Seit dem Ende seiner Amtszeit im Januar 2009 hatte sich Bush praktisch aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Mit der Buchveröffentlichung kehrt er ins Rampenlicht zurück, US-Medien reißen sich um Interviews mit dem Ex-Präsidenten.

 Aufsehen erregen vor allem Bushs Ausführungen zum Kampf gegen den Terror.

So verteidigte der ehemalige US-Präsident einmal mehr Folterpraktiken im US-Gefangenenlager Guantánamo. Bush hat das menschenrechtsverletzende „Waterboarding“, also das simulierten Ertränken von verdächtigen Topterroristen, persönlich genehmigt. In dem für ihn typischen burschikosen Stil antwortete er auf die Frage, ob diese Entscheidung richtig war:

 „Damn right!“ (Verdammt, ja!)

Das dort angewandte sogenannte Waterboarding bezeichnete er in einem Interview der Londoner Zeitung „The Times“ als moralisch vertretbar, legal und effizient. Ohne die Anwendung „erweiterter Verhörmethoden“ hätte es seiner Meinung nach weitere Angriffe von Terroristen auf die USA und auch auf Großbritannien gegeben, Zitat:

„Drei Leute wurden Waterboarding unterzogen und ich glaube, dass diese Entscheidung Leben gerettet hat.“

Anscheinend fehlt es Bush deutlich an Mitgefühl und Menschlichkeit, denn für ihn zählte hauptsächlich nur, dass das Waterbording legal war, Zitat:

„Meine juristischen Berater haben mir versichert, dass die Regierung mit der Methode keine Anti-Folter-Gesetze bricht – darauf habe ich vertraut. Ich bin kein Anwalt.“

Keinerlei Reue zeigte er auch beim Thema Irakkrieg. Das dieser eigentlich vollkommen sinnlos war, da keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden und Saddam Hussein diesbezüglich zumindest unschuldig ist, verneinte der ehemlalige US-Präsident, Zitat:

„Niemand war betroffener und wütender als ich darüber, dass wir keine Massenvernichtungswaffen gefunden haben. Aber die Welt ist besser dran ohne Saddam Hussein an der Macht. Jetzt haben 25 Millionen Menschen die Chance, in Freiheit zu leben.“

Das Saddam Hussein keine Massenvernichtungswaffen hatte, war doch von Anfang an klar. Man brauchte nur einen Grund, um in das Land einzumarschieren und es besetzen zu können, das nennt man Imperialismus at it’s best.

Auch zu den deutschen Politikern äußert sich George Bush. Das heißt, die kriegsbereite Angela Merkel lobt er, der Kriegsgegner Gerhard Schröder hingegen wird kritisiert.

So soll Schröder ihm noch im Januar 2002 in einem Gespräch zugesichert haben, dass Deutschland sich an einer Invasion im Irak zu beteiligen wird, nur um sich dann Monate später im Bundestagswahlkampf öffentlich gegen diese Kriegspläne zu stellen.

Schröder reagierte am Dienstag prompt auf die Vorwürfe, Zitat:

 „Bush sagt nicht die Wahrheit.“

Wer nicht brav pariert wird öffentlich gerügt, so kennt man unsere amerikanischen Besatzer ja.

Doch noch eine andere Episode in dem Zusammenhang hängt dem Ex- Präsidenten nach. Er sei „schockiert und wütend“ gewesen, als er 2002 wegen seiner Irak-Politik von der damaligen deutschen Justizministerin Herta Däubler-Gmelin mit Adolf Hitler verglichen worden sei.

Darüber scheint er besonders verärgert zu sein, denn wie kann es ausgerechnet eine Deutsche wagen, ihn mit Hitler zu vergleichen? Hier ist sein Zitat diesbezüglich:

 „Es war schwer, sich etwas noch Beleidigenderes vorzustellen, als von einem deutschen Offiziellen mit Hitler verglichen zu werden.“

Soll das etwa heißen, alle Deutschen wären immer noch Nazis, oder wie?

Zumindest scheint das alte Vorurteil, alle Deutschen wärem Nazis, wohl beim Freimaurer Bush wieder hochgekommen zu sein.

Da kann man ja nur von Glück reden, dass Angela Merkel ihm als wohl einzige Deutsche gut in Erinnerung geblieben ist. Vertrauenswürdig, verbindlich und warm sei sie, schwärmt er, und:

 „Sie wurde schnell zu einer meiner engsten Freunde auf der Weltbühne.“

Ja, wenn die Leute nach seiner Pfeife tanzen, die Marionette spielen ist alles in Ordnung, so und nicht anders kennt man die Amerikaner schon seit Jahren.

