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Wer kennt ihn nicht, den „Presseclub“ jeden Sonntag mittag auf ARD. Da versammelt sich dann alles was in der Mainstreampresse Rang und Namen hat und debattiert über politische Ereignisse.

Das heißt, von einer wirklichen Debatte kann wohl kaum die Rede sein, denn eigentlich sind sich die Pressevertreter in den meisten Fragen grundsätzlich sowieso immer einig.

Und genau diese Gleichschaltung, diese Einigkeit mit dem zustimmenden „Abnicken“ bezüglich der Tagespolitik stießen dem Anrufer Herr Becker aus dem Münsterland bei der anschließenden „Presseclub Nachgefragt“-Runde sauer auf.

Das Thema der Sendung war übrigens „Wenn der Bürger nicht mehr will – Die entfremdete Politik im Superwahljahr 2011“.

Herr Becker scheint ein Mann der klaren Worte zu sein, der nicht um den heißen Brei herum redet, denn er kommt gleich zur Sache und sagt, was er von Politik und Medien wirklich hält, Zitat Becker:

„Man kann es gewissen Medien und Sendungen vernehmen, dass Politik und Medien zueinander stehen wie ein monolithischer Block.

Und ich zweifele daran, dass aus diesem Block heraus substanziell politisch kritische beziehungsweise dem Medienkonsumenten aufklärende, substanziell aufklärende Beiträge erfolgen.“

Daraufhin fragt Jörg Schönenborn ganz geschockt:

„Und Sie meinen uns? – Wie wir hier sitzen?“

Dabei kennt Schönenborn die Antwort eigentlich schon. Denn, wie er später auch noch einmal erwähnt, weiß Schönenborn um die vielen den Medien und der Politik grundsätzlich misstrauisch eingestellten Menschen schon Bescheid, dass Gästebuch sei wohl voll mit Kritik in dieser Richtung. Es scheint wohl schon mehreren Deutschen aufgefallen sein, dass die Medien mit der Politik unter einer Decke stecken.

Herr Becker lässt sich von Schönenborns vorwurfsvollen Fangfrage, ob er mit seiner Kritik an den Medien etwa auch den seriösen und tollen Presseclub meint, jedenfalls nicht beeindrucken, und spricht weiter Klartext, Zitat:

„Auch Sie – selbstverständlich!

Daraufhin blickt man in ertappte Gesichter, doch Herr Becker ist noch lange nicht fertig mit seinem kleinen Rundumschlag gegen die mächtigen Pressevertreter:

„[…]Und wir alle wissen, dass es so etwas wie Political Correctness gibt, und warum debattieren wir nicht mal darüber, diese Sprachregelung auch aus den Sendungen zu verbannen, und wirklich über Wahrheit und Wahrhaftigkeit zu sprechen.[…]“

Nachdem Herr Becker dann auch noch mit einem anderen Thema anfängt, reicht es dem Moderator Schönenborn, und er greift ein, Zitat Schönenborn:

„[…]Der andere Punkt, ich finds ja gut wie Sie sagen: Die die wir hier sitzen, und so hab ich Sie verstanden, ja  was – wir reden nicht Klartext, oder wir trauen uns nicht, oder was ist? Was vermuten Sie, was werfen Sie uns vor?“

Man spürt förmlich die Anspannung im Presseclub, als hätte man sie alle ertappt, enttarnt, als nicht innovative und unsouveräne Journalisten, die nur zu einem einzigen Zweck da sind, nämlich um der Politik, nein um dem System in der Bundesrepublik Deutschland zu dienen.

Aber nun zu Herrn Beckers Antwort, was wirft der böse Anrufer den edlen Journalisten eigentlich vor? Hier die Antwort, Zitat Becker:

„Ja ich vermute dass über allen bei Ihnen Political Correctness im Grunde genommen eine gewisse Vorgabe gibt!

Joschka Fischer hat einmal gesagt- Zitat: „Die Mehrheiten mögen sich nach den Wahlen ändern, die Richtung bleibt aber die gleiche.“

Also sprechen wir doch von einem politischen System.“

Schönenborn versucht daraufhin die Flucht nach vorne, Zitat:

„Möchten Sie eine Replik von jemandem aus der Runde? Es kann ja auch sein, dass Sie sagen „Nein, das nehme ich Ihnen dann sowieso nicht ab!“

Und die Antwort von Herrn Becker hierauf finde ich einfach nur großartig, denn er sagte folgendes:

„Im Grunde genommen sind Sie alle in diesem System gefangen, von daher…tut sich da inhaltlich sicherlich nicht viel…“

Doch Frau Bettina Gaus von der taz möchte unbedingt darauf antworten, allerdings scheint sie nicht wirklich verstanden zu haben, was Herr Becker mit seiner Kritik eigentlich meinte, oder aber sie wollte einfach nicht darauf eingehen. Jedenfalls sagt sie nur etwas zum Thema „Political Correctness“ und findet dies positiv, dabei wird dann das Beispiel „Folter“ ausgepackt, von wegen es sei politisch korrekt gegen Folter zu sein, und deswegen wäre Political Correctness ja gut, und somit wurde jegliche Kritik, mit eigentlich für jeden selbstverständlichen und offensichtlichen Grundrechten in Deutschland, einfach abgeschmettert.

Schönenborn will das Thema nicht beenden, ohne nicht selber auch noch etwas dazu zu sagen:

„Ich hab viel im Gästebuch darüber gelesen, also es schreiben viele, die sagen „Aber ihr Medien habt doch das gleiche Problem, ihr hängt mit der Politik eng zusammen, ihr sagt ja auch nicht was Sache ist“ – ich will das nicht weiter kommentieren, ich glaube wir müssen nur alle auch wahrnehmen, dass das eine breite Strömung ist, die sich, wie man an der Sarrazin-Debatte auch gesehen hat, nicht nur gegen die politischen Parteien richtet.“

Es ist ja gut, dass die Medienvertreter das auch mal wahrnehmen, allerdings fördert das „unkommentiere Stehenlassen“ nicht gerade zu einer Abkehr dieser Ansichten.

Aber vielleicht wurde es auch gerade deswegen nicht kommentiert, weil man mit der Kritik voll ins Schwarze getroffen hat.

Denn es ist doch wohl ein unwiderlegbarer Fakt, dass so gut wie alle Mainstreammedien gleichgeschaltet sind. Sicher, da gibt es vielleicht mal eine eher linke und eine eher rechte „angehauchte“ Zeitung, aber schlußendlich haben sie nun mal alle eines gemeinsam:

Sie dienen dem System.

