Archiv für die Kategorie ‘Öffentlich-rechtliche Medien’

Am 17. Juni 2011 gab es in Tripolis am Green Square eine Pro-Ghaddafi Massendemonstration. Das Video zeigt, wie hunderttausende Menschen ihrer Unterstützung für Gaddafi Ausdruck verleihen, grüne Fahnen schwenkend jubelten sie ihm zu.

Gleichzeitig zeigte das libysche Volk durch diese Protestaktionen auch, was es von der NATO und deren Invasoren so hält, nämlich gar nichts, die Mehrheit des libyschen Volkes wünscht sich keinerlei Einmischung von westlichen Imperialisten, die nur geil auf das Öl sind. Daran ändern auch keine von der CIA-ausgebildete Rebellen etwas.

Doch jetzt denken Sie mal zurück, erinnern Sie sich vielleicht an ein einziges deutsches Medium, das über diese, wirklich große Pro-Gaddafi-Demonstration berichtet hat? Genau, ich nämlich auch nicht.

Auch die US-Medien hüllten sich in Schweigen.

Und das ist ein Skandal! Nicht eine Zeitung, die darüber berichtet hat, nicht eine. Und das obwohl diese Demonstration, an der mehrere hundertausend Menschen teilgenommen haben, wirklich wichtig und erwähnenswert gewesen wäre!

Außerdem ich bin mir ganz sicher: Hätte an dem Tag eine Anti-Gaddafi Demo stattgefunden, mit beispielsweise nur lächerlichen 1000 Teilnehmern, dann hätte jedes US-Medium, und jede deutsche Zeitung, von der Bild bis hin zur taz, über dieses Ereignis berichtet.

Und genau das ist ja auch das Fatale daran! Die deutschen Medien schreiben nur noch über das, was für unsere angeblich ehemaligen, westlichen Besatzer, allen voran natürlich den USA, gut ist. Bei den Springermedien wissen wir das ja schon lange, dank ihrer seltsamen Grundsätze, aber auch die anderen Mainstreammedien sind in diesem Fall nichts besser.

Alles was gut ist für die USA, Israel und die EU, darüber wird berichtet. Denn die deutschen Medien haben ja auch einen Propagandaauftrag.

Von wegen uneingeschränkte Pressefreiheit. Die deutsche Mainstreampresse wird, wie zu Hitlers Zeiten, auch weiterhin als Propagandamaschine genutzt.

Eine gleichgeschaltete Presse also, die gezielt die Meinung der Massen steuert – schon ziemlich clever, oder?

So erzieht und kontrolliert man sein Volk, das gleicht ja fast schon einer Gehirnwäsche, auch wenn diese nur unbewusst erlebt wird.

Also eine Gehirnwäsche, welche die meisten aber nicht bemerken und vielleicht auch ihr ganzes Leben lang nicht bemerken werden – leider.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=s_AZMXfUaZA

Siehe auch:   https://deinweckruf.wordpress.com/2011/06/28/der-krieg-in-libyen-deutschlands-waffen-bomben-mit/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/22/alles-nur-fur-mehr-freiheit-und-demokratie-in-libyen-fehlanzeige-der-ol-krieg-war-schon-seit-10-jahren-geplant/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/05/amerikaner-bilden-libysche-rebellen-aus/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/06/07/auch-professor-michel-chossudovsky-kommt-zu-dem-schluss-dass-der-libyenkrieg-schon-lange-geplant-war/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/08/ol-und-macht-libyen-krise-von-den-usa-gewollt/

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Willkommen in der Meinungsdiktatur!

 

In der letzten Sendung bei „Menschen bei Maischberger“ vom 03.05.2011 ging es natürlich um den Tod Osama Bin Ladens, und um die Frage, ob der Terror denn jetzt besiegt sei, Sendungstitel „Bin Laden tot – Terror besiegt?“.

