Archiv für die Kategorie ‘Bundesverteidigungsminister’

Karl Theodor zu Guttenberg stellt sich den bohrenden Fragen des Bundestags, jetzt auf NTV, N24 und Phoenix.

http://www.phoenix.de/livestream/

Aktualisierung: Um 15.40 Uhr geht’s weiter!

Aktualisierung 2.0: Fragestunde im Bundestag:

 

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Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt seit Beginn der Schummel-Affäre. In Kelkheim betrat er – unter deutlichem Jubel von CDU-Anhängern – die Bühne und äußerte sich erstmals, nach seiner, nur für bestimmte Journalisten ausgesuchten ersten Stellungnahme, wieder zu den Plagiatsvorwürfen.

Seine Rede aber begann er mit einem Scherz, um die brisante Situation mit einem Witz zu überspielen: 

„Hier steht das Original, kein Plagiat“

Ob dieser Scherz seine Wirkung erzielte, darf allerdings bezweifelt werden. Vor allem weil er ja sowieso noch auf seine kontroverse Doktorarbeit zu sprechen kam.

So äußert sich der Freiherr in scheinbarer Selbstsicherheit weiter:

[…]Und nach dieser Beschäftigung meine Damen und Herren habe ich auch festgestellt, wie richtig es war, dass ich am Freitag gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht führen werde.

Ich sage das ganz bewusst, weil ich am Wochenende auch, nachdem ich mir diese Arbeit intensiv noch einmal angesschaut habe, feststellen mußte, dass ich gravierende Fehler gemacht habe.

Gravierende Fehler, die den wissenschaftlichen Codex, den man so ansetzt, nicht erfüllen.

Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht, ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form getäuscht, und mußte mich natürlich auch selbst Fragen meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen, wie konnte das passieren?

Und so ist es das man nach einem Blick dann zurückwirft und feststellt man hat sechs, sieben Jahre an einer solchen Arbeit geschrieben, und hat in diesen sechs, sieben Jahren möglicherweise an der ein oder anderen Stelle, an der ein oder anderen Stelle auch zuviel, auch teilweise den Überblick über die Quellen verloren.

[…]In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe.“

Desweiteren versicherte zu Guttenberg auch noch einmal, dass er die Arbeit selbst verfasst habe, und dass er somit  – Zitat „auch zu dem Blödsinn darin steht.“

 

Auch auf die Rücktrittsforderungen reagierte er und lehnte dies kategorisch ab:

„[…]Ich werde mein Amt mit aller Kraft ausüben“

Doch wirklich ändern tut sich durch diese Aussagen auch nichts, die Vorwürfe, sowieso sein beschädigter Ruf bleiben weiterhin bestehen.

Denn auf 70(!!!) Prozent aller Seiten der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg finden sich Plagiate. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat.

Nun hat das GuttenPlag-Wiki seinen Fund erhöht, auf ganzen 270 von 393 Textseiten wurden unausgewiesene Quellen benutzt. Die längste Lesestrecke, auf der sich bislang kein Plagiat fand, sind die Seiten 39 bis 44, wohingegen beispielsweise zwischen Seite 303 und 359 überhaupt nur drei Seiten ohne Plagiat sind.

Das Vorgehen ist beispiellos in seiner Dreistigkeit. Sie setzt mit einem Plagiat aus einem Zeitungsessay ein, verwendet schon in der zweiten Fußnote Formulierungen aus der „Fischer Länderkunde Nordamerika“, schreibt aus Informationsbroschüren für politische Bildung ab und aus Lesebüchern der Politischen Philosophie, übersetzt amerikanische Aufsätze ohne Quellenangabe, grast durch „graue Literatur“ – also Manuskripte vor ihrer Drucklegung – und Vorträge im Internet und bedient sich aus Hausarbeiten von Studenten.

Selbst in Abschnitten mit reiner Sachinformation fand der Autor dafür keine eigenen Worte, sondern lieh sich die Formulierungen aus Seminarreferaten unter hausarbeiten.de aus, um sie als die seinen auszugeben.

So etwas ist kein Fehler, sondern glatter Betrug!

Quellen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746886,00.html#ref=rss

Siehe auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/20/karl-theodor-zu-guttenbergs-stellungnahme-und-die-beteuerte-unschuld-das-gutten-plag-wiki-beweist-aber-etwas-anderes/

Es wird immer enger für den Baron von und zu, nachdem jetzt auch rauskam dass er beim Bundestagsdienst geklaut hat, soll er jetzt sogar einen Ghostwriter gehabt haben! Wenn sich das im Nachhinein so herrausstellen sollte, ist sein eigentlich tadelloser Ruf, der jetzt schon einige dicke Kratzer abbekommen hat, wohl endgültig verloren.

