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Neben dem durchaus unterhaltsamen „Osama-guckt-Fernsehen-Video“ haben es ja auch noch vier andere Videos geschafft, veröffentlicht zu werden. Doch wie Infowars jetzt herausfand, sind auch diese nicht neu und schon einmal veröffentlicht worden!

 Hier einmal die Vergleiche:

Es wurden also nur Hintergrund und auf dem letzten Bild die Qualität und Beschriftung geändert.

Sagt mal, für wie dumm halten die uns eigentlich?

Quelle: http://www.infowars.com/hoax-white-house-claims-4-year-old-bin-laden-tapes-are-new-footage/

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Zwei weitere Bilder von Osama Bin Laden sind im Netz aufgetaucht, eins zeigt ihn und das andere seinen Sohn:

Ganz offensichtlich fake…

Gefunden auf: http://www.infowars.com/more-fake-photos-of-a-dead-bin-laden-and-son-circulate-the-web/

 

Tag zwei nach dem angeblichen Tod von Osama Bin Laden, und jeden Tag kommen mehr Einzelheiten ans Tageslicht, wie es denn wirklich abgelaufen sein soll.

Gestern sprach man noch von einem bewaffneten Bin Laden, der das Feuer eröffnete, heute sagen sie plötzlich, er sei gar nicht bewaffnet gewesen – die Geschichte wird immer seltsamer, die Aussagen widersprüchlicher. Es beschleicht einen immer mehr das Gefühl, dass die ganze Story von hinten bis vorne erstunken und erlogen ist.

Auch bei der angeblichen Tötung einer Ehefrau bin Ladens rudert das Weiße Haus mit seinen Aussagen zurück. Anders als zunächst mitgeteilt, sei die Frau mit einem Schuss ins Bein verletzt worden, sagte Obamas Sprecher Jay Carney. Die Frau habe sich in demselben Zimmer befunden wie bin Laden und sei auf die US-Soldaten zugestürmt. Damit rückte Washington auch von der Version von Anti-Terror-Berater John Brennan ab, wonach die Frau von ihrem Gatten als menschlicher Schutzschild missbraucht und so getötet worden sei.

Auch die eigentliche Tötung Bin Ladens ist ein kontroverses Thema.

So dürfte es beispielsweise für das Völkerrecht interessant sein, dass das US-Tötungskommando ihre Hinrichtung von Osama Bin Laden ohne erkennbare Gegenwehr ausgeführt hat. Aber bei den USA wird ja gerne mal ein Auge zugedrückt, und schließlich sind Osama Bin Laden und die anderen Menschen, die bei der Tötungsoffensive ums Leben kamen, ja nur Menschen zweiter Klasse, deswegen ist das natürlich kein Problem.

Es ist sogar schon so weit gekommen, dass man sich als Gegner dieser Tötung ja schon als ein schlechter Mensch fühlen muß, eben weil man sich nicht über den Tod dieses einen Menschen (bzw. dieser vier Menschen) freuen kann – verkehrte Welt. Interessant dabei ist auch die Einstellung von so manchem Linken zu dem Thema, die sich auch über den Tod freuen und somit verraten, dass sie in Wirklichkeit gar nicht links sein können.

Selbst unsere Marionetten-Bundeskanzlerin steht nun in der Kritik. Angela Merkel muß derzeit Kritik von mehreren Kirchenvertretern und aus den Reihen ihrer eigenen Partei einstecken. Denn Merkel äußerte sich kurz nach der Nachricht von Bin Ladens Tod folgendermaßen:

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Ihr Parteikollege CDU-Politiker Siegfried Kauder kommentierte das so:

„Ich hätte es so nicht formuliert. Das sind Rachegedanken, die man nicht hegen sollte. Das ist Mittelalter.“

[…]“Eine willkürliche Tötung ist nach dem internationalen Pakt über bürgerliche und politische Freiheiten nicht erlaubt.“

Nachdem der erste Schock (oder die Freude) verdaut wurde, verlangen die Menschen nun Beweise für Bin Ladens Tod. Denn alles was man bisher weiß, hört sich doch ziemlich verworren an. Vor allem aber die Behauptung, man habe innerhalb von nur einem halben(!) Tag eine DNA-Analyse durchgeführt, dann Verwandte aufgespürt um diese abzugleichen, und am selben Tag noch eine Seebestattung errichtet, hört sich doch ziemlich unwahrscheinlich an, oder?