Gäste waren unter anderem Jürgen Todenhöfer, Wolfgang Bosbach, Heather De Lisle und Hans-Christian Ströbele, doch bis auf Ströbele ist dort keiner wirklich besonders aufgefallen, vor allem die republikanische Amerikanerin De Lisle machte dem amerikanischen Werteprinzip von Rachsucht alle Ehre.

Aber einen Gast habe ich noch vergessen zu erwähnen, wer mir besonders aufgefallen und in guter Erinnerung geblieben ist, die Rede ist von der Krankenschwester Karla Schefter.

Karla Schefter  ist Aufbauhelferin und Leiterin des Chak-Hospitals in der afghanischen Provinz Wardak und anerkannte Preisträgerin für ihre humanitären Einsätze.

Seit Ende der achtziger Jahre lebt sie in Afghanistan, leitet dort das Krankenhaus und arbeitet mit afghanischen Ärzten zusammen.

Ich habe einen Ausschnitt aus der Sendung hochgeladen, damit auch jeder meine Artikel-Überschrift versteht, hier:

Denn wie man in dem Video sehen kann, hat es Frau Schefter tagtäglich mit zivilen Opfern zu tun, und wie sie sagt, Zitat:

„…Mit Verbrennungen und alles…75 Prozent sind Frauen und Kinder.“

Aber auch Taliban behandelt Frau Schefter, einfach jeden, der Hilfe braucht.

Weiter sieht man dann in dem Ausschnitt ein kleines, von Bomben geschundenes Kind, dass in die Kamera guckt und dem vor Schmerzen eine Träne die Wange herunterkullert, die Maischberger kommentiert das dann ziemlich zynisch mit den Worten:

„Das ist jetzt ein kleines Kind, das ist sicher kein Taliban.“

Einfach nur schrecklich, was man da zu sehen bekommt.

Aber auch die weiteren Erzählungen Frau Schefters sind nicht minder grausam und schockierend:

„Wir haben jeden Monat über 1000 stationäre Aufnahmen.“

Karla Schefter macht das aus freien Stücken. Das ganze Projekt wird nur durch Spenden finanziert. Und sie lebt auch unter den gleichen Bedingungen, unter denen auch die Einheimischen leben müssen, anfangs gab es keinen Strom, kein Auto, keine modernen sanitären Anlagen. Außerdem trägt sie afghanische Herrenkleidung, weil sie eben acht Jahre mit afghanischen Herren ein Zimmer teilen musste.

Auf Maischbergers Frage, ob sich die Dinge mit dem „Krieg gegen den Terror“ gebessert haben, antwortet Frau Schefter:

„Nein. Es ist schlechter geworden.

[…]Die Strategien – auch nach Jahren hat man immer noch nicht erkannt: Man kann eben nicht Demokratie bringen.

Auf einen einfachen Nenner gebracht- Sie (die Afghanen) sagen: „Sie kennen uns nicht, aber wollen uns verändern.“

Und das geht einfach nicht, man kann nicht an den Menschen vorbei. Man hat ihre Religion, ihre Kultur, ihre Familienstrukturen zu respektieren, und das hat man nicht gemacht.

[…]Und das ist die Strategie, mit der man so völlig daneben liegt:

Mit Militäraktionen wird man gar nichts schaffen, Krieg bedeutet nur Zerstörung.

Aber das ist der Fehler: Man stärkt den humanitären, den zivilen Aufbau nicht.“

In ihren wirklich interessanten Schilderungen versucht sie dann die Republikanerin De Lisle zu unterbrechen, vermutlich um sie zu kritisieren und ihre Erzählungen zu widerlegen, doch die Krankenhausleiterin lässt sich nicht so einfach unterbrechen und fährt fort:

„[…]Unsere Provinz wird völlig im Stich gelassen, da ist fast gar nichts mehr. Da kommen nur Hubschrauber nachts und dann werden mal ein oder zwei Taliban, aber auch Zivilisten(!) getötet, oder man hat sogar, und das muß ich immer wieder, sogar herausschreien:

Wir sind in dem Gebiet der US-Soldaten, und die haben mit ihren Militärstiefeln im Krankenhaus unsere Türen eingetreten!

