Archiv für die Kategorie ‘Bürgerkrieg’

Da Deutschland für seine Entscheidung, sich nicht am Libyen-Krieg zu beteiligen, massiv Kritik einstecken mußte, versucht die Bundesregierung nun auf andere Weise, diesen „Fehler“ wieder gutzumachen. Schließlich will man sich ja nicht in einem Topf mit Russland und China werfen oder gar nachsagen lassen, man stände womöglich noch auf der Seite des neu auserkorenen Feindes Ghaddafi.

Und so beteiligt man sich indirekt doch an dem Krieg. Denn, wie Spiegel Online jetzt erfuhr,  will die Bundesregierung den Alliierten der Nato bei Angriffen auf die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi helfen.

Die Nato soll wohl Anfang vergangener Woche eine Anfrage nach Technik und Bauteilen für Bomben und andere Militärtechnik an alle Bündnispartner gestellt haben. Un diese Bitte wurde aus Berlin bereits positiv beantwortet.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stimmte demnach der Anfrage der „Nato Maintainance and Supply Agency“ (Namsa) zu und genehmigte, dass die Bundeswehr den Alliierten für den Bombenkrieg gegen Gaddafi einzelne Teile für Bomben und auch ganze Geschosse liefern darf.

Bisher gibt es den Regierungskreisen zufolge keine konkrete Anfrage der Namsa nach einzelnen Waffen oder bestimmten Teilen. In Berlin rechnet man aber damit, dass eine solche detaillierte Anforderung an die Bundeswehr in einigen Tagen eingehen wird. Dann werde geprüft, ob die Bundeswehr den Alliierten aushelfen und wie schnell die Waffentechnik geliefert werden kann.

Mit der Entsendung von Waffen aus Deutschland beteiligt sich Deutschland nun auch an dem Krieg gegen Ghaddafi, wenn auch nur indirekt.

Trotzdem sind es unsere Waffen, die dafür sorgen, dass viele Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, verletzt oder gar getötet werden. Somit beteiligt sich Deutschland neben Afghanistan nun an einem weiteren Krieg.

Und dieser Krieg ist auch wieder ein Krieg im hörigen Dienste des usraelischen Regimes. Diesmal sogar ganz ohne den bösen Terrorismus. Ghaddafi soll halt weg, damit der Westen imperialistisch das Land besetzen und die Ölfelder an sich reißen kann.  

Aber offiziell will man ja nur den Aufständischen helfen. Nicht vergessen, das sind die Aufständischen, die von der CIA dafür rekrutiert worden sind, schließlich war der amerikanische Geheimdienst ja lange in Libyen.

Doch nun bomben wir indirekt dabei mit – und dafür sollten wir uns schämen.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,770904,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/06/07/auch-professor-michel-chossudovsky-kommt-zu-dem-schluss-dass-der-libyenkrieg-schon-lange-geplant-war/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/05/amerikaner-bilden-libysche-rebellen-aus/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/22/alles-nur-fur-mehr-freiheit-und-demokratie-in-libyen-fehlanzeige-der-ol-krieg-war-schon-seit-10-jahren-geplant/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/08/ol-und-macht-libyen-krise-von-den-usa-gewollt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/21/libyen-warum-mus-gaddafi-weg/

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Schon vor einigen Monaten kam heraus, dass der Libyenkrieg schon seit Jahren geplant war, der Ex-NATO-General Wesley Clark berichtete in einem Interview darüber.

Jetzt ist auch der Professor und Globalisierungskritiker Michel Chossudovsky derselben Ansicht. In einem Artikel untersucht der kanadische Professor Michel Chossudovsky die Hintergründe der NATO-Luftangriffe auf Libyen und kommt zu dem Schluss, dass sie bereits Monate vor Beginn der Protestbewegungen in Nordafrika als Teil einer großanlegten Militäroperation zur Sicherung der globalen Öl- und Gasreserven für die westlichen Ölkonzerne geplant wurden.