Quellen: http://www.phoenix.de/content/348069

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/15/die-cdu-will-die-medien-noch-mehr-kontrollieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/12/springers-welt-uber-reeducation-das-fernsehen-unser-effektivster-erzieher/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/05/spiegel-online-kampft-um-die-brd-scheindemokratie-zu-viel-volk-schadet-deutschland/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/24/reporter-ohne-grenzen-pressefreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert/

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Jetzt ist er zurückgetreten, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der Politstar, der Kriegsminister, der Blender, der angeblich „beliebteste Politiker Deutschlands“, so wie er gerne von seinen Lieblingsmedien hofiert wird, und ganz Deutschland diskutiert darüber.

Es kam schon ein wenig überraschend, dass er jetzt noch zurückgetreten ist, hätte man diesen Schritt doch schon viel früher erwartet.

Ein Sieg der Medien, der Opposition, oder aber doch des Internets? Biendara twitterte „wir haben gewonnen Leute, der Blender ist zurückgetreten!“

Ja, es ist schon ein kleiner Sieg des Internets, das Medium, welches selbst die Springerpresse nicht bezwingen konnte.

Und doch hält die Springerpresse, in diesem Fall natürlich in allererster Linie die Bildzeitung, dem Ex-Verteidigungsminister weiterhin die Stange.

Es geht sogar soweit, dass Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung und ein guter Freund zu Guttenbergs, sich hinsichtlich des Rücktritts zu einem Nachruf genötigt fühlte. Und dieser Nachruf hat es in sich.

Dieckmann spielt mit allen Karten, von Neidern bis zu dem „vom Volk geliebten Minister“ ist natürlich alles drin. Doch vieles aus seinem Munde wirkt unglaubwürdig und auch ein wenig heuchlerisch.  Aber zur eigenen Urteilsbildung hier erstmal der Nachruf:

Graues Mittelmaß

Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich und dem Land Schaden zugefügt.

– Anmerkung: Wie wahr.

Und trotzdem hat Horst Seehofer recht behalten: „Ein Minister stürzt nur, wenn die eigene Partei es will.“

– Anmerkung: Jaja, immer sind die anderen schuld, aber das kennt man bei Guttenberg ja zu Genüge.

Nein, nicht die Kanzlerin hat Guttenberg verlassen, ganz im Gegenteil.

– Anmerkung: Stimmt, die Kanzlerin hat immer zu ihm gehalten, obwohl einer ihrer Minister seine Authenzität und Glaubwürdigkeit verspielt hatte.

Schon komisch, dass eine Frau mit wissenschaftlichem Grad und Doktortitel sich nicht von ihrem Minister eben wegen ihres eigenen wissenschaftlichen Grades beleidigt fühlte, aber da sieht man mal wieder, dass die Kanzlerin mit Betrug und Betrügern in den eigenen Reihen anscheinend keine Probleme hat – was für ein Armutszeugnis für die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

Es waren die Kleinmütigen, das parteipolitische Mittelmaß, die Neider.

– Anmerkung: Soso, die Neider also, das ist ja mal wieder eine gute Argumentation. Ich glaube kaum, dass beispielsweise eine Bildungsministerin wie Annette Schavan, die Guttenberg zu recht kritisierte und sich sogar für ihn schämte, kleinmütig ist und voller Neider.

Der Vorwurfs des „Neids“ gehört übrigens zur argumentativen Grundausstattung der Guttenberg-Fans und ist ein typisches Totschlagargument.

Außerdem klingt die Aussage „das parteipolitische Mittelmaß“ sehr überheblich, als wäre der Baron etwas Besseres nur wegen seinem Adelstitel, aber eben diese Überheblichkeit scheint ja sowohl bei Dieckmann als auch bei Guttenberg eine der vielen Charaktereigenschaften sein, die sie gemeinsam haben.

Es ging schon mal anders.

– Anmerkung: Wieso? Bis auf zwei, drei Abweichler standen bei der CDU/CSU doch weiterhin alle hinter ihm, sie waren sogar so solidarisch-blind, dass die ganze Partei bzw. plus FDP sogar die gesamte Koaliton an Glaubwürdigkeit verloren hatte.

Geschlossen hatten sich die Grünen seinerzeit um Joschka Fischer geschart, als er als Polizisten-Prügler enttarnt wurde – aber selbstredend Außenminister blieb. Auch die SPD stützte den einst mit der Stasi kungelnden Manfred Stolpe im Amt des Ministerpräsidenten. Und Roland Koch durfte als „brutalst-möglicher Aufklärer“ in eigener Sache jahrelang erfolgreich Hessen regieren.

-Anmerkung: Das ist wahr. Die Debatte um Fischer gab es auch zu Recht, da man nicht sicher war, ob ein Polizisten-Prügler und Steinewerfer als deutscher Außenminister überhaupt tragbar wäre.

Aber es war eine Jugendsünde, Vergangenheit und vor allem: Eine menschliche Verfehlung, und kein Betrug. Außerdem hat sich Fischer nie als Mr.Perfect ausgegeben, er hatte sich nie so ein aalglattes Image aufgebaut wie ein Herr zu Guttenberg, das ist der Unterschied. Guttenberg aber hat betrogen und mußte dafür nun die Konsequenzen ziehen.

Und Joschka Fischer jedenfalls hat sofort auf die Anschuldigungen reagiert, hat sie eingestanden und sich entschuldigt. Guttenberg aber hat lange herumgeeiert und bis zum Schluß nicht vollends zugegeben, dass er sich des Plagiats schuldig gemacht hat.

Was aber wahr ist dass die grüne Partei immer hinter Fischer gestanden hat, wahrscheinlich aber auch deswegen, weil er sofort ehrlich war und seine Fehler eingestanden hat.

Kein Kollegengespräch, keine Kantinenpause, die in den letzten Tagen nicht von der Auseinandersetzung um Guttenberg beherrscht wurden.

Das Volk war mehrheitlich bereit, Guttenberg zu verzeihen.

– Anmerkung: Wirklich, war das so? War das Volk wirklich bereit, Guttenberg zu verzeihen? Nun, das Internet sagt aber etwas völlig anderes. In den meisten Umfragen, bis auf die der Bild natürlich (woran das wohl liegt?…) war das Volk aber für einen Rücktritt zu Guttenbergs, und guckt man sich mal in den ganzen Internetforen um, liest die Meldungen bei Twitter oder Artikel von WordPress-Blogs, so kommt man definitiv zu demselben Ergebnis.