Es sei denn man hat diese Dinge schon Jahre zuvor erledigt, dann kann man so etwas natürlich auch behaupten.

Jetzt will die Öffentlichkeit natürlich gerne ein Bild des toten Bin Ladens sehen, man misstraut ( zu Recht!) der eigenen Regierung. Doch dieser Regierung passt das gar nicht – hat man etq vor Jahren nicht genug Fotos geschossen?

Deswegen versucht man jetzt, um das Veröffentlichen von Fotos herumzukommen. Dafür hat man nämlich auch schon die perfekte Ausrede parat: Die Fotos von seinem Leichnam seien zu entstellt, um gezeigt zu werden!

Ja, richtig gehört, laut Jay Carney seien die Bilder wohl zu – Zitat – „grausig“ undgrauenvoll“. Vor diesem Hintergrund werde geprüft, ob es nötig sei, sie zu veröffentlichen. Bin Laden soll zwei Mal getroffen worden sein, einmal direkt über dem linken Auge. Wie es in Medienberichten hieß, „explodierte sein Kopf“.

Angeblich werten sie derzeit noch die Bilder und Videos aus, um zu sehen, ob es angemessen wäre, diese zu veröffentlichen.

CIA-Chef Leon Panetta überlässt die Entscheidung, Fotos von der Leiche Bin Ladens zu veröffentlichen, dem Weißen Haus. Er persönlich ist auch der Meinung, man sollte der Öffentlichkeit die Bilder nicht vorenthalten, Zitat Panetta:

„Ich denke, wir sollten dem Rest der Welt zeigen, dass wir in der Lage waren, ihn zu kriegen und zu töten.“

Na, das ist doch mal ein Wort. Wir sind schon jetzt gespannt darauf.

Quellen: http://www.abendblatt.de/politik/article1877240/Wann-veroeffentlichen-die-USA-das-Bin-Laden-Foto.html

http://www.welt.de/politik/article13333297/Unbewaffneter-Bin-Laden-wehrte-sich-gegen-Soldaten.html

http://news.sky.com/skynews/Home/Bin-Laden-Killed-White-House-Weighs-Releasing-Gruesome-Image-Of-Dead-Al-Qaeda-Leader/Article/201105115984945?lpos=Home_Top_Stories_Header_0&lid=ARTICLE_15984945_Bin_Laden_Killed%3A_White_House_Weighs_Releasing_Gruesome_Image_Of_Dead_Al_Qaeda_Leader

http://www.wtsp.com/news/article/190216/81/White-House-not-releasing-Osama-bin-Laden-pictures-yet

http://www.dailydemocrat.com/news/ci_17989230

http://www.rferl.org/content/osama_bin_laden_photos_panetta_cia/24090942.html

http://www.usatoday.com/news/washington/2011-05-03-photos-bin-laden_n.htm?csp=34news

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,760500,00.html

http://www.tagesschau.de/inland/presseschaubinladen100.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/05/03/was-fur-eine-propaganda-show-bin-laden-war-schon-lange-vorher-tot/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/05/02/eilmeldung-osama-bin-laden-ist-tot-surprise-surprise/

Gestern morgen enthüllte US-Präsident Barack Obama der Welt dass das Gewächs des amerikanischen Geheimdienstes, der Terrorist und Staatsfeind Nr. 1 Osama Bin Laden bei einer US-Kommandoaktion in Nordpakistan erschossen wurde.

In seiner Rede an die eigene Nation und den Rest der Welt verriet er, dass er den Militärangriff selber angeordnet habe, der Rest seiner Rede folgte dem typischen „War on Terror“-Propaganda-Drehbuch, so, wie es die Drahtzieher des Weltgeschehens ihm befohlen haben.

„Eine besondere Brut von Kriegern tötete Bin Laden“, schreibt die Springerpresse nicht ganz ohne Stolz, und auch Obama gab in seiner historisch-dramatischen Rede bekannt, dass Bin Laden in einem „schweren Feuergefecht“ ums Leben kam.