Die Gründe für den Libyenkrieg bezeichnet Chossudovsky als Lügenkampagne der internationalen Medien:

„[…]Bomben und Raketen werden als Instrumente des Friedens und der Demokratisierung verkauft …“

Doch dieser Krieg ist keine humanitäre Operation. Mit dem Krieg gegen Libyen wird ein neuer regionaler Kriegsschauplatz eröffnet.

Im Gebiet des Mittleren Ostens und Zentralasiens gibt es bereits drei ausgeprägte Kriegsschauplätze: Palästina, den Irak und Afghanistan. Jetzt eröffnen die USA und die NATO in Nordafrika einen vierten Kriegsschauplatz, der die Gefahr der Eskalation in sich trägt.

Diese vier Kriegsschauplätze stehen in einem inneren Zusammenhang und sind Teile eines militärischen Gesamtplans der USA und der NATO.

Die „Operation Odyssey Dawn“ (Operation Odyssee Morgenröte, Code-Bezeichnung für den Libyen-Krieg),  die sich zur „größten Militäroperation des Westens in der arabischen Welt seit der Invasion des Iraks auswächst, begann vor exakt acht Jahren.“

Auch dieser Krieg ist Teil der Schlacht um das Öl. Libyen gehört mit etwa 3,5 Prozent der verbliebenen globalen Ölreserven zu den größten Ölförderländern der Welt, seine Ölvorräte sind doppelt so groß, wie die der USA.

Das verfolgte Ziel ist die Gewinnung der Kontrolle über Libyens Öl und Gasreserven unter dem Deckmantel einer humanitären Intervention.

Die „Operation Odyssey Dawn“ ist Teil eines größeren militärischen Gesamtplans für den Mittleren Osten und Zentralasien, in dem es darum geht, westlichen Ölkonzernen die Kontrolle und die Verfügungsgewalt über mehr als sechzig Prozent der Öl- und Gasreserven der Welt einschließlich der für den Transport notwendigen Pipelines zu sichern.

Nach einem Bericht in der Zeitschrift „Oil and Gas Journal“ ist Libyen mit 46,5 Milliarden Barrels an nachgewiesenen Ölreserven – dem Zehnfachen der Ölreserven Ägyptens – das größte Ölförderland auf dem afrikanischen Kontinent, gefolgt von Nigeria und Algerien. Im Gegensatz dazu verfügen die USA nach Angaben der Energy Information Administration nur noch über 20,6 Milliarden Barrels an nachgewiesenen Ölreserven.

Eine Militäroperation dieser Größe und dieses Umfangs, an der sich mehrere NATO-Staaten und weitere Partnerländer beteiligen, kann nicht einfach improvisiert werden. Die Planung der „Operation Odyssey Dawn“ war bereits vor Beginn der Protestbewegungen in Tunesien und Ägypten sehr weit fortgeschritten.

Der Weltöffentlichkeit wurde suggeriert, die Protestbewegung hätte sich von Tunesien und Ägypten spontan nach Libyen ausgeweitet.

Der bewaffnete Aufstand im Osten Libyens wurde mit Hilfe ausländischer Mächte inszeniert. Die Rebellen in Bengasi kämpften von Anfang an unter der rot-schwarz-grünen Fahne mit Halbmond und Stern, der Fahne der Monarchie des Königs Idris, der von den ehemaligen Kolonialmächten inthronisiert worden war.

Der Aufstand war genau auf das Timing des Militäreinsatzes abgestimmt. Er wurde Monate vor Beginn der Protestbewegung als Teil einer verdeckten Operation sorgfältig geplant.

Nach zuverlässigen Berichten haben US-amerikanische und britische Spezialtruppen direkt vor Ort „die oppositionellen Kräfte“ von Anfang an unterstützt.

Wir befassen uns also mit Ereignissen, die von Militärs und Geheimdienstlern im Voraus genauestens geplant wurden.

Bis jetzt hat die Bombardierungskampagne nur unzählige zivile Opfer gefordert, die von den Medien entweder als „Kollateralschäden“ abgetan oder den libyschen Streitkräften angelastet werden.

Nach libyschen Angaben wurden bis zum 01.06.11 mehr als 700 Zivilisten getötet und über 4.000 verletzt.

