Wir haben ja schon darüber berichtet, dass 1945 dem deutschen Volk die Handlungsfähigkeit seiner Eigenstaatlichkeit entzogen worden ist, Deutschland wurde ja daraufhin dreigeteilt (BRD, DDR und Deutsche Ostgebiete). Jedoch stellte das Bundesverfassungsgericht der BRD am 31.07.1973 ausdrücklich fest, daß der Staat Deutsches Reich rechtlich fortbesteht, tatsächlich aber nicht handlungsfähig ist. Nachdem die DDR 1990 in der BRD aufging, versäumte es die Bonner Regierung, gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes, das Selbstbestimmungsrecht des Deutschen Volkes wiederherzustellen und die Einheit Deutschlands zu vollenden.
 
Denn anstatt das Selbstbestimmungsrecht für das deutsche Volk wiederherzustellen, bleibt Deutschland auch weiterhin in fremdstaatlicher Hand. Und der Artikel 23 ist gefüllt worden mit hohlen Phrasen für und über die EU, man könnte fast meinen dass das Bestimmungsrecht nun an die EU übertragen worden ist, aber einen großen Unterschied macht das auch nicht.

Dass das „Deutsche Reich“ handlungsunfähig ist, zeigt auch unser nächstes Thema.

Ernst Albrecht Nagorny, ein bekannter russischer Dolmetscher, berichtete über eine historisch wertvolle Aussage, die der damalige Präsident der (heute ehemaligen) Sowjetunion, Michail Gorbatschow 1990 in Dresden getätigt hat.

Denn auf die Frage, ob im Zusammenhang mit einer Vereinigung Mitteldeutschlands mit der BRD auch eine Angliederung der fremdverwalteten Deutschen Ostgebiete in Aussicht genommen war, antwortete Gorbatschow freimütig:

„Ja, das wollte ich. Wir hatten die Universität in Moskau beauftragt, Pläne für die Wiedervereinigung von Deutschland mit seinen polnisch besetzten Teilen auszuarbeiten. Aber bei den 2-plus-4-Verhandlungen mußte ich zu meinem Erstaunen feststellen, daß Bundeskanzler Kohl und sein Außenminister Genscher die Deutschen Ostgebiete – Ostpreußen, Pommern und Schlesien – gar nicht  wollten. Die Polen wären bereit gewesen, die deutschen Provinzen Deutschland zurückzugeben. Aber der deutsche Außenminister Genscher hat die polnische Regierung in Warschau bekniet, an der Oder-Neiße-Linie festzuhalten. […] Die Deutschen akzeptieren diese Grenze waren seine Worte. Nur die DDR sollte angegliedert werden.“

 So steht noch heute ca. ein Drittel des Deutschen Reiches unter fremdstaatlicher Verwaltung. Nur da stellt sich die Frage – Warum? Warum haben Kohl und Genscher die Gebiete verschenkt, wo doch eigentlich das „deutsche Reich“ und seine Grenzen immer noch bestehen?

Nun, auch wenn das deutsche Reich immer noch besteht, ist es doch wie schon erwähnt handlungsunfähig, das heißt das die damaligen Politiker gar nicht befugt dazu waren, die Gebiete wieder anzunehmen. Und das Gorbatschow davon nichts wusste, ist auch eher unwahrscheinlich, vermutlich wollte er sich mit seiner Aussage nur herausreden. Aber wenn er wirklich nichts davon wusste, dann war dies eine gute Vertuschungsaktion der Westmächte vor den Russen. Hätten die Westmächte ihr Go für die Gebiete gegeben, hätte Deutschland sie auch annehmen können, aber das war (leider) nicht der Fall.

Deutschland selber hat, so wie die meisten BRD-Politiker, kaum Entscheidungsgewalt, wir werden von fremden Mächten regiert, die im Hintergrund ihre Strippen ziehen. Die BRD hat weder eine gültige Verfassung noch Entscheidungsgewalt. Und solange man irgendwelche Systemparteien unterstützt und Mainstream-Medien Glauben schenkt, wird sich daran auch nichts ändern, leider.

