Zu Guttenberg bekommt einfach keine Ruhe: Erst heute kam raus, dass der geschundene Verteidigungsminister eine Sondergenehmigung brauchte, um überhaupt für den Doktortitel promovieren zu können, und auch sein Doktorvater, Jura-Professor Peter Häberle geht nun auf Distanz zu seinem einstigen Summa-Cum-Laude Absolventen, Zitat Häberle:

„Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war.“

Sein Nachfolger an der Universität Bayreuth, der Jura-Professor Oliver Lepsius, geht sogar noch einen Schritt weiter und wird deutlicher, Zitat:

„Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Niemand hätte sich vorstellen können, mit welcher Dreistigkeit hier ein Plagiat eingereicht wird. Es ist ein Ausmaß an Dreistigkeit, das wir bisher nicht gesehen haben.“

 

Doch in der ganzen Kritik gibt es immerhin – neben seiner Partei selbstverständlich – noch ein Medium, welches bedingungslos zu ihm hält, und das ist die Bild-Zeitung. Das heißt, nicht nur die Bildzeitung an sich, auch die anderen Springerblätter versuchen das angekratzte Image des Verteidungsministers wieder gerade zu rücken.

Woran liegt das? Nun, sowohl der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe als auch andere Medien und Blogger machen sich heute zum Kreuzzug auf gegen die Bildzeitung und den Springerverlag an sich.

Dabei kommen dann wirklich unglaubliche Dinge zum Vorschein, die wir Ihnen nicht vorhalten wollen.

Die Verbindungen von Karl-Theodor zu Guttenberg zum Axel Springer-Verlag

 – Die zur „heimlichen First Lady“ stilisierte Stephanie zu Guttenberg ist Botschafterin der Bild-Aktion „Ein Herz für Kinder“

– Joachim Peter, Guttenbergs Berater in Fragen des strategischen Umgangs mit der Öffentlichkeit, war zuvor bei Springers Welt Parlamentskorrespondent

– Guttenberg absolvierte ein Praktikum bei „der Welt“

 – Guttenberg hält bis jetzt die „bürgerlichen“ Werte hoch, die Springer heilig sind – Zufall oder nicht?

– Einer seiner Verwandten, Karl Ludwig von Guttenberg, ist stellvertretender Chef vom Dienst der Bild-Bundesausgabe!

 – Seine Biografin Anna von Bayern ist nicht nur eine Freundin des Ehepaars Guttenberg, sondern auch noch BamS-Redakteurin“

– Guttenberg stellt am Freitag das neue Buch des Bild-Parlamentschefs Nikolaus Blome vor

– Springer-Chef Mathias Döpfner ist nicht nur Fan der Wagner-Festspiele in Guttenbergs Stadt Bayreuth, sondern auch noch Fan vom Baron selber

– Bild-Chef Kai Dieckmann ist sehr gut mit dem Ehepaar Guttenberg befreundet

Festzuhalten wäre auch noch, dass der gute Herr Guttenberg ganze zweimal in der Bildzeitung als „Verlierer des Tages“ gewählt wurde. Aber nicht als Verlierer von wegen „du bist doof weil du das getan hast“, sondern weil er einmal daran scheiterte, die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier als CSU-Spitzenkandidatin für die Europawahl durchzusetzen, und das andere mal weil er Peter Ramsauer als CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl den Vortritt lassen musste. Der neue CSU-Generalsekretär zu Guttenberg habe „offenbar keinen guten Lauf“, konstatierte Bild damals.

Warum die Bildzeitung, oder generell eigentlich alle Springerblätter „Pro-Guttenberg“ eingestellt sind und somit kaum ein schlechtes Wort über den Freiherrn verlieren, dürfte nach diesen aufgezählten Punkten doch wohl klar sein. Denn die Beziehungen Guttenbergs zu den Springermedien sind verblüffend, selbst ein enger Verwandter sitzt in der Bild-Chefredaktion.

Deswegen kann man auch davon ausgehen, dass das Ergebnis der Bild-Umfrage bezüglich eines Rücktritts Guttenbergs gefälscht worden ist, vielleicht hat sich Karl Ludwig von Guttenberg dieser Aufgabe sogar selbst angenommen.

Fakt ist, der Axel Springer-Verlag ist so oder so keinesfalls unabhängig wie vielleicht andere Medien, da sich die Journalisten des Springerkonzerns an bestimmte Grundsätze zu halten haben, dazu haben sie sich sogar vertraglich verpflichten müssen.

Der Spiegel bezeichnet die Bildzeitung in seiner aktuellen Ausgabe sogar als „Leibgarde von Karl-Theodor zu Guttenbergs“, welche den -Zitat „für die CDU innerparteilich die Funktion eines rechtspopulistischen Flügels übernommen haben“!

Und Bild hält sogar weiterhin an der fixen Idee „Guttenberg for Kanzler“ fest, mit der Überschrift „Jetzt erst recht“ titelte sie:

„Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. … Erst dann trauen ihm die Leute das für eine Kanzlerschaft absolut nötige Durchhaltevermögen zu.“

Es ist somit durchaus bestätigt, das die Bildzeitung auch in Sachen zu Guttenberg alles andere als unabhängig ist.

Wie denn auch, wenn man den Onkel Guttenbergs als Bild-Chef der Bundesausgabe beschäftigt, das ist Vetternwirtschaft at it’s best.