Das Internet jedenfalls besteht mehr aus Guttenberg-Kritikern als aus Fürsprechern.

 

Weil er begeisterte, weil er vielen den Glauben an die Politik zurückgegeben hatte.

– Anmerkung: Ja, hat er das wirklich? Also wirklich begeistern konnte er mit seiner politischen Arbeit eher die wenigsten. Vielmehr wurde uns doch Tag für Tag durch die Bildzeitung und anderen Medien eingebleut, dass er uns begeistert und zu begeistern hat.

Er wurde zum Boulevard-Star aufgebauscht, der Baron, mit seinem Schloss, und der hübschen Frau…

Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein gradliniger, aalglatter Politiker, der sich immer als Mr. Perfect ausgab – „Verantwortung verpflichtet“, und dieses Kartenhaus vom unfehlerhaften Prinzen ist jetzt nun in sich zusammengefallen.

Der „Hype“ um ihn ist nur durch die Medien entstanden, aber das charismatische Format eines Willy Brandts hatte er noch nie.

Das graue Mittelmaß an den Hebeln der Macht sah das anders, fühlte sich vom Erfolg des Ausnahme-Politikers bedroht.

– Anmerkung: Manchmal kann so ein „graues Mittelmaß“ sympathischer sein als ein aalglatter, spießiger und scheinbar perfekter Blender…

Abgesehen davon halte ich die Theorie, dass aus den eigenen Reihen ihn jemand gestürzt hat, für falsch.

Und die Opposition hat nur ihre Arbeit gemacht, die CDU/CSU und FDP hätten bei einem so gravierenden Fehlverhalten der SPD, Grünen oder Linken sicherlich genauso reagiert und „Stimmung gemacht.“

Guttenberg, der natürlich einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat, wurde nicht verziehen.

– Anmerkung: Ihm wäre verziehen worden, hätte er von Anfang an anders reagiert. Ehrlichkeit und Einsicht von Anfang an wären beim Volk sicherlich besser angekommen.

Wer glaubt, sein Rücktritt bleibe nun vor allem als Akt der politischen Selbstreinigung im Gedächtnis, der irrt. Der Sturz des Verteidigungsministers markiert eine Zäsur: die beängstigende Entfremdung zwischen Regierten und Regierenden, zwischen der Bevölkerung und der Politik.

– Anmerkung: Das stimmt. Aber man kann die Schuld nicht nur beim Volk suchen. Das Vertrauen des Volkes in die Politiker ist schon seit längerem schwer erschüttert. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich die Bürger von den Politikern nicht so recht vertreten fühlen. Die Politiker interessiert es nicht mehr, was das Volk will – nein, die Politik regiert am Volk vorbei.

Und genau deswegen misstraut man den Politikern, man zieht sich zurück ins Internet, um sich dort gegenseitig auszutauschen. Und wenn dann solche Dinge rauskommen wie eben das Plagiat von Guttenberg, dann fühlt sich das Volk bestätigt und versucht, die Wahrheit herauszubekommen.

Das Internet hat viel Macht, das GuttenPlag-Wiki ist ein Beweis dafür.

Der Rücktritt zu Guttenberg war auf jeden Fall genau das Richtige. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, und in ein paar Jahren, kann er vielleicht wieder zurück auf die politische Bühne. Denn dann hat Deutschland gesehen, dass es ihm wirklich leid tat und dass ihm das Volk auch wichtig ist. Und dann hat das deutsche Volk ihm auch verziehen, er hat an Glaubwürdigkeit zurück gewonnen und die Sache ist vom Tisch.

Wenn eine repräsentative Demokratie sich aber so weit von den Menschen entfernt, entfernen sich irgendwann die Menschen von der Demokratie.

– Anmerkung: Tia, das liegt aber auch daran, dass sich die Politik immer mehr von den Menschen entfernt. Wie schon gesagt, viele haben das Gefühl, dass die Politiker am Volk vorbei regieren.

Die Volksvertreter müssen wieder Volksvertreter werden, und nicht die Handlanger und Interessenvertreter anderer Staaten und Institutionen.

Verloren haben alle. Karl-Theodor zu Guttenberg erst mal seinen guten Ruf und sein Amt. Und Deutschland eines seiner größten politischen Talente.

– Anmerkung: Das ist Ansichtssache. Politisches Talent hin oder her, was bringt es wenn dieser Politiker ein Glaubwürdigkeitsproblem hat? Und wie soll sich Deutschland mit einem Politiker identifizieren, der aufgrund seines Adelstitels alles Mögliche geschenkt bekommt, also auch einen Doktortitel?

Die Lobhudelei eines Kai Diekmanns in allen Ehren, aber es schickt sich nicht, als Chef der Bildzeitung für ganz Deutschland zu sprechen, das ist sowieso ein großes Problem der Bild und auch einiger anderer Springergazetten, nämlich dass sie Deutschland sozusagen in den Mund legt, was es zu fühlen oder zu glauben soll, auch der Spiegel kritisiert in seiner aktuellen Ausgabe dieses seltsame Vorgehen.

Man merkt, dass hier kein unabhängiger, freier Journalist spricht, sondern ein Medien-Profi, der schon seit Jahren weiß, wie man das Volk am Geschicktesten manipuliert.

Denn um nichts anderes als das geht es bei der Bildzeitung tagtäglich, nämlich um das Volk zu erziehen und manipulieren wie es Politik und Medien gerade so passt.

Und genau deswegen hat das Volk auch das Vertrauen zu Medien und Regierung verloren. Umso heuchlerischer ist es eben diese Tatsache aus dem Munde von jemandem wie Kai Diekmann zu hören.

Jemand, der nicht davor zurückschreckt, extreme Propaganda zu betreiben.

Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2011/03/02/kommentar-von-kai-diekmann.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2011/03/01/guttenberg-und-die-springerpresse-eine-liebe-auf-kosten-der-unabhangigkeit/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Zu Guttenberg bekommt einfach keine Ruhe: Erst heute kam raus, dass der geschundene Verteidigungsminister eine Sondergenehmigung brauchte, um überhaupt für den Doktortitel promovieren zu können, und auch sein Doktorvater, Jura-Professor Peter Häberle geht nun auf Distanz zu seinem einstigen Summa-Cum-Laude Absolventen, Zitat Häberle:

„Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war.“

Sein Nachfolger an der Universität Bayreuth, der Jura-Professor Oliver Lepsius, geht sogar noch einen Schritt weiter und wird deutlicher, Zitat:

„Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Niemand hätte sich vorstellen können, mit welcher Dreistigkeit hier ein Plagiat eingereicht wird. Es ist ein Ausmaß an Dreistigkeit, das wir bisher nicht gesehen haben.“

 

Doch in der ganzen Kritik gibt es immerhin – neben seiner Partei selbstverständlich – noch ein Medium, welches bedingungslos zu ihm hält, und das ist die Bild-Zeitung. Das heißt, nicht nur die Bildzeitung an sich, auch die anderen Springerblätter versuchen das angekratzte Image des Verteidungsministers wieder gerade zu rücken.

Woran liegt das? Nun, sowohl der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe als auch andere Medien und Blogger machen sich heute zum Kreuzzug auf gegen die Bildzeitung und den Springerverlag an sich.

Dabei kommen dann wirklich unglaubliche Dinge zum Vorschein, die wir Ihnen nicht vorhalten wollen.

Die Verbindungen von Karl-Theodor zu Guttenberg zum Axel Springer-Verlag

 – Die zur „heimlichen First Lady“ stilisierte Stephanie zu Guttenberg ist Botschafterin der Bild-Aktion „Ein Herz für Kinder“

– Joachim Peter, Guttenbergs Berater in Fragen des strategischen Umgangs mit der Öffentlichkeit, war zuvor bei Springers Welt Parlamentskorrespondent

– Guttenberg absolvierte ein Praktikum bei „der Welt“

 – Guttenberg hält bis jetzt die „bürgerlichen“ Werte hoch, die Springer heilig sind – Zufall oder nicht?

– Einer seiner Verwandten, Karl Ludwig von Guttenberg, ist stellvertretender Chef vom Dienst der Bild-Bundesausgabe!

 – Seine Biografin Anna von Bayern ist nicht nur eine Freundin des Ehepaars Guttenberg, sondern auch noch BamS-Redakteurin“

– Guttenberg stellt am Freitag das neue Buch des Bild-Parlamentschefs Nikolaus Blome vor

– Springer-Chef Mathias Döpfner ist nicht nur Fan der Wagner-Festspiele in Guttenbergs Stadt Bayreuth, sondern auch noch Fan vom Baron selber

– Bild-Chef Kai Dieckmann ist sehr gut mit dem Ehepaar Guttenberg befreundet

Festzuhalten wäre auch noch, dass der gute Herr Guttenberg ganze zweimal in der Bildzeitung als „Verlierer des Tages“ gewählt wurde. Aber nicht als Verlierer von wegen „du bist doof weil du das getan hast“, sondern weil er einmal daran scheiterte, die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier als CSU-Spitzenkandidatin für die Europawahl durchzusetzen, und das andere mal weil er Peter Ramsauer als CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl den Vortritt lassen musste. Der neue CSU-Generalsekretär zu Guttenberg habe „offenbar keinen guten Lauf“, konstatierte Bild damals.

Warum die Bildzeitung, oder generell eigentlich alle Springerblätter „Pro-Guttenberg“ eingestellt sind und somit kaum ein schlechtes Wort über den Freiherrn verlieren, dürfte nach diesen aufgezählten Punkten doch wohl klar sein. Denn die Beziehungen Guttenbergs zu den Springermedien sind verblüffend, selbst ein enger Verwandter sitzt in der Bild-Chefredaktion.

Deswegen kann man auch davon ausgehen, dass das Ergebnis der Bild-Umfrage bezüglich eines Rücktritts Guttenbergs gefälscht worden ist, vielleicht hat sich Karl Ludwig von Guttenberg dieser Aufgabe sogar selbst angenommen.

Fakt ist, der Axel Springer-Verlag ist so oder so keinesfalls unabhängig wie vielleicht andere Medien, da sich die Journalisten des Springerkonzerns an bestimmte Grundsätze zu halten haben, dazu haben sie sich sogar vertraglich verpflichten müssen.

Der Spiegel bezeichnet die Bildzeitung in seiner aktuellen Ausgabe sogar als „Leibgarde von Karl-Theodor zu Guttenbergs“, welche den -Zitat „für die CDU innerparteilich die Funktion eines rechtspopulistischen Flügels übernommen haben“!

Und Bild hält sogar weiterhin an der fixen Idee „Guttenberg for Kanzler“ fest, mit der Überschrift „Jetzt erst recht“ titelte sie:

„Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. … Erst dann trauen ihm die Leute das für eine Kanzlerschaft absolut nötige Durchhaltevermögen zu.“

Es ist somit durchaus bestätigt, das die Bildzeitung auch in Sachen zu Guttenberg alles andere als unabhängig ist.

Wie denn auch, wenn man den Onkel Guttenbergs als Bild-Chef der Bundesausgabe beschäftigt, das ist Vetternwirtschaft at it’s best.

Quellen: http://berlin2011.wordpress.com/2011/02/27/beschaftigt-die-bild-zeitung-einen-verwandten-zu-guttenbergs/

http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,748231,00.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/333300/333301.php

Siehe auch: http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

 https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

In einem Interview mit der FAZ spricht der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG über die 68er, deren Beziehung zum Verlag und über die SED.

Eine Aussage, die er in diesem Interview getätigt hat, bezog sich eigentlich auf die Macht der SED und wie sie die Geschichte beeinflusst haben könnte, doch schon alleine, dass der Springer-Chef und ehemaliger Teilnehmer an den Bilderbergkonferenzen sich vorstellen kann, dass man die Menschheit über Jahrzehnte lang belügen und somit Geschichtsfälschung betreiben konnte, sollte einem schon zu denken geben.

Hier das Zitat des Springer-Chefs:

[…]Womöglich stellt sich heraus, dass wir seit 45, 50 Jahren mit einem Geschichtsbild leben, das im Wesentlichen von einem nichtdemokratischen System geprägt ist.“

Erklären tut der Neocon Döpfner das auch, Zitat:

 „Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien. Ich habe eigentlich auch immer geglaubt, Geheimdienste sind nicht so erfolgreich, dass ihnen solche Sachen gelingen. Aber wenn ich mir diese Details anschaue, die ja kein Stammtischgerede sind, sondern von Wissenschaftlern dokumentierte Fakten, dann bin ich überrascht, wie effizient bestimmte Dinge funktioniert haben. Und welcher Aufwand dabei getrieben worden ist.“

Nochmal, ja, er spricht hier zwar über das SED-Regime und speziell deren Geheimdienste, aber schon alleine der Fakt dass ein treuer Bilderberger so eine jahrzehntelange Geschichtsfälschung (von wem auch immer) für möglich hält, macht das Ganze irgendwie verdächtig.