Hier nochmal Auszüge aus dem Urteil des Bundesverfassungsgericht von 1973:

Die Verfassung verbietet, daß die Bundesrepublik Deutschland auf einen Rechtstitel aus dem Grundgesetz verzichtet, mittels dessen sie in Richtung auf Verwirklichung der Wiedervereinigung und der Selbstbestimmung wirken kann, oder einen mit demGrundgesetz unvereinbaren Rechtstitel schafft oder sich an der Begründung eines solchen Rechtstitels beteiligt, der ihr bei ihrem Streben nach diesem Ziel entgegengehalten werden kann.

 Art 23 GG verbietet, daß sich die Bundesregierung vertraglich in eine Abhängigkeit begibt, nach der sie rechtlich nicht mehrallein, sondern nur noch im Einverständnis mit dem Vertragspartner die Aufnahme anderer Teile Deutschlands verwirklichen kann.

 Und hier der Knaller:

 Es wird daran festgehalten, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch die Ausübung fremder Staatsgewalt inDeutschland durch die Alliierten noch später untergegangen ist; es besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation nicht handlungsfähig. Die BRD ist nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondernals Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“.

Nur da stellt man sich doch die Frage, warum es die BRD nicht gibt, bzw. geben soll…

Die Antwort darauf ist aber einfach: Deutschland soll weiterhin handlungsunfähig und blind die Marionette Amerikas sein.

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/04/bundesrepublik-deutschland-gibt-zu-uns-hat-es-nie-gegeben/

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/24/sigmar-gabriel-wir-haben-gar-keine-bundesregierung/

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Kommentare
  1. Melanie sagt:

    Ich finde das unglaublich und krass, echt.
    WARUM nur hört man sowas nie in den Medien, im Fernsehen?
    Das wir noch im Deutschen Reich leben, und die BRD gar nicht existiert, sollte man doch den deutschen Bürgern sagen, das ist Pflicht!

  2. Freidenker sagt:

    Guter Artikel!

    @Melanie: Die Medien wissen das, aber die stecken mit der Regierung unter einer Decke. Früher gab es mal freie Medien, heute nicht mehr.

    Empfehlenswert dazu das Zitat von Mike Nichols:

    https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/01/zitat-der-woche-teil-5-mike-nichols/

  3. […] Wir haben ja schon darüber berichtet, dass 1945 dem deutschen Volk die Handlungsfähigkeit seiner Eigenstaatlichkeit entzogen worden ist, Deutschland wurde ja daraufhin dreigeteilt (BRD, DDR und Deutsche Ostgebiete). Jedoch stellte das Bundesverfassungsgericht der BRD am 31.07.1973 ausdrücklich fest, daß der Staat Deutsches Reich rechtlich fortbesteht, tatsächlich aber nicht handlungsfähig ist. Nachdem die DDR 1990 in der BRD aufging, versäumte es … Read More […]

  4. Deniz sagt:

    @Melanie: Ja, das ist wirklich ein Trauerspiel, das die Mainstream-Medien über sowas nie berichten…
    Aber wir wissen ja alle, dass die heutigen Mainstreammedien alles andere als unabhängig sind, Freidenker hat das schon ganz gut erklärt.

  5. Raoul Duke sagt:

    Ich frage mich auch, wie sowas möglich sein kann, und, was noch viel schlimmer ist, wie sie das deutsche Volk darüber im Unklaren lassen – das ist eindeutig ein Verstoß gegen den Eid, den die Politiker bei ihrer Vereidigung schwören müssen.

    Obwohl, wenn ich es mir recht überlege verstoßen die eigentlich tagtäglich gegen diesen Eid, denn sie handeln NICHT zum Wohl des eigenen Volks!

  6. Nolde sagt:

    In Sachen „Rechtsstellung der BRD“ (und seines „Personals“) sowie „Identität mit dem DR“ (oder auch nicht) habe ich mehrere Anfragen an BRD-Stellen gerichtet. Dort kann man diese und bis dato eingegangene Reaktionen nachlesen (wird ständig aktualisiert, wenn ich denn noch Antworten erhalten sollte).