Und das hat dann wieder einen Angriff verursacht – Gewalt schürt immer Gegengewalt und Hass!

Auf die Frage, ob denn die Ziele erreicht worden sind, dass Mädchen und Frauen mehr Bildung erhalten, antwortet sie:

„Nein. Also in Badagschan schon, da waren Taliban nie, und da waren schon immer Mädchenschulen – und jetzt schmückt man sich damit und zeigt also auch Bilder von Mädchenschulen, das ist kein Wunder da waren immer schon Mädchenschulen! Aber da waren nie Taliban, und trotzdem sieht man nicht eine Frau ohne Burka, das ist also ihre Gesellschaft.“

Also hat es nichts mit den Taliban zu tun, dass sie Frauen dort Burka tragen – komisch, uns sagen sie das doch immer wieder!

Und auch die Mädchenschulen, die von der US-Regierung imperialistisch gebaut sein sollen, sind also auch nur Humbug, weil die schon lange vorher da waren, unglaublich, wie man doch verarscht wird.

Nun ist Frau De Lisle dran, und die beschuldigt Karla Schefter erstmal, sie hätte gesagt sie finde die Taliban so toll, was aber Frau Schefter nie gesagt hat. Trotzdem fährt sie fort, und erzählt eine us-amerikanische Propagandageschichte, die Taliban hätten Frauen und Kinder eines Dorfes getötet, weil die Amerikaner dort für die Menschen eine Schule gebaut haben sollen.

Natürlich tut De Lisle das, um ihre Nation in ein besseres, und die Arbeit Schefters, die ja sogar Taliban behandelt, in ein schlechteres Licht zu rücken, Mrs De Lisle versteht halt, wie gute amerikanische Propaganda funktioniert.

Ströbele hingegen lobt die Arbeit von Karla Schefter, und fragt sie, ob die Taliban ihr Krankenhaus angreifen, und dies verneint sie vehement:

„Nein. Die Provinz ist zu 95 Prozent in der Hand von Taliban. Aber dieses Taliban stört mich sehr. Es gibt einfach Unterschiede. Es sind halt religiöse, die ganz normal sind, dann gibt es die politischen, das gabs auch früher schon, jetzt gibts viele kriminelle dazwischen, aber unser Krankenhaus ist eine friedliche Insel, weil ich mich seit 22 Jahren immer fern gehalten habe von Regierung, ich hab immerhin vier Regierungswechsel miterlebt, und auch wir behandeln jeden, der kommt.

Wir fragen nicht, wie ich immer sage „Ist das ein CDU-Blinddarm, oder ist das SPD-Blinddarm?“ – Patient ist für uns Patient, wenn er kommt, wird er behandelt.“

Klara Schefter ist eine tolle und beeindruckende Frau, die zurecht auch schon für ihr Engagement geehrt worden ist, wer mag kann sich die Webseite ihres Krankenhauses auch mal hier ansehen.

Nur eines ist durch die Schilderungen Schefters mal wieder klar geworden: Dieser imperialistische Kieg ist sinnlos, er verbessert nichts, sondern verschlimmert nur noch die Lage. Die zivilen Opfer sind der US-Regierung völlig egal, denen geht es nur um die Eroberung eines Landes, welches eigentlich vom Westen in Ruhe gelassen werden will.

Und Karla Schefter hat eines richtig gesagt „Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass“, aber wirklich nützen tut es keinem, außer vielleicht einer macht-und profitgierigen US-Regierung.