Seine Leiche wurde schon bestattet, per Seebestattung wurde sie ins Arabische Meer geworfen. Ging ja schnell mit der Bestattung, oder? Und dann gleich diese Art zu wählen, damit bloß keiner auf die Idee kommen könnte, die Leiche zu obduzieren. Aber ein DNA-Test wurde ja auch schon gemacht, welcher seine Identität angeblich zweifelsfrei bestätigt – wow, was die Amis so alles an nur einem Tag schaffen…

Doch die böse Weltöffentlichkeit will einfach keine Ruhe geben, sie verlangt Beweise, Fotos von der Leiche. Und nachdem der Schwindel mit dem seit Jahren im Internet kursierenden, gefakten Leichenfoto Bin Ladens nicht geklappt hat, muß man sich etwas anderes überlegen.

Helmut Schmidt ist sich indes sicher, dass die Tötung Bin Ladens gegen das internationale Völkerrecht verstößt, Zitat Schmidt:

„Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht. Zum anderen kann es – weil überall in der arabischen Welt Unruhe herrscht – zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick wirklich nicht übersehen kann.

[…]Ich habe aber dennoch vollstes Verständnis für die Freude der Amerikaner, nachdem zweifellos Bin Laden der Urheber dieses schändlichen Attentats auf das World Trade Center gewesen war.“

Auch der frühere US-Präsident George W. Bush meldet sich nun zu Wort:

Der Kampf gegen den Terrorismus geht weiter, aber heute Abend hat Amerika eine unmissverständliche Nachricht gesandt: Egal, wie lange es dauert, Gerechtigkeit wird einkehren.“

Im Jahr 2006 jedoch gab Bush damals noch zu, dass Osama Bin Laden zu fassen nicht an erster Stelle stehe und somit auch nicht oberste Priorität habe.

Im Februar 2004 behauptete der iranische Staatsfunk dass Osama Bin Laden schon „vor langer Zeit“ an der pakistanischen Grenze zu Afghanistan gefasst wurde. Sowohl Mitarbeiter des Pentagons als auch die pakistanische Regierung bestritten dies.

Im iranischen Staatsfunk berichteten sie darüber folgendes:

„Osama Bin Laden wurde schon vor langer Zeit verhaftet, aber Bush hat die Absicht es als Propaganda-Cou für seinen Präsidentschaftswahlkampf zu nutzen.“

Wieder andere Berichte behaupteten, dass Bin Laden schon kurz nach den Terroranschlägen vom 11.September an Nierenversagen starb.

Und da scheint wirklich etwas Wahres dran zu sein, denn im Jahr 2002 sagte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf, dass Bin Laden nierenkrank sei und eine Dialyse-Maschine angefordert hatte, als er in Afghanistan lebte.

Im selben Jahr sagte der Terrorabwehrchef vom FBI, Dale Watson, Zitat:

„Ich persönlich denke dass er (Bin Laden) wahrscheinlich nicht mehr unter uns ist.“

Ein Führer der Taliban erzählte dem „Paksitan Observer“ am 21.Dezember 2002, dass Bin Laden unter einer ernsten Lungenerkrankung litt und Mitte Dezember in der Nähe der Tora Bora Berge starb.

Laut Fox News(!) behauptete diese Quelle dass er ehrenvoll starb und nach seinen wahhabischen Glauben bestattet wurde.

Alex Jones hingegen blieb bei der „Nierenversagen-Theorie“, über welche er sich 2002 im Radio folgendermaßen äußerte:

„Ich weiß es von hohen Kreisen aus der Bush-Regierung…dass Bin Laden unter natürlichen Umständen starb und dass seine Familie die Leiche der CIA übergab, dass sie ihn wieder auspacken werden kurz bevor der nächsten Wahl, dass er im Moment eingefroren ist.

Sie werden behaupten dass sie ihn kurz vor der Wahl getötet haben.“

Während der Präsidentschaftswahl 2004 berichtete CNN dass Insider der demokratischen Partei erzählten dass George Bush Bin Ladens Leiche noch als sein „Ass im Ärmel“ benutzen wollte, falls er merken würde die Wahl doch noch verlieren zu können.

2003 verriet die frühere Außenministerin Madeleine Albright dem FOx News-Mitarbeiter Morton Condracke dass sie Bush verdächtigen würde, er wüsste Bescheid über den Verbleib Osama Bin Ladens und dass er nur auf den politisch-taktischsten Moment warten würde, um eben dies preiszugeben.

Die hübsche, pakistanische Politikerin Benazir Bhutto berichtet 2007 im amerikanischen Fernsehen, dass Bin Laden von Ahmed Omar Saeed Sheikh ermordet wurde. Ahmed Omar Saeed Sheikh wurde verurteilt weil er den Journalisten Daniel Pearl entführt und dann getötet hat.