  7. […] auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/14/wir-leben-im-deutschen-reich-nur-ohne-die-verschenkten-o… LikeBe the first to like this […]

  8. […] auch:  https://deinweckruf.wordpress.com/2010/09/14/wir-leben-im-deutschen-reich-nur-ohne-die-verschenkten-o… LikeBe the first to like this […]

  9. Emilie sagt:

    Ich kann mir gut vorstellen, warum Kohl auf die deutschen Ostgebiete im Zuge der Wiedervereinigung verzichtete. Er hätte wohl alternativ Reparationsleistungen für die Verbrechen Nazideutschlands zusagen müssen. Die Reparationen mögen ihm damals als zu hoch erschienen sein. Heute, angesichts der irrsinnigen Zahlungen Deutschlands an die EU ohne Aussicht auf Erfolg, wären das eher Peanuts gewesen.
    Dumm gelaufen.

  10. Arado sagt:

    Die Grenzen des Deutschen Reiche sind die von 1.1.1914.
    Der 1und 2.Weltkrieg wurde von England und den Zionisten angefangen.
    Es ging darum die Deutsche Wirtschaft zu zerstöhren.

    • hans sagt:

      Geh zu deinen Nazi,Kommi oder Islam Freunden.Hitler haz Schulden ohne Ende gemacht die nur durch Krieg wieder wett gemacht werden konnten.Und was ist mit dem Hitler Stalin Pakt?War Stalin auch Zionist?

  11. reichling sagt:

    Die deutschen Ostgebiete haben wir nicht verschenkt, wir haben sie in den Jahren 1939 bis 1945 redlich verspielt.

    Das Deutsche Reich hat 1939 den Krieg begonnen, um die Grenzen in Europa zu verändern. Und das ist auch hervorragend gelungen. Worin liegt also das Problem?

    Die Bundesrepublik Deutschland ist übrigens kein neuer Staat, sondern die neue staatliche Organisation Deutschlands. Bis 1945 nannte sich dessen Organisation Deutsches Reich.

    Seit dem 3.10.1990 erstreckt sich diese neue staatliche Organisation auf ganz Deutschland. Die Ostgebiet wurden bereits 1945 abgetrennt.

    • hans sagt:

      Völkerrechtlich gehörten diese Gebiete immer noch zu Deutschland.Nur wenn ein Land freiwillig die Gebiete abgibt wie 1990 geschehen gehören diese Vökerr.. dem anderen Land.
      Die meisten Polen die jetzt dort Leben sind ja auch Vertriebene aus der Ukraine etc.

      Es hätte aber keinen Sinn gemacht diese Gebiete wieder zurückzufordern.Dann wären wir schon längst Pleite.

  12. Detlef Nolde sagt:

    Wenn der Versailler Vertrag ein Diktat war, was unzweifelhaft der Fall gewesen, und Landraub und Vertreibung nach 1945 völkerrechtswidrig wie der „Verzicht“ des Besatzungskonstrukts namens „BRD“ auf „seine“ Ostgebiete nach billigstem Vertragsrecht nichtig, dann sind als Ostgrenzen des DR erst einmal jene von 1914 anzusehen.

    @reichling

    Nicht „wir“ haben all diese Ostgebiete „verspielt“, sondern die verbrecherischen Führungen des DR, die selbiges zweimal in einen imperialistischen Mehrfrontenkrieg getrieben haben. Diese Tatsache rechtfertigt jedoch weder Völkermord, Landraub und Vertreibung auf Seiten der „anderen“, die ebenfalls keine Heiligen waren.

    Die BRD ist auch nicht die „neue staatliche Organisation Deutschlands“, sondern die des Deutschen Reiches, was ein Unterschied darstellt, wie an anderer Stelle bereits besprochen wurde. „Deutschland“ nämlich war und ist nicht der Name eines Staates, auch wenn man das fälschlicherweise immer wieder tut.

  13. reichling sagt:

    Nicht die verbrecherische Führung des DR hat Polen überfallen und all die anderen Staaten, sondern das Deutsche Reich hat dies getan.

    Der Staat handelt nun mal durch seine Organe, und ab 1933 waren die Organe des DR in den Händen einer verbrecherischen Clique.

    Das Deutsche Reich hat während des WK II den Bombenkrieg gegen Zivilisten in die Kriegsführung eingeführt, und es war nicht in der Lage, seine Zivilbevölkerung vor ähnlichen Maßnahmen der Alliierten zu schützen.

    Der Krieg ist nun einmal vom DR ausgegangen. Die anderen haben sich zur Wehr gesetzt, und wie man sieht, sehr erfolgreich.