Quelle: http://youtu.be/MAVqYtJr7pI

http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=03.05.2011&Suche+starten.x=13&Suche+starten.y=9

Siehe auch: http://www.chak-hospital.org/das_hospital/patienten.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Karla_Schefter

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/07/30/der-wahre-grund-des-afghanistankriegs/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/05/die-usa-stehen-fur-krieg-und-zerstorung-und-geben-dies-auch-noch-zu/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/05/vietnam-irak-afghanistan-und-sie-wissen-was-sie-tun/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/26/james-conway-sieht-us-afghanistan-abzug-skeptisch-und-die-new-york-times-giest-auch-weiter-ol-ins-feuer/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/17/gezieltes-toten-ist-schon-lange-programm/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/09/frage-der-woche-was-war-zuerst-da/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/09/westerwelle-schliest-gezieltes-toten-nicht-aus/

Wer kennt ihn nicht, den Sonntagsstammtisch auf BR,  der seit mittlerweile fast vier Jahren jeden Sonntag morgen vom bayerischen Rundfunk ausgestrahlt wird. Neben dem Herausgeber des Focus und alleinigen Moderator Helmut Markwort sind Karikarturist Dieter Hanitzsch und Professor Wolfgang Heckl permanente Stammgäste der Sendung.

Zusätzlich werden dann auch immer noch zwei weitere Gäste eingeladen, aus Politik und Medien, zum Beispiel Horst Seehofer, der schon ein paar mal da war, oder auch die Kabarretistin Lisa Fitz.

Meistens wird jedoch versucht, dass sowieso schon extrem konservative Bayern auch weiterhin konservativ zu halten, dafür wird der CSU auch gerne in den meisten Dingen zugestimmt, nur Dieter Hanitzsch tanzt diesbezüglich meistens aus der Reihe, ganz zum Missfallen der anderen Gäste.

Beim Thema Guttenberg zum Beispiel hat Hanitzsch mit seiner Meinung nicht hinterm Berg gehalten.

Ansonsten ist die Sendung gegenüber der eher linken Parteien ziemlich kritisch, die Linkspartei wurde auch schon mit einer Menge Häme überschüttet, als Thomas Gottschalk in der Sendung zu Gast war.

Umso überraschender hingegen war die letzte Sendung, als der allseits bekannte Fernsehreporter Günther Koch zu Gast war. Und schon mal vorweg: Koch ist sehr erfahren, was das Thema Medien angeht, auch in Sachen Politik kennt er sich aus, schließlich hat er schon für die SPD kandidiert.

Die Sendung lief eigentlich wie immer ab, das typische Stammtisch-Geplänkel halt, bis Günther Koch in der Diskussion folgende, wahre Worte sagt, Zitat:

„[…]…Und in unserer sowieso gesteuerten Medienwelt, ums zart anzudeuten…[…]“

Daraufhin wird er abrupt von Helmut Markwort unterbrochen, der sofort nachhakt:

„Wer steuert denn die Medienwelt?“

Die Antwort von Günther Koch dazu ist genial, denn er erwidert, Zitat:

„Ja, die, die die Macht und die das Geld haben, und die an den Hebeln sitzen, und die nicht nur die Umfragen steuern!“

 Dann sieht man in der Runde leicht betretene Gesichter, die versuchen, das Ganze mit einem Lächeln zu überspielen.

Doch Moderator Markwort reagiert schnell, Zitat:

„Das müssen Sie mir mal erklären, als Mensch der in der Medienwelt ist – Mich steuert niemand!

Ja? Dass das klar ist!“

Koch geht darauf ein und sagt:

„Ja, kann schon sein…“

Doch wird dann von Markwort wieder unterbrochen mit folgender Frage:

„So, wer steuert jetzt wen, wer steuert die Süddeutsche Zeitung? Niemand!“

Und zeigt dabei auf Hanitzsch. Hanitzsch zeichnet als Karikaturist unter anderem für die Süddeutsche Zeitung.

Man merkt dass sich Markwort irgendwie angegriffen fühlt, so als hätte man ihn ertappt. Denn es ist schon auffällig, wie schnell und erregt er den bösen Koch zum Schweigen bringen will. 