Vor diesem Hintergrund wirkt es wie eine bittere Ironie, dass der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution 1973 die NATO ausdrücklich „mit dem Schutz von Zivilisten“ beauftragt hat, siehe dazu den Abschnitt des UN-Sicherheitrates zur Resolution Libyens:

4. Der UN-Sicherheitsrat autorisiert die Mitgliedstaaten, die an den Generalsekretär herangetreten sind, dazu, allein oder in regionalen Zusammenschlüssen in Zusammenarbeit mit dem Generalsekretär – ungeachtet des Absatzes 9 der Resolution 1970/2011 – alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, die erforderlich sind, um Zivilsten und zivile Wohngebiete im Bereich der Libysch-Arabischen Dschamahiriyya , einschließlich Benga- 2/9 sis, vor drohenden Angriffen zu schützen, schließt aber gleichzeitig jede Besetzung libyschen Territoriums durch ausländische Streitkräfte aus und fordert die beteiligten Mitgliedstaaten auf, den Generalsekretär umgehend über alle Maßnahmen zu benachrichtigen, die sie im Rahmen dieses Mandats ergriffen haben, damit er sofort den Sicherheitsrat darüber informieren kann.

Die UN-Resolution gibt den Koalitionsstreitkräften freie Hand für einen uneingeschränkten (Luft-)Krieg gegen einen souveränen Staat und verstößt damit gegen das Völkerrecht und und die Charta der Vereinten Nationen. Sie dient vor allem den Interessen des Großkapitals: Sie erlaubt der Militärkoalition nicht nur, ein souveränes Land zu bombardieren, sie gestattet auch das Einfrieren von Vermögenswerten und gefährdet damit das libysche Finanzsystem.

Siehe dazu Punkt 19 der Resulotion:

19. Der UN-Sicherheitsrat beschließt, dass das in den Absätzen 17, 19, 20 und 21 der Resolution 1970/ 2011 verfügte Einfrieren von Anlagen auf alle Konten oder andere Finanz- und sonstigen Rücklagen ausgedehnt wird, die sich auf den Territorien (der Mitgliedsländer) befinden und im Besitz der libyschen Regierung sind, bzw. direkt oder indirekt von ihr kontrolliert werden[…]

Nach einer äußerst seltsamen Logik sollen Frieden, Sicherheit und Schutz für die libysche Bevölkerung durch Raketen- und Bombenangriffe durchgesetzt werden.

Das Ziel des Militäreinsatzes ist nicht der Schutz von Zivilisten, sondern ein Regimewechsel und die Aufsplitterung eines Staates, wie das bereits mit Jugoslawien geschehen ist, Libyen soll in verschiedene Teilstaaten gespalten werden.

 In Washington wird schon seit vielen Jahren über die Bildung eines selbständigen Staates im ölreichen Osten Libyens nachgedacht.

Und so kann man auch weiterhin immer nur den Kopf schütteln und sich darüber wundern, wie leichtgläubig der Großteil der deutschen Bevölkerung eigentlich ist. Leichtgläubig, weil sie den Mainstreammedien ohne wenn und aber alles abkaufen, und leichtgläubig weil sie den vorgeblich humanitären Einsatz der NATO nicht in Frage stellen.

Ob sich das jemals ändern wird, ist fraglich. Solange die Medien bei diesem dreckigen Schauspiel weiterhin mitspielen, sehe ich da aber eher schwarz.

Quelle: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=23815

http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Chossudovsky

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/22/alles-nur-fur-mehr-freiheit-und-demokratie-in-libyen-fehlanzeige-der-ol-krieg-war-schon-seit-10-jahren-geplant/

 https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/08/ol-und-macht-libyen-krise-von-den-usa-gewollt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/04/05/amerikaner-bilden-libysche-rebellen-aus/


 

Die Vermutung, die USA und seine Lakaien haben den Krieg gegen Libyen eigenhändig instruiert, scheint sich nun zu bestätigen. In einem Interview mit Wesley Clark kommt Ungaubliches zutage, denn der Vier-Sterne-General plaudert ungewohnt freizügig aus dem Nähkästchen. Dieses Interview gibt einen kleinen Einblick darüber, was sich hinter dem Kulissen so alles abspielt.

