Der wahre Grund des Afghanistankriegs

Veröffentlicht: Juli 30, 2010 in Afghanistan, CIA, Iran, Krieg, Politik, Terrorismus, Tote, USA, Wikileaks

Tia, da hat der gute Herr Gysi mal wieder voll ins Schwarze getroffen, als er in einem etwas älteren Interview zu Horst Köhlers Rücktritt den wahren Grund des Krieges in Afghanistan offenbart.

Denn wer wirklich glaubt, wir führen diesen Krieg in Afghanistan um Frieden und Demokratie zu bringen, der scheint wirklich ziemlich naiv und blauäugig zu sein.

Auch der angebliche Kampf gegen den Terrorismus ist nur eine weitere (gut inszenierte) Lüge um den Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen.

Wer jetzt behauptet von wegen „in Afghanistan gibt es kein Öl“, für den zitiere ich doch gerne von Energieverbraucher.de, denn dort heißt es unter anderem:

„[…] Es gibt zwar kein Öl in Afghanistan. Aber das Land hält die Schlüssel zu den Reichtümern Zentralasiens in den Händen. Die Öl- und Gasvorkommen rund um das Kaspische Meer sind die zweitgrößten nach denen im persischen Golf. Sie spielen für Weltenergieversorgung der kommenden zwei Jahrzehnte eine wachsende Rolle: Die zehn Mrd. Tonnen gesicherten Reserven in der kaspischen Region stellen gut zehn Prozent der weltweiten Ölvorräte (Persischer Golf: 85 Mrd. Tonnen, Nordsee: 2,5 Mrd. Tonnen). Man hält es für möglich, dass noch dreimal mehr Reserven in der Region lagern. Bei Erdgas verfügt allein Turkmenistan mit 15 Biollionen Kubikmeter über zehn Prozent der Weltreserven. In Chinas islamischer Provinz Xinjing lagern weitere elf Milliarden Tonnen Erdöl.

Die USA als weltgrößter Energieverbraucher sowie China und Indien stehen im Wettstreit um die Nutzung dieses Reichtums. Alle diese Staaten sind Atommächte. Alle Industriestaaten suchen angesichts zunehmender Instabilität in Saudi-Arabien, sowie politischer Probleme im Irak und Iran ernsthaft nach alternativen Lieferanten von Erdöl und Erdgas, so Paul Sampson, Herausgeber der Londoner Ölbusiness-Zeitschrift „Nefte Compass“.
Der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger sagte folgerichtig, dass die Ölfelder Zentralasiens zum vitalen Interesse der Vereinigten Staaten gehören. Auch deshalb wird die „National Energy Policy Task Force“ der USA von Vizepräsident Dick Cheney geleitet. Der Völkerrechtler Boyle vermutet in Spiegel Online, dass sich die US-Regierung schon vor dem 11. September für einen Krieg gegen Afghanistan entschieden hatte. Die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasvorkommen in den Ländern Aserbaidschan, Turkmenistan und Usbekistan mit Pipelines durch Russland, den Iran, Türkei, Georgien und auch durch Afghanistan stehen im Mittelpunkt des Interesses. Bisher liefen alle Pipelines nach Norden und verschafften den neuen unabhängigen Staaten Russlands ein Monopol.[…]“

Außerdem berichtete auch die Tagesschau vor einiger Zeit über die Entdeckung von Bodenschätzen in Afghanistan:

„In Afghanistans Boden sollen Bodenschätze im Wert von Hunderten Milliarden Dollar ruhen. Besonders Lithium ist für die Computerindustrie interessant. Es ist ein Hoffnungsschimmer für das bitterarme Krisenland, doch zugleich könnte es der Auftakt für neue Konflikte sein.

Was Saudi Arabien fürs Öl ist, könnte Afghanistan für Lithium werden, so zitiert die angesehene Zeitung „New York Times“ aus einem Bericht des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Sie bestätigt damit Berichte des Britischen Geologischen Instituts aus dem Jahr 2008. Damals hatten die britischen Forscher Afghanistan auf Platz zwei bei den weltweiten Lithium.Vorkommen gesehen, direkt hinter Kanada.

Weitere Metalle vorhanden

Doch nicht nur Lithium, das für Batterien und Computer von großer Bedeutung ist, auch andere Rohstoffe listet das amerikanische Verteidigungsministerium auf. Besonders groß sind die Kupfer- und Eisenerz-Vorkommen in Afghanistan. Zusammen haben sie im Moment einen Wert von 700 Milliarden Dollar, heißt es nach Angaben der „New York Times“ in Papieren des Pentagons.

Vorkommen schon länger bekannt

Dabei sind diese Informationen nicht ganz neu. Afghanische Geologen ließen Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts während des afghanischen Bürgerkriegs und der Herrschaft der Taliban die Landkarten mit den Rohstoffvorkommen verschwinden. 2004 gaben sie ihre Informationen an die Amerikaner weiter, die jetzt, da der Krieg gegen die Taliban nicht so recht vorankommt, damit in die Öffentlichkeit gingen und die Papiere der „New York Times“ zuspielten. […]“

Dazu gibt es auch ein Video:

Und da wollen die einem noch ernsthaft erzählen der Afghanistankrieg wäre ein Krieg für den Frieden?

Siehe auch: http://www.energieverbraucher.de/de/Umwelt-Politik/Frieden-und-Energie/Krieg-in-Afghanistan__812/

http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan1858.html

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Kommentare
  1. Meckie sagt:

    Das die USA da so mit durchkommen ist echt unglaublich…Gut das sich die Afghanen gegen diesen offensichtlich imperialistischen Feldzug wehren…

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