Quellen: http://berlin2011.wordpress.com/2011/02/27/beschaftigt-die-bild-zeitung-einen-verwandten-zu-guttenbergs/

http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,748231,00.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/333300/333301.php

Siehe auch: http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

 https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/01/prozionistische-medien-teil-1-der-axel-springer-verlag/

https://deinweckruf.wordpress.com/2011/02/17/link-das-gutten-plag-wiki/

Kommentare
  1. […] Zu Guttenberg bekommt einfach keine Ruhe: Erst heute kam raus, dass der geschundene Verteidigungsminister eine Sondergenehmigung brauchte, um überhaupt für den Doktortitel promovieren zu können, und auch sein Doktorvater, Jura-Professor Peter Häberle geht nun auf Distanz zu seinem einstigen Summa-Cum-Laude Absolventen, Zitat Häberle: "Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend un … Read More […]

  2. The Taker sagt:

    Das ist ja wie zu Hitlers Zeiten! Da war es nämlich „der Stürmer“ der die Propaganda-Arbeit der NSDAP-Politiker erledigte!

    Hätte nie gedacht, dass so etwas in Deutschland heutzutage noch möglich wäre…Eine Zeitung mit Grundsätzen, Leitlinien, ja nie etwas gegen einen CSU-Politiker zu sagen, ja nie etwas gegen die USA & Israel zu sagen, egal was für einen imperialen Krieg sie auch gerade aushecken?

    Unglaublich…😦

  3. Deniz sagt:

    Ich hasse den Springerverlag, sowohl die Bild als auch die Welt lese ich schon lange nicht mehr, und wenn dann nur zu meiner Belustigung wegen dem Sammelbecken an Neokonservativen und Pipifanten!😉

    Aber der Spiegel gefällt mir immer besser. Seit Stefan Aust nicht mehr Chef ist, geht es mit der Zeitung wieder aufwärts.

  4. Revoluzzer sagt:

    Das ist echt heftig – und beweist mal wieder, dass wir keine freie und unabhängige Presse haben, so wie uns das auch gerne vorgegaukelt wird…

  5. Der Mondmann sagt:

    Nicht nur Guttenberg sollte endlich aufhören, sondern auch die Bildzeitung.

  6. Lepsius habe ich gstern im Fernsehen gesehen, der Mann hat es in aller Deutlichkeit auf den Punkt gebracht. Mein Mann fand das auch, der ist übrigens auch Wissenschaftler, allerdings in einem Fach, in dem Plagiate fast nicht möglich sind.

    Und zu Merkels dummer Ausrede,“ sie habe keinen Wissenschaftler eingestellt, sondern einen Minister „, kann ich nur sagen:

    Dann hätte auch Frau Käßmann nicht zurücktreten müssen, sie wurde ja schließlich nicht als Taxifahrerin eingestellt, sondern als Landesbischöfing und EKD-Ratsvorsitzende – oder wie? Lächerlicher geht es kaum, und es ist unglaublich, wie das Gerechtigkeitsgefühl in der Gesellschaft dadurch unterminiert wird. Nicht nur durch den Lügenbaron, sondern durch seine Parteifreunde und die Springerpresse.
    @Mondmann und „the Taker“:

    „Das ist ja wie zu Hitlers Zeiten! Da war es nämlich „der Stürmer“ der die Propaganda-Arbeit der NSDAP-Politiker erledigte!“

    Das kann man wohl sagen!

    „Nicht nur Guttenberg sollte endlich aufhören, sondern auch die Bildzeitung.“
    Das liegt doch an uns. Solange noch so viele Leute dieses Schundblatt kaufen, können wir nicht erwarten, dass sich was ändert.
    Es gab mal die Parole „Enteignet Springer!“. Heute müsste es heißen „Boykottiert Springer!“ Von selber wird der nicht aufhören. Man kann nicht den Teufel dafür verurteilen, dass er der Teufel ist.

  7. Der Text ist zwar eher allgemein, hat aber auch mit der Plagiatsaffäre zu tun und damit, dass wir an alledem leider nicht ganz unschuldig sind.

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2749.htm

  8. alraune 19 sagt:

    Bleibt eigentlich, wie immer häufiger, festzustellen,dass die Menschen korrumpiert werden. Sie werden es,durch Falsch-, Fehl- und Desinformation. Wenn sie sich dies gefallen lassen, meinetwegen, ich sage und tue das, was ich für richtig halte! Was aber ein elementares Problem darstellt: SIE, ob man diese Politiker, ob man diese Lobbyisten, ob man diese als Zionisten, Globalisten oder „Auserwählte“, also eigentlich „die“ Juden, sieht: Selbst wenn ich die „Protokolle der Weisen von Zion“ als von wem auch immer und aus welchen Gründen auch immer erfundenen und publizierten Akt ansehe: Diese(r) angebliche „Fälscher“ hatte(n) offenbar prophetische Erkenntnisse! Ob es sich um ein Fake handelt oder nicht: Alles läuft anscheinend nach diesem Plan ab. Leider nachweisbar. Und leider (!) scheint sich der Auserwähltheitsanspruch, den das „älteste Volk“ (Eigenbezeichnung, ich kann es nicht ändern) für sich in Anspruch nimmt, zu bewahrheiten! Soweit dürfen wir es um keinen Preis kommen lassen. Freiheit statt Zionismus und NWO, Freiheit statt Demokratie, Bürokratie und Einschränkung, Menschen gegen diese verlogene Gesellschaft!
    Gruss Alraune 19

  9. […] Link: Das Gutten-Plag WikiNeues PlagiPedi-Wiki: Jetzt dürfen all die anderen "Doktoren" zittern!Guttenberg und die Springerpresse – eine Liebe auf Kosten der Unabhängigkeit?Der Sohn von Multimillionär Thilo Sarrazin lebt von Hartz 4 und wird als "schwarzes Schaf" […]

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