Und Wesley Clark ist nicht irgendjemand, er ist General der US-Navy, welcher als Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) auch Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte im Kosovokrieg war.  Und im Jahre 2004 bemühte er sich um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, gab aber nach den mäßigen Erfolgen in den Vorwahlen auf.

Also kann man seine Person als durchaus authentisch und glaubwürdig ansehen, nicht jemand, der aus der bösen verschwörungstheoretischen Szene stammt, kein Mensch mit antiamerikanischen oder antizionistischen Einstellungen, der aufgrund dieser ideologischen Ansichten versucht, die us-amerikanische Regierung in ein schlechtes Licht zu rücken. Nein, Wesley Clark kann man wirklich nichts anhängen, was seine Glaubwürdigkeit in irgendeiner Form schmähern würde.

Und umso ärgerlicher werden seine Aussagen jetzt für den nur nach Frieden strebenden Westen sein.

Aber der Reihe nach. Das hier gleich zitierte Interview stammt vom 02.03.2007, es ist also schon ein bißchen her, als Amy Goodman von „democracy now“ den US-General zum Interview bat. Somit kann also niemand behaupten, das Interview wäre erst jetzt entstanden um den Krieg gegen Libyen zu kritisieren.


Wesley Clark äußert sich darüber, wie die Bush-Administration schon sehr früh geplant hat, innerhalb von fünf Jahren sieben Länder zu bekriegen, darunter auch Libyen – Zitat Clark:

 Ungefähr zehn Tage nach 9/11 ging ich durchs Pentagon und sah Minister Rumsfeld und seinen Stellvertreter Wolfowitz.

Ich ging die Treppe runter um einige Leute der begleitenden Mannschaft zu begrüßen, die mal für mich gearbeitet haben, und einer der Generäle rief mich und sagte: „Sir sie müssen zu mir reinkommen und kurz mit mir sprechen!

Ich sagte, wir seien zu beschäftigt, doch er sagte: „Wir haben die Entscheidung getroffen, Krieg im Irak zu führen!“

Das war am oder um den 20. September.

Ich sagte: „Wir führen Krieg gegen den Irak, WARUM?!?

Er sagte: „Ich weiß es nicht!“

Er sagte: „Ich schätze, sie wissen einfach nicht, was sie sonst tun sollen.“

Also sagte ich: „Haben sie denn Informationen gesammelt, die Al Quaida mit Saddam Hussein in Verbindung bringen?“

Er sagte: „Nein, nein! Da ist nichts Neues in der Richtung, sie haben einfach die Entscheidung getroffen, Krieg mit dem Irak zu führen!“

Er sagte: „Ich schätze mal, es ist so, dass wir nicht wissen, was wir wegen der Terroristen machen sollen, aber wir haben ein gutes Militär und wir können damit Regierungen platt machen!“

Er sagte: „Ich schätze, wenn das einzige Werkzeug was man hat, ein Hammer ist, so muß jedes Problem aussehen wie ein Nagel.“

Ich kam einige Wochen später zurück, um ihn wieder zu sehen, als wir bereits Afghanistan bombardierten, und ich sagte: Werden wir immer noch Krieg gegen den Irak führen?“

Und er sagte: „Oh, es ist noch schlimmer als das!

Er griff unter seinen Schreibtisch, nahm ein Papier hervor und sagte:

„Ich hab das gerade von unten, vom Verteidigungsministerium bekommen und das ist ein Memo, das beschreibt, wie wir 7 Länder innerhalb von fünf Jahren ausschalten, angefangen mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan, und schlussendlich Iran.

Es war also schon lange klar, dass Libyen angegriffen werden sollte, man mußte nur noch ein paar Vorbereitungen treffen. Und diese Vorbereitungen betreffen ein paar inszenierte Aufständische, die nach Freiheit und Demokratie schreien. Das zieht auch echte Regime-Gegner an.