Aber zurück zur Diskussion, auf Markworts letzte Frage gucken sich die anderen Stammtischgäste gegenseitig an und schütteln mit dem Kopf, Hanitzsch antwortet Makrwort auf die Frage, wer die Süddeutsche steuert, Zitat Hanitzsch:

„Niemand.“

Aber auch Günther Koch will auf die Frage, bezüglich der Süddeutschen Zeitung noch antworten:

„Auch in der Süddeutschen Zeitung wird, jetzt längst nicht mehr so deutlich wie früher, angegriffen, gerade was das angeht mit der Landesbank…“

Doch dann wird er wieder von Markwort unterbrochen, und man versucht, geschickt von dem Thema abzulenken.

Soviel Ungehorsam gegenüber dem System und deren Presse ist einfach zu viel für den bayerischen Stammtisch. Deswegen wird schnell über etwas anderes geredet, denn es könnte ja einer der Zuschauer diesem alten Wirrkopf Glauben schenken, und das wäre fatal für das System und deren gut funktionierenden Mainstreammedien.

Dabei ist Günther Koch doch eine glaubwürdige Person, schließlich arbeitet er schon seit Jahren für die Medien, wenn auch hauptsächlich nur als Sportreporter, aber er wird trotzdem wissen, was hinter den Kulissen so alles abgeht.

 Und das muß selbstverständlich geheim bleiben.

Quellen: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/sonntags-stammtisch/index.xml

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonntags-Stammtisch

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/30/presseclub-nachgefragt-anrufer-kritisiert-gleichgeschaltete-systemmedien-doch-schonenborn-will-diesbezuglich-lieber-schweigen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/29/unsere-freie-presse-verrat-wir-verhandeln-im-hinterzimmer-geheime-dinge/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/24/reporter-ohne-grenzen-pressefreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/15/die-cdu-will-die-medien-noch-mehr-kontrollieren/

 
Wer kennt ihn nicht, den „Presseclub“ jeden Sonntag mittag auf ARD. Da versammelt sich dann alles was in der Mainstreampresse Rang und Namen hat und debattiert über politische Ereignisse.

Das heißt, von einer wirklichen Debatte kann wohl kaum die Rede sein, denn eigentlich sind sich die Pressevertreter in den meisten Fragen grundsätzlich sowieso immer einig.

Und genau diese Gleichschaltung, diese Einigkeit mit dem zustimmenden „Abnicken“ bezüglich der Tagespolitik stießen dem Anrufer Herr Becker aus dem Münsterland bei der anschließenden „Presseclub Nachgefragt“-Runde sauer auf.

Das Thema der Sendung war übrigens „Wenn der Bürger nicht mehr will – Die entfremdete Politik im Superwahljahr 2011“.

Herr Becker scheint ein Mann der klaren Worte zu sein, der nicht um den heißen Brei herum redet, denn er kommt gleich zur Sache und sagt, was er von Politik und Medien wirklich hält, Zitat Becker:

„Man kann es gewissen Medien und Sendungen vernehmen, dass Politik und Medien zueinander stehen wie ein monolithischer Block.

Und ich zweifele daran, dass aus diesem Block heraus substanziell politisch kritische beziehungsweise dem Medienkonsumenten aufklärende, substanziell aufklärende Beiträge erfolgen.“

Daraufhin fragt Jörg Schönenborn ganz geschockt:

„Und Sie meinen uns? – Wie wir hier sitzen?“

Dabei kennt Schönenborn die Antwort eigentlich schon. Denn, wie er später auch noch einmal erwähnt, weiß Schönenborn um die vielen den Medien und der Politik grundsätzlich misstrauisch eingestellten Menschen schon Bescheid, dass Gästebuch sei wohl voll mit Kritik in dieser Richtung. Es scheint wohl schon mehreren Deutschen aufgefallen sein, dass die Medien mit der Politik unter einer Decke stecken.