Denn in seiner Stellungnahme auf seiner Webseite schwört er auch weiterhin felsenfest darauf,  die Doktorarbeit schön fleißig und allein geschrieben zu haben, Zitat zu Guttenberg:

Stellungnahme von Karl Theodor zu Guttenberg

 

Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.

Anmerkung: Hmm, es hatte schon etwas gedauert, bis der Herr Baron Stellung bezog, erst auf Druck der Medien, die sein Stillschweigen kritisierten, meldete er sich zu Wort – wenn auch nur erst durch seinen Pressesprecher…

 Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.

 Anmerkung: Wenn man zwei, dreimal vergisst, Anführungszeichen zu setzen und Quellen anzugeben, ist das ja auch alles kein Drama, wenn man dieses aber auf 247(!!!) Seiten von 407 macht (Quelle siehe Spiegel Online Artikel und Gutten-Plag-Wiki), dann ist der Verdacht und Vorwurf des Plagiats durchaus berechtigt.

Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.

Anmerkung: Wie schon gesagt, es geht hier nicht um ein paar Fehler, sondern über 247 Seiten, in denen bewusst abgeschrieben wurde. Und das Sie, Herr Guttenberg, neben Ihrem Bundestagsmandat eine so komplizierte Doktorarbeit geschrieben haben sollen, ist sowieso äußerst fragwürdig. Dies schafft man nur mit einem Ghostwriter (dessen Ansicht wohl auch die SPD ist), oder aber mit einer guten Abshreibtechnik und der Copy & Paste-Funktion.

Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht.

Anmerkung:…Was bei einem Fund von 247 Seiten aber definitiv angezweifelt werden darf…

Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.

 Anmerkung: Ich glaube verletzt sind wirklich nur die, die ihren Doktortitel, mit viel harter Arbeit und ohne vermehrtes Abschreiben selbstständig bewältigt haben.

Alle anderen sind vielmehr enttäuscht und wütend darüber, dass die saubere und aalglatte Wundertüte „von und zu Guttenberg“ wohl doch nicht wirklich hält, was sie verspricht.

Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth. Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.

Anmerkung: Das ist nur vernünftig…

 Jede weitere Kommunikation über dieses Thema werde ich auschließlich mit der Universität Bayreuth führen.

 Anmerkung: Da kann man nur hoffen, dass die Universität Bayreuth stets ehrlich und wissenschaftlich bleibt und sich nicht vom schönen Schein des Verteidigungsministers blenden lässt. Schließlich war sie doch im Vorfeld so stolz auf ihren berühmtesten Musterschüler, und hat sich auch nur allzu gerne mit ihm geschmückt.

Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt.

Anmerkung: Ja, traurig ist das, schon wieder sind deutsche Soldaten in Afghanistan umgekommen. Vielleicht begreift der werte Freiherr jetzt endlich mal den Ernst der Lage, anstatt sich als Kriegsminister in Wüstenuniform und blonder First Lady in der Kerner-Show mit dem armen und unschuldigen Soldaten zu schmücken und diese so zu instrumentalisieren.

Ein sofortiger Abzug aus Afghanistan ist die einzige Lösung, und nicht deutsche Soldaten für einen Krieg unter falscher(!) Flagge zu opfern und in einer Fernsehshow den Kriegsgrund zu erklären – für einen Krieg gibt es keine plausiblen, menschlichen Gründe!

Nur Gründe wie Macht, Geld, Öl und Schürfrechte…

Nochmal: Es geht hier nicht um ein paar Seiten, in denen er vergessen hat, Anführungszeichen zu setzen oder eine Quelle zu benennen, sondern es sind über 200(!) Seiten, die belegen, dass er abgeschrieben bzw. kopiert hat, das beweist das Guten-Plag-Wiki allemal.

Und man sollte auch immer den Vergleich zu anderen, sagen wir mal „normalen“ Anwärtern auf einen Doktortitel ziehen, denn „normale“ Studenten ohne Adelstitel, Geld und einen berühmten Namen würden mit so etwas mit Sicherheit nicht durchkommen. Ein Herr Baron von und zu aber darf das? Das wäre nicht gerecht! Und wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass die Uni Bayreuth ihn damit durchkommen lässt, dann wäre die ungerechte, unfaire Klassengesellschaft endgültig bewiesen.