Oder glauben Sie ernsthaft, dass alles, was sie an Nachrichten aus Libyen präsentiert bekommen, auch wirklich die Wahrheit ist? Denn eines ist sicher: Wenn der Krieg schon seit 10 Jahren geplant war, dann kann man einfach nicht mehr alles glauben, was einem die Mainstream-Medien so vorsetzen.

Doch das Interview mit Wesley Clark geht noch weiter. Denn über die Wahrheit über den Mittleren Osten äußerte er sich folgendermaßen:

Die Wahrheit über den Mittleren Osten ist: Hätte es dort kein Öl gegeben, wäre es wie in Afrika.

Niemand droht, in Afrika zu intervenieren.

Das Gegenteil ist das Problem. Wir fragen dauernd Leute danach, zu intervenieren und es zu stoppen.

Und es ist fraglich, dass das Vorhandensein von Erdöl in der ganzen Region die Großmächte dazu animiert hat, sich dort einzubringen. Ob das nun die besondere Motivation für den Schlag war, kann ich nicht sagen, aber es gab definitiv immer die Haltung, dass wir in der Region intervenieren und Gewalt anwenden sollten.

Es geht also nur ums Öl! Und es stimmt: Andere Staaten, die kein Erdöl oder andere wertvolle Bodenschätze bieten, werden in Ruhe gelassen, da ist es egal, ob dort Bürgerkrieg herrscht, Menschen umgebracht werden und Demokratie in weiter Ferne ist.

Fakt ist, den Amerikanern und ihren Handlangern geht es hier weder um Demokratie, noch um Freiheit oder Menschenrechte. Nein, der Krieg in Libyen wird nur aus einem wichtigen Grund geführt – und das ist das wertvolle Öl.

Und warum Nicolas Sarkozy bei dem ganzen Drama sozusagen an vorderster Front mitspielt, sollte auch jedem klar sein. Denn der französische Präsident hat mal für die CIA gearbeitet, somit ist er natürlich bedingungslos auf der Seite der Amerikaner und profiliert sich gerne für sie und durch sie.

Trotzdem sollte man sich in Bezug auf Wesley Clark mit zu überschwänglichen Lobeshymnen zurückhalten, auch wenn er mit dem Interview viel Mut bewiesen hat, in dem er die Wahrheit, warum Kriege im Mittleren Osten geführt werden, schonungslos aufdeckte.

Denn der General a.D. gibt es zur Zeit Ratschläge wie die USA in dem Krieg verfahren sollten. Schließlich war Wesley Clark früher Nato-Befehlshaber im Kosovo-Krieg.

Und in neueren Interviews versucht er, die amerikanischen Interessen in diesem Krieg herunterzuspielen, macht aber auch gleichzeitig damit klar, dass die USA in Libyen nicht wegen allzu menschlichen und humanitären Gründen interveniert sind, Zitat Wesley Clark:

„[…]France and Britain and other European countries have more direct economic and humanitarian interests in Libya than we do.[…]

[…] Frankreich, Großbritannien und andere europäische Länder haben mehr direkte ökonomische und humanitäre Interessen in Libyen als wir.[…]“

Aber nochmal zum Öl: In den amerikanischen Medien wird der Öl-Grund heiß diskutiert, in Deutschland hingegen hüllt man sich diesbezüglich lieber in Schweigen.


Ed Markey, US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und seit 1976 Mitglied des US-Repräsentantenhauses für Massachusetts, kam hingegen im US-Fernsehen MSNBC zu Wort und verkündete folgendes:

„We’re in Lybia because of Oil!“

„Wir sind in Lybien wegen dem Öl!“

Und mit dieser Ansicht ist er weiß Gott nicht der Einzigste. Der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borisov meinte die militärische Intervention in Lybien sei ein „Abenteuer angetrieben von Erdölinteressen“, und der Präsident von Mubawe, Robert Mugabe, bezeichnete den Westen als „blutige Vampire die nur hinter Lybiens Öl her sind“.

Im letzten Artikel haben wir ja bereits über die hiesigen Erdölvorkommen in Lybien berichtet, dieser „Kriegsgrund“ ist also alles andere als an den Haaren herbeigezogen.