Kurz nach dem Interview von Benazir Bhutto wurde die Frau Opfer eines Attentats, die Tat ist bis heute rätselhaft.

Die pakistanische Regierung macht den regionalen Extremisten Baitullah Mehsud für das Attentat verantwortlich. Al-Qaida weist diese Vorwürfe allerdings zurück und bestreitet eine Verwicklung in den Anschlag. Mehsuds Sprecher vermutet hinter der Tat „eine Verschwörung der Regierung, der Armee und der Geheimdienste“. Auch Bhuttos Partei zweifelt an den Angaben der Regierung: „Die Geschichte sei fingiert und die Regierung wolle damit abzulenken versuchen.“

Obamas Bekanntmachung von Bin Ladens Tod jedenfalls ist gutes Timing, schließlich ist gerade erst eine Kontroverse rund um seine Geburtsurkunde entstanden, da lenkt Bin Ladens Tod natürlich von den eigenen Skandälchen gut davon ab.


In anderen, kritischen Medien wird sogar schon von einem Propaganda-Stunt gesprochen. Und genau das ist es auch.

Quellen: http://cheechandchongfan.blogspot.com/2011/05/red-alert-government-had-osama-bin.html

http://www.foxnews.com/story/0%2c2933%2c41576%2c00.html

http://thinkprogress.org/2006/09/14/barnes-osama/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760053,00.html

 
Von Norman Paech
 
Als US-Präsident George Bush im Herbst 1990 eine Neue Weltordnung verkündete, spielte er auf das Ende des Kalten Krieges und den überraschenden Untergang des einstmals mächtigsten Rivalen im Kampf um die Vorherrschaft an. Alle Welt sprach von der zu erwartenden Friedensdividende und gab sich der Hoffnung hin, dass an die Stelle gegenseitiger Machtblockade nun die Rechtsordnung der Vereinten Nationen treten würde, um den Frieden der Völker untereinander zu garantieren – wie es einst US-Präsident Woodrow Wilson von dem Völkerbund erhofft hatte. Man übersah in jenem Herbst – und wollte es wohl auch -, dass die USA bereits wieder auf dem Kriegspfad waren und die günstige Gelegenheit nutzten, den UNO-Sicherheitsrat für ihre Pläne zu gewinnen und hinter ihre Militäraktion gegen den Irak zu bringen. Denn daran gab es keinen Zweifel, der Irak hatte mit seinem Überfall auf Kuwait gröblichst das Völkerrecht verletzt und musste seine Beute wieder hergeben.
 
Ob dazu allerdings eine derartige Kriegsmaschinerie notwendig war, welche Anfang 1991 ein wahres Inferno am Golf entwickelte, war schon vor seinem Einsatz zweifelhaft. Es gab genügend Stimmen, die die Wirtschaftsblockade und diplomatische Mittel für ausreichend ansahen, die Souveränität Kuwaits wiederherzustellen.
 
Aber die USA benötigten diese Waffendemonstration als Auftakt für ihre Neue Weltordnung.  
 
“Dieses ist eine Niederlage der Vereinten Nationen”, hatte der damalige UNO Generalsekretär Perez de Cuellar am ersten Tag der Luftangriffe gesagt.

In der Tat, die UNO und ihre Charta mussten für ein Unternehmen herhalten, welches sich immer mehr als das entpuppte, als das es offensichtlich geplant war: die Etablierung einer neuen Herrschafts- statt einer Friedensordnung. Die USA hatten von vornherein klar gemacht, dass sie sich an keine Weisungen oder Kontrolle seitens des Sicherheitsrats, bzw. des Generalstabsausschusses (Artikel 46 und 47 UNO-Charta) halten würden. Und so entfachte die Militärmaschinerie einen wahren “desert storm”, der alle Grenzen der in Artikel 42 UNO-Charta vorgesehenen Zwangsmaßnahmen sprengte.

 Wenn es in diesem Artikel heißt, dass der Sicherheitsrat “mit Luft-, See- oder Landstreitkräften die zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen durchführen” kann, so bedeutet das nicht Krieg ohne jegliche Verhältnismäßigkeit, sondern eher militärische Zwangs- und Drohmaßnahmen, wie sie im folgenden Satz 2 des Artikels erwähnt werden:

“Sie können Demonstrationen, Blockaden und sonstige Einsätze der Luft-, See- oder Landstreitkräfte von Mitgliedern der Vereinten Nationen einschließen.”