Wer weiß, wie oft wir schon belogen wurden, und vor allem, bei welchen wichtigen, historischen Themen?

Doch noch ein weiteres Zitat von Döpfner hat uns geärgert, und da wir ihn in dieser Rubrik schon mal hatten (Link siehe unten), und diesen springerschen Hetzer so schnell nicht mehr wieder haben wollen, packen wir hier noch ein zweites Zitat mit hinzu.

Dieses ist übrigens noch gar nicht so lange her, er tätigte es im November 2010 in seiner neokonservativen Propagandaschrift „Die Welt“.

Unter dem Titel „Die Freitsfalle – Der Westen und das höhnische Lachen der Islamisten“ legte er richtig los, ich denke mal einige können sich vielleicht noch an diesen Artikel erinnern, ein Pamplet voller islamophober Hetze und Liebesbekundungen an die sogenannte Freiheit der USA und Israel.

Dabei machte er eine Aussage, durch die man ihm definitiv den Stempel „Kriegstreiber“ aufdrücken könnte, denn im Kampf für den US-Imperialismus und dessen scheindemokratische Freiheit geht ein Herr Döpfner auch mal gerne über Leichen, Zitat:

„Wo immer unfreiheitliche Energien auszumachen sind, vor allem dort, wo sie unsere Interessen berühren, muss mit Nachdruck und zur Not, als ultima ratio auch mit militärischen Mitteln die Freiheit verteidigt werden.“

 

 „Vor allem dort, wo sie unsere Interessen berühren“ – das heißt selbst wenn es nicht „unsere Interessen berührt“, ist Mathias Döpfner für einen imperialistischen Krieg im Namen von Usrael, und das ist ein Skandal.

Döpfner rechtfertigt hier pure Angriffskriege, um seine abstrakte Vorstellung von Freiheit durchzusetzen, völlig egal, ob die betroffenen Länder das auch so wollen, ob sie auch vollständig amerikanisiert werden wollen. Begründet wird das Ganze natürlich mit 9/11, Terrorismus, und Islamismus – na mit was denn sonst? Ist es doch die Standardausrede für jeden noch so unsinnigen Krieg.

Mathias Döpfner ist uneingeschränkt solidarisch mit den USA und Israel, diese beiden Länder sind ihm wichtiger als Deutschland, das macht er in mehreren Interviews immer wieder deutlich.

Deswegen ist es ihm auch egal, ob deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben lassen, denn sie verlieren es ja für einen – aus seiner Sicht – guten Zweck, nämlich für die scheindemokratische Unfreiheit der USA und Israel.

Für dieses große antideutsche Engagement bekam Mathias Döpfner übrigens 2007 die  Leo-Baeck-Medaille (wir erinnern uns: die letzte Preisträgerin dieser Medialle war Angela Merkel), überreicht wurde ihm diese übrigens von seinem Bilderberg-Freund Henry Kissinger. Dieser ließ es sich dafür natürlich auch nicht nehmen, eine Dankesrede für Döpfner zu halten.

Verbrecher unter sich.

 Quellen: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF16BFBE40C7940E19F55F965E2E57FCB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.welt.de/debatte/article11148187/Der-Westen-und-das-hoehnische-Lachen-der-Islamisten.html

http://my.opera.com/skunks/blog/2007/11/15/bilderberger-gives-bilderbergerleo-baeck-medaille-to-mathias-dopfner-in-new-york

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/08/zitat-der-woche-teil-6-matthias-dopfner/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/23/angela-merkel-ausgezeichnet-fur-die-vorarbeit-der-abschaffung-des-deutschen-staates/

Und die anderen Zitate der Rubrik:

https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/

Wirklich herrlich wie hier Rainald Grebe unsere neokonservative, mit leichtem gelb-überhauchte aber ansonsten stockschwarze Bildzeitung auf die Schüppe nimmt – und  dessen Chefredakteur Kai Dieckmann noch gleich mit dazu.

Böse 68er aber auch.

Ja, Welt Online hat mal wieder den Vogel abgeschossen mit einem ihrer Artikel. Es geht um die Verhaftung Julian Assanges, dem Gründer von Wikileaks.

Doch nur ein Viertel des Artikels handelt auch von der Verhaftung, denn Welt Online hat es sich viel lieber zur Aufgabe gemacht, die Freiheit des Internets anzuprangern und dafür plädiert, eben diese Freiheit noch weiter einzuschränken.

Man muß sich das mal vorstellen, das kommt von einem Springerblatt! Springer die sich doch mit ihren Grundsätzen dazu verpflichtet haben, Zitat –

„Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas“

– in ihre Publikationen einzubinden.

Nur da sich dieser Grundsatz Nummer 1 im Falle von Wikileaks und des „grenzenlosen“ Internets wohl mit dem Grundsatz Nummer 3 widerspricht, scheint sich der Grundsatz Nummer 1 – zumindest für diesen speziellen Fall – wieder aufzuheben.

Grundsatz Nummer 3 besagt übrigens Zitat:

„die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“

Und Amerika zu huldigen und zu dienen ist natürlich wichtiger als die persönliche Freiheit eines Deutschen im Internet.

Amerika und Israel sind für Springer sowieso viel wichtiger als Deutschland, wie sagte der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG , Matthias Döpfner, in einem Interview mit dem Spiegel nochmal:

„Döpfner: Ich bin ein nichtjüdischer Zionist. Israel ist ein Land, dessen Existenz gesichert werden muß… Mein Freiheitsbegriff steht über dem Dreieck: Amerika, Israel, Marktwirtschaft.”

 Spiegel: Und Deutschland? Das hat laut Döpfner seine “Bewährungsprobe” noch nicht bestanden.

Döpfner: “Für mich ist der Beweis, ob Deutschland wirklich freiheitsfähig ist, im umfassendsten Sinne, noch nicht erbracht.”

Soso, freiheitsfähig, ja? Solange der Springer Verlag seine Finger im Spiel hat, und sogar die Freiheit des Internets einschränken will wie es der Artikel von Malzahn ja vorsieht, kann Deutschland ja auch gar nicht „freiheitsfähig“ werden, schon mal darüber nachgedachtet, sehr geehrter Springer Verlag?

