesmedientag des Deutschen Journalisten-Verbandes M-V mit dem bezeichnenden Arbeitstitel: „Der Umgang der Medien in M-V mit dem Rechtsextremismus“ hielt das Eingangsreferat kein anderer als der Innenminister Lorenz Caffier (CDU) selbst, um so die Medien wohl in die gewünschte Spur zu bringen.

Die Stoßrichtung von Seiten der Politik in Schwerin scheint klar. Die Medien sollen in ihrer Berichterstattung möglichst unangenehme Themen wie Korruption oder den politischen Gegner ausklammern. Der Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, Dieter Schulz, stellte daher die rhetorische Frage: „Wenn die Nazis nicht im Blatt sind, sind sie dann weg?“ Er sagte, zur Glaubwürdigkeit gehöre selbstverständlich die kritische Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung.

Der Chefredakteur von GNN-MVregio GmbH Uwe Schröder bezeichnet das Handeln der politischen Eliten in M-V frei nach Bismarck, Zitat:

„Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“

Es ist geht hier nicht darum, ob man die NPD als rechtsextreme Partei ausklammern sollte oder nicht, sondern es geht ganz einfach ums Prinzip. Denn wenn in Deutschland Pressefreiheit herrscht, dann sollte man eben auch über diese Partei konstruktiv und fair berichten dürfen.

Und überhaupt: Wenn sie schon bei der NPD diesen Schritt gehen, nicht frei und unabhängig zu sein, wie weit gehen sie dann erst bei EU -u. US-kritischen Nachrichten, was wird da wohl alles erst besprochen und dann unter den Tisch fallen?

Die Presse spricht es erst mit der Regierung/Innenministerium ab, worüber sie berichten wird? Das hat dann aber nichts mehr mit unabhängigen und innovativem Journalismus zu tun, sondern diese Journalisten sind Knechte und Bedienstete der Bundesregierung.

Und übrigens, die MVregio ist die einzige bekannte Nachrichtenseite, die über diese Verschlechterungen der Pressefreiheit in Deutschland berichtet. Welt Online hingegen schweigt zu Deutschland bis auf einen Satz. In diesem einen Satz spricht das Springerblatt sogar noch von einer Verbesserung(!) der Pressefreiheit in Deutschland und belügt damit die deutschen Bürger.

Auch DAS sollte einem mal zu denken geben.

Quelle: http://www.mvregio.de/nachrichten_region/435943.html

Siehe auch: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10440719/Pressefreiheit-auch-in-Europa-bedroht.html

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/29/unsere-freie-presse-verrat-wir-verhandeln-im-hinterzimmer-geheime-dinge/