Und sein Saubermann-Image hat er selbst kreiert, genauso wie seine Wahl in der Öffentlichkeit zu stehen.

Man darf also gespannt sein, wie die Universität Bayreuth schlußendlich entscheiden wird.

Quellen: http://www.zuguttenberg.de/volltext.php?id=79

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,746582,00.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E77608DD99F7647CFA92EFBDEB07ECC76

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E299489B8BD034BBAAE5CB78BC9E51DA1

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_und_Verfassungsvertrag

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Wer unserem aalglatten Freiherrn mal beim plagiieren zusehen will (und es wird von Stunde zu Stunde mehr!), bitte hier entlang:

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate

Es ist sicherlich eine der größten politischen Enthüllungen überhaupt, und ein Desaster für die us-amerikanische Regierung. Tagelang hatten Regierungen in aller Welt vor den Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks gezittert, nun werden erste Details bekannt.

WikiLeaks hat Hunderttausende diplomatische Berichte aus US-Botschaften veröffentlicht. Mehrere internationale Medien wurden vorab versorgt – unter anderem der „Spiegel“.

Mehr als 250 000 diplomatische US-Depeschen im Besitz der Internetplattform Wikileaks enthüllen nach einem Bericht des „Spiegel“ Amerikas kritische Haltung auch verbündeten Regierungen gegenüber.

Wie sieht die Supermacht ihre „Verbündeten“? Oder noch besser: Wie sieht sie ihre Marionetten? Denn eines wird doch durch diese Enthüllungen klar: Die USA bewertet hier ihre (geheimen) Angestellten und Untertanen, und nicht wie gerne behauptet wird Freunde und Verbündete!

Die BRD hat den Auftrag die Pläne der us-amerikanischen, dominanten Führungsmacht auch ja gewissenhaft auszuführen, ansonsten gibt’s Punkteabzug und bei der nächsten Bilderbergkonferenz wird dann entschieden, ob entweder der ganze Staat für das Fehlverhalten bestraft wird (zum Beispiel dadurch das die Entscheidungsgewalt und Dominanz eingeschränkt wird), die Partei (logischerweise durch die Verbannung zurück in die Opposition), oder aber nicht doch eher nur der einzelne Politiker, welcher vermutlich keine Führungsposition mehr bekommen und nicht wiedergewählt werden wird. Dieser muß dann schlußendlich die schwere Last des Ungehorsams tragen – ja, im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten kommen nur die wirklich willigen Helfer auch voran.

Aber schauen wir uns doch erstmal die Aussagen über die einzelnen Politiker von den Wikileaksberichten genauer an:

Angela Merkel

Angefangen mit unserer lieben Bundeskanzlerin Merkel, so heißt es in den Vorabberichten des Spiegels, Zitat:

„[Angela Merkel] meidet das Risiko, ist selten kreativ“

Das geht aus einen Bericht vom 24.09.008 hervor. Außerdem bekam sie einen sehr speziellen Spitznamen, dafür, dass sie Probleme nicht zu nah an sich rankommen lasse. Und zwar ist das:

„Angela ‚Teflon‘ Merkel.“

Hmm, würden deutsche Botschafter sich etwa erlauben, mit hämischen Spitznamen den US-Präsidenten zu verhöhnen? Ich glaube nicht. Aber Amerika darf das, Amerika darf schließlich alles.

Zu guter letzt schreibt der ehemalige US-Botschafter William Timken Ende 2006, Zitat:

„[…]Dass Angela Merkel keine mutigen Schritte unternommen hat, um den substantiellen Inhalt der transatlantischen Beziehung zu verbessern“.

Heißt im Klartext, dass Merkel nicht genug geschleimt hat und seinem Vorgesetzten wohl auch nicht hörig genug war – oh Angie, you’ve been a bad girl, a very, very bad girl!

Guido Westerwelle

 Weiter geht es mit unserem Außenminister Guido Westerwelle, der wohl mit am meisten das Fett abgekriegt hat.

Guido Westerwelle ist nach Ansicht der Amerikaner:

„aggressiv, inkompetent, eitel und amerikakritisch.“

Außerdem sei er ganz sicher:

„[He is] no Genscher“.

Westerwelle habe auch eine „überschäumende Persönlichkeit“, mit der die Amerikaner nicht umzugehen wissen.