Aber nun zum Artikel, der Autor ist übrigens kein geringerer als Claus Christian Malzahn. Sie kennen Malzahn nicht? Nun, er ist in Sachen unfreier Journalismus kein unbeschriebenes Blatt. Malzahn wollte nicht mehr ein neutraler Journalist sein und positionierte sich – damals noch beim Spiegel tätig – als Kritiker der 68er und der rot-grünen Regierung, er warb für eine CDU-Regierung unter Angela Merkel sowie eine politische Annäherung an die USA unter George W. Bush.

Doch das Schärfste kommt noch: Claus Christian Malzahn empfahl den Deutschen eine erneute Reeducation, weil sie der Großmacht Amerikas nicht wohlgesonnen genug waren, und weil die Mehrheit der Deutschen, genau genommen waren es 57% zwischen 18 und 29 Jahren, in einer Umfrage die US-Politik als eine größere Gefahr für den Frieden ansehen, als die Politik des Iran.

Diese Wahrheit konnte ein Diener des US-Regimes natürlich nicht auf sich sitzen lassen, also titelte er in einem Spiegel-Artikel „Böse Amis, arme Mullahs“, offenbarte in dem Artikel sein (ideologisches) Weltbild, was für einen neutralen Journalisten bei einer eigentlich unabhängigen Zeitung natürlich ein absolutes No-Go ist, und empfahl den Deutschen eine Reeducation, um sie erneut schön proamerikanisch und israelisch erziehen zu können.

Doch mit (und dank) dieses Artikels schien seine Karriere beim Spiegel wohl ein nahes Ende zu haben, und er wechselte dorthin, wo journalistische Feiheit an, für sein Weltbild durchaus passendes, 5 Grundsätze gebunden sind, nämlich zum Springer Verlag, die ihn natürlich mit offenen Armen empfangen haben.

Endlich hatte er eine journalistische Heimat gefunden, die auch zu ihm passt. Denn beim Springerblatt Welt konnte Malzahn völlig unverblümt seine neokonservativen Ansichten zu Papier bringen.

Und das tat er auch in diesem Fall. Das Thema ist wie schon gesagt die Verhaftung von Wikileaks-Gründer Julian Assange, wobei er von dieser Thematik im Laufe des Artikels schnell abgerutscht ist, in seine Wunschwelt.

Schon die Überschrift und der erste Satz verraten die Sichtweise Malzahns in Bezug auf Wikileaks, Zitat:

„Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität

[…]Zu lange spielte Julian Assange mit der Rechtsfreiheit im Internet. Jetzt holt ihn der Rechtsstaat im wahren Leben ein.[…]“

Das hört sich doch glatt so an, als wäre Malzahn froh darüber, dass Assange endlich gefasst ist. Und was soll das eigentlich heißen, „spielte mit der Rechtsfreiheit im Internet“?  Assange spielte nicht damit, denn das hatte er gar nicht nötig, da die Freiheit im Internet, zumindest in jedem freiheitlichen Rechtsstaat (zu dem Deutschland schon bald nicht mehr dazu gehören wird, dank der vorgeblichen Ausrede „Jugendschutz“), doch gewährleistet ist!

Oder wird diese Freiheit etwa nur gewährleistet, wenn es den jeweiligen Regierungen passt? Dann ist es aber sicherlich keine rechtsstaatliche Freiheit mehr, soviel ist sicher.

Weiter wird im Laufe des Artikels über die Fakten der Verhaftung Assanges nur kurz berichtet, da man ja noch genug Platz braucht, um Assanges Anhänger und deren Theorien leicht hämisch als Nichtigkeit abzutun:

„Seine Anhänger wittern dennoch ein abgekartetes Spiel: Die Vergewaltigungsvorwürfe seien fingiert, um das Wikileaks-Projekt zu beschädigen. Wenn das so wäre, müssten die beiden Schwedinnen, deren Bekanntschaft Assange offenbar nicht bestreitet, sowie die schwedische Staatsanwaltschaft eine von den USA diktierte, heimliche Agenda verfolgen.“

Genauso ist es! Und wenn man sich die angebliche Vergewaltigung mal näher anschaut, kommt man noch mehr zu der Annahme, dass das Ganze ein abgekartertes Spiel seitens der US-Regierung ist. Denn in den Aussagen, die die beiden schwedischen Frauen bei der Polizei zu Protokoll gegeben haben, ist nicht vonVergewaltigung die Rede!

In Schweden aber riskiert man mindestens zwei Jahre Haft wegen Vergewaltigung, wenn man einvernehmlichen Sex hat, ohne ein Kondom zu benutzen, zumindest wenn man vorher angibt, ein Kondom zu benutzen, es aber dann nicht tut. Ja, durchaus lachhaft, aber das gilt in Schweden schon als Vergewaltigung.

Ein Punkt für die Annahme einer geheimen Intrige ist auch das Timing, also der Zeitpunkt in welchen Jahr bzw. Monat die „Vergewaltigung“ stattgefunden haben soll. Diese soll nämlich im August 2010 stattgefunden haben. Und ist es nicht äußerst seltsam und verdächtig, dass Ende Juli 2010 (genauer gesagt am 25.Juli 2010) die schockerienden Afghan War-Diaries veröffentlicht wurden, die natürlich auch lange Zeit ein großes Thema in den Medien waren, und die Amerika auch in einem besonders hohen Maße schadeten und ihr Ansehen kosteten?

Als hätte man nach dieser Veröffentlichung ganz schnell nach einem skandalösen Wundermittel gesucht, um der Person hinter Wikileaks besonders großen Schaden zuzufügen…

Und dieses Wundermittel waren dann zwei Frauen, die durch die US-Regierung bzw. durch die CIA auf Assange angesetzt wurden, um ihm eine Vergewaltigung anzuhängen, nur mit der Vergewaltigung hat es dann ja nicht ganz geklappt, deswegen wurden sie auch vorher schon von der CIA belehrt, dass selbst die Nicht-Nutzung eines Kondoms in Schweden schon als Vergewaltigung gilt, für den Fall der Fälle…

Und da eine echte Vergewaltigung nicht funktionierte, versuchten sie es halt mit dem Kondom – das wäre wirklich geschickt eingefädelt, und so etwas könnte auch nur ein Geheimdienst so korrekt ausführen.

Die zu Protokoll gegebene Aussage der zweiten jungen Frau würde diese Theorie auch stützen. Diese beschreibt nämlich in den Polizeikontrollen, dass sie alles versuchte, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, mehrere Versuche unternahm sie dafür, bis es ihr schließlich gelungen sei.

