Man kann von Jutta Ditfurth ja halten was man will, aber eines kann man mit Sicherheit sagen: Sie ist sich treu geblieben. Sie hat sich niemals verbiegen lassen, hat niemals ihre Prinzipien für die Macht verraten wie einst Joschka Fischer, und das rechne ich ihr hoch an.

Erwähnens – und lobenswert ist auch noch ihre detaillierte Biographie über Ulrike Meinhof.

In dem erst gestern erschienenem Interview mit dem Spiegel jedenfalls fand sie klare Worte für ihre ehemalige Partei. Dabei erzählt Ditfurth auch was hinter den Kulissen passierte, und wie die USA ihre Macht auf deutsche Politik und Politiker ausübte.

Vorausgegangen war eine Aussage Ditfurths, Cem Özdemir  laufe „an der Leine der USA“, Zitat Ditfurth:

„[…] Özdemir war in den USA, gefördert vom German Marshall Fund, und hat eine Art Zusatzausbildung gemacht. Danach folgte der steile politische Aufstieg – und plötzlich sitzt er in allen möglichen Gremien, die immer etwas damit zu tun haben, wie sich Europa und Deutschland zu den USA verhalten.

Im Oktober 2010 veröffentlichte Wikileaks rund 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg. Das fand Cem Özdemir ethisch bedenklich. Aber die Grünen waren mal für Transparenz!“

Für den Spiegel klang das nach Verschwörungstheorie, aber Frau Ditfurth verneint dies und wird in ihren Aussagen deutlicher:

„Ich habe die Einflussnahme der US-Regierung auf hiesige Politiker ja selbst erlebt: Als ich Bundesvorsitzende der Grünen war, wollte das US State Department Kontakt zu mir aufnehmen. Ich sagte: kein Interesse. Bei meiner Vortragsreise 1987 durch die USA haben sie es trotzdem versucht. In der Georgetown University in Washington stand ich plötzlich vor einem geladenen Publikum – darunter jede Menge Uniformträger und CIA-Mitarbeiter.

Wir haben uns lautstark gestritten – ein ehemaliger Stadtkommandant von Berlin brüllte los:

„Wenn wir gewollt hätten, hätte es die Grünen nie gegeben!“

Interessant zu sehen, wie Politik in Deutschland wirklich funktioniert, eine Regierungs-Legitimation bekommt man also von der geheimen Führungsmacht USA.

Nur, mit Demokratie hat das dann nun wirklich gar nichts mehr zu tun.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,745943-2,00.html

Siehe auch: http://www.jutta-ditfurth.de/

Und siehe auch die anderen Zitate der Rubrik: https://deinweckruf.wordpress.com/category/zitat-der-woche/

Kommentare
  1. Neocon-Basher sagt:

    Kluge Frau, die Ditfurth, ich mag sie!🙂

  2. Melanie sagt:

    Schon krass, was hinter den Kulissen so alles abgeht…Ich finds zum kotzen, da verkaufen die uns eine Demokratie, und was ist? – Die USA ziehen im Hintergrund die Fäden!

    Oh oh, armes Deutschland…😦

  3. […] Man kann von Jutta Ditfurth ja halten was man will, aber eines kann man mit Sicherheit sagen: Sie ist sich treu geblieben. Sie hat sich niemals verbiegen lassen, hat niemals ihre Prinzipien für die Macht verraten wie einst Joschka Fischer, und das rechne ich ihr hoch an. Erwähnens – und lobenswert ist auch noch ihre detaillierte Biographie über Ulrike Meinhof. In dem erst gestern erschienenem Interview mit dem Spiegel jedenfalls fand sie klare Wo … Read More […]

  4. Wolfgang Schröpfer sagt:

    Ein bisschen dünn ist das aber schon. Als Grundlage für eine Meinung – auch wen man gerne eine bestimmte hätte – sollte es schon etwas mehr sein. Auch verschiedene Quellen wären doch ganz nett.

    • Deniz sagt:

      @Wolfgang: Schwer bei so einem Thema zig Beweise zu finden, schliesslich ist das doch etwas was die doofen Deutschen nicht wissen sollen, die US-Dominanz muss doch geheim bleiben.

      Deswegen muss man da wohl mal auf Augenzeugenberichte hören. Und die Ditfurth ist ne ehrliche Haut, die wurde so etwas bestimmt nicht erfinden.

  5. […] Man kann von Jutta Ditfurth ja halten was man will, aber eines kann man mit Sicherheit sagen: Sie ist sich treu geblieben. Sie hat sich niemals verbiegen lassen, hat niemals ihre Prinzipien für die Macht verraten wie einst Joschka Fischer, und das rechne ich ihr hoch an. Erwähnens – und lobenswert ist auch noch ihre detaillierte Biographie über Ulrike Meinhof. In dem erst gestern erschienenem Interview mit dem Spiegel jedenfalls fand sie klare Wo … Read More […]

  6. alraune 19 sagt:

    Ich kenne (…) Frau Ditfurth von mehreren ihrer Auftritte. Eine zugegebenermassen schöne und sympathische Frau, die allerdings auch Haare auf den Zähnen hat. Die aber gerade deshalb in der Versenkung verschwunden ist, weil sie sich nicht als so biegsam und willfährig wie die meisten Politiker, allen voran Joschka F., erwiesen hat.
    Als so persönlich schwierig ich sie auch einschätze, solche Leute mit Ecken und Kanten bräuchten wir wirklich mehr als aalglatte Opportunisten und Karrieristen!
    Gruss Alraune 19

  7. Sigrid Blanke sagt:

    Liebe Frau Ditfurth, bleiben Sie so wie Sie sind. Wir sind stolz auf Sie. Alles Gute für Sie Sigrid Blanke

  8. Hülya Özer sagt:

    @alraune + Sigrid: Volle Zustimmung! Jutta ist klasse! Und sie hat Rückrat, daran können sich noch einige Politiker eine Scheibe davon abschneiden.

  9. Detlef Nolde sagt:

    Vor allem ist sie schnell mit der Antisemitismuskeule bei der Hand:

    http://www.trutzhardo.de/antisemitenabstemplung/juttaditfurth.htm

  10. Terry Jones sagt:

    @all: Frau Ditfurth ist grad im Fernsehen, auf 3Sat (Wiederholung „Menschen bei Maischberger“)

    Top Frau, die lässt sich nicht unterkriegen! :thumbsup:

  11. alraune 19 sagt:

    detlef nolde sagt
    Hierbei muss ich Nolde (leider) recht geben: Mit der Faschismuskeule ist diese Frau, der ich ansonsten mehr Kompetenz wie vielen bestimmenden Politikern zutraue, leider viel zu freizügig. Und auch das ist Meinungskorrumption, leider, ich kann es nicht ändern!
    Gruss Alraune 19

  12. Jamie sagt:

    Jutta rules!

  13. sven sagt:

    Ich glaub es kaum! Jutta Ditfurth mag sich ihren politischen Prinzipien durchweg treu gewesen sein, aber die Lobhudeleien auf diese Person sind dann doch jenseits des guten Geschmacks! In der Öffentlichkeit der BRD gibt es nur wenige, die derart anti-national, gar anti-deutsch auftreten wie Frau von Ditfurth! Als Mitinitiatorin der Kampagne „Nie wieder Deutschland“ im Zuge der Wiedervereinigung bleibt sie sich eben auch dieser Maxime treu!

  14. Do Gui Live! sagt:

    Hat dies auf rebloggt.

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