Der Welt und in ihr vor allem den sogenannten rogue-states, den Schurkenstaaten sollte jedoch mehr als die Prinzipien der Völkerrechtsordnung gezeigt werden. “Desert Storm” war gleichzeitig eine Waffen- und Heerschau, die die absolute militärische Dominanz der USA und die Aussichtslosigkeit, ihr zu trotzen, demonstrieren sollte. Mehr noch, es wurde durch die Art der Kriegsführung deutlich gemacht, dass sich die USA, wenn nötig, auch außerhalb der UNO-Charta und allgemein anerkannten Völkerrechtsordnung ungestraft bewegen können.

Es hat knapp zehn Jahre gedauert, bis der US-amerikanische Journalist Seymour Hersh seine akribischen Untersuchungen über schwere Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte während des Golfkrieges im New Yorker veröffentlichte. Das tut jemand wie Hersh nur, wenn er sich  seiner Beweise absolut sicher ist – er war es gewesen, der seinerzeit das Massaker der amerikanischen Soldaten im vietnamesischen Son My (My Lai) aufgedeckt hatte.

 Im Golfkrieg ging es um den Zwei-Sterne-General Barry McCaffrey, der zwei Tage nach dem von Präsident Bush am 28. Februar 1991 erklärten Waffenstillstand, der den irakischen Truppen freien Abzug gewährte, seiner 24. Infanteriedivision den Befehl gab, eine Panzerdivision der Republikanischen Garden anzugreifen, die sich auf dem Rückzug Richtung Bagdad in der Nähe der Rumaila-Ölfelder auf eine Brücke über den Hammar-See zu bewegte. Diese Brücke hatte er durch die Explosion eines Munitionslasters blockieren lassen, so dass die abziehende etwa fünf Meilen lange Kolonne festsaß.
 
Nach mehrstündigem Feuer waren alle 700 Panzer und die Begleitfahrzeuge, in denen sich auch Zivilisten und Kinder befanden, zerstört. Verluste bei den Amerikanern gab es keine. Die Zahl der irakischen Opferwurde nie ermittelt, es gab weder Fernsehbilder noch Presseberichte über dieses schwere Kriegsverbrechen.
 
Einen Tag vor dem Waffenstillstand hatten Soldaten der 1. Brigade aus McCaffreys Division fast 400 irakische Soldaten, die sich ergeben hatten und bereits entwaffnet waren, mit Maschinengewehren unter Feuer genommen und getötet. Darunter befanden sich auch verwundete und bandagierte Soldaten in einem Sanitätsbus.
 
Noch einen weiteren Vorfall der Erschießung von Zivilisten recherchierte Hersh und konnte in Erfahrung bringen, dass wegen aller drei Verbrechen armeeinterne Untersuchungen stattgefunden hatten, die aber alle niedergeschlagen wurden. McCaffrey wurde zum Vier-Sterne-General befördert und leitet heute den Anti-Drogenkampf in Lateinamerika.
 
Was in den USA zumindest heftige Medien- Kontroversen verursachte, ist in Deutschland verschwiegen worden – oder haben alle USAKorrespondenten der deutschen Medien geschlafen?
 
Was schon bald nach dem Golfkrieg an die Öffentlichkeit kam aber offensichtlich wie durch einen Zeitzünder erst jetzt zu explodieren droht, ist der seinerzeit erstmalige Einsatz von Panzermunition aus abgereichertem Uran. Lange Zeit konnte das unerklärliche Golf-Syndrom auf die Zerstörung irakischer Chemiewaffenlager beziehungsweise die vorsorglichen Schutzimpfungen gegen mögliche Gifteinwirkungen abgeschoben werden. Das endemische Ansteigen von Leukämieerkrankungen bei irakischen Kindern und die extrem hohen Todeszahlen werden als traurige aber unvermeidbare Konsequenz der Halsstarrigkeit des irakischen Regimes abgetan. Jetzt jedoch, nach dem erneuten Einsatz von Uranmunition im Krieg gegen Jugoslawien und der Erkrankung und dem Tod einiger NATO-Soldaten nach längerer Stationierung im Kosovo, lässt sich der Zusammenhang zwischen einer auch noch so geringen Strahlung und den Erkrankungen nicht mehr unterdrücken.
 