Fakt ist, dass die angebliche Vergewaltigung in Wirklichkeit gar keine wahr, zumindest nach unserem Rechtwesen her nicht. Und das die ganze Geschichte ein abgekartertes Spiel der USA ist, ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Doch Welt Online-Schreiberling Malzahn sieht das natürlich anders:

„Darauf gibt es bis heute freilich keinen einzigen Hinweis, nicht einmal einen, den man nicht weiter ernst nehmen müsste. Es geht in Schweden ausdrücklich nicht um den politischen Schaden, den der Wikileaks-Aktivist angerichtet hat.“

Ja, richtig, nicht nur um den politischen Schaden Schwedens, sondern vielmehr um den politischen Schaden der USA! Diese wollen Wikileaks mit aller Macht mundtot machen, weil sie fürchten, dass bald weitaus schlimmere und auch wichtigere Dinge als beispielsweise Beleidigungen a la „Teflon Merkel“ und Co veröffentlicht werden könnnen, und ich meine wirklich wichtige, geheime Dinge, die die USA dann vollständig entlarven könnten!

Weiter im Artikel fängt nun Malzahn an, von Assange auf die Web-Gemeinde zu wechseln, Zitat:

„Assange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will.

Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes.“

Ja aber das ist das Internet! So ist das hier nun mal. Offene Kommunikation, Informationen die man sofort abrufen kann, ja vielleicht auch mal Dikussionen die aus dem Ruder laufen, aber so läuft das Internet nun mal. Es ist freiheitlich und für jeden zugänglich, und das sollte auch so bleiben. Das ist ja gerade das Tolle am Internet, es ist fortschrittlich und frei, so sieht gelebte Demokratie nun mal aus!

Doch das war noch lange nicht alles, denn der neokonservative, philoamerikanische Autor möchte, trotz des großen Widerspruchs zu seinen Springer Grundsätzen und des Artikel 1 der amerikanischen Fassung, welche er doch so liebt, diese fast grenzenlose Freiheit im Internet einschränken:

„Aus purer Hilf- und teilweise auch Ahnungslosigkeit haben wir – das schließt den Journalismus neben der Politik mit ein – diesem zum Teil unverantwortlichen Treiben viel zu lange zugesehen, während uns so genannte Netzexperten glauben machen wollten, das Internet schaffe schon irgendwie seine eigene Ethik. Das ist nicht passiert.

…Diesem unverantwortlichen Treiben viel zu lange zu gesehen…“ – Was soll das denn heißen? Wollen Sie, lieber Herr Malzahn und ihr toller Verlag jetzt etwa die Freiheit des Internets einschränken?

Denn es liest sich zumindest so, als wollten Sie als Journalist zumindest mit ihren Publikationen daraufhin arbeiten, um der Politik dann für eine Einschränkung Tür und Angel öffnen! Das hat dann aber nichts mehr mit der Freiheit zu tun, von der sie in ihren Grundsätzen so schwärmen und die sie als verbindend für jeden Springer-Journalisten ansehen!

„Stattdessen gilt es bei manchen heute schon als Zensurmaßnahme, wenn man gegen Kinderpornographie im Web zu Felde zieht.“

Weil es Zensur ist! Und das Internet soll aber ein völlig freier, uneingeschränkter Ort bleiben, in anderen Ländern, wie zB Ihrem Lieblingsland USA, sind diese Seiten auch nicht gesperrt.

Natürlich sind Kinderpornoseiten ekelhaft und abartig, aber sie zu sperren ist meistens ein Anfang zu mehr weitreichender Zensur, wie beispielsweise einige Neonaziwebseiten belegen, die schon im deutschen Google nicht mehr auffindbar sind. Man sollte sich eher gegen die Betreiber solcher Internetseiten stellen und diese zu bestrafen, anstatt mit einer Radikalzensur zu beginnen, das ist definitiv der falsche Weg.

Abschließend verweist der Autor dann wieder auf Assange, Zitat:

„Dieser digitalen Kultur des „Anything goes“, in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst sein soll, entstammt auch Julian Assange, der schon als 16-Jähriger mit dem Computer Sicherheitscodes von Firmen geknackt hat. Offenbar hat er angenommen, dass die Non-Existenz von Recht und Gesetz nicht nur im Internet, sondern auch im wahren Leben gilt. Da lag er falsch. Insofern ist seine Festnahme nur der Beleg dafür, dass rechtsstaatliche Prinzipien wenigstens noch im wahren Leben gelten. Immerhin.“

Was für ein Blödsinn! Natürlich gilt Recht auch im Internet, und dasn weiß der Autor auch genau, er suggeriert hier in eine Richtung, dass Internet wäre frei von Recht und Gesetzen, um den Leser zu beeinflussen.

Es ist ein Skandal, dass Welt Online hier gegen die Freiheit des Internet ist. Warum das auf einmal so ist, ist doch klar: Dem Springerclan gefällt es nicht, dass ihr amerikanisches Lieblingsland jetzt in aller Öffentlichkeit bloß gestellt wird, hatte Springer doch immer daraufhin gearbeitet, dass nur die guten Dinge auch veröffentlicht werden, das andere blieb dann lieber in den abgelegen Hinterzimmern zurück, wo sie sonst ihre Nachrichten im Geheimen zusammenstellen.

Und genau wegen einem solchen unfreien Journalismus wollte Assange mit seinen Veröffentlichungen etwas Gutes bewirken: Er wollte das die ganze Wahrheit endlich mal ans Licht kommt, dass die naiven Bürger nicht mehr hintergangen werden, und ihnen eine falsche Realität vorgegaukelt wird.

Man darf gespannt sein, wie es jetzt mit Wikileaks weitergeht. Und wollen wir mal hoffen, dass es auch weiterläuft und Julian Assange nicht als Opfer einer politischen Intrige mit einem Kabel um den Hals erhängt irgendwo aufgefunden wird.

Dann wäre das Selbstmord natürlich, was denn sonst?