Deswegen darf man gespannt sein, wie sich dieses schaurige Szenario fortsetzt. Zum Glück haben wir Deutschen uns nicht an diesem imperialistischen Krieg beteiligt, doch für diese Entscheidung wurden wir ja öffentlich schon mehrfach gerügt.

Nichtsdestotrotz war es die richtige Entscheidung. Man sollte sich eben nicht immer zum Handlanger der unbesiegbaren Supermacht machen lassen.

Quellen: http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=10060

http://www.katv.com/Global/story.asp?S=14284857

http://www.realclearpolitics.com/video/2011/03/21/dem_congressman_were_in_libya_because_of_oil.html

http://www.iol.co.za/news/africa/oil-interest-behind-libya-action-bulgaria-pm-1.1044905

http://www.talkzimbabwe.com/libya-western-countries-are-bloody-vampires-says-president-mugabe-cms-1259

http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss

http://www.youtube.com/watch?v=-dwKBPPGFRc

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/08/ol-und-macht-libyen-krise-von-den-usa-gewollt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/21/libyen-warum-mus-gaddafi-weg/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/12/zitat-der-woche-teil-23-muammar-al-gaddafi-uber-die-widerspruchlichkeit-der-damaligen-regierung-im-falle-eichmann/


 
„Selbst der angebliche gerechte Krieg gegen Gaddafi ist nur eine Lüge. Die Rebellen jagen Schwarze und werden dafür nicht einmal offiziell geahndet. Sie bekommen Rückendeckung aus den USA und Europa.

Frankreich würde lieber heute als morgen diesen Krieg beginnen. So sehr treibt sie die Gier nach dem Schwarzen Gold. Guttenberg war ein Verfechter der Wirtschaftskriege – wie Köhler auch.

Die NATO wird Deutschland als Ausrede dienen trotz aller Einsprüche und Enthaltung in diesen Krieg zu ziehen.

In Bahrain wird trotz allem ein Despot unterstützt und darf unter den Augen der kritischen EU und der USA die Demonstranten, die Regimegegner genannt werden, erschießen.“

Quellen: http://politikprofiler.blogspot.com/2011/03/libyen-der-wirtschaftskrieg-gegen.html

http://politikprofiler.blogspot.com/2011/03/libyen-nichts-als-die-wahrheit-so-wahr.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/08/ol-und-macht-libyen-krise-von-den-usa-gewollt/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/12/zitat-der-woche-teil-23-muammar-al-gaddafi-uber-die-widerspruchlichkeit-der-damaligen-regierung-im-falle-eichmann/

Machen wir uns nichts vor, die Libyenkrise kommt den USA sehr gelegen, scheint doch ihr Status der einzigen Weltmacht immer mehr und mehr zu schwinden.

Und Öl ist einer der zentralsten Punkte um eine wirtschaftliche Weltmacht zu erreichen. Lybien ist reich an Öl und Gas,  Wind- und Sonnenenergie. Die Entdeckung reicher Erdölvorkommen 1959 machte Libyen in der Folgezeit zu einem der bedeutendsten erdölexportierenden Länder der Welt, sowohl Europa und China, als auch die USA rissen sich um Libyens reiches Mitgift. Um Libyens Ressourcen ausbeuten zu dürfen, gaben sich die ausländischen Energiekonzerne in Gaddafis Reich die Klinke in die Hand.

Doch Gaddafi entschied sich 1974, die Besitztümer Lybiens komplett zu verstaatlichen, heißt – wer mit Lybien Geschäfte machen wollte, mußte dies mit dem Staataschef selber tun. Und um mit Libyen ins Geschäft zu kommen, akzeptierten die ausländischen Energiefirmen harte Bedingungen. BP etwa zahlte knapp 250 Millionen Euro alleine an Provision. Zudem musste der Konzern fast 80 Prozent seiner künftigen Produktionserlöse an die staatliche, libysche Ölgesellschaft NOC abtreten.  