Noch hält die NATO an ihrer Fiktion fest, dass es sich bei der Uranmunition um konventionelle Munition handele, aber gleichzeitig verhindern die USA die Veröffentlichung der Untersuchungen, die die WHO und UNEP seit einem Jahr über die Ursachen der Erkrankungen unternommen haben. 
 
Während auf Jugoslawien zehn Tonnen uranhaltiger Munition niedergegangen sind, waren es im Irak 300 Tonnen, deren Überreste immer noch nicht vollständig entsorgt sind. Auch dieses wäre ein Fall für den Weltstrafgerichtshof, denn wenn sich die unkontrollierbaren lang andauernden schädigenden Wirkungen auf die Zivilbevölkerung bestätigen, fällt auch diese Munition ohne ausdrückliche Ächtung unter die Waffenarten, die völkergewohnheitsrechtlich als verboten angesehen werden müssen. Die Folgen allerdings, die ein Urteil des Gerichtshofes hätte, machen nur allzu klar, warum sich die USA noch lange weigern werden, dessen Statut zu ratifizieren.
Am 16. Dezember 1998 zeigten die USA von neuem, dass sie die Golfregion für ihre rechtsfreie Quasi-Kolonie halten. Nach einem Bericht des UNSCOM-Leiters Richard Butler über die mangelnde Kooperationswilligkeit des Irak bei der Aufspürung verborgener Produktions- und Lagerstätten von Massenvernichtungswaffen begannen US-amerikanische  und britische Kampfflugzeuge ihre viertägige “Operation Wüstenfuchs”.
Sie flogen mehr als 600 Angriffe und feuerten über 400 Cruise Missiles auf Bagdad und die umliegende Infrastruktur, denen etwa 1600 Zivilisten zum Opfer fielen.
 
Es hatte weder einen Angriff seitens der Iraker noch eine Ermächtigung durch den UNO-Sicherheitsrat zu dieser blank völkerrechtswidrigen Militäraktion gegeben. Später kam heraus, dass Butler seinen Bericht in Abstimmung mit Sandy Berger, dem Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrats der USA, geschrieben hatte, um einen Vorwand für den Militärschlag zu liefern. UNSCOM-Mitarbeiter sollen zudem das Pentagon über strategische Ziele informiert haben.
 
Butler musste zwar Anfang 1999 zurücktreten, der Sicherheitsrat konnte sich jedoch nicht über eine Stellungnahme zu der Operation einigen. Die neue Bundesregierung bekundete sofort ihre Gefolgschaft und äußerte, anders als die französische, nicht den Hauch einer Kritik.
 
 
 
Es bleibt insbesondere das Geheimnis der Bündnis-Grünen, dass sie in jenen Anfängen ihrer erstmaligen Regierungstätigkeit zwar einen Koalitionskrach um die Kernkraftwerke riskierten, aber keine Distanzierung von der militärischen Exekution amerikanischer Interessenpolitik über die Lippen brachten, ganz gleich wie viel Menschenleben dabei vernichtet wurden.
Die Folgsamkeit der Bundesregierung macht nur einen weiteren Aspekt der Neuen Weltordnung deutlich, den Zbigniew Brzezinski, von 1977 bis 1981 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und heute Berater am “Zentrum für Strategische und Internationale Studien” in Washington D.C. 1997 in seinem Buch “The Grand Chessboard. American Primary and Its Geostrategic Imperatives” festgestellt hat:
“Tatsache ist schlicht und einfach, dass Westeuropa und zunehmend auch Mitteleuropa weitgehend ein amerikanisches Protektorat bleiben, dessen alliierte Staaten an Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern.”

 
Im März 1998 hatte Henry Kissinger Franzosen und Russen gedroht:

 “Wir müssen allen klar machen, dass sich niemand zum Nulltarif der amerikanischen Außenpolitik in den Weg stellen darf.”

 

Gleichzeitig hatte er der amerikanischen Außenpolitik empfohlen:

„Eine Operation zum Sturz von Saddam Hussein müsste notwendigerweise so groß angelegt sein, dass sie, auch wenn man sie als ‚verdeckt’ bezeichnen würde, dies nicht lange bleiben könnte. Und wenn sie nicht mehr länger verdeckt, sondern offen ist, müssen wir auch bereit sein, den entsprechenden Preis zu zahlen.“

 

 Das sind die wahren wenn auch ernüchternden Grundpfeiler der Neuen Weltordnung – und so dienen die im Norden des Irak ab dem 36. Breitengrad und im Süden ab dem 33. Breitengrad eingerichteten Flugverbotszonen nur oberflächlich dem Schutz der dort lebenden Kurden und schiitischen Minderheit.