Quellen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11451144/Die-Verhaftung-bringt-Assange-zurueck-in-die-Realitaet.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Christian_Malzahn

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Geht-es-bei-der-angeblichen-Vergewaltigung-nur-um-ein-geplatztes-Kondom/story/20158936

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,474554,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/27/welt-online-hartz-4-empfanger-sind-schuld-an-der-finanzkrise/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/01/hetzerische-polemik-auf-unterstem-niveau-der-vergleich-zwischen-hartz-4-empfangern-und-tieren/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/09/welt-online-wir-brauchen-eine-weltregierung/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/13/das-brave-schoshundchen-deutschland-hat-den-sitz-im-un-rat-bekommen-und-die-springerpresse-ist-begeistert/

Wir sind von Welt Online ja einiges gewöhnt, wir wissen dass sie sich an Grundsätze halten müssen, und somit keine freien und unabhängigen Journalisten sind. Wir wissen auch, dass sie den Bilderbergern, Banken, Lobbyisten, Neokonservativen in den USA, und in Deutschland der schwarz-gelben Regierung nahe stehen, aber mit diesem Artikel schießen sie doch eindeutig den Vogel ab.

Autor dieser widerlichen Propagandaschrift ist Andrea Seibel, sie ist stellvertretende Chefredakteurin der Welt, und somit Kursangeber der Springer-Jünger.

Andrea Seibel ist wie Stefan Aust, Kai Diekmann und Mathias Döpfner auch Mitglied im Beirat des M100 Sanssouci Colloquium.

Hier mal die offizielle Erklärung zu den M100:

Das M100 Sanssouci Colloquium, initiiert von einer Gruppe führender Persönlichkeiten aus Medien und Politik, ist ein einzigartiges Forum, das Europas tonangebende Redakteure, Kommentatoren und Medienbesitzer (Print, TV und Internet) sowie öffentliche Schlüsselfiguren zusammen bringt, um die Rolle und den Einfluss der Medien in europäischen und internationalen Angelegenheiten zu untersuchen.

Das reicht ja schon, um sich von der Dame ein Bild machen zu können, ist doch die M100-Truppe ähnlich aufgebaut wie die Bilderberg-Konferenzen.

Nun gut, gehen wir erstmal weiter auf ihren Hetz-Artikel ein, denn schon die Überschrift verrät einiges:

„Regierung setzt dem ruinösen Sozialstaat ein Limit“

 Ruinös? Was der Sozialstaat ruiniert haben soll, darauf gibt sie uns auch noch eine Antwort, auf jeden Fall wird der Artikel begleitet mit einer fröhlichen Zensursula Ursula von der Leyen, die ihren Daumen hoch hält aus dem Fenster eines Bonzenautos, mit einem Lächeln das zeigen soll: „Jetzt wird alles besser. Wir sind die Besserbetuchten, die Elite, die den bösen kleinen Hartz 4 Empfängern eine Grenze aufzeigen will.“

Ursula von der Leyen, die Retterin der Nation.

Weiter geht es im Artikel mit schwarz-gelber Polemik und neoliberalen Geschwätz a la:

„Der Sozialstaat hat die Länder an den Rand des Bankrottes gebracht.“

Schon hebt das Geschrei an, ob bei den Sozialverbänden oder rot-rot-grün: Skandal! Herzlosigkeit! Die Regierung hat die Hartz-IV-Sätze „nur“ um fünf Euro erhöht.

„Nur“ soll suggerieren: „5 Euro sind verdammt viel Geld! Soviel bezahle ich meiner Putzfrau für meine Villa die Stunde!“

Und damit die Putzfrau zu Hause auch ja keine Chance auf einen Mindestlohn bekommt, findet man für die Agenda 2010 positive Worte, und spricht in bester Propaganda-Manier von einer „großen Errungenschaft“:

„Man könnte von Mut sprechen, dass Merkel sich zu einer marginalen Erhöhung der Sätze entschied, um das Lohnabstandsgebot zu den Geringverdienenden zu halten, damit diese große Errungenschaft der Agenda 2010 nicht zerschellt.“

Gleichzeitig stärkt unsere Welt-Chefredakteurin noch der Atompolitik und Stuttgart 21 den Rücken:

 „Wer regiert, scheint zu verlieren. Schwarz-gelb zeigt dennoch ungewohnte Standfestigkeit – beim Atom oder bei Stuttgart 21.“

 

Nun kommt aber das Unglaubliche, über das sich nicht nur wir, sondern wie man in der Kommentarspalte lesen kann, auch viele andere aufgeregt haben, denn, unglaublich aber wahr, das Springerhetzblatt sieht den Sozialstaat als wahren Schuldigen der Finanzkrise:

„Nicht die Banken- und Finanzkrise hat unsere Länder an den Rand des Bankrottes gebracht, sondern der Sozialstaat.“

Damit stößt Andrea Seidel nicht nur die Millionen Hartz 4 Empfänger vor den Kopf, sondern ächtet sie auch noch in aller Öffentlichkeit als „die Schuldigen der Finanzkrise in Deutschland“. Und sie relativiert die Schuld der Banken dadurch in dem sie die normalen, kleinen Leute dafür verantwortlich macht – das ist geschmacklos!

Aber hauptsache ihre Elite ist gesichert.

Der letzte Satz ist der Versuch einer Manipulation der Welt Online-Leser:

 „56 Prozent der Deutschen sind einer Umfrage zufolge gegen die Aufstockung der Hartz-IV-Gelder. Das ist ein ermutigendes Zeichen.“

Damit versucht man die Meinung der Leser zu manipulieren, das ist bei den meisten Umfragen leider so.

Denn wenn die Mehrheit der Deutschen gegen eine Hartz 4-Erhöhung ist, suggeriert das dem Leser dass diese Mehrheit bestimmt recht haben muß.

Widerlich was sich Welt Online hier geleistet hat. Man kann sich für den Axel Springer-Verlag nur noch schämen.

Quellen:

http://www.welt.de/debatte/article9887774/Regierung-setzt-dem-ruinoesen-Sozialstaat-ein-Limit.html

http://www.m100potsdam.org/M100/Idee/idee_start.php

http://www.m100potsdam.org/Beirat/seibel.php

Siehe zum Thema Hartz 4 und Mindestlohn:

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/28/aufgeschnappt-immer-mehr-arbeitsagenturen-erklaren-langzeitarbeitslose-fur-geistig-behindert/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/12/selbst-schuld-aufstockung-der-niedriglohne-kostet-staat-milliarden-und-wo-bleibt-der-mindestlohn/

Siehe auch zum Thema Springer AG:

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/21/kriegspropaganda-bei-springers-welt-die-amerikanische-mission-im-irak-ist-unvollendet-und-der-iran-ist-als-nachstes-dran/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/08/zitat-der-woche-teil-6-matthias-dopfner/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/09/welt-online-wir-brauchen-eine-weltregierung/