 Die US-Diplomaten sehen sich vor die Herausforderung gestellt, wie sie mit einem Politiker umgehen sollen, der ein „Rätsel“ sei, mit nur wenig außenpolitischer Erfahrung glänzt, und er hat, was die Amerikaner wohl am meisten stört, ein „zwiespältigen Verhältnis zu den USA“.

Tia, man kann wohl sagen dass ihre Observierung Westerwelle’s von Erfolg gekrönt ist, denn ihre Beschreibungen sind ein absoluter Volltreffer, denn alles trifft hundertprozentig auf unseren Außenminister zu.

 

Doch am meisten werden sie sich wohl an seiner eher amerikakritischen Einstellung stören, wobei diese bestimmt nicht besonders ausgeprägt ist. Aber für die Amerikaner reicht schon eine kleine Skepsis bezüglich ihres Landes aus, um das Vertrauen zu einem ihrer Bediensteten zu verlieren. Man kann sich jetzt schon sicher sein, dass Westerwelle, auch wegen seiner kritischen Einstellung gegenüber den USA, bei der nächsten Wahl wieder von der Bildfläche verschwinden wird.

Horst Seehofer

Besonders witzig finde ich die Einschätzung der US-Diplomaten zu unserem nächsten Kandidaten, nämlich CSU-Chef Horst Seehofer.

Diesen halten die Amerikaner nämlich für, Zitat:

„unberechenbar, mit begrenztem Horizont(!), und außenpolitisch weitgehend ahnungslos“.

Also im Klartext halten sie ihn für dumm – das ist schon echt krass, man darf gespannt sein wie ein Herr Seehofer auf diese Beleidigungen reagiert, oder ob er wirklich so dumm ist, und die Analysen der US-Diplomaten für gerechtfertigt ansieht und dann doch lieber das böse, illegale Wikileaks verteufelt? Man darf gespannt sein, doch ich tippe eher auf die zweite Variante.

Warum ich auf die zweite Variante tippe, kann ich bei unserem nächsten Kandidaten erklären.

Dirk Niebel

Denn das ist FDP-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel. Aufgrund seiner Karriere, erst als Soldat, Fallschrimjäger und dann als Arbeitsvermittler im Arbeitsamt bezeichneten ihn die US-Diplomaten in den Berichten als:

„[…]schräge Wahl“

Niebels Reaktion auf diese Äußerung konnte man gestern abend bei Anne Will sehen, in deren Sendung er zu Gast war.

Niebel fand es nämlich völlig in Ordnung dass ihn die Amerikaner so bewerteten, dafür aber empörte er sich lieber über die Wikileaks-Dokumente. Während der ganzen Sendung tat er so, als würde ihm die Kritik der Amerikaner nichts ausmachen. Doch wahrscheinlich war diese Reaktion nur geschauspielert, da er sich mit einer negativen Äußerung bei seinem US-Meister nicht unbeliebt machen wollte, schließlich will auch ein Herr Nibel innen – sowie außenpolitisch weiterhin in der Weltpolitik Karriere machen können.

 Vermutlich hat ein Herr Seehofer ähnliche Bedenken und wird zu diesem Thema bestimmt auch Stillschweigen bewahren – Ja, so funktioniert sie, unsere Betrügerrepublik.

Wolfgang Schäuble

Auch der nächste Kandidat auf der Liste kam bei den Bewertungen nicht weg, die Rede ist von unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Interessant ist hierbei, dass die Amerikaner schon vor Schäubles Fehltritt bei der Pressekonferenz eine, naja, sagen wir passende Charakteristik erstellt haben. Zwar enstand dieses auf Berufung eines Informanten aus der FDP, aber trotzdem ist es unglaublich zutreffend, Zitat:

„Wolfgang Schäuble ist neurotisch  und ein zorniger alter Mann.“

Doch Schäuble wäre nicht Schäuble, hätte er nicht den perfekten Freifahrtschein! Denn auch den US-Diplomaten ist bei unserem Finanzminister aufgallen, dass er in einer Sache voll und ganz hinter dem Amerikanern steht, Zitat:

„Er sei aber ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terror.“

Das gleicht natürlich alle anderen negativen Aspekte Schäubles aus, wenn er den Amis bei ihren imperialistischen Feldzügen – getarnt als „K(r)ampf gegen den Terror“, mithilft.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Liebling aber ist eindeutig ein anderer, nämlich der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Er scheint bei den Amerikanern einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, wie diese Aussagen belegen:

„Hoffnungsträger der USA, außenpolitischer Experte, Transatlantiker und Freund der USA.“

Was dann im Klartext heißt dass er unkritischer, verblendeter US-Liebhaber ist der ohne wenn und aber die Befehle der Supermacht ausführen wird.