Herr Becker lässt sich von Schönenborns vorwurfsvollen Fangfrage, ob er mit seiner Kritik an den Medien etwa auch den seriösen und tollen Presseclub meint, jedenfalls nicht beeindrucken, und spricht weiter Klartext, Zitat:

„Auch Sie – selbstverständlich!

Daraufhin blickt man in ertappte Gesichter, doch Herr Becker ist noch lange nicht fertig mit seinem kleinen Rundumschlag gegen die mächtigen Pressevertreter:

„[…]Und wir alle wissen, dass es so etwas wie Political Correctness gibt, und warum debattieren wir nicht mal darüber, diese Sprachregelung auch aus den Sendungen zu verbannen, und wirklich über Wahrheit und Wahrhaftigkeit zu sprechen.[…]“

Nachdem Herr Becker dann auch noch mit einem anderen Thema anfängt, reicht es dem Moderator Schönenborn, und er greift ein, Zitat Schönenborn:

„[…]Der andere Punkt, ich finds ja gut wie Sie sagen: Die die wir hier sitzen, und so hab ich Sie verstanden, ja  was – wir reden nicht Klartext, oder wir trauen uns nicht, oder was ist? Was vermuten Sie, was werfen Sie uns vor?“

Man spürt förmlich die Anspannung im Presseclub, als hätte man sie alle ertappt, enttarnt, als nicht innovative und unsouveräne Journalisten, die nur zu einem einzigen Zweck da sind, nämlich um der Politik, nein um dem System in der Bundesrepublik Deutschland zu dienen.

Aber nun zu Herrn Beckers Antwort, was wirft der böse Anrufer den edlen Journalisten eigentlich vor? Hier die Antwort, Zitat Becker:

„Ja ich vermute dass über allen bei Ihnen Political Correctness im Grunde genommen eine gewisse Vorgabe gibt!

Joschka Fischer hat einmal gesagt- Zitat: „Die Mehrheiten mögen sich nach den Wahlen ändern, die Richtung bleibt aber die gleiche.“

Also sprechen wir doch von einem politischen System.“

Schönenborn versucht daraufhin die Flucht nach vorne, Zitat:

„Möchten Sie eine Replik von jemandem aus der Runde? Es kann ja auch sein, dass Sie sagen „Nein, das nehme ich Ihnen dann sowieso nicht ab!“

Und die Antwort von Herrn Becker hierauf finde ich einfach nur großartig, denn er sagte folgendes:

„Im Grunde genommen sind Sie alle in diesem System gefangen, von daher…tut sich da inhaltlich sicherlich nicht viel…“

Doch Frau Bettina Gaus von der taz möchte unbedingt darauf antworten, allerdings scheint sie nicht wirklich verstanden zu haben, was Herr Becker mit seiner Kritik eigentlich meinte, oder aber sie wollte einfach nicht darauf eingehen. Jedenfalls sagt sie nur etwas zum Thema „Political Correctness“ und findet dies positiv, dabei wird dann das Beispiel „Folter“ ausgepackt, von wegen es sei politisch korrekt gegen Folter zu sein, und deswegen wäre Political Correctness ja gut, und somit wurde jegliche Kritik, mit eigentlich für jeden selbstverständlichen und offensichtlichen Grundrechten in Deutschland, einfach abgeschmettert.

Schönenborn will das Thema nicht beenden, ohne nicht selber auch noch etwas dazu zu sagen:

„Ich hab viel im Gästebuch darüber gelesen, also es schreiben viele, die sagen „Aber ihr Medien habt doch das gleiche Problem, ihr hängt mit der Politik eng zusammen, ihr sagt ja auch nicht was Sache ist“ – ich will das nicht weiter kommentieren, ich glaube wir müssen nur alle auch wahrnehmen, dass das eine breite Strömung ist, die sich, wie man an der Sarrazin-Debatte auch gesehen hat, nicht nur gegen die politischen Parteien richtet.“

Es ist ja gut, dass die Medienvertreter das auch mal wahrnehmen, allerdings fördert das „unkommentiere Stehenlassen“ nicht gerade zu einer Abkehr dieser Ansichten.