Vornehmlich ist es eine – wiederum von keiner Resolution des UNO-Sicherheitsrats legitimierte – Einschränkung der Souveränität des Irak, um somit den Widerstand gegen die Regierung in Bagdad zu unterstützen und anzustacheln. Gelegentlich, jedoch ohne großes Engagement, versuchen die Alliierten ihre fast täglichen Flugeinsätze über den Flugverbotszonen und die regelmäßigen Bombardierungen der irakischen Infrastruktur mit der Resolution 688 des UNO Sicherheitsrats von 1991 zu begründen. Sie wissen jedoch allzu gut, dass diese Resolution lediglich den Kurden im Nordirak eine Schutzzone vor den Truppen Saddam Husseins eingerichtet hat, und mit keinem Wort zu militärischen Interventionen ermächtigt.

Der alltägliche Luftkrieg im Norden und Süden des Iraks genießt keine große Aufmerksamkeit in den westlichen Medien. Er ist seinem Hauptziel, die Destabilisierung und den Zusammenbruch der Regierung in Bagdad zu erreichen, offensichtlich nicht näher gekommen. Aber er hat mit dazu beizutragen, den Irak im Bewusstsein der atlantischen Bevölkerung zu einer Region zu reduzieren, für die die Grundsätze und Prinzipien der UNO Charta nicht mehr gelten, wo alles erlaubt ist, um ein Regime zu stürzen, welches sich der US-amerikanischen Außenpolitik in den Weg stellt. Der Irak ist “hors de la loi” – außerhalb des Rechts gestellt, früher nannte man es vogelfrei.

 Amerikaner und Briten hatten die Bombardierung von irakischen Flugabwehr- und Raketenstellungen im Anschluss an die “Operation Wüstenfuchs” aufgenommen. Nur ab und zu dringen Meldungen aus der Ferne eines nicht erklärten aber täglichen Krieges in unsere Medien. Er soll nach irakischen Angaben bisher 300 Tote und über 900 Verletzte gefordert haben. Ehemalige britische Bomberpiloten haben sich mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit gewandt, dass die Bombardierungen schon lange nicht mehr den ursprünglichen Zweck des Schutzes der Zivilbevölkerung vor irakischen Angriffen verfolgten, sondern die systematische Zerstörung der irakischen Infrastruktur zum Ziel hätten. 

Trotz zunehmenden Unbehagens bei den internationalen Beobachtern über die Rückkehr des Faustrechts gegen einen Staat, der sich schon lange wieder aus seinem Nachbarland zurückziehen musste und immer noch Mitglied der Vereinten Nationen ist, hat sich der Sicherheitsrat zu keiner Stellungnahme durchringen können. In seiner gegenwärtigen Struktur kann er sich nicht gegen das Veto der ständigen Mitglieder durchsetzen.
 
Die Brutalität der Neuen Weltordnung zeigt sich hier in der doppelten Entrechtlichung: Die Angreifer operieren jenseits des Rechts, da sie sich durch das Veto vor Reaktionen des Sicherheitsrats schützen können und die USA vor dem Internationalen Gerichtshof ohnehin unangreifbar sind mangels Unterwerfung unter dessen Rechtsprechung. Der Angegriffene bleibt außerhalb des Rechts und kann sich nicht schützen, da die Institutionen der UNO, die seinen Schutz zu übernehmen hätten, durch die Angreifer gelähmt werden.
 
Doch spielt sich die größte Tragödie in diesem Land scheinbar innerhalb des durch die Vereinten Nationen abgesteckten Rechtsrahmens ab. Die am 6. August 1990 erstmals durch den UNO-Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen, die auch nach der Vertreibung der irakischen Truppen aus Kuwait aufrechterhalten wurden, dauern immer noch an. Bereits nach zwei Jahren hatten sie tiefe Spuren in der irakischen Gesellschaft hinterlassen: wachsende Verarmung, Unterernährung, unzureichende medizinische Versorgung und hohe Sterblichkeit vor allem bei Kindern.
 
Im Juni 1999 meldete das irakische Gesundheitsministerium mehr als eine Million Todesopfer infolge der Sanktionen, deren Auswirkungen auch durch das zwischenzeitlich gebilligte Programm “Lebensmittel für Erdöl” nicht wesentlich gemildert werden können.
 