    Wenn Deutschland nicht der Name des Staates ist, was ist Deutschland dann?

  14. Detlef Nolde sagt:

    Mal die Frage außen vor gelassen, wer den Bombenkrieg gegen Zivilisten eingeführt hat erinnere ich daran, daß es auch im Krieg Regeln gibt, an die sich dann vor allem der zu halten hat, der sich moralisch über seinem Gegner wähnt.

    Das jedoch haben weder die Westalliierten noch die Sowjets getan, wie Landraub, Massenmord und Vertreibung nach dem Kriege auch nicht damit gerechtfertigt werden kann, daß man sich halt einmal „zur Wehr gesetzt“ hat.

    Deutschland ist das Land der Deutschen. Dazu der Volks-Brockhaus von 1939:

    „Deutschland, 1) Das Land der Deutschen, das den Bereich der deutschen Sprache, das zusammenhängende Siedlungsgebiet der Deutschen in Mitteleuropa umfaßt (…) 2) vielfach übliche, aber ungenaue Bezeichnung für Deutsches Reich.“

    Im Großen Universallexikon, Corvius Verlag Berlin (1975) heißt es gleichlautend:

    „Deutschland ist das Land der muttersprachlich deutschsprechenden Menschen (gekennzeichnet durch die nieder- und hochdeutschen Mundarten) in Mitteleuropa, das nie zu einer wirklichen politischen Einheit gefunden hat, sondern immer in verschiedenen Staaten und Regionen aufgeteilt war.“

    http://detlefnolde.wordpress.com/2009/02/28/deutsche-deutschland/

  15. reichling sagt:

    Das Bundesverfassungsgericht hat an keiner Stelle gesagt, dass eine Wiedervereinigung unter Einschluss der Ostgebiete erfolgen muss.
    Diese Ostgebiete sind bereits im Potsdamer Abkommen als die früher deutschen Gebiete bezeichnet worden. Uns blieb 1990 nichts anderes übrig, als die bestehenden Grenzen anzuerkennen.
    Aber jetzt zu deiner Definition für Deutschland.
    Was hälst du davon:
    Art. 3 Abs. 1 Reichsverfassung 1871
    Für ganz Deutschland besteht einen gemeinsames Indigenat mit der Wirkung, daß der Angehörige (Unterthan, Staatsbürger) eines jeden Bundesstaates in jedem anderen Bundesstaate als Inländer zu behandeln und demgemäß zum festen Wohnsitz, zum Gewerbebetriebe, zu öffentlichen Aemtern, zur Erwerbung von Grundstücken, zur Erlangung des Staatsbürgerrechtes und zum Genusse aller sonstigen bürgerlichen Rechte unter denselben Voraussetzungen wie der Einheimische zuzulassen, auch in Betreff der Rechtsverfolgung und des Rechtsschutzes demselben gleich zu behandeln ist.

    War da Österreich mit gemeint?

    Art. 33 Abs. 1 RV von 1871
    Deutschland bildet ein Zoll- und Handelsgebiet, umgeben von gemeinschaftlicher Zollgrenze. Ausgeschlossen bleiben die wegen ihrer Lage zur Einschließung in die Zollgrenze nicht geeigneten einzelnen Gebietstheile.

    Betraf das alle deutschsprachigen Gebiete einschließlich Österreich und der Schweiz? Und galt dies nicht in den französischsprachigen Gebieten der Reichslande Elsass-Lothringen oder in von Polen bewohnten Gebieten im Osten des Reiches?

    Art. 82 Abs. 1 Reichsverfassung von 1919
    Deutschland bildet ein Zoll- und Handelsgebiet, umgeben von einer gemeinschaftlichen Zollgrenze.

    Wenn du diese Definition für Deutschland hier gelten lässt

    „vielfach übliche, aber ungenaue Bezeichnung für Deutsches Reich.“

    wirfst du dann den Schöpfern der Reichsverfassungen von 1871 und 1919 vor, ungenau gewesen zu sein? Waren die beiden Verfassungen des Deutschen Reiches ungenau?

    Und was ist für dich ein „Reich“. Ist das etwas anderes als ein Staat?

    Wenn ich mir vorstelle, unser Staat würde im englischsprachigen Raum „German Empire“ heißen, woran machst du das Empire fest, das Imperium?

