Vor nicht allzu langer haben wir über Westerwelle’s Äußerung berichtet, dass er gezieltes Töten der Menschen in Afghanistan nicht ausschließt. Das dies aber schon lange „Programm“ ist, wird jetzt durch ein „geheimes Papier“ enthüllt, welches nun aufgetaucht ist.

Gezielt werden Aufständische erst observiert und dann von meist amerikanischen Spezialeinheiten verhaftet oder auch getötet. Das deutsche Kommando Spezialkräfte (KSK) beteiligt sich angeblich nicht an den gezielten Tötungen (das sogenannte Targeted Killing”), weil das Afghanistan-Mandat des deutschen Bundestags dies wohl nicht zulässt. ABER die Bundeswehr setzt immer wieder Aufständige auf die gemeinsame Zielliste der internationalen Truppen in Afghanistan, die sogenannte JPEL (Joint Priority Effects List).

Der SPD-Politiker Rolf Mützenich wollte mehr zu der eigentlichen Rolle der Bundeswehr in Afghanistan und zum Targed Killing wissen, und stelle daraufhin eine parlamentarische Anfrage. Die Antwort gibt eine detallierte Auskunft und können auch als Leitlinien verstanden werden.

Grundlage für das oben schon erwähnte „Targeting” sei das humanitäre Völkerrecht, heißt es in dem Schreiben des Verteidigungsministeriums (BMVg). So dürfe man „feindliche Kämpfer gegebenenfalls auch außerhalb der Teilnahme an konkreten Feindseligkeiten gezielt bekämpfen, was auch den Einsatz tödlich wirkender Gewalt einschließen kann”.

Aufklärungsergebnisse deutscher Kräfte”, so heißt es in dem BMVg-Schreiben, „tragen zur Identifizierung und Auswahl potenzieller militärischer Ziele im Rahmen des Isaf-Targeting bei. In diesem Verfahren werden auch Informationen über Personen weitergegeben, die mit der Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen gegen Isaf und die afghanische Staatsgewalt in Zusammenhang gebracht werden“.

Auf der Zielliste der Afghanistan-Schutztruppe ISAF werden die Aufständischen und Terroristen in verschiedene Kategorien eingeteilt. So heißt es im Schreiben, dass „auf der Grundlage eines festgelegten Kriterienkatalogs Zielpersonen Handlungsempfehlungen zugeordnet werden. Bei Personen, die sich unmittelbar oder dauerhaft an den Feindseligkeiten beteiligen, besteht die Möglichkeit, die Anwendung gezielt tödlich wirkender militärischer Gewalt zu empfehlen”.
Solche Personen werden meist von Scharfschützen oder durch Luftschläge mit unbemannten Drohnen getötet.

Zwar beteiligen sich deutsche Soldaten wohl angeblich nicht an den gezielten Tötungen, trotzdem dürfen auch deutsche Kommando-Soldaten schießen, wenn die „Zielperson” das Feuer eröffnet.

Ganz ehrlich? Ich bezweifel stark, dass sich die deutschen Soldaten wirklich an diese Leitlinien halten. Und wer sollte es ihnen auch verbieten? Die Amis freuen sich doch, wenn sie Hilfe bekommen, da wird bestimmt keiner sagen „Ey hör mal, du darfst das doch eigentlich nicht“.

Und selbst wenn sie sich daran halten sollten, so haben sie immer noch die Möglichkeit, Menschen dort umzubringen, eiskalt abzuknallen, im Dienste der Weltmacht.

Quelle: http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2010/08/17/leitlinien-zur-gezielten-totung-239814

Siehe auch: https://deinweckruf.wordpress.com/2010/08/09/westerwelle-schliest-gezieltes-toten-nicht-aus/

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Kommentare
  1. Patrick Zimmermann sagt:

    Dafür ist das sonst so verhasste „Tätervolk“ Deutschland dann gut, um den scheiß Amis den Arsch zu retten…

  2. Die Geisha sagt:

    „Gezieltes Töten“ – bitte?!
    Ich dachte wir unterstützen die Kriegstreiber in anderen Bereichen!

    Ich hoffe die Linke überholt die SPD irgendwann mal, damit dieses Spiel endgültig ein Ende hat!

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