Fakt ist doch, dass George Bush ein ganz großer Kriegsverbrecher ist. Er hat einen Krieg angezettelt, für den es nicht einen einzigen plausiblen Grund gab. Denn das Saddam Hussein keine Massenvernichtungswaffen besaß, war von Anfang an klar. Das wurde nur als Kriegsgrund vorgeschoben, um unbesorgt in den Irak einmarschieren und seine imperiale Macht weiter ausbreiten zu können.

Man wollte den Irak besetzen, man wollte die Oberhand über dieses Land gewinnen, und vor allem – man wollte das Öl und die anderen Bodenschätze.

Die amerikanische Regierung hat mit 9/11, der immer währenden Terrorgefahr, Al Quaida, den Taliban, Osama Bin Laden, Massenvernichtungswaffen und so weiter etwas Großes geschaffen. Denn dank dieser Gefahren können sie jetzt machen was sie wollen, kein anderes Land würde es wagen, die Veineigten Staaten wegen ihrer Kriegslust zu kritisieren, denn es gibt ja immer einen plausiblen Grund dafür.

Und die meisten anderen Länder stehen doch sowieso unter der Fuchtel der US-Weltmacht, sie würden es nicht wagen zu widersprechen, wer dies wagt wie ein Gerhard Schröder wird offiziell gerügt und beim nächsten Bilderbergtreffen wird bestimmt, dass er und seine Partei die Wahl verlieren werden – JA, das passiert wenn man nicht gehorcht.

Das Waterboarding ist eine ganz klare Menschenrechtsverletzung, es ist Quälerei und sollte bei zivilisierten und demokratischen Ländern nicht angewandt werden. Aber nicht so bei den USA, denn die dürfen alles! Würde zum Beispiel die deutsche Regierung dies mit ihren Terrorverdächtigen machen, wären wir weltweit nicht nur kritisiert sondern auch wieder als sadistische, kalte Nazis bezeichnet worden, die sich sowieso nicht ändern werden.

Womit wir auch beim nächsten Stichwort sind – Nazis. Ich kann ja verstehen dass sich ein George Bush angegriffen fühlt wenn er als Adolf Hitler bezeichnet wird, allerdings braucht man dann nicht so Sprüch loslassen wie „von einem Deutschen als Nazi bezeichnet zu werden ist eine Beleidigung“.

Obwohl wir ja wissen das die Amis uns immer noch alle für Nazis halten, aber Bush’s Aussage diesbezüglich ist dafür ja mal wieder eine Bestätigung.

Fazit: George W. Bush sollte doch in Zukunft lieber weiterhin dort bleiben, wo er auch hingehört – nämlich in der Versenkung.

Quellen: http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/ein-schrei-nach-liebe/

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8127896,00.html

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/05/saddam-hussein-wollte-frieden-bush-aber-wollte-krieg-und-ol/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/12/irak-auf-dem-weg-zur-ol-weltmacht-amerika-wirds-freuen/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/27/ein-us-soldat-erzahlt-von-den-kriegsverbrechen-im-irak-schockierend/

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Kommentare
  1. Deniz sagt:

    Was für ein Verbrecher! Den sollte man mal waterboarden, oder vors internationale Militärtribunal stellen, ein Nürnberger Prozess wäre für diese Gattung Mensch nämlich auf jeden Fall angebracht!

  2. Melanie sagt:

    Das Traurige daran ist ja, dass er für seine Verbrechen nichts zu befürchten muß, keinerlei Konsequenzen – NICHTS.

    Die Bilderberger beschützen ihn ja…

  3. Invisible sagt:

    Was soll das denn heißen „von einem Deutschen als Nazi bezeichnet zu werden“? Will er damit etwa andeuten dass die Deutschen immer noch alle Nazis sind oder was?!

    Boah, der Typ regt mich auf…

  4. alraune19 sagt:

    @invinsible
    Dass J. D. Bush vor ein Kriegsgericht gestellt werden müsste, sollte allen (Schreibern) klar sein. Dass er das aber nicht zu befürchten hat, auch!
    Ich finde aber allgemein, dass die Zuordnung eines Menschen als „Faschist“, „Nazi“ oder meinetwegen „Kommunist“ nichts bringt. Ausser eine gewollte und bewusst herbeigeführte Spaltung des ohnehin schon kleinen Teils der skeptischen und relativ frei denkenden Menschen, um diesen den Idealismus, die Kraft und ihre Intentionen zu nehmen! Mein schon oft geäusserter Rat: Verteidigt euch nicht mehr, greift dieses System an! Auch in ihren unteren Etagen! Es geht um unsere Zukunft und die unserer nachfolgenden Generationen!!
    Gruss Alraune19

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