    Ist es nicht vielmehr so, dass der Name „Deutschland“ für unseren Staat weitaus korrekter ist, als ein Name mit dem Zusatz „Reich“, der in keiner Beziehung mehr zutrifft.
    Der Zusatz „Bundesrepublik“ bezeichnet immerhin die Staatsform, den einer förderativen Republik.

  16. Detlef Nolde sagt:

    Wenn einer Seite „nichts anderes übrig“ bleibt als einen „Vertrag“ zu unterschreiben, dann ist dieser nichtig, da er auf Erpressung beruht. Kein Wunder, waren (und sind) doch weder die DDR noch die BRD souveräne Staaten (gewesen).

    Deshalb spricht man vom Versailler DIKTAT und wenn die BRD 1990 auf die Ostgebiete des Deutschen Reiches innerhalb der Verstailler Diktatsgrenzen „verzichtete“, dann als (bis heute) von den Westalliierten abhängiges Staatsgebilde.

    Auch wenn die „Schöpfer der Reichsverfassungen von 1871 und 1919“ von „Deutschland“ sprachen aber „Deutsches Reich“ meinten, bleibt es falsch. Hier finden wir dieselbe Alleinvertretungsanmaßung für Deutschland wie später in der BRD.

    Was ein „Reich“ (oder „Empire“) ist? Na lediglich da oder dort üblich gewesene Zusatzbezeichnung für einen Staat, etwa „Deutsches Reich“ oder „Russisches Reich“.

    Insofern ist der Name „Deutschland“ für „unseren Staat“ (=BRD) alles andere als korrekt, vielmehr ahistorisch und irreführend, also schlichtweg daneben.

    Ansonsten, so sehe ich das auch: „Bundesrepublik“ ist die Bezeichnung für die Staatsform und „Deutschland“ steht als Synonym für „Deutsches Reich“.

    Zur fehlenden Souveränität der BRD:
    –> http://detlefnolde.wordpress.com/2009/09/11/rechtsstellung-der-brd/

  17. Mayday sagt:

    Schaut euch doch mal das Bild zu diesem Artikel an, dass ist ein Ausschnitt vom Urteil des BvG, da steht alles drauf was man wissen muß!

  18. reichling sagt:

    @Mayday, da steht eben nicht alles drauf, was man wissen muss. Es ist eine unzulässige Verkürzung aus dem Originaltext. Nach dem Urteil des BVerfG war das Deutsche Reich handlungsfähig, eben nur nicht als Gesamtstaat, sondern in seinem westlichen Teil, der Bundesrepublik Deutschland, durch die Organe dieser Bundesrepublik.
    Und das Bundesverfassungsgericht hat die Bundesrepublik Deutschland sogar als Staat bezeichnet.
    Und was Tina Wendt angeht, so kann sie doch ihre aldebaranischen Freunde zu Hilfe holen, wenn wir ihr zu dumm kommen. Mir hat sie ja schon den Einsatz von Flugscheiben angedroht.

    @Detlef Nolde,
    hast du dir schon mal überlegt, warum das Deutsche Reich, das 1871 gegründet worden ist, in der Reichsverfassung nicht als Staat bezeichnet wurde, sondern als „ewiges Bündnis“ der am Reich beteiligten regierenden Fürsten?

    Ach so, alle Verfassungen waren ja falsch gewesen.

  19. Detlef Nolde sagt:

    @reichling

    Ob Staatenbund, Bundesrepublik oder Reich, letztlich trat mal als Staatswesen (nach innen und außen) auf. Und hier war und ist die Bezeichnung „Deutschland“ halt falsch, richtig muß und müßte es „Deutsches Reich“ oder heute halt „BRD“ heißen.

    Deshalb waren nicht alle Verfassungen „falsch gewesen“, den es war ja offenkundig, was man meinte, nur die Bezeichnung war halt falsch.

    Hier ging es offenbar darum, einen Alleinvertretungsanspruch auf das ganze Deutschland geltend zu machen, wie später auch die BRD gegenüber der „Ostzone“ genannten DDR als „Deutschland“ sich aufplusterte.

    Ich verweise noch einmal auf die beiden von mir zitierten Lexikoneinträge von 1939 und 1975, wo doch alles so einfach, kurz und bündig erklärt wird. Alternativ auf Strophe 1 des Deutschlandlieds und „Was ist des Deutschen Vaterland“ von Arndt.