Trotz wachsender Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, kann sich dieser auch in dieser Frage nicht zu einer Revision seiner Sanktionspolitik entschließen. Diese hat jedoch alle humanitären Standards, an die sich auch Sanktionen des Sicherheitsrats zu halten haben, im Laufe der Jahre verlassen.  
 
 
Die katastrophalen Auswirkungen auf die Bevölkerung stehen zu dem Ziel, die irakische Regierung zur Aufdeckung eventuell noch verborgener Lager- und Produktionsstätten von Massenvernichtungswaffen zu zwingen, in keinem vertretbaren Verhältnis mehr. Eine derart barbarische Geißel wird auch durch die formale Grundlage des Artikel 41 UNO-Charta, auf der Wirtschaftssanktionen verhängt werden können, nicht mehr gedeckt. Es ist gleichgültig, welche Rolle bei dieser Entscheidung der Druck der US-Administration auf die Mitglieder des Sicherheitsrats spielt, zu einer so offensichtlichen und dokumentierbaren Vernichtungspolitik gegenüber einer Zivilbevölkerung darf sich kein Staat zwingen lassen.

So steht der glänzende militärische Sieger mit einer nicht annähernd so überzeugenden Glaubwürdigkeit da und versucht eine Weltordnung anzupreisen, die hinter der Fassade von Humanität und Gerechtigkeit vor allem die Interessen der atlantischen Großmächte und die Rechtlosigkeit ihrer Objekte durchscheinen lässt.

Es ist kein Argument für diese Weltordnung, dass sie mit dem Krieg gegen Jugoslawien noch einmal bestätigt und besiegelt  wurde. Es ist eher ein Zeichen der Desorientierung und des Verlusts an Rechtskultur.

Darüber hinaus mag es zweifelhaft sein, ob die Aufklärung über Hintergründe, Absichten und Folgen des Irak-Komplexes Wesentliches zu einer Umorientierung beizutragen vermag. 

Dennoch bleibt es der einzige Weg, mit der Vergangenheit umzugehen und für die Zukunft eine Perspektive zu entwickeln, denn die Wahrheit drängt an die Öffentlichkeit.
 
 
 
 

Am 11. September 1990 gab George Bush Senior eine Fernsehansprache, in der er die Neue Weltordnung ausrief, Zitat:

„Wir haben vor uns die Möglichkeit, für uns selbst und für zukünftige Generationen, eine Neue Weltordnung zu schmieden.

Eine Welt, in der Rechtstaatlichkeit, nicht das Gesetz des Dschungels, das Verhalten der Völker regelt.

Wenn wir erfolgreich werden, und das werden wir, haben wir eine echte Chance mit dieser Neuen Weltordnung, einer Ordnung, in der eine glaubwürdige UNO (Vereinte Nationen) ihre friedenserhaltende Rolle benutzen kann, um das Versprechen und die Vision der UN-Gründer zu erfüllen.“

Auf den Punkt genau 11 Jahre später, also am 11. September 2001, passierten die Terroranschläge auf Amerika – ist das nicht ein merkwürdiger Zufall?

Denn man darf nicht vergessen: Bush selber war Freimaurer. Und die Freimaurer glaubten an Zahlen und Rituale.

Naja, nichtsdestotrotz sollte man sich die genauen Worte Bushs noch einmal genau durch den Kopf gehen lassen, besonders im Hinblick darauf, was er über die UNO gesagt hat.

Ganz aktuell spielt die UNO im Falle Libyens eine ganz entscheidende Rolle. Denn wenn die UNO, also die Vereinten Nationen sagen, wir müssen den Aufständischen in Libyen helfen und Gaddafi endlich abzusetzen dann spielt das schon eine große Rolle, schließlich ist die UNO doch eine reine Friedensorganisation (*lach*).

Nur, ob dann der Einsatz der Vereinten Nationen wirklich nur der kommende Friedensbote ist, darf, vor allem im Hinblick auf das Erdöl Libyens und die einleitende, Neue Weltordnung sicherlich bezweifelt werden.

Siehe auch: http://www.br-online.de/bayern2/kalenderblatt/geschichte-thomas-morawetz-neue-weltordnung-ID1267173793953.xml

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/09/die-strahlenden-prinzen-churchill-roosevelt-bush-und-co-sind-alle-miteinander-verwandt/