Deswegen bewirbt ihn die Bild-Zeitung auch so, vermutlich soll er der nächste deutsche Kanzler werden, wenn es nach den USA und den Bilderbergern geht. Man darf also jetzt schon gespannt darauf sein. Vielleicht ist Guttenberg ja im nächsten Jahr auch Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen, ich denke dann können wir uns sicher sein, dass er 2013 zum Kanzler gemacht wird.

So, und wer jetzt glaubt, die deutsche Regierung sei enttäuscht oder gar empört über diese Äußerungen, der irrt. Nein unsere hörigen Politiker nehmen die Kritik natürlich an und suchen die Schuld lieber bei einem anderen, nämlich bei Wikileaks.

Wie konnte Wikileaks es nur wagen und enthüllen, dass die deutsche „Regierung“ in Wirklichkeit gar nicht für das deutsche Volk arbeitet, sondern für die amerikanische Regierung?

Denn das ist doch mit den Bewertungen der einzelnen Politikern ans Tageslicht gekommen, nämlich das Deutschland nur fremde Interessen vertritt, mit einem großen Auftraggeber im Hintergrund!

Nicht das es für uns etwas neues ist, aber es ist schön endlich mal zu sehen, wie der Vorhang fällt und die Demokratie/heile Welt-Fassade bröckelt.

Und die von Wikileaks publizierten Depeschen stellen das Imperium der Schande bloß. Aus den vielen Dokumenten geht hervor, dass die USA mit Demokratie überhaupt nichts am Hut haben, es sei denn, sie ist als Waffe gegen missliebige Regierungen einsetzbar.

Quellen: http://cablegate.wikileaks.org/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731601,00.html

 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731389,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/19/die-us-regierung-zittert-vor-wikileaks-und-verlangt-ein-boykott-von-den-medien/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/23/wikileaks-bush-log-als-er-den-irakkrieg-fur-vorzeitig-beendet-erklarte/

Die Bundesregierung hat sich für den von den USA geplanten Raketenabwehrschild in Europa ausgesprochen. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg befürwortete am Donnerstag vor dem Treffen der Nato-Verteidigungs- und Außenminister in Brüssel das Raketenschild, Zitat:

Wir halten den Raketenschirm grundsätzlich für eine gute Idee, glauben aber auch, dass Punkte wie Abrüstung durchaus eine wesentliche Komponente sein sollten.“

Sehr diplomatisch Herr Verteidigungsminister, würde nur nicht der Vorschlag für Abrüstung so unehrlich wirken und nach einer Art Ausflucht aussehen, um die kriegsgegnerische deutsche Bevölkerung zu beruhigen.

Im November findet der NATO-Gipfel in Lissabon statt, dort soll entschieden werden, ob das ursprünglich nur von der US-Regierung geplante Abwehrsystem ein Projekt aller 28 Nato-Staaten wird.

Die USA wollen bis zum Jahr 2018 alle europäischen NATO-Länder in ein Netz von Raketenabwehrsystemen einbeziehen, das böse Angriffe aus den hauptsächlich US-feindlichen Ländern abwehren soll, und da Deutschland ja keine Eigenständigkeit besitzt und immer noch unter der Fuchtel Amerikas steht, brauchen wir als Diener der USA natürlich auch ein Raketenabwehrschild, so wie der Rest Europas übrigens.

 US-Präsident Barack Obama hatte vor rund einem Jahr das Vorhaben seines Vorgängers George W. Bush gestoppt, der in Polen und Tschechien Teile eines rein amerikanischen Abwehrsystems stationieren wollte. Das war ein großer Fehler, da es die US-imperialistische Politik beeinträchtigt hat. Da Obama diesen Fehler auch eingesehen hat, sollen nun nicht nur alle anderen Nato-Staaten, sondern auch Russland am Raketenschild beteiligt werden.

Wenn Guttenberg für eine Abrüstung ist, warum setzt er sich nicht dann auch dafür ein? Nein, stattdessen stimmt er dem US-Raketenabwehrschild zu, ohne irgendwie Kritik zu üben. Blinder Gehorsam oder einfach nur Gleichgültigkeit? – Wir finden beides zutreffend.

Quelle: http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE69D08T20101014