Keine ausländische Firma durfte in Libyen ohne einheimisches Partnerunternehmen aktiv werden, das war Gaddafis Bedingung, er wollte eben keinen westlichen Imperialismus in seinem Land.

Auch energiepolitisch ist das Land von großer Bedeutung: Libyen könnte, falls sich die Hoffnungen der Europäer erfüllen, zu einem wichtigen Erdgaslieferanten für den ganzen Kontinent werden. Dann wäre Europa nicht mehr ganz so abhängig von Russland.

 In Gaddafis Land, nur 400 Kilometer von der Mittelmeerküste Europas entfernt, liegen die größten nachgewiesenen Ölreserven Afrikas. Ahmed Ghaber, Planungssekretär der staatlichen Ölfirma NOC verbreitete gar die Hoffnung auf noch größere Entdeckungen:

„Mindestens zwei Drittel unseres Öls sind noch gar nicht gefunden“

US-Konzerne drängten nach 20 Jahren der Abwesenheit ebenfalls zurück auf die Ölfelder des einstigen Erzfeindes. Für die USA ist Libyen gegenwärtig der am schnellsten wachsende Exportmarkt.

Amerika und Lybien sind Feinde, auch wenn das jetzt bei der sogenannten Revolution gern bestritten wird. Einzig den Ölhahn drehte Gaddafi den Amerikanern nicht zu, weil er – wie er in einem Spiegelinterview von 1980 auch noch einmal betonte – auf sie angewiesen war, schließlich war der Ölexport die wichtigste, finanzielle Einnahmequelle Lybiens.

Und trotzdem, Ghaddafi bestand bis zuletzt darauf, die lybischen Ölkonzerne nicht privatisieren zu lassen, ganz zum Leidwesen von Europa und den USA.

Die USA wollen ihren Weltmachtstatus natürlich behalten, und nach dem verlorenen Irakkrieg mußte man einen anderen Weg finden, um das wirtschaftliche und auch kulturelle Imperium weiterhin aufrechtzuhalten.

Deswegen kam ihnen der Aufstand in Lybien gerade recht. Oder haben sie ihn vielleicht sogar eigenhändig instruiert?

Denn noch heute ist unklar, wer derzeit die Aufständischen sind. Auch wer in dem „Nationalen Rettungsrat“ in Bengasi die Regie führt, ist nicht ersichtlich. Es gibt bis heute keine politischen Aussagen darüber, was die Aufständischen wollen – von der Forderung „Gaddafi muss weg“ abgesehen. Es sind kaum Organisationen zu erkennen. Man erfährt nicht, in welchem Verhältnis die Gaddafi-Gegner, die in Libyen leben, zu den Exilorganisationen stehen und welche Rolle letztere spielen. Auch diese Organisationen, die sämtlich von westlichen Geheimdiensten gesteuert und von westlichen Regierungen finanziert sind, machen keine politischen Aussagen.  Offenbar ist die Stimmung in der Bevölkerung auch in den von den Aufständischen beherrschten Gebieten gegen einen Einmarsch der imperialistischen Mächte.

Man kann auf jeden Fall mit Sicherheit sagen, dass die Libyen-Krise den USA zu Gunsten kommt. Denn mit einem möglichen Sturz Gaddafis, könnte man endlich die Verstaatlichung von Lybiens zurücknehmen und es privatisieren.  Schließlich verstaatlichte Gaddafi das libysche Öl schon 1969, als er mittels eines Militärputsches die Macht übernahm.

Und seitdem waren die USA und Staaten in Europa entschlossen, Libyen zu zermürben.  Das wird von den großen Medien verschwiegen. Die USA und die UN verhängten verheerende Sanktionen, um die libysche Wirtschaft zu ruinieren.

 Eines zeigt dieses ganz klar: Libyen ist nicht Ägypten. Sein Führer, Muammar Al-Gaddafi war keine Marionette der USA und EU wie Hosni Mubarak. Über viele Jahre war Gaddafi Verbündeter von Ländern und Bewegungen, die den Imperialismus bekämpften. 

Die USA und Europa werden bald helfen, das Gaddafi-Regime zu stürzen. Bezeichnenderweise hat gerade das Wallstreet-Journal in einem Leitartikel vom 23.2. zu diesem Schritt empfohlen – warum? Nun,  Interesse gewisser Kreise der USA und Europas an Libyen ist leicht zu durchschauen. Libyen hat erwiesenermaßen die größten Öl-Reserven und besitzt das Potential gigantischer Profite für die großen Ölkonzerne.

Das steckt hinter ihrer angeblichen Sorge um demokratische Rechte der libyschen Bevölkerung. Sie wollen eine Regierung, die sich ihnen vollständig unterwirft. Sie haben Gaddafi den Sturz der Monarchie und die Verstaatlichung des Öls nie verziehen.

Fakt ist, den USA sind die Demokratie-Rechte Lybiens ziemlich egal. Denen geht es nur um ihre eigenen, imperialistischen Interessen.

Es ist nur ziemlich feige, dass sie dieses hinter dem „Deckmantel der Demokratie“ verstecken. Aber wirklich wundern braucht man sich darüber nicht – man kennt ja nichts anderes.

Quellen: http://www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/us-boersen-auf-libyens-oel-fokussiert/3887434.html

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/stimmen-der-vernunft-aus-den-usa/

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/27/0,3672,8219099,00.html

http://www.welt.de/politik/ausland/article12726629/Die-geheimen-Militaerplaene-der-USA-fuer-Libyen.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/12/irak-auf-dem-weg-zur-ol-weltmacht-amerika-wirds-freuen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/05/saddam-hussein-wollte-frieden-bush-aber-wollte-krieg-und-ol/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/07/30/der-wahre-grund-des-afghanistankriegs/

In der letzten Sendung von Maybrith Illner vom 13.01.2011 ging es um das Thema „Neues Deutschland, altes Ziel? Die Linke und der Kommunismus“, natürlich basierend auf die jüngsten Äußerungen der Parteivorsitzenden der Linken Gesine Lötzsch.

Schon beim Anblick der Runde sollte eigentlich jedem klar geworden sein, dass Frau Lötzsch dort auf verlorenem Posten stand, einzig den politisch links orientierten Intendanten Claus Peymann stellte man ihr zur Seite.

Und auch wenn sie von allen Seiten angegriffen wurde machte Gesine Lötzsch trotzdem noch eine ganz gute Figur.

Hier das Video dazu:

 Vor allem die Äußerungen zur angeblichen Demokratie in Deutschland ließen einen aufhorchen. Denn auch die Linkenpolitikerin und der Theaterregisseur sehen die Demokratie in Deutschland gefährdet.

Claus Peymann fragte diesbezüglich:

„Haben wir wirklich noch eine demokratische Gesellschaft in Deutschland?“

 Und trifft damit voll ins Schwarze. Denn Deutschland ist keine echte Demokratie, sondern eine Scheindemokratie. Das heißt es sieht zwar so aus wie eine Demokratie, aber in Wirklichkeit ist es eine gut ausgetüftelte Diktatur, in denen andere die Fäden ziehen, bestimmen wie Deutschland weiterhin regiert wird, die Wahlen und die Bananenrepublik-Politiker sind nämlich nur eine Farce.

Für Peymann ist der Fakt des undemokratischen Systems genauso deutlich, Zitat:

„Die Demokratie in Deutschland ist in höchster Gefahr!“

Und auch das die Linken nicht an der Finanzkrise Schuld sind, und das die Kommunismus-Debatte und Hetze nur reines, kalkuliertes Ablenkungsmanöver sind, scheint der politisch aktive Intendant erkannt zu haben.

Jedenfalls warnte Peymann die Politiker vor einem baldigen Aufstand des Volkes, und wenn die Regierung auch in Zukunft weiterhin das eigene Volk an der Nase rumführt, könnte Peymann mit seiner Aussage durchaus Recht haben.

Die politische Verräterelite sollte auf jedenfall gewarnt sein.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=zJJ_GGwfUGo

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/11/hans-herbert-von-armin-uber-die-scheindemokratie-in-deutschland/