Aber vielleicht wurde es auch gerade deswegen nicht kommentiert, weil man mit der Kritik voll ins Schwarze getroffen hat.

Denn es ist doch wohl ein unwiderlegbarer Fakt, dass so gut wie alle Mainstreammedien gleichgeschaltet sind. Sicher, da gibt es vielleicht mal eine eher linke und eine eher rechte „angehauchte“ Zeitung, aber schlußendlich haben sie nun mal alle eines gemeinsam:

Sie dienen dem System.

Quellen: http://www.phoenix.de/content/348069

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/15/die-cdu-will-die-medien-noch-mehr-kontrollieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/12/springers-welt-uber-reeducation-das-fernsehen-unser-effektivster-erzieher/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/05/spiegel-online-kampft-um-die-brd-scheindemokratie-zu-viel-volk-schadet-deutschland/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/24/reporter-ohne-grenzen-pressefreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert/

In der letzten Sendung von Maybrith Illner vom 13.01.2011 ging es um das Thema „Neues Deutschland, altes Ziel? Die Linke und der Kommunismus“, natürlich basierend auf die jüngsten Äußerungen der Parteivorsitzenden der Linken Gesine Lötzsch.

Schon beim Anblick der Runde sollte eigentlich jedem klar geworden sein, dass Frau Lötzsch dort auf verlorenem Posten stand, einzig den politisch links orientierten Intendanten Claus Peymann stellte man ihr zur Seite.

Und auch wenn sie von allen Seiten angegriffen wurde machte Gesine Lötzsch trotzdem noch eine ganz gute Figur.

Hier das Video dazu:

 Vor allem die Äußerungen zur angeblichen Demokratie in Deutschland ließen einen aufhorchen. Denn auch die Linkenpolitikerin und der Theaterregisseur sehen die Demokratie in Deutschland gefährdet.

Claus Peymann fragte diesbezüglich:

„Haben wir wirklich noch eine demokratische Gesellschaft in Deutschland?“

 Und trifft damit voll ins Schwarze. Denn Deutschland ist keine echte Demokratie, sondern eine Scheindemokratie. Das heißt es sieht zwar so aus wie eine Demokratie, aber in Wirklichkeit ist es eine gut ausgetüftelte Diktatur, in denen andere die Fäden ziehen, bestimmen wie Deutschland weiterhin regiert wird, die Wahlen und die Bananenrepublik-Politiker sind nämlich nur eine Farce.

Für Peymann ist der Fakt des undemokratischen Systems genauso deutlich, Zitat:

„Die Demokratie in Deutschland ist in höchster Gefahr!“

Und auch das die Linken nicht an der Finanzkrise Schuld sind, und das die Kommunismus-Debatte und Hetze nur reines, kalkuliertes Ablenkungsmanöver sind, scheint der politisch aktive Intendant erkannt zu haben.

Jedenfalls warnte Peymann die Politiker vor einem baldigen Aufstand des Volkes, und wenn die Regierung auch in Zukunft weiterhin das eigene Volk an der Nase rumführt, könnte Peymann mit seiner Aussage durchaus Recht haben.

Die politische Verräterelite sollte auf jedenfall gewarnt sein.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=zJJ_GGwfUGo

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/11/hans-herbert-von-armin-uber-die-scheindemokratie-in-deutschland/

 

Wirklich herrlich wie hier Rainald Grebe unsere neokonservative, mit leichtem gelb-überhauchte aber ansonsten stockschwarze Bildzeitung auf die Schüppe nimmt – und  dessen Chefredakteur Kai Dieckmann noch gleich mit dazu.

Böse 68er aber auch.