    Ergo, Deutschland war und ist kein Staat, wie auch Kurdistan oder das Baskenland kein Staat darstellt. Wenn sich irgendwann ein deutscher Staat sich mit diesem Namen schmücken könnte, dann einer, der das ganze Deutschland umfaßt.

    Das jedoch werden wir wohl nicht mehr erleben.

  20. reichling sagt:

    Die Verfassungen wurden immerhin von Juristen ausgearbeitet. Und dabei wurde peinlich genau auf jedes Wort geachtet, auf jede Formulierung.
    Das Reich betrachtete sich von 1871 nicht als Staat. Staaten, das waren Preußen, Bayern, Sachsen usw. Das Reich war mehr. Ein anderes, richtigeres Wort wäre gewesen Bund. Und der Vorgänger des Deutschen Reiches war ja auch der Norddeutsche Bund.
    Mit dem Wort „Reich“ wollte man an das 1806 erloschene Reich anknüpfen. Und das nannte sich bekanntlich Heiliges Römisches Reich. Der Zusatz „Deutscher Nation“ kam erst im 15. Jahrhundert auf. Vorher war von „Deutsch“ keine Rede gewesen.
    Lexikoneinträge und Liedtexte sind übrigens in einer rechtlichen Diskussion nicht geeignet, etwas zu belegen.

  21. Detlef Nolde sagt:

    @reichling

    Ob „Bund“ oder „Reich“, richtig heißt es „Nordeutscher Bund“, „Deutsches Reich“ und „Bundesrepublik Deutschland“ und nicht „Deutschland“. Da interessieren mich nicht irgendwelche „Juristen“ oder Politiker, die das einst und heute nicht berücksichtigen.

    Die Lexikoneinträge sind deshalb sehr gut geeignet in dieser Diskussion, die keine rechtliche ist, sondern um die richtige Verwendung von Begriffen dreht, Sachverhalte allgemeinverständlich darzulegen, auch wenn manche damit ihre Probleme haben.

  22. Harry sagt:

    @Reichling: du willst immer alles besser wissen, aber jetzt hat Nolde’s Fachwissen dich wohl sprachlos gemacht, stimmts? 😉

  23. reichling sagt:

    Nö, warum? Und wo siehst du bei Detlef Nolde Fachwissen? Er hat sich seine eigene Auslegung der Begriffe zusammengeschustert.
    Sie wird nur von maßgeblichen Leuten nicht geteilt. Damit muss er eben leben.

  24. Detlef Nolde sagt:

    @reichling

    Meine „Auslegung“ ist jene, die am längsten in der Geschichte bestand hatte und durch ein paar Jahrzehnte Begriffsverfälschung durch irgendwelche „maßgeblichen Leute“, die mich nicht die Bohne interessieren, nicht beseitigt werden kann.

    Deutsches National-Lexikon von Reinhard Pozorny:

    Deutschland: Ein Staat namens Deutschland gab es noch nicht. Begriffserweiternd wird der Name benutzt für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, den Deutschen Bund und das Großdeutsche Reich mit größeren nichtdeutschen Minderheiten. Begriffsverengend ist die Verwendung des Wortes für Staaten, die nur einen Teil des deutschen Volkes vereinten oder vereinen: das 1871 gegründete Deutsche Reich und die Bundesrepublik am 1949 (bzw. ab 1990).

    Im eigentlichen Sinne des Wortes bedeutet Deutschland: Siedlungsraum der Deutschen in Mitteleuropa, die Vertreibungsgebiete inbegriffen. Diese nicht staats-, sondern volksbezogene Begriffsbestimmung liegt den Worten des Liedes der Deutschen von Hoffmann von Fallersleben zugrunde: „Deutschland, Deutschland über alles … von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt.

    Wie der Name schon sagt: Deutschland, Land der Deutschen, in welchem Staat Mitteleuropas sie auch leben, welchen Ausweis sie in der Tasche tragen (müssen).

    Eigentlich ganz einfach, aber eben auch verständlich, daß das kaum noch jemand weiß, denn in den heutigen Schulen lernt man das nicht mehr, da wird vor allem verdummt.

  25. Deutschland ist mein GELIEBTES Vaterland. gez.